HANNOVER. Es ist eine schöne Tradition: Alljährlich wird der Pfingstmontag im Stadtbezirk Döhren-Wülfel mit einem ökumenischen interkulturellen Gottesdienst auf der Bernwardswiese gefeiert. Das schöne, sommerliche Wetter ließ heute Vormittag (25. Mai) wieder viele Menschen zu den ehrenamtlich betriebenen Kaffeegarten an der Brückstraße strömen, um gemeinsam und mehrsprachig – von amharisch über farsi, englisch, französisch und plattdeutsch und natürlich hochdeutsch – den Geburtstag der christlichen Kirche zu feiern.
Celina Beigel, Pastorin der Matthäi-Kirchengemeinde hielt die Predigt und widmete sich dem Thema Frieden. „Alle Menschen wünschen sich Frieden und wenn wir die Nachrichten sehen, umso mehr“, sagte sie. Die fünf evang.-luth. Kirchengemeinden im Stadtbezirk waren ebenso vertreten wie die katholische St. Bernwardgemeinde, die Äthiopisch-orthodoxe Kidus Giorgis Kirchengemeinde, die ev. Freikirche Am Döhrener Turm, die Persische Elohim-Gemeinde, die Multikulturelle Christliche Gemeinde Bethanien, die Neuapostolische Kirche Hannover-Süd, die Philippinische Gemeinde und die Presbyterian Church of Ghana. Celina Beigel: „Viele Geschichten, viele Gemeinden, aber eben ein Geist.“
Während die Großen einen mehrsprachigen Gottesdienst feierten, konnten die Kinder basteln oder einen Tanz mit bunten Tüchern einzustudieren. Der Auftritt des Nachwuchses wurde mit viel Applaus belohnt.
Zum gemütlichen Ausklang der Pfingstfeier gab es im Anschluss dann wieder internationale Spezialitäten aus Äthiopien, dem Iran, Ghana, den Philippinen und urdeutsche Bratwurst vom Grill, „Sie brauchen nicht weit zu reisen, hier gibt es Speisen aus aller Welt“, empfahl Pastor Dr. Michael Wohlers von der Auferstehungskirche das bunte Angebot für den Mittagshunger.
Wohler wies auf die sich anschließende ökumenische Bibelwoche hin. Thema ist in diesem Jahr das wenig bekannte Buch Esther. Am Dienstagabend, 26. Mai beginnt die Bibelwoche in der Neuapostolischen Kirche Hannover-Süd. Zu Gast ist Rabbiner Dr. Gabor Lengyel, der über das Buch Esther aus jüdischer Perspektive sprechen wird.