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Gelungener Auftakt für die Aktionsplanung des Landkreis Hildesheim

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Gelungener Auftakt für die Aktionsplanung des Landkreis Hildesheim Projektkoordinatiorin Susanne Coers führt in den geplanten Ablauf der Auftaktveranstaltung zum Thema Inkusion im vollbesetzten großen Sitzunssaal des Kreishauses ein. (C) lps
Inklusionstagung im Kreishaus: Gelungener Auftakt für die Aktionsplanung des Landkreis Hildesheim

 

Mehr als 200 Teilnehmer folgten dem Aufruf des Landkreis Hildesheim zur Auftaktveranstaltung „Mittendrin statt nur dabei“ zu den Vorgaben der UN-Behinderten-rechtskonvention (UN-BRK). Wie Projektkoordinatorin Susanne Coers (Leiterin der Fachstelle Inklusion) mitteilte, soll jetzt mit allen Beteiligten nach Wegen gesucht werden, wie die UN-BRK  im mit Leben erfüllt werden kann.

Prof. Dr. Oliver Kestel von der HAWK gab im Impulsreferat einen Einblick in die Umsetzung der UN-BRK auf lokaler Ebene und hob die Bedeutung für die Menschen mit Behinderung hervor. Es liege in der Verantwortlichkeit der Kommunen, die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass Barrieren abgebaut werden und allen Menschen eine gleichberechtigte Teilhabe am Leben ermöglicht wird.

Der zweite Impulsvortrag wurde von Matthias Brien gehalten. Der Diplom Designer und Heilpraktiker für Psychotherapie gab einen bewegenden Einblick in sein Leben als autistischer Mensch. Barrieren in diesem Bereich gibt es vor allem in der Kommunikation mit anderen Menschen und Problemen mit äußeren Reizen. Barrieren also, die von anderen Menschen als solche nicht sichtbar sind und die oftmals zu Fehlinterpretationen des Verhaltens führen. Dies habe in seinem Leben häufig zu Problemen geführt.

 

Aktionsplan soll Handlungsempfehlungen geben

 

Nach den Einführungsreferaten gab Coers einen Überblick in die Inklusionsplanung des Landkreises. Man verfolge das Ziel, die UN-BRK in die künftigen Planungen des Hauses einfließen zu lassen. Zu diesem Zweck soll ein Aktionsplan erstellt werden, für den Handlungsempfehlungen zu entwickeln seien. Und genau daran sollten viele Menschen und Institutionen beteiligt werden. An Themenwänden zu sechs Lebensbereichen wie Arbeit und Beschäftigung, Bauen und Wohnen, Bildung und lebenslanges Lernen, Freizeit und Kultur, Gesundheit und Prävention sowie Verkehrsplanung und Mobilität hatten alle Teilnehmenden die Gelegenheit, Kommentare zu hinterlassen. Erfragt wurde, wo Bedarfe gesehen werden und welche Erfahrungen es zu den jeweiligen Themen gibt. In den Workshops am Nachmittag wurden diese Ergebnisse diskutiert und erste Ideen für Lösungen entwickelt.

„Es ist großartig, wie viele Menschen wir für unseren Auftakt begeistern konnten. Es herrschte eine richtige Aufbruchstimmung und mehr als 77 Personen haben sich bereits für die weitere Arbeit in den Arbeitsgemeinschaften  angemeldet“, freut sich die Projektkoordinatorin. Nun gelte es, diese Energie zu nutzen und die Arbeitsgruppen in ihrer weiteren Arbeit bestmöglich zu unterstützen. Dies stelle eine große Herausforderung für den Landkreis dar, der mit dieser Form der Bürgerbeteiligung Neuland betritt. 

 Ende 2017 sollen die Ergebnisse aus den Arbeitsgruppen in Form eines Aktionsplanes an den Landkreis übergeben werden. Damit ist die Arbeit jedoch nicht beendet. „Wir befinden uns erst am Anfang. Die Umsetzung der Inklusion ist eine Aufgabe die permanent fortgeführt werden muss. Sie ist erst dann erreicht, wenn wir diesen Begriff nicht mehr benötigen“, so Coers. Weitere Interessentensind willkommen.

 

 

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