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LANGENHAGEN. Die Veränderungen an der Walsroder Straße ist einer der Punkte, von denen das Geschäftsstraßenmanagement im Sanierungsbeirat „Kernstadt Nord / Walsroder Straße“ am Dienstag, 17. März, berichten wird. Die öffentliche Sitzung beginnt um 19 Uhr in der Paula der Hermann-Löns-Schule, Niedersachsenstraße 3.

Ebenfalls vorgesehen in dem Bericht sind Rückblicke etwa zum Baustellenmanagement sowie ein Ausblick auf Aktionen wie die Einweihung des Bahnhofsplatzes am Tag der Städtebauförderung am 16. Mai.

Gäste, die sich für das Sanierungsgebiet Kernstadt Nord / Walsroder Straße interessieren, sind herzlich willkommen – unabhängig davon, ob sie sich abseits des Sanierungsbeirates einbringen mögen oder einfach nur zuhören wollen.

BERLIN/BONN. Der gemeinsame Krisenstab von BMI und BMG, der nach Pandemieplan zur Bekämpfung des Coronavirus gegründet wurde, hat gestern, am 03.03.2020,  zum dritten Mal getagt und folgende Beschlüsse gefasst:

  1. Der Krisenstab stellt die außerordentliche Dringlichkeit für die Beschaffung medizinischer Schutzausrüstung fest. Das BMG beschafft diese zentral für Arztpraxen, Krankenhäuser sowie für Bundesbehörden.

  2. Im Bundesanzeiger wurde heute eine Anordnung des BMWi veröffentlicht, wonach der Export von medizinischer Schutzausrüstung (Atemmasken, Handschuhe, Schutzanzüge etc.) ins Ausland verboten ist. Ausnahmen sind nur unter engen Voraussetzungen möglich, u.a. im Rahmen konzertierter internationaler Hilfsaktionen.

  3. Der Krisenstab empfiehlt, dass Deutsche im europäischen Ausland, die sich auf Anweisung lokaler Behörden in Quarantäne begeben müssen, diese zu Ende führen. Damit wird entschieden, dass die Landsleute, die in einem Hotel auf Teneriffa in Quarantäne sind, nicht vor dem 10. März 2020 zurückkehren können.

  4. Das Auswärtige Amt nimmt in seinen Reisehinweisen auf, dass auf Kreuzfahrtschiffen ein erhöhtes Quarantäne-Risiko besteht.

  5. Die Zusammenarbeit zwischen Krisenstab und Bundesländern wird verstärkt. Die Bundesländer benennen entsprechende Kontaktpersonen.

Der Krisenstab trifft sich zu seiner nächsten turnusmäßigen Sitzung am Donnerstag, 05.03.2020.

HANNOVER. Am Mittwoch, 04.03.2020 (Stand 17:15 Uhr) sind in Niedersachsen sechs weitere Fälle von Infektionen mit dem Corona-Virus bestätigt worden. Damit gibt es in Niedersachsen bisher insgesamt neun laborbestätigte Corona-Fälle. Das teilt das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung mit.

Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann erklärt zu den Entwicklungen: „Nach wie vor lassen sich die bestätigten Fälle in Niedersachsen klar identifizieren und räumlich eingrenzen. Das ist vor allem der harten und umsichtigen Arbeit der Behörden in den Landkreisen und Städten vor Ort zu verdanken, die bei der Nachverfolgung von Kontakten eine echte Herkulesaufgabe bewältigen müssen. Dafür bedanke ich mich bei allen Beteiligten ganz herzlich.“

Nach wie vor zirkuliere das Virus in Niedersachsen nicht, so Reimann: „Unser Ziel bleibt weiterhin, die Verbreitung des Virus so weit wie möglich zu verhindern. Vor diesem Hintergrund ist auch die Verschiebung der Hannover Messe eine wirtschaftlich harte, aber richtige Entscheidung zum Schutz der Menschen in Niedersachsen, aber auch der zahlreichen Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland.“

Zu den neuen Fällen vom Mittwoch im Einzelnen:

Grafschaft Bentheim

Seit heute gibt es den ersten bestätigten Fall einer Infektion mit dem Coronavirus in der Grafschaft Bentheim. Das Laborergebnis eines Abstrichs ging am Vormittag beim Gesundheitsamt des Landkreises ein. Der Patient, ein etwa 30-jähriger Mann aus Schüttorf, befindet sich in häuslicher Quarantäne. Die Quarantäne betrifft auch die dort lebenden Familienangehörigen. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte er sich durch Kontakt zu einer infizierten Person in Coervorden (Niederlande) mit dem Virus angesteckt.

Stadt Oldenburg

Auch in Oldenburg gibt es einen weiteren Fall eines an der COVID-19-Infektion Erkrankten. Der Patient, ein 44-jähriger Mann, befindet sich zurzeit in häuslicher Isolierung in Oldenburg. Ebenfalls getestet wurde seine Ehefrau, bei ihr bestätigte sich der Verdacht nicht. Die Testergebnisse der beiden Kinder stehen aus.

Die Familie hatte Ende Februar in Langenberg bei Heinsberg am Karneval teilgenommen und nach der Ankunft in Oldenburg Symptome bemerkt und am folgenden Tag gleich die Hausärztin informiert, die die Tests veranlasst hat. Allen Familienmitgliedern geht es gut. Die Stadt ist dabei, die bislang erfolgten Kontakte des Mannes zu klären, die Familie hat eine Absonderungsanordnung bekommen und bleibt für die kommenden 14 Tage in häuslicher Isolation. Die Kontaktpersonenliste wird derzeit von den Behörden vor Ort abgearbeitet.

Landkreis Leer/Landkreis Emsland

Das Coronavirus hat auch die Landkreise Leer und Emsland erreicht. Es gibt einen ersten Fall, der von einem Labor bestätigt wurde. Eine 32-jährige Frau aus der Gemeinde Westoverledingen (Landreis Leer) hat sich mit dem Virus angesteckt. Sie wird im Marien-Hospital in Papenburg (Landkreis Emsland) behandelt und ist dort isoliert. Wie das Gesundheitsamt des Landkreises Leer mitteilte, ist die Patientin stabil. Jetzt werden die Kontaktpersonen und die Infektionskette ermittelt. Dabei arbeiten die Gesundheitsämter der Landkreise Leer und Emsland eng zusammen. Der Lebensgefährte der Frau ist zu Hause in Quarantäne, zeigt bisher aber keine Symptome. Das Paar hat keine Kinder.

Landkreis Rotenburg (Wümme)

Auch aus dem Landkreis Rotenburg kam die Bestätigung zweier Corona-Fälle. Es handelt sich um Urlaubsrückkehrer aus Südtirol. Beide Patienten haben sich bereits während der Rückreise mit Beginn leichter Symptome unter Selbstisolation gestellt und umgehend eine entsprechende Diagnostik veranlasst. Sie sind nach Angaben des Landkreises nicht an den Arbeitsplatz zurückgekehrt und haben private Kontakte konsequent gemieden. Bezüglich weiterer Reiseteilnehmer in anderen Bundesländern steht das Gesundheitsamt im Kontakt mit den örtlichen Behörden. In einem Fall sind deutliche Krankheitssymptome vorhanden, so dass eine stationäre Aufnahme erfolgt. Die zweite Person zeigt einen milden Verlauf und befindet sich in häuslicher Quarantäne.

Dienstag, 03 März 2020 15:16

Weiterer Corona-Fall in Niedersachsen

HANNOVER/OLDENBURG. Wie das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung mitteilt, wurde in Oldenburg am heutigen Dienstag ein weiterer Fall einer Corona-Infektion in Niedersachsen bestätigt. Der betroffene Patient (20) wurde isoliert und befindet sich in häuslicher Quarantäne. Er wird medizinisch intensiv betreut und befindet sich nach Angaben der Behörden vor Ort klinisch in einem guten Zustand. Er ist wohnhaft im Landkreis Ammerland, hatte nach ersten Erkenntnissen an einer Karnevalsfeier in Palenberg bei Heinsberg (NRW) teilgenommen und sich aller Wahrscheinlichkeit nach dort mit dem Virus infiziert. Die letzten Tage hat er bei seiner Mutter in Oldenburg verbracht, die ebenfalls umgehend häuslich isoliert wurde.

Auch in diesem Fall hatte ein privates Labor den Test durchgeführt und das zuständige Gesundheitsamt informiert. Die Behörden im Landkreis Ammerland und der Stadt Oldenburg ermitteln bereits die Kontaktpersonen des Patienten. Nun muss im Einzelfall bewertet werden, wie eng der Kontakt war und welche erforderlichen Infektionsschutzmaßnahmen durchzuführen sind.

Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann erklärt dazu: „Trotz dieses zweiten bestätigten Falles zirkuliert das Virus in Niedersachsen weiterhin nicht. Offenbar hat sich der junge Mann beim Karneval in der Nähe von Heinsberg in Nordrhein-Westfalen angesteckt. Wir setzen nach wie vor darauf, Kontaktpersonen oder Reiserückkehrer aus Risikogebieten mit entsprechenden Symptomen zu isolieren, sie so schnell wie möglich auf das Corona-Virus zu testen und im Falle einer Ansteckung die entsprechenden Kontaktpersonen zu ermitteln. Diese werden dann ebenfalls unter Quarantäne gestellt und bei auftretenden Symptomen getestet. Dieses Verfahren hat sich in der Region Hannover seit dem letzten Samstag bewährt und wird nun auch in Oldenburg und im Ammerland zur Anwendung kommen.“

HANNOVER. Die ressortübergreifende Koordinierungsgruppe der Landesregierung zur Bekämpfung des Corona-Virus hat anlässlich des ersten Falles in Niedersachsen in ihrer Sitzung am Montag eine Reihe von Maßnahmen beschlossen. Das klare Ziel der Landesregierung bleibt es, eine weitere Ausbreitung des Virus in Niedersachsen zu verhindern.

"Die Expertinnen und Experten aus den Bereichen der Landesverwaltung und des öffentlichen Gesundheitsdienstes waren sich heute einig, dass die Fortführung der Eindämmungsstrategie im Sinne des nationalen Pandemieplans zum jetzigen Zeitpunkt des Infektionsgeschehens weiterhin der richtige Ansatz ist“, erklärt Gesundheitsministerin Dr. Carola Reimann. „Wir setzen nach wie vor darauf, potentiell erkrankte Menschen zu isolieren, sie so schnell wie möglich auf das Corona-Virus zu testen und im Falle einer Ansteckung die entsprechenden Kontaktpersonen zu ermitteln. Diese werden dann ebenfalls unter Quarantäne gestellt und getestet. In der Region Hannover wird dieses sehr klare Verfahren seit dem Bekanntwerden des Corona-Falles in Uetze vorbildlich und bisher auch mit Erfolg umgesetzt.“

Eine weitere Maßnahme, auf die sich die Landesregierung gemeinsam mit der Kassenärztlichen Vereinigung Niedersachsen verständigt hat, ist die Einrichtung von regionalen Zentren. In diesen können die Proben von Patientinnen und Patienten genommen werden, die den Verdacht haben, sich mit dem Corona-Virus angesteckt zu haben. „Auf diese Weise entlasten wir die Allgemeinmedizinerinnen und Allgemeinmediziner in Niedersachsen und sorgen gleichzeitig dafür, dass die Schutzkleidung für das medizinische Personal in diesen Zentren möglichst effizient genutzt werden kann“, so Gesundheitsministerin Reimann. „Wir stehen dazu im ständigen Austausch mit der Kassenärztlichen Vereinigung, die diese Zentren in enger Abstimmung mit den örtlichen Gesundheitsämtern in ganz Niedersachsen einrichten will.“

Generell habe die Versorgung der Beschäftigten im Gesundheitssystem mit Schutzkleidung derzeit eine hohe Priorität, so Dr. Carola Reimann. „Aufgrund der Produktionsausfälle in China, stehen wir in diesem Bereich weltweit in absehbarer Zeit vor einem Nachschubproblem. Aktuell verfügen unsere Krankenhäuser und Rettungsdienste noch über Reserven. Von entscheidender Bedeutung ist für uns allerdings, dass die Beschäftigten im Gesundheitssektor auch in den nächsten Monaten mit Schutzkleidung ausgerüstet werden können, da diese beispielsweise für Operationen benötigt wird.“ Die Landesregierung stehe insbesondere in dieser Frage in engem Kontakt mit der Bundesregierung und prüfe derzeit alle Möglichkeiten, auch eigene Maßnahmen zu treffen, um an medizinische Schutzkleidung für den Gesundheitssektor zu gelangen.

Ministerin Carola Reimann ruft vor diesem Hintergrund erneut dazu auf, ressourcenschonend zu handeln und medizinische Schutzausrüstung nicht unnötig zu verbrauchen: „Für die Menschen auf unseren Straßen haben beispielsweise Atemschutzmasken keinen sinnvollen Nutzen und schützen auch nicht vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus.“

Des Weiteren teilt das Niedersächsische Landesgesundheitsamt mit, dass am heutigen Montag (02.03.2020), im Rahmen der Labordiagnostik auf SARS-CoV-2 im NLGA, 94 von 94 Testungen negativ verlaufen sind. Im Labor des Niedersächsischen Landesgesundheitsamtes wurden heute 94 Proben (teilweise bis zu drei Proben pro Testperson) negativ auf SARS-CoV-2 getestet.

Täglich befinden sich zudem auch Fälle in Abklärung, die oft nicht den Kriterien des Robert Koch-Instituts für einen begründeten Verdachtsfall erfüllen.

Der größte Teil der Proben stammt aus der Routinebeobachtung von respiratorischen Infekten, der ARE-Surveillance. In dieser Routinesurveillance werden während der Grippewelle, Proben von Patienten mit respiratorischer Symptomatik auf Grippeviren und andere Viren untersucht. Seit letzter Woche wird im Rahmen dieser Surveillance auch auf SARS-CoV-2 getestet.

Innerhalb Niedersachsens führen auch zahlreiche weitere Labore Tests auf das Coronavirus SARS-CoV-2 durch. Ein positiver Nachweis würde unverzüglich an das zuständige Gesundheitsamt und an das Landesgesundheitsamt gemeldet werden. Die Behörden würden im Fall eines positiven Testergebnisses die Medien sofort informieren.

Bislang ist eine Infektion durch SARS-CoV-2 registriert worden (Region Hannover, 29.02.2020).

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