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BERLIN. Bundeskanzlerin Merkel dankt in ihrem Audio-Podcast den Bürgerinnen und Bürgern ausdrücklich für die konsequente Umsetzung der neuen Regeln infolge der Corona-Pandemie. "Die neuen Regeln haben das öffentliche Leben für jeden spürbar in wenigen Tagen auf ein Minimum heruntergefahren", so die Kanzlerin. Das Ziel: Kontakte zu vermeiden, um Ansteckungen zu verhindern. Fast alle hätten sichtbar ihr Verhalten umgestellt. Angesichts dessen wolle sie einfach sagen: "Danke - von ganzem Herzen Danke!"

Sie warnt  davor, ungeduldig zu werden. Niemand könne heute mit gutem Gewissen sagen, wie lange diese schwere Zeit anhält. "Noch geben uns die täglichen Zahlen der Neuinfektionen leider keinen Grund, nachzulassen oder die Regeln zu lockern." Als einen Maßstab verweist sie auf die Zuwachsrate. Ein Ziel sei es, dass die Zahl der Neuinfektionen sich nur noch alle zehn Tage verdopple, um das Gesundheitssystem nicht zu überfordern. Derzeit sei das aber schon nach fünfeinhalb Tagen der Fall, der Anstieg also noch viel zu hoch. Die Verlangsamung der Ausbreitung entscheide darüber, ob man auch in den nächsten Wochen jedem schwer Erkrankten die bestmögliche Versorgung geben könne. Sie verstehe natürlich auch die Sorgen um die Wirtschaft als Ganzes oder den persönlichen Arbeitsplatz. "So schnell wie noch nie und mit so viel Geld wie noch nie hat die Politik Maßnahmen ergriffen", betont die Bundeskanzlerin. "Ich denke, ich kann sagen: Wir mobilisieren, was wir können, um unserem Land in dieser unsicheren Zeit Sicherheit zu geben." Die Bundeskanzlerin hat ihre Audio-Botschaft wegen ihrer vorübergehenden häuslichen Quarantäne aus dem Home-Office aufgenommen. "Das ist eine Situation, die ich gerade mit vielen teile – man ist nicht krank und bleibt trotzdem zu Hause, um sicher zu sein, dass man das Virus nicht in sich trägt." Auch wenn es nicht ganz einfach sei, könne man von zu Hause aus doch viel Arbeit schaffen. "Man kann in Telefon- und Videokonferenzen mit anderen in Kontakt bleiben und sogar lange Verhandlungen führen – wie ich das über sechs Stunden im Europäischen Rat getan habe", sagt die Kanzlerin. Trotzdem freue sie sich auch persönlich darauf, wenn wieder Kontakt und Nähe möglich werden.

Hinweis: Der Audio-Podcast ist heute, Samstag, ab 10:00 Uhr unter  www.bundeskanzlerin.de  abrufbar. Unter dieser Internetadresse ist dann auch der vollständige Text zu finden.

BERLIN. Die Infektionen in Deutschland steigen weiterhin massiv an. Aktuell sind in Deutschland 48.582 Personen infiziert. Das ergibt eine Steigerung von 6294 Personen zum Vortag. Deutschlandweit sind 325 Todesfälle zu beklagen, das zeigt die aktuelle Auswertung des RKI (Robert-Koch-Instituts).

Stand: 28.3.2020, 00:00 Uhr (online aktualisiert um 10:10 Uhr)

Bundes­land Elektro­nisch über­mittelte Fälle Beson­ders be­trof­fene Gebiete in Deutsch­land
  An­zahl Dif­fe­renz zum Vor­tag Fälle/ 100.000 Einw. Todes­fälle  
Baden-Württem­berg 9.781 +1.620 88 101  
Bayern 11.150 +1.669 85 77  
Berlin 2.161 +206 58 8  
Brandenburg 645 +108 26 1  
Bremen 260 +19 38 2  
Hamburg 1.765 +72 96 2  
Hessen 2.604 +281 42 9  
Mecklenburg-Vor­pommern 308 +49 19    
Niedersachsen 3.150 +340 39 12  
Nordrhein-West­falen 10.607 +1.372 59 80 Landkreis Heinsberg
Rhein­land-Pfalz 2.212 +241 54 11  
Saarland 550 +45 56 2  
Sachsen 1.432 +127 35 9  
Sachsen-Anhalt 458 +0 * 21 2  
Schles­wig-Holstein 915 +103 32 4  
Thüringen 584 +42 27 5  
Gesamt 48.582 +6.294 58 325  

*Am 27.3.2020 wurden keine Daten aus Sachsen-Anhalt übermittelt.

 

Detaillierte Fallzahlen in Deutschland: Dashboard

Eine detaillierte Darstellung der übermittelten COVID-19-Fälle in Deutschland nach Landkreis und Bundesland stellt das COVID-19-Dashboard (https://corona.rki.de) bereit.

Hinweise zum Dashboard:

Für die Gesamtzahl pro Bundesland/Landkreis werden die den Gesundheitsämtern nach Infektionsschutzgesetz gemeldeten Fälle verwendet, die dem RKI bis zum jeweiligen Tag um 0 Uhr übermittelt wurden.

Für die Darstellung der neu übermittelten Fälle pro Tag wird das Meldedatum verwendet – das Datum, an dem das lokale Gesundheitsamt Kenntnis über den Fall erlangt und ihn elektronisch erfasst hat.

Zwischen der Meldung durch die Ärzte und Labore an das Gesundheitsamt und der Übermittlung der Fälle an die zuständigen Landesbehörden und das RKI können einige Tage vergehen (Melde- und Übermittlungsverzug). Jeden Tag werden dem RKI neue Fälle übermittelt, die am gleichen Tag oder bereits an früheren Tagen an das Gesundheitsamt gemeldet worden sind. Diese Fälle werden in der Grafik Neue COVID-19-Fälle/Tag dann bei dem jeweiligen Datum ergänzt.

Der genaue Infektionszeitpunkt der gemeldeten Fälle kann in aller Regel nicht ermittelt werden. Das Meldedatum an das Gesundheitsamt spiegelt daher am besten den Zeitpunkt der Feststellung der Infektion (Diagnosedatum) und damit das aktuelle Infektionsgeschehen wider. Durch den Meldeverzug sind die Daten die letzten Tage in der Grafik noch unvollständig und füllen sich mit den in den kommenden Tagen nachfolgend übermittelten Daten auf. Aus dem Verlauf der übermittelten Daten allein lässt sich daher kein Trend zu den aktuell erfolgten Neuinfektionen ablesen.

Für eine detailliertere Analyse der der COVID-19-Fälle siehe bitte den täglichen Lagebericht des RKI .

Stand: 26.03.2020 / Quelle RKI

Freitag, 27 März 2020 18:49

Grüngutabgabe nur für Langenhagener

LANGENHAGEN. Langenhagenerinnen und Lagenhagener können ab Montag, 30. März, ihren Baum,- Hecken, Strauch- und Rasenschnitt wieder auf dem städtischen Betriebshof abgeben. Nachdem die dortige Grüngutannahme aufgrund der Corona-Krise eingestellt wurde, führt die Stadt dieses Angebot nun wieder ein – allerdings vorerst nur für ihre Einwohnerinnen und Einwohner. Sie können von montags bis donnerstags von 9 bis 15 Uhr, freitags von 9 bis 11.30 Uhr und ab dem 4. April auch wieder sonnabends von 9 Uhr bis 12 Uhr ihr Grüngut auf dem Gelände „An der Neuen Bult“ abliefern.

Aufgrund der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen sind derzeit viele Menschen zu Hause. Und wer kann, beschäftigt sich draußen, etwa im eigenen Garten. Dort gibt es derzeit einiges zu tun und entsprechend viel Grüngut fällt an. „Bei allen Vorsichtsmaßnahmen im Kontakt mit anderen Menschen ist es jetzt wichtig, rauszugehen, sich an der frischen Luft zu bewegen, das wird auch von Virologen empfohlen. “, sagt Bürgermeister Mirko Heuer. „Zudem ist es mir eine Herzensangelegenheit, da wir wissen, dass viele Menschen gerade jetzt im Frühjahr und noch vor Ostern ihre Gärten aus dem Winterschlaf holen.“

Mit der Wiederaufnahme der Grüngutannahme will die Stadt natürlich insbesondere Gartenbesitzer unterstützen. Sie kommt damit aber auch einem Problem zuvor, das sich auf längere Zeit einstellen könnte: Dass weniger verantwortungsbewusste Menschen ihren Grünabfall einfach irgendwo entsorgen.

„Zusammen mit Ceno Anders, Leiter des Betriebshofes, habe ich mit aha besprochen, dass diese unsere Grüngutcontainer ab sofort regelmäßig leeren, und wir unsere Annahme wieder öffnen können“, berichtet Heuer. „Das ist ein positives Signal, das genau zur richtigen Zeit kommt. Denn so können wir auch ab dem 4. April wieder mit unserem Angebot starten, während der Gartensaison auch samstags die Grüngutannahme zu öffnen. Gerade diese Tage werden besonders gut von unseren Kunden angenommen.“„Da in der Region Hannover derzeit alle Deponien, Wertstoffhöfe und auch die Grüngutannahmestellen der Landwirte geschlossen sind, wäre der Ansturm nicht zu bewältigen, sofern auch die umliegenden Kommunen unser Angebot nutzten. Darum können derzeit ausschließlich Langenhagenerinnen und Langenhagener ihr Grüngut beim städtischen Betriebshof abgeben!“Die Verwaltung appelliert an alle Menschen aus anderen Regionskommen, auch aus eigenem Interesse nicht nach Langenhagen zu kommen. Sie werden vor Ort abgewiesen.Am Einfahrtstor zum Betriebshof wird ein Sicherheitsdienst den Wohnort der anliefernden Personen überprüfen. Für einen reibungslosen Ablauf ist es hilfreich, wenn jede Person zunächst in ihrem Fahrzeug bleibt und ihren Personalausweis bereithält. Wer in Langenhagen einen Kleingarten besitzt, aber anderenorts wohnt, sollte neben dem Ausweis eine Kopie des Pachtvertrages bei sich führen. Diese Personengruppe stellt derzeit die einzige Ausnahme dar, die ebenfalls Grüngut beim Langenhagener Betriebshof abgeben darf.Zudem sind im Sinne des Infektionsschutzes und um unnötige Kontakte zu vermeiden, ein paar Spielregeln zu beachten: Auf das Gelände werden jeweils nur einige Fahrzeuge gelassen. Die Anliefernden können dann hintereinander bis zur Wartelinie am Containerstandort vorfahren. Erst wenn sie an er Reihe sind, dürfen sie ihr Fahrzeug verlassen. Auf der Treppe zum Podest, von dem aus das Grüngut in den Container geworfen wird, darf sich nur eine Person aufhalten.Gemeinsam mit aha wird die Stadt dafür sorgen, dass immer ein Container zur Befüllung auf dem Betriebshof sein wird. Es besteht damit an sechs Wochentagen zu den jeweiligen Öffnungszeiten die Möglichkeit zur Grüngutabgabe. Die Verwaltung bittet daher darum, dass nicht gleich alle Langenhagenerinnen und Langenhagener gleichzeitig frühmorgens am kommenden Montag zum Betriebshof fahren – so vermeiden sie lange Wartezeiten und unnötigen Stress.


Auf der Fahrbahn der Straße "An der neuen Bult" zeigt eine Linie an, wo die Fahrzeuge müssen, bevor bis zum Eingangstor des Betriebshofs vorfahren dürfen. © Stadt Langenhagen

HANNOVER/NIEDERSACHSEN. 

3175 Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus sind bis heute – Freitag, Stand 14:00 Uhr – in Niedersachsen labordiagnostisch bestätigt worden.

Verstorben sind (Stand heute 10:00 Uhr) elf Menschen. Neu hinzugekommen ist seit der letzten Mitteilung ein Todesfall aus dem Landkreis Osnabrück. Hier verstarb ein Mann der Altersgruppe 60 bis 79 Jahre.

Genesen sind in Niedersachsen aufgrund einschlägiger Hochrechnung* 288 der bislang gemeldeten laborbestätigten Fälle.

 

Kommune

Bestätigter Fall

Änderung zum Vorbericht

Verstorben

LK Ammerland

55

9

 

LK Aurich

38

6

 

LK Celle

63

9

 

LK Cloppenburg

19

4

 

LK Cuxhaven

49

3

 

LK Diepholz

114

13

 

LK Emsland

110

11

1

LK Friesland

9

1

 

LK Gifhorn

48

5

 

LK Goslar

45

9

 

LK Göttingen

105

15

 

LK Grafschaft Bentheim

56

7

 

LK Hameln-Pyrmont

36

4

 

LK Harburg

134

15

1

LK Heidekreis

21

10

 

LK Helmstedt

45

7

 

LK Hildesheim

138

9

 

LK Holzminden

39

3

 

LK Leer

23

4

1

LK Lüchow-Dannenberg

7

0

 

LK Lüneburg

75

5

 

LK Nienburg (Weser)

24

3

 

LK Northeim

30

5

 

LK Oldenburg

48

10

 

LK Osnabrück

244

60

1

LK Osterholz

36

4

 

LK Peine

40

15

 

LK Rotenburg (Wümme)

43

8

 

LK Schaumburg

47

11

 

LK Stade

103

18

 

LK Uelzen

15

1

 

LK Vechta

112

18

1

LK Verden

48

5

 

LK Wesermarsch

31

7

 

LK Wittmund

10

2

 

LK Wolfenbüttel

29

3

 

Region Hannover

638

81

4

SK Braunschweig

94

14

 

SK Delmenhorst

16

0

 

SK Emden

7

0

 

SK Oldenburg

58

0

 

SK Osnabrück

176

24

 

SK Salzgitter

42

8

 

SK Wilhelmshaven

6

0

 

SK Wolfsburg

49

3

2

Gesamt

3175

449

11

In dieser Übersicht sind ausschließlich Fälle aufgelistet, die dem Niedersächsischen Landesgesundheitsamt elektronisch (bis 14:00 Uhr, Todesfälle bis 10:00 Uhr) mitgeteilt wurden. Da es sich um eine sehr dynamische Situation handelt, kann es zu Abweichungen zwischen der NLGA-Tabelle und Angaben anderer Stellen, etwa der betroffenen Kommunen, kommen.

Die gegenüber dem vorherigen Tag neu ausgewiesenen Fälle sind nicht zwingend erst seit der gestrigen Auflistung neu aufgetreten. Fallzahlanstiege können auch dadurch bedingt sein, dass die Gesundheitsämter als erste Priorität die notwendigen Infektions-schutzmaßnahmen einleiten und die standardisierte Falldatenübermittlung erst danach mit zeitlicher Verzögerung erfolgen kann. Dies gilt vor allem, wenn viele Fälle in einem kurzen Zeitraum auftreten.

* Als Kriterium für die Meldung „genesen“ gilt das Meldedatum des Falles, wenn es länger als 14 Tage zurückliegt. Die in dieser Kategorie aufgezählten Patientinnen und Patienten sind außerdem weder in Behandlung in einem Krankenhaus noch verstorben. Diese Kriterien legt auch das RKI an.

Servicehinweis:

Servicetelefonnummern und weitere Informationen zum Corona-Virus gibt es auf der Internetseite des Landes unter www.niedersachsen.de/coronavirus

 

HANNOVER/NIEDERSACHSEN. Zur medialen Debatte über mögliche zeitnahe Lockerungen der Maßnahmen gegen die Corona-Epidemie erklärt Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann: „Die bundesweit beschlossenen Maßnahmen gegen die Corona-Epidemie sind einschneidend und sie verlangen uns allen eine Menge ab, sowohl gesellschaftlich als auch wirtschaftlich. Ich warne dennoch ganz entschieden davor, vorschnell eine Debatte über mögliche Lockerungen zu führen.

Wer zum jetzigen Zeitpunkt Hoffnung auf schnelle Lockerungen nährt, setzt Menschenleben aufs Spiel.

Wir haben den Höhepunkt der Epidemie in Deutschland und in Niedersachsen noch nicht erreicht, das belegen die weiterhin steigenden Infektionszahlen.

Die konzentrierten Kontaktverbote sind erst seit Beginn der Woche in Kraft und es wird noch einige Zeit dauern, bis wir deren Auswirkungen sehen können. Es gibt eine klare Vereinbarung zwischen der Bundesregierung und den Ländern, die Lage nach Ostern zu bewerten - dieses Vorgehen unterstütze ich ganz ausdrücklich. Wir brauchen die Zeit, um Kapazitäten im Gesundheitssystem und unseren Krankenhäuser weiter auszubauen.

Die Kontaktreduzierung ist das derzeit einzige Mittel zur Eindämmung des Infektionsgeschehens."

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