Stephan Weil jetzt Teil der Ahnengalerie
HANNOVER.
In der Niedersächsischen Staatskanzlei ist am Montag Nachmittag (04.05.2026) das Porträt des früheren Ministerpräsidenten Stephan Weil in der sogenannten Ahnengalerie enthüllt worden. Vorgestellt wurde das Gemälde am Montag durch Ministerpräsident Olaf Lies. Mit dem Werk wird die Reihe der niedersächsischen Ministerpräsidentenporträts in der Staatskanzlei um die Amtszeit von Stephan Weil ergänzt.
Das Porträt stammt von dem Maler Albrecht Gehse. Nach Angaben der Niedersächsischen Staatskanzlei komplettiert das Bild die bisherige Ahnengalerie, die zuvor die Regierungszeiten von Hinrich Wilhelm Kopf bis David McAllister abbildete. Olaf Lies würdigte bei der Vorstellung sowohl die politische Amtszeit seines Vorgängers als auch die künstlerische Umsetzung des Bildes.
Auch Stephan Weil äußerte sich bei der Präsentation anerkennend über den Künstler. Nach Darstellung der Staatskanzlei betonte er, dass Albrecht Gehse zu den bedeutenden deutschen Malern der Gegenwart zähle. Das Werk gehe über eine reine Darstellung des Gesichts hinaus und sei aus seiner Sicht sehr gelungen.
Albrecht Gehse wurde 1955 in Borsdorf bei Leipzig geboren. Nach einer Lehre als Tiefdruckretuscheur und dem Wehrdienst studierte er von 1976 bis 1981 Malerei an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Zu seinen prägenden Lehrern zählte unter anderem Bernhard Heisig. Später war Gehse freischaffend tätig, wurde Mitglied im Verband Bildender Künstler und war von 1987 bis 1990 Meisterschüler an der Akademie der Künste der DDR.
Bundesweite Bekanntheit erlangte Gehse unter anderem durch den Auftrag zur Anfertigung eines Porträts von Altbundeskanzler Helmut Kohl für die Kanzlergalerie im Bundeskanzleramt. Seine Werke befinden sich nach vorliegenden Angaben heute in Museen, öffentlichen Sammlungen, Institutionen sowie in privaten Sammlungen im In- und Ausland.
Begleitend zur Präsentation des neuen Porträts lädt das Sprengel Museum Hannover am Dienstag, 5. Mai 2026, um 18 Uhr zu einem Künstlergespräch ein. Dort sollen Albrecht Gehse und Stephan Weil über die Entstehung des Porträts, den künstlerischen Prozess und die Zusammenarbeit sprechen. Der Eintritt ist frei.