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Konzept des Hildesheimer Stadtjubiläums ist aufgegangen

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Konzept des Hildesheimer Stadtjubiläums ist aufgegangen Espectro - St.Andreas-Kirche im Rahmen des Programms "LICHTungen" im Jubiläumsjahr (C) Ulrich Stamm
Konzept des Hildesheimer Stadtjubiläums ist aufgegangen 

 

Jubiläumsjahr geht mit übertroffenen Erwartungen zu Ende

 

Stadt und Hildesheim Marketing ziehen eine erfreuliche Bilanz zum Ende des Stadtjubiläums „Hildesheim 2015“. Drei Wochen nach dem das Jubiläum offiziell und gemeinsam mit den Hildesheimerinnen und Hildesheimern im Rahmen der Lichtungen beendet wurde, lud das Büro 1200 gestern Abend [24. November] Partner und Sponsoren zu einem gemeinsamen Abschlussfest ein. Die Beteiligten zeigten sich überaus zufrieden mit dem Verlauf des Festjahres und der positiven Bilanz, die einige Erwartungen sogar übertroffen hat. 

 

Ein Jahr voller Höhepunkte

 Zum Ende des Jubiläumsjahres kann die Stadt Hildesheim auf über 350 Veranstaltungen zurückblicken. Diese unterteilen sich entsprechend des mit dem Kuratorium 1200 entwickelten Konzeptes in 5 „überregional strahlende Highlights“, 11„regional strahlende größere Veranstaltungen“ und über 300 „kleinere Veranstaltungen“, die in die Stadt, in den Stadtteil oder auch für bestimmte Zielgruppen wirkten. Diese kleineren Veranstaltungen zeichneten sich vor allem durch die identitätsstiftende Wirkung aus, also dadurch, dass sich die Hildesheimerinnen und Hildesheimer bewusst mit dem Thema Stadtgefühl auseinander gesetzt haben. 

 

 „Mein Dank gilt allen Programmpartnern und den zahlreichen Helferinnen und Helfern, die das Stadtgefühl wirklich auch in die Tiefe, zu den Menschen in die Stadtteile getragen haben. Nur so konnte ein Gemeinschaftsgefühl, eine Stadtidentität entstehen, woran natürlich auch die Bürgerinnen und Bürger Hildesheims mit ihrem Verständnis und ihrer Begeisterung großen Anteil hatten. Auf all das, was hier im Jubiläumsjahr geleistet und bewegt wurde, dürfen wir mit Recht stolz sein!“, bilanziert Oberbürgermeister Dr. Ingo Meyer.

 

 Zufrieden zeigt sich auch die Sparkasse Hildesheim als Hauptsponsor des Jubiläums: "Die Menschen erlebten ein tolles Jahr, das weit über die Stadt hinaus strahlte und Hildesheim positiv bekannt machte. Eines unserer Ziele, durch Sponsoringmaßnahmen die Lebensqualität in der Region zu steigern, wurde in diesem Jahr mehr als erfüllt. Die Hildesheimer können zu Recht stolz auf ihr Jubiläum sein," sagt Peter Block, Vorsitzender des Vorstands der Sparkasse Hildesheim. 

 

 Bei seinen über 50 Veranstaltungsbesuchen kam das Büro 1200 zu dem Schluss, dass die Projekte, bis auf wenige Ausnahmen, überproportional gut besucht waren. Stadtführungen mit über 100 Gästen waren die Regel, ebenso gut gefüllte Stadtteilfeste und Lesungen, Konzerte und Theateraufführungen. Auch die Programmpartner zeigten sich beeindruckt von der Resonanz und vor allem von der unmittelbaren Auswirkung vieler Jubiläumsveranstaltungen auf die Hildesheimer Bevölkerung: So fanden sich neue Gruppen, gemeinsame Aktionen wurden auf die Beine gestellt oder aber Beteiligte setzten sich erstmals mit der Hildesheimer Stadtgeschichte oder der Stadtidentität auseinander. 

 

 Dies bestätigt auch Dieter Goy von der Arbeitsgemeinschaft „Wir im MichaelisQuartier“, die sich mit dem Stadtteilprojekt „Häuser erzählen“ beteiligt hat. Eine zehnköpfige Arbeitsgruppe fand sich zusammen und organisierte insgesamt 11 Veranstaltungen. „Alle Termine waren mit 30 bis 40 Personen sehr gut besucht“, betont Dieter Goy. „Es waren hauptsächlich Menschen aus dem Quartier anwesend, aber immer auch Gäste aus dem Stadtgebiet“ ergänzt er. Besonders freut er sich darüber, dass die gemeinsame Zeit die Menschen im Quartier näher zusammengerückt habe. 

 

 Die größten Publikumsmagneten waren die „überregional strahlenden Highlights“, allen voran der „34. Tag der Niedersachsen“ mit einem Besucherrekord. 320.000 Gäste besuchten das Landesfest des Ehrenamtes in Hildesheim. Doch auch die Stadtinszenierung „Im Namen der Rose“ des Theaters für Niedersachsen (TfN) und des Forum für Kunst und Kultur in Heersum mit über 9.000 Gästen sowie die Sonderausstellung „Hildesheim im Mittelalter – die Wurzeln der Rose“ im Roemer- und Pelizaeus-Museum mit rund 20.000 Gästen sorgten für regelmäßige überregionale Berichterstattung und begeisterten Besucherinnen und Besucher. Beim abschließenden Glanzlicht „Lichtungen – Internationales Lichtkunstfest EVI Hildesheim“ – verwandelten 37 internationale Künstlerinnen und Künstler die Stadt an der Innerste mit 43 Kunstwerken in einen großen Lichtparcours. Die Open-Air-Ausstellung zog an vier Abenden über 60.000 Besucherinnen und Besucher in die Innenstadt. 

 

 

Wahrnehmbarkeit in Stadt, Region und bundesweit 

Das Jubiläum zog bundesweit Aufmerksamkeit auf sich. So lässt sich von Januar bis Ende Oktober eine deutliche positive Entwicklung mit Zuwächsen von über 50 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum in allen Bereichen der tourist-information klar erkennen. Dies betrifft die Anzahl der Gäste im Tempelhaus und die Nachfrage nach Prospekten ebenso wie die Buchung von Gruppenführungen und Unterkünften bis hin zum Merchandising-Verkauf. Auch die amtliche Beherbergungsstatistik bestärkt den positiven Trend, der sich durchaus auf das Stadtjubiläum sowie auf weitere Einflussfaktoren wie die Wiedereröffnung von Dom und Dommuseum zurückführen lässt. Um dies zu erreichen, rührte Hildesheim Marketing bereits ein Jahr zuvor kräftig an der Werbetrommel. Und auch die überregionalen Medien griffen das Stadtjubiläum, insbesondere den „Tag der Niedersachsen“ und die „Lichtungen“ auf, so dass das Jubiläumsjahr über die Landesgrenzen hinaus Beachtung fand. 

In Hildesheim selbst verging kaum ein Tag, an dem nicht ein oder mehrere Jubiläumsprojekte in den örtlichen Medien Erwähnung fanden. Um auch im Stadtbild an das Jubiläum zu erinnern, wurden diverse Orte im bunten Jubiläums-Look gestaltet. Mit den fröhlichen und bunten Motiven aus dem Baukasten des Hamburger Künstlers Frank Bürman und Jutta von Perfall, die in Hildesheim ihre Wurzeln haben, konnten zahlreiche Plakate, Banner, Flaggen oder Schaufenster-Aufkleber produziert werden, die in der Innenstadt und der Region mit ihrem hohen Wiedererkennungswert die Aufmerksamkeit auf sich zogen. 

 

 

Auswertung und Nachhaltigkeit

Belegen lassen sich die positiven Effekte des Jubiläums nicht zuletzt anhand von Fragebögen, die das Büro 1200 für Veranstalter und Sponsoren entwickelt hat. Programmpartner und auch Sponsoren gaben dem Jubiläumsjahr die Gesamtnote „2“. „Anhand der Fragebögen und der persönlichen Gespräche können wir insbesondere drei Dinge feststellen“, fasst Marketingchef Boris Böcker das Ergebnis zusammen: Erstens wurde das Organisationsbüro mit den vielfältigen Koordinations- und Vernetzungsaufgaben als sehr positiv und als Motor für die Entwicklung wahrgenommen. Zweitens hat die intensive persönliche Kommunikation mit den Partnern für Transparenz gesorgt und ein Gefühl des Zusammenhalts entstehen lassen. „Und drittens wären alle Partner wieder gerne bei einem gesamtstädtischen Event mit dabei – in einigen Jahren“, ergänzt Boris Böcker. Das Jubiläumsjahr hat immerhin viel Kraft gekostet, nicht nur die Stadt und Hildesheim Marketing, auch die Programmpartner brauchen nach eigener Aussage nun wieder Zeit, um sich ihren Kernaufgaben zu widmen. 

 

Nachhaltige Effekte hatte das Stadtjubiläum laut Umfrage und abschließendem Workshop nicht nur durch die Intensivierung der Netzwerkarbeit und die Stärkung des Stadtgefühls erzeugt. Ganz konkret möchte über die Hälfte der Programmpartner auch in Zukunft das Thema Barrierefreiheit aktiv bearbeiten. Auch die gemeinsame Werbung hat überzeugt. Hier könnte in Zukunft an die guten Erfahrungen angeknüpft werden.

 

 

Finanzen 

Insgesamt belaufen sich die Gesamtkosten für die Stadtjubiläumsprojekte und die Arbeit des Büros 1200 wie erwartet auf rund 4,5 Millionen Euro. Gedeckt wurden sie in Höhe von 800.000 Euro aus Mitteln der Stadt Hildesheim. Rund 1,7 Millionen Euro wurden als Sponsoren- und Fördermittel – zumeist über das Büro 1200 – in Hildesheim und Region eingeworben. Rund 2 Millionen Euro setzten sich aus Einnahmen, Drittmitteln und Eigenmitteln der Programmpartner zusammen.

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