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Warum nur noch 50 km/h auf der Flughafenstraße „Trogstrecke“ ?

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Flughafenstr./"Trogstrecke" - Beschränkung auf 50 km/ zwischen Godshorn und Berliner Platz © Carl-Marcus Müller Flughafenstr./"Trogstrecke" - Beschränkung auf 50 km/ zwischen Godshorn und Berliner Platz

LANGENHAGEN. Bereits seit Juli 2019 wundern sich viele Autofahrer über die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 50 km/h auf der Flughafenstraße/B522 in Richtung Hannover, zwischen der Ausfahrt Godshorn und dem Berliner Platz.

Im SocialMedia gab es dazu auch bereits mehrfach Verwunderung mit dem Tenor „Schildbürgerstreich“ oder auch „wurden die Schilder vergessen?“.

Stadtreporter hat daher bei der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr nachgefragt und bekam folgende Informationen:

Die Geschwindigkeitsbeschränkung an der benannten Stelle wurde aus Sicherheitsgründen durch die Straßenmeisterei vorgenommen. Bereits im Jahr 2013/14 wurde der Fahrbahnaufbau sowie die Abdichtung des Trogbauwerkes instandgesetzt. Hierbei wurden auch defekte Schachtabdeckungen durch neue Schachtdeckel ersetzt.

Bereits ein halbes später nach Verkehrsfreigabe wurde festgestellt, dass sich aus den verwendeten Schachtabdeckungen durch das Überfahren die Betonfüllung löst, obwohl die Abdeckungen der geforderten Lastklasse entsprachen.

Zunächst wurden die defekten Schachtdeckel im Rahmen der Gewährleistung erneut getauscht. In den Rollspuren kamen dann auch Vollgussdeckel (ohne Betonfüllung) zum Einsatz. Die Vollgussdeckel halten zwar der Belastung stand, jedoch sind die Schachtunterteile (Flansche) aufgrund des Alters so stark ausgeschlagen, dass zu viel Bewegung entstehen kann was zur Folge hat, dass die Verriegelungsbolzen abreißen. Hierdurch liegen die Abdeckungen dann nicht mehr fest auf dem Flansch auf. Aus Sicherheitsgründen wurde die Geschwindigkeit herabgesetzt, um ein hochziehen der Schachtabdeckungen durch LKW-Überfahrung zu verhindern.

Aus der Erkenntnis, dass die Schachtunterteile nicht mehr wiederverwendet werden können, müssen diese daher zumindest in den Rollspuren ausgetauscht werden. Da diese Arbeiten aber nicht mehr vollumfänglich in die Gewährleistung der Baufirma fallen, muss diese Maßnahme ggf. neu ausgeschrieben werden.

Des Weiteren sind hierfür Verkehrssperrungen und Einschränkungen erforderlich, welche in diesem Jahr nicht mehr umgesetzt werden können.

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