Der TV-Tatort-Kommissar Horst Schimansky wurde Kult
DUISBURG. Götz George wurde am 23. Juli 1938 als Sohn des berühmten Schauspieler-Ehepaars Berta Drews und Heinrich George in Berlin geboren. Bereits mit zwölf Jahren stand er erstmals auf einer Bühne im Berliner Hebbel-Theater. Mit knapp 14 Jahren war er 1951 bei der Wiedereröffnung des berühmten Schiller Theaters in „Wilhelm Tell“ zu sehen. Einem Millionenpublikum wurde er in den 1960er-Jahren bekannt als er in den Karl-May-Verfilmungen „Der Schatz im Silbersee“ und „Unter Geiern“ mitwirkte. Einen Namen machter er sich auch als unkonventioneller und rowdyhafter Tatortkommissar Horst Schimansky in abgewetztem Parka (der auch als Schimansky-Jacke eine gewisse Bekanntheit erlangte). Zusammen mit seinem Kollegen Christian Thanner (Eberhard Feik) ermittelte er in Duisburg. Allein die erste Folge der „Schimmi-Tatorte“ «Die Schwadron» sahen fast 13 Millionen Menschen. Im Jahr 2013 war dann Schluss damit, nach 48 Folgen. Während dieser schnodderige Kommissar beim Fersehpublikum zunächst sehr umstritten war, ist „Schimmi“ heute schon lange Kult. 2008 war George laut einer Emnid-Umfrage der beliebteste TV-Kommissar. In Duisburg-Ruhrort gibt es sogar eine Horst-Schimanski-Gasse.
© Foto/Archiv: Lothar Schulz 2025
Bevor der namenlose Weg offiziell den Straßennamen Horst-Schimanski-Gasse erhielt, war er zuvor per gestricktem Straßenschild
als „Schimmi-Gasse“ ausgewiesen worden.
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Hier ist auch eine Büste mit dem Konterfei des Tatort-Kommissars aufgestellt worden. Doch George war nicht nur der Tatort-Kommissar: er brillierte auch in anderen Rollen: so z.B. auch in der satirischen deutschen Filmkomödie „Schtonk!“ von Helmut Dietl aus dem Jahr 1992 über die Veröffentlichung der gefälschten Hitler-Tagebücher in der Hamburger Illustrierten Stern. Als eindrucksvoller Charakterdarsteller erwies sich George in Romuald Karmarkars Film „Der Totmacher“ (1995). Darin verkörperte George den hannoverschen Jungenmörder Fritz Haarmann.
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George lebte in Berlin, auf Sardinien und in Hamburg. Am 19. Juni 2016 starb er in der Hansestadt im Alter von 77 Jahren nach kurzer schwerer Krebserkrankung. Götz George wurde im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Berlin-Zehlendorf nahe der Grabstelle seines Vaters beigesetzt.
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