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Kranzniederlegung zum Gedenken an die gefallenen Flakhelfer

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Gedenkstein für die gefallenen Flaksoldaten und Luftwaffenhelfer auf dem Gelände der Pferderennbahn © Carl-Marcus Müller Gedenkstein für die gefallenen Flaksoldaten und Luftwaffenhelfer auf dem Gelände der Pferderennbahn

Langenhagen (pm). Zum Gedenken an die in Langenhagen gefallenen Flakhelfer und Soldaten legt der stellvertretende Bürgermeister Wilhelm Minne am Sonntag, 27. September, um 11 Uhr einen Kranz am Denkmal auf dem Gelände der Pferderennbahn nieder.

Gäste und Interessierte sind bei der kleinen Zeremonie herzlich willkommen.

 

Zum Hintergrund:

Seit den 1950iger Jahren wird in Langenhagen am 27. September eines Jahres an jene Kindersoldaten gedacht, die während des Zweiten Weltkrieges als Helfer an einer Flugabwehrkanone (Flak) einen Kriegsdienst leisten mussten. Der Grund dafür war die Tatsache, dass ab Anfang der 1940iger Jahre die Zahl der männlichen Erwachsenen den Bedarf an Soldaten nicht decken konnte. Nach der Rechnung, dass 100 Jugendliche etwa 70 Soldaten ersetzen könnten, wurde schließlich ein Kriegsdienst für männliche Jugendliche eingeführt. Eingezogen wurden zunächst Jungen der Jahrgänge 1926 bis 1928; später auch die der Jahrgänge 1929 und 1930.

In Langenhagen wurden überwiegend Jungen aus Hannover als Flakhelfer eingesetzt. Sie waren in der Mehrheit Jahrgang 1926 und kamen von den Gymnasien Bismark- und Lutherschule. Wie viele Jugendliche bzw. junge Menschen innerhalb Langenhagens einen Kriegsdienst geleistet haben, ist nicht überliefert. Bekannt ist einzig die Zahl derer, die bei einem Beschuss der Langenhagener Stellung am 27. September 1943 ums Leben kamen. Es waren 13 Schüler. Außerdem starben an diesem Tag zwölf Soldaten.

Zum Gedenken an die Kindersoldaten bauten Schüler, die den Angriff überlebt hatten, und Angehörige noch während des Krieges ein Denkmal. Dieser Gedenkstein wurde zweimal umgestellt, bevor er an seinem heutigen Standort auf dem Gelände der Pferderennbahn aufgestellt wurde.

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