HANNOVER. Es hat rund 16 Jahre gedauert. Doch heute Vormittag (20. September)war es endlich so weit. Bezirksbürgermeister Willi Lindenberg enthüllte das Namens- und Legendenschild für die „Einsiedlerbrücke“ an der Leineinsel in Döhren.
Schon im Jahr 2010 hatte der Bezirksrat Döhren-Wülfel beshclossen, die historische ehemalige Eisenbahnbrücke der einstigen Wolle-Bahn nach dem Döhrener „Einsiedler“ Edelbert Aselmann, Von den 1970er Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 2000 lebte Aselmann in einem kleinen Bunker in der Südlichen Leineaue als Einsiedler. Er wurde zu einer prägnanten Figur und bieb auch nach seinem Tod (er stürzte in die Leine) im kollektiven Gedächtnis des Stadtteils.
Die feierliche Enthüllung des Namensschildes wurde von einer Performance des Ensemble „Klangkörper“ begleitet. „Eine theatrale Intervention“ nannten die Künstler ihren Auftritt mit Texten, Liedern und metallischen Klängen. Es wirkten mit Jürgen Morgenstern (Klangkunst und Musik), Hans Zimmer (Bühnenskript und Erzählung), Elisabeth Lindenberg (Gesang und Erzählung), Wolfgang Uster (Gitarre), Imme Beccars (Schauspiel) und – vom Band Martin Winkelmann.
Wer mehr über den Einsiedler von Döhren erfahren und die Gruppe „Klangkörper“ erleben möchte, hat dazu am 26. Februar 2027 in der Hinterbühne Hannover in der Südstadt Gelegenheit. Dort wird dann eine musikalisch-szenische Bühnenlesung zu Leben und Sterben des Edelbert Aselmann uraufgeführt.