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Langenhagen testet Kita-Kinder zweimal wöchentlich auf Corona

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Symbolbild © Carl-Marcus Müller Symbolbild

Langenhagen (pm).

In einem Modellprojekt testet die Stadt Langenhagen nach Ostern Kinder der Kita Kaltenweide an zwei Tagen in der Woche auf COVID-19. „Wir sehen, dass sich das Infektionsgeschehen auch in den Kindertagesstätten verändert“, sagt Bürgermeister Mirko Heuer und verweist auf die steigenden Infektionszahlen in der Region Hannover. „Um für mehr Sicherheit in Kitas zu sorgen, wurde allen Kita-Mitarbeitenden in Langenhagen ein Impfangebot gemacht und sie erhalten seit Wochen zwei Schnelltests wöchentlich zum Selbsttest“, so der Bürgermeister.

Inzwischen gibt es aber auch gute Möglichkeiten, Kinder zu testen. In einem Modellprojekt kooperiert die Stadt dabei mit der Oliven Apotheke aus Langenhagen Kaltenweide. „Wir sind von der Region Hannover als Testzentrum beauftragt und testen in diesem Modellprojekt mit einem mobilen Testteam direkt vor Ort“, sagt Apotheker Jan Waldhecker. Zum Einsatz kommen Spucktests. Es sollen aber auch Erfahrungen mit Lolli-Tests gesammelt werden, wenn Spucktests zum Beispiel nicht durchführbar sind. Erste Ergebnisse aus der Praxis erwarten Stadt und Apotheker bis Ende nächster Woche.

„Wir wollen eine normale Atmosphäre schaffen, in der die Kinder ohne Druck und Bedrohlichkeit spielerisch getestet werden“, sagt Andrea Plecksnies, Leiterin der Kita Kaltenweide. Sie ergänzt, dass natürlich Einverständniserklärungen der Eltern eingeholt wurden und der Datenschutz eingehalten wird. Vor dem Frühstück spucken die Kinder im Morgenkreis, gemeinsam mit ihren Erzieherinnen, in ein Becherchen. Dieses wird an das mobile Testteam weitergegeben, das sich in einem Nebenraum befindet und keinen direkten Kontakt zu den Kindern hat. Bei Problemen mit dem Spucktest oder einem positiven Testergebnis, gibt’s den Lolli-Test hinterher. „So haben wir eine höhere Gewissheit, wenn wir die Eltern informieren“, sagt die Kita-Leiterin.

„Kitas sind so immens wichtig“, betont Sozialdezernentin Eva Bender und erinnert an die Doppelbelastung gerade vieler junger Eltern, die in Kurzarbeit sind oder im Home-Office arbeiten. Das zu betonen, liegt auch Apotheker Waldhecker und Kita-Leiterin Plecksnies besonders am Herzen. Beide wünschen sich, dass die Testungen die Kitas sicherer machen und dazu beitragen, die Infektionskurve abzuflachen, damit wieder mehr Kinder betreut werden können als in der Notbetreuung –  „Dafür lohnt sich der Aufwand und dafür machen wir das gern“.

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