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Sechste Bewerbungsphase geht zu Ende – Jetzt noch schnell für eine „Grüne Hausnummer“ anmelden!

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v.l.: Matthias Lichte (Architekt), Bürgermeister Mirko Heuer und Klimaschutzmanagerin Christine Pfülb vor dem im letzten Jahr ausgezeichneten Haus der WGH. - Quelle: Stadt Langenhagen © Stadt Langenhagen v.l.: Matthias Lichte (Architekt), Bürgermeister Mirko Heuer und Klimaschutzmanagerin Christine Pfülb vor dem im letzten Jahr ausgezeichneten Haus der WGH. - Quelle: Stadt Langenhagen

Langenhagen (pm). Die Bewerbungsphase der sechsten Auszeichnungsrunde neigt sich dem Ende zu – noch bis zum 15. Juli können sich Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer um die „Grüne Hausnummer 2021“ bemühen. Verliehen wird sie von der Klimaschutzagentur Region Hannover sowie übergeordnet von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen.

Klimaschutzmanagerin der Stadt Langenhagen Christine Pfülb ruft deshalb Langenhagenerinnen und Langenhagener zur Bewerbung auf: „Ausgezeichnet werden verschiedenste Sanierungs- und Neubaumaßnahmen rund um das Thema Klimaschutz. Wer also energieeffizient saniert oder gebaut hat, kann sein Engagement für den Klimaschutz auf diesem Weg auch nach außen wunderbar zeigen und zum Nachahmen motivieren.“ Finanzielle Unterstützung erhalten interessierte Bauherren durch die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) und das Förderprogramm von proKlima.

Bürgermeister Mirko Heuer freut sich über die Entwicklung der grünen Hausnummern in den letzten Jahren: „Da sieht man, dass unseren Bürgerinnen und Bürgern der Klimaschutz am Herzen liegt.“ In früheren Jahren war es meist nur eine Haunummer für die Stadt – 2020 immerhin zehn Stück. „Und so soll es weitergehen, wir freuen uns auf viele weitere grüne Zahlen an Langenhagener Fassaden oder Gartenzäunen“, so Heuer.

Am Beispiel des Mehrfamilien-Doppelhauses der Wohnungsbaugenossenschaft Herrenhausen in der Bahnhofstraße aus dem Jahr 1965 kann man sehen, was alles möglich ist. Das Gebäude ist für seine vielfältigen Bemühungen im vergangenen Jahr mit der Grünen Hausnummer ausgezeichnet worden: Dazu gehört die umfassende Erneuerung und Optimierung der Heizung als Blockheizkraftwerk für 58 Wohneinheiten, Dach, Wände und Decken wurden neu gedämmt und Fenster getauscht. Insgesamt erreichen die beiden Gebäude den derzeit gültigen Neubaustandard. „Jeder sollte an die Zukunft unseres Planeten denken – und wir alle können einen Teil dazu beitragen, indem wir Energie sparen“, erklärt Architekt Matthias Lichte die Motivation für die umfangreichen Sanierungen.

Für die grüne Hausnummer nicht gewertet, aber dennoch besonders sind die getroffenen ökologischen Maßnahmen: So wurden für die bestehenden Brutkolonien Nisthilfen im Dachüberstand angebracht und mit Lockrufanlagen die Vögel erfolgreich zum Nisten animiert, sowie Fledermäuse angesiedelt.

„Eine so umfangreiche Sanierung ist aber für eine erfolgreiche Bewerbung nicht notwendig“, so Pfülb, „auch eine schrittweise Sanierung mit mindestens drei einzelnen Maßnahmen kann gewürdigt werden.“ Ausgezeichnet werden Neubau-Wohngebäude, die mindestens als KfW-Effizienzhaus 40 erbaut wurden, Altbauten, die seit 2009 zum KfW-Effizienzhaus umgebaut oder anhand einzelner Maßnahmen besonders energieeffizient saniert wurden. Die ersten 50 Bewerber aus der Region Hannover, die diese Kriterien erfüllen, können mit einer Grünen Hausnummer ausgezeichnet werden. Unter allen Auszeichnungen werden außerdem zwei regionale Sonderpreise ausgelobt, die jeweils mit 500 € dotiert sind: Der „Zukunftspreis Modernisierung“ für ein herausragendes Sanierungsbeispiel wird vom enercity-Fonds proKlima gestiftet, die Avacon-AG kürt das „Zukunftshaus Neubau“.  Die diesjährige Verleihung der Plaketten und Urkunden ist für September geplant. 

Der Bewerbungsbogen ist unter www.hausnr.klimaschutz-hannover.de zu finden.

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