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Donnerstag, 15 September 2022 15:36

Kampfmittelfund in Hannover-Brink-Hafen

HANNOVER (PM). Auf einem Firmengelände in der Straße Kabelkamp in Hannover-Brink-Hafen, wurde heute am frühen Nachmittag bei Sondierungsarbeiten eine 250 Kilogramm schwere Fliegerbombe englischer Herkunft aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Eine Kampfmittelbeseitigung soll nach Abstimmung mit den Spezialisten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes Niedersachsen noch heute stattfinden.

Zurzeit werden die Vorbereitungen für die erforderliche Entschärfung getroffen. Ein Kartenausschnitt mit einem erforderlichen Evakuierungsradius sowie eine detaillierte Liste der betroffenen Straßen zur Information der Bevölkerung in Hannover und Langenhagen sind dieser Pressemeldung beigefügt.

Der Bereich innerhalb des Evakuierungsradius muss evakuiert werden. Betroffen von der Evakuierung sind etwa 3.270 Einwohner*innen. Die Vahrenwalder Straße sowie der Mittellandkanal sind ebenfalls betroffen. Die Bewohner*innen werden gebeten, um 18.30 Uhr ihre Wohnungen zu verlassen. Eine Sammelstelle wird in der Herschelschule eingerichtet.

Sammelstelle Herschelschule

Adresse: Großer Kolonnenweg 37 30179 Hannover

Geöffnet ab: 18:30 Uhr

Für Fragen aus der Bevölkerung steht ab 17:00 Uhr ein Servicetelefon für Bürger*innen unter der Rufnummer 0800 / 7 31 31 31 zur Verfügung.

Gehbehinderte Personen können unter der Rufnummer 19222 einen Krankentransport anfordern.

Für den Personentransport in die Sammelstelle werden kostenlose Busse der ÜSTRA bereitstehen. Diese fahren den betroffenen Bereich regelmäßig ab. Die Haltepunkte werden zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht.

Die erforderliche Entschärfung kann erst nach erfolgreicher Umsetzung aller Sicherheitsmaßnahmen erfolgen.

Die betroffenen Einwohner*innen können voraussichtlich erst in den Nachtstunden in ihre Wohnungen zurückkehren und werden daher gebeten, alle unbedingt für sie notwendigen Dinge, wie z.B. Medikamente, Säuglings- oder Spezialnahrung sowie angemessene Kleidung mitzunehmen und auch ihre Nachbar*innen über die Evakuierungsmaßnahme zu informieren.

Aktuelle Informationen erhalten Sie über Rundfunkdurchsagen und die Internetportale der Landeshauptstadt Hannover (www.hannover.de) sowie der Feuerwehr Hannover (www.feuerwehr-hannover.de).

In den Sozialen Medien informiert die Landeshauptstadt über das Twitter-Profil @Feuerwehr_H mit #hannbombe sowie auf der Facebookseite Facebook.com/lhhannover. Die betroffene Bevölkerung im Sicherheitsbereich wird in Kürze zusätzlich über die Warn-Apps KATWARN und NINA informiert.

HANNOVER (PM). Um 19:25 Uhr erreichten die Regionsleitstelle Hannover mehrere Notrufe zu einer Rauchentwicklung aus dem Bereich der Hochparterre eines 16-geschossigen Mehrfamilienhauses im Nobelring. Als die alarmierten Einsatzkräfte kurz darauf eintrafen, drang dichter schwarzer Rauch aus einem Fenster. Sofort ging ein Trupp unter Atemschutz mit einem Löschrohr zum Brandherd vor und konnte diesen bereits nach 10 Minuten löschen.

Nach Abschluss der Löschmaßnahmen entfernten die Brandschützer den giftigen Brandrauch mit Hochleistungslüftern aus dem betroffenen Geschoss. Für die Bewohner*innen des Objektes bestand zu keiner Zeit eine Gefahr. Sie konnten in ihren Wohnungen bleiben. Verletzt wurde niemand.

Durch den schnellen und effektiven Einsatz der Einsatzkräfte konnte eine Brandausbreitung auf weitere Bereiche der Abstellräume und auf die angrenzenden Wohnungen verhindert werden.

Durch die Polizei wurden vor Ort die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Schadenhöhe können durch die Feuerwehr keine Angaben gemacht werden.

Der Einsatz war um 20:00 Uhr beendet. Feuerwehr und Rettungsdienst waren mit 16 Fahrzeugen und 41 Einsatzkräften vor Ort.

HANNOVER (bg). Während der Brückentag nach Christi Himmelfahrt eigentlich immer als verlängertes Wochenende gerne genommen wird, erklärten sich heute 143 ehrenamtliche Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmänner bereit, kurzfristig einen arbeitsintensiven Umzug aus einer Messehalle in die nächste durchzuführen.

Die Feuerwehrleute gehören der Regionsfeuerwehrbereitschaften 1, 4 und 5 der Region Hannover an. Einsatzbeginn mit einer ersten Vorbesprechung war der große Parkplatz am Laatzener Messebahnhof. Von dort ging es im geschlossenen Verband direkt auf das Messegelände zur Halle 21. Hier wartet auf die Einsatzkräfte eine Menge Arbeit. Für 700 Flüchtlinge aus der Ukraine mussten Kurzunterbringungen in kleinen abgetrennten Einheiten mit Betten aufgebaut werden. Sie dienen als Ersatz für die kurzfristig zu räumende Messehalle 27.

Der stellvertretender Brandschutzabschnittsleiter der Regionsfeuerwehrbereitschaft 5, Volker Kluth, unternahm eine erste Einweisung in die anstehenden Arbeiten für die einzelnen Zugführer und teilte seine Kräfte auf beide Hallen auf.

Neben dem Materialtransport aus der Messehalle 27 für den nötigen Sichtschutz und einiger Zelte wurden in relativ kurzer Zeit einzelne Parzellen in der großen Halle aufgebaut und mit jeweils 9 Betten bestückt.

Am Mittag gab es dann bei kräftiger Verpflegung aus der mitgeführten Verpflegungseinheit der Feuerwehr Mittagessen. Im Anschluss besuchte Cora Hermenau, Erste Regionsrätin und Dezernentin für Öffentliche Gesundheit, Sicherheit, IT und EU-Angelegenheiten, die Einsatzkräfte in der Messehalle 21 und bedankte sich für die tatkräftige Unterstützung bei den ehrenamtlichen Feuerwehrfrauen und Feuerwehrmännern. Der Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensing, Chef der Regionsfeuerwehrbereitschaften, schloss sich gerne den Worten Cora Hermenaus an und hob das ehrenamtliche Engagement der vielen Feuerwehrleute hervor. Einige von ihnen waren schon zum dritten Mal auf der Messe im Unterstützungseinsatz bei der Flüchtlingsunterbringung.

Als kleine Anerkennung von der Region Hannover überreichte Cora Hermenau allen heute eingesetzten Feuerwehrkräfte symbolisch eine Freikarte für die bevorstehende INTERSCHUTZ in Hannover.

In den Nachmittagsstunden sollen dann die verbliebenen Flüchtlinge aus der Messehalle 27 in die Messehalle 21 umziehen. Zeitgleich sorgen die Feuerwehrkräfte für den Abbau der Zelte, damit diese eingelagert werden können.

Einsatzleiter Horst Holderith und Regionsbrandmeister Karl-Heinz Mensig zeigten sich gegen Mittag zufrieden mit den bis dahin geleisteten Arbeitsergebnissen und hoffen heute noch die erforderlichen Arbeiten abzuschließen. Vorrang hatte erst einmal die Messehalle 21 bezugsfertig zu bekommen.


Bettenverteilung in der Halle 21 © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Cora Hermenau bedankt sich bei den Feuerwehrkräften © Bernd Günther / BG-PRESS.de

Auch diverse Transportaufgaben müssen bewältigt werden © Bernd Günther / BG-PRESS.de

HANNOVER (PM). In der letzten Nacht kam es auf einem Tankschiff zu einer Havarie. In den Bug eines 86 Meter und 9,5 Meter breiten langen Tankschiffs waren aufgrund einer defekten Rückschlagklappe rund 20.000 Liter Wasser eingedrungen. Die Feuerwehr pumpte den Bug mit zwei Pumpen leer. Verletzt wurde niemand.

Um 21:45 Uhr am gestrigen späten Abend meldete der Kapitän des Tankschiffes Neris einen Wassereinbruch im Bug. Daraufhin alarmierte die Regionsleitstelle den Löschzug der Feuer- und Rettungswache 5, die Ortsfeuerwehr Anderten sowie Kräfte der Wasserrettung von der Feuer- und Rettungswache 4.

Die Lageerkundung vor Ort ergab, dass über ein defektes Rückschlagventil einer Abwasseranlage im Bug des mit 1,2 Millionen Litern Diesel beladenen Schiffes rund 20.000 Liter Wasser eingedrungen waren. Die Feuerwehr begann umgehend das eingedrungene Wasser mit zwei elektrisch betriebenen Pumpen abzupumpen. Bereits nach 30 Minuten konnte der Wasserstand im Schiff soweit gesenkt werden, dass die Schiffsbesatzung das Ventil erreichen konnte, um es zu verschließen. Trotz mehrerer Versuche gelang es nicht, das Ventil komplett abzudichten. Es drangen weiterhin geringe Mengen Wasser ein. Die Einsatzkräfte überließen deshalb der Schiffsbesatzung eine elektrisch betriebene Tauchpumpe und zudem einen tragbaren Stromerzeuger, da aus Sicherheitsgründen die Eigenstromversorgung auf Anweisung der Wasserschutzpolizei abgeschaltet worden war. Die Wasserschutzpolizei untersagte dem Schiffsführer zudem bis auf weiteres auch die Weiterfahrt. Am heutigen Tag wird darüber das zuständige Wasser– und Schifffahrtsamt entscheiden.

Aufgrund der vorgefundenen Lage kamen von den alarmierten Kräften nur die Ortsfeuerwehr Anderten sowie der Führungsdienst der Feuer– und Rettungswache 5 zum Einsatz. Um 23:20 waren die Arbeiten der Feuerwehr beendet.

HANNOVER (PM). Donnerstag, 15:00 Uhr: Mit dumpf klopfenden Rotoren landet der Christoph 4 auf dem Landedeck an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Die letzte Landung im aktiven Dienst für Volker Hubrich, leitender Johanniter-Notfallsanitäter und HEMS-TC (Helicopter Emergency Medical Services Technical Crew Member). Nach 37 Jahren Dienst in der Luftrettung beendet der 64-Jährige seine aktive Dienstzeit. „Ich bin schon so manchen Kilometer und Einsatz als HEMS-TC und Notfallretter geflogen“, sagt Hubrich. „Insgesamt sind dabei 18.212 Einsätze zusammengekommen.“ 

Das Engagement von Volker Hubrich für die Johanniter-Unfall-Hilfe hatte bereits 1977 als Zivildienstleistender in Hannover begonnen. Es folgte 1979 der Einritt als Rettungssanitäter in den damaligen Johanniter-Kreisverband Hannover-Stadt bevor er 1985 das erste Mal mit dem Christoph 4 abgehoben ist. Hubrich ist über die Grenzen von Hannover im Rettungsdienst bekannt, da der Christoph 4 im Umkreis von 50 Kilometern von Hannover und auch darüber hinaus, alarmiert wird.

Bei der Vielzahl an Einsätzen sind einige besonders in Erinnerung geblieben. 1986 war Hubrich am 23. Dezember an der Rettung eines Kindes aus dem Steinhuder Meer beteiligt, dass 30 Minuten unter dem Eis getrieben hatte. „Wir haben vom über dem Wasser schwebenden Hubschrauber aus das Eis gebrochen und das Kind unter Reanimation in die MHH geflogen. Es hat ohne bleibende Schäden überlebt“, erinnert sich Hubrich. Aber auch traurige Momente begleiteten den Luftretter durch die vielen Einsätze. So sind das schwere ICE-Unglück in Eschede mit vielen Toten, schwerste Verkehrsunfälle und nicht erfolgreiche Reanimationen Teil seines bewegten Berufslebens, das von technischen Weiterentwicklungen geprägt war.

„Seit ich 1985 erstmalig in den Christoph 4 gestiegen bin, hat sich viel verändert“, sagt Hubrich. Allein in der technischen Ausstattung der Maschine habe es einen Quantensprung gegeben. Auch die medizinische Ausstattung sei revolutioniert worden – Beatmungsgeräte, kabellose EKGs – die Helikopter haben sich zu einem fliegender Behandlungsraum entwickelt. Und nicht zuletzt hat sich die Ausbildung der fliegenden Retter verändert. Und ganz unschuldig ist der ausscheidende HEMS-TC daran nicht. Zusammen mit Kersten Enke von der Johanniter-Akademie hatte er die Idee eines Hubschraubersimulators zur Ausbildung von fliegendem medizinischem Personals. Geboren war das Projekt Christoph Life, dass mit Unterstützung auch prominenter Niedersachsen umgesetzt worden ist. Seit 2009 werden an der Johanniter-Akademie am Christoph Life-Simulator Notärzte und Notfallsanitäter für die Luftrettung unter möglichst realen Bedingungen für den Ernstfall ausgebildet.

„Mit Volker Hubrich geht ein Urgestein aus dem aktiven Dienst, der als Person die ganzen Jahre als das Synonym bei den Johannitern für Rettungshubschrauber stand. Das zeugt von großer Zuverlässigkeit und Qualität. Wir danken Volker Hubrich für die vielen Jahre der Zusammenarbeit und sein Engagement in der Luftrettung. Darüber hinaus hat er zudem über Jahrzehnte Nachwuchs in der Johanniter-Akademie ausgebildet und sein Wissen weitergegeben“, sagt Hannes Wendler, Mitglied im Landesvorstand der Johanniter des Landesverbandes Niedersachsen/Bremen.

Doch jetzt heißt es für Volker Hubrich seine Flugstiefel an den Nagel zu hängen. Nach der Landung des Christoph 4 drückt der 64-Jährige im Hubschrauber noch einmal die Taste für den Status 6 – das Signal für die Rettungsleitstelle: „Gehen außer Dienst!“

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