Log in

Konzert im Dunkeln - NOMOS-Quartett in der Musikschule Hildesheim

(0 Stimmen)
Konzert im Dunkeln - NOMOS-Quartett in der Musikschule Hildesheim Konzert im Dunkeln - NOMOS-Quartett in der Musikschule Hildesheim (C) Musikschule Hildesheim
Konzert im Dunkeln-NOMOS-Quartett in der Musikschule Hildesheim am 05.November 2016

Am Samstag, den 05. November findet in der Musikschule Hildesheim ein außergewöhnliches Konzert statt. U.a. spielen die Musiker passend zum Konzerttitel „Nacht“ um das Publikum herum sitzend im komplett dunklen Saal.

Konzertbeginn: 19.30 Uhr im Konzertsaal der Musikschule Hildesheim, Waterloostrasse 24 A, 31135 Hildesheim

Eintritt frei


Konzert im Dunkeln - NOMOS-Quartett in der Musikschule Hildesheim (C) Musikschule Hildesheim

Konzert im Dunkeln - NOMOS-Quartett in der Musikschule Hildesheim (C) Musikschule Hildesheim

Es erklingen folgende Werke:

Antonín Dvořák Notturno H-Dur, op. 40

Henri Dutilleux (1916-2013) Ainsi la Nuit (1976)

Karol Szymanowski (1882-1937) aus Streichquartett Nr.2 op.56 (1927)

Carlo Gesualdo aus: Tenebrae Responsorien

Georg Friedrich Haas (*1953) In iij Noct. (3. Streichquartett) (2001)

(In völliger Dunkelheit zu spielen)

Die Titel der Werke beleuchten den poetischen Hintergrund des Programms: Dvořáks berührendes Notturno führt zum geheimnisvoll vielgestaltigen „Ainsi la Nuit“ des großen französischen Komponisten Henri Dutilleux, Szymanowski bewegt sich mit „französischem Charme aus polnischer Feder“ an der Schwelle zur Neuen Musik. Kurze Ausschnitte aus den Responsorien Gesualdos leiten über zum Nachtstück von Haas, der aus diesen zitiert. In völliger Dunkelheit sitzen die MusikerInnen um das Publikum herum und erforschen faszinierende Klanglandschaften aus Glissandi, Flageoletten, dunklen Harmoniewolken und rein gestimmten Akkorden – ein Abenteuer des Hörens!

„In jeder Melodie, jeder Musik liegen innere Ordnungen verborgen. Dieses Phänomen spiegelt sich in dem Begriff Nomos, der in der Antike nicht nur für Ordnung und Gesetz stand, sondern ebenso für musikalische Weise oder Melodie. Nomos bedeutet für uns, die inneren Strukturen eines jeden Werkes lebendig werden zu lassen.“

Nomos-Quartett

Bereits während ihrer Studienzeit – u.a. in Berlin, Hannover, Frankfurt, Paris und New York – waren die vier MusikerInnen Mitglieder in Ensembles wie dem „Ensemble Modern”, der „Jungen Deutschen Philharmonie“ und dem „European Union Youth Orchestra“. 1984 gründeten sie das Nomos-Quartett und gewannen in den folgenden Jahren zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben.

Prägend für das Musikverständnis des Nomos-Quartetts war die Zusammenarbeit mit bedeutenden Musikerpersönlichkeiten: Ramy Shevelov, der sie in die Grundlagen der Kammermusik einführte, das Amadeus-Quartett, das ihnen die große Tradition des Streichquartettspiels vermittelte, Nikolaus Harnoncourt, der sie anregte und bestärkte, die Partituren der Wiener Klassik neu zu lesen, und György Kurtág, den sie nicht nur als Komponisten hoch schätzen, sondern auch als genialen Kenner der Streichquartette Beethovens.

Heute ist das Nomos-Quartett „eine der überragenden Quartettformationen der Gegenwart“ (Klaus J. Schönmetzler). Sein unverwechselbares Profil gewinnt das Ensemble aus intelligenten Konzert-Dramaturgien, in welchen thematisch aufeinander bezogene Werke der verschiedensten Zeiten und Genres – von der großen tradierten Quartett-Literatur bis zur neusten Musik – vielfältig kombiniert werden. „Aus dem Innersten“ heißt die hannoversche Konzertreihe des Nomos-Quartetts: jährlich vier exzeptionelle Programme mit „intimer“ Kammermusik von Haydn bis heute.

Das Nomos-Quartett, in dem seit 2013 die junge Geigerin Meike Bertram neue Impulse setzt, überzeugt durch mitreißenden Schwung, Lebendigkeit und Offenheit – und die Reife mehr als 30-jähriger gemeinsamer Erfahrung.

„Das Nomos-Quartett macht die Seele der Musik hörbar!“

 

Süddeutsche Zeitung

 

Schreibe einen Kommentar