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Coronavirus: Gemeinsamer Appell der Bürgermeister von Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze

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v.l. Armin Pollehn (Burgdorf), Frank Prüße (Lehrte), Olaf Kruse (Sehnde), Werner Backeberg (Uetze) (C) Stadt Lehrte v.l. Armin Pollehn (Burgdorf), Frank Prüße (Lehrte), Olaf Kruse (Sehnde), Werner Backeberg (Uetze) (C) Stadt Lehrte

LEHRTE/BURGDORF/SEHNDE/UETZE. Aus Anlass der aktuellen Corona-Pandemie haben die vier Ostkreis-Bürgermeister aus Burgdorf, Lehrte, Sehnde und Uetze eine gemeinsame Erklärung verfasst:

 

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Ausbreitung der Corona-Pandemie stellt momentan die ganze Bundesrepublik vor eine noch nie dagewesene Herausforderung. Niemand hätte sich die heutige Situation vor wenigen Wochen vorstellen können. Diese Krise wird auch nicht in vier Wochen ausgestanden sein sondern wird länger andauern.

Umso wichtiger ist es daher, sehr besonnen und achtsam aber konsequent mit dieser Herausforderung umzugehen. Oberstes Ziel ist es, eine ungehinderte Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern. Denn das würde eine unmittelbare Gefahr nicht nur für ältere und kranke Menschen bedeuten. Wir haben ein modernes und gut ausgebautes Gesundheitssystem. Wir dürfen aber nicht in die Situation geraten, dass wir zeitgleich zu viele Schwerkranke versorgen müssen, da die Krankenschwestern und Pfleger, die Ärztinnen und Ärzte nach allem was wir wissen schon bei einem langsamen Verlauf der Ausbreitung an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit kommen werden und auch Intensivpflegebetten nicht unbegrenzt zur Verfügung stehen.

Insbesondere deshalb sind wir alle gemeinsam gehalten und stehen in der solidarischen Pflicht, uns verantwortungsbewusst gegenüber unseren Mitmenschen zu verhalten. Jeder von uns ist aufgefordert, durch das eigene Verhalten dazu beizutragen, die Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern oder zumindest zu verlangsamen.

Daher wird es unerlässlich sein, dass jeder von uns seinen ganz persönlichen Beitrag dazu leistet:

1. Befolgen Sie in jedem Fall die Anordnungen der Behörden.

2. Informieren Sie sich regelmäßig über den aktuellen Sachstand.

3. Halten Sie unbedingt die Hygieneempfehlungen ein.

 

Jede und jeder Einzelne ist spätestens jetzt aufgerufen, Verantwortung für sich und die Gemeinschaft zu übernehmen!

Daher bitten wir Sie: Hinterfragen Sie Ihr eigenes Verhalten. Entscheiden Sie bewusst, welche Ihrer Aktivitäten zurzeit wirklich noch notwendig sind. Nutzen Sie die Zeit um bewusst zu entschleunigen und verschieben alles Vertretbare auf einen späteren Zeitpunkt. Soziale Kontakte sollten auf das dringend Notwendige reduziert werden.

Insbesondere weisen wir aus gegebenem Anlass darauf hin, dass alle Spielplätze gesperrt sind. Bitte befolgen Sie diese Anordnung in Ihrem und dem Interesse Ihrer Kinder sowie älteren Angehörigen.

Zeigen Sie aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen Solidarität mit denjenigen, die jetzt ganz besonders auf nachbarschaftliche Unterstützung angewiesen sind. Helfen Sie wo Hilfe benötigt wird!

Besorgungen sind nur auf das für den Alltag Notwendige zu begrenzen. Tätigen Sie bitte keine „Hamsterkäufe“! Denn das ist unsozial und im Übrigen nicht notwendig, da die kontinuierliche Versorgung sichergestellt ist!

Wir Bürgermeister sind uns sehr bewusst, dass all diese Verhaltensmaßnahmen einen schmerzhaften Verzicht auf lieb gewonnene Gewohnheiten -ja im Prinzip Selbstverständlichkeiten- bedeutet. Doch es gibt derzeit keine Alternative.

Ungeachtet aller Vorsichtsmaßnahmen in dieser ernsten Zeit dürfen wir nicht in Panik verfallen. Bleiben Sie bedacht und lassen sich nicht durch „Fakenews“ verunsichern. Informieren Sie sich stets bei den offiziellen Stellen. Auch unsere eigenen Internetseiten informieren regelmäßig zur aktuellen Situation vor Ort, geben nützliche Hinweise und informieren über seriöse Kontaktstellen. Vielerorts sind bereits Bürgertelefone eingerichtet.

Wir werden diese Herausforderung annehmen und gemeinsam die Situation meistern. Die Stadt- und Gemeindeverwaltungen haben schnell reagiert und die notwendigen Maßnahmen veranlasst, die auch für die Bürgerinnen und Bürger teilweise erhebliche Einschnitte bedeuten. Wir sind zuversichtlich, dass über die jetzt geschnürten Hilfspakete viele Härten abgefedert werden.

Wir werden Sie auch weiterhin über alle Schritte informieren und hoffen möglichst schnell wieder zur „Normalität“ zurückkehren zu können. Daran arbeiten wir Bürgermeister mit unserer Verwaltung aktiv mit. Trotz des vermeintlichen Stillstandes bearbeiten wir auch weiterhin alle weiteren wichtigen Themen zum Wohle unserer Einwohnerinnen und Einwohner.

Bleiben Sie gesund!

Ihre Bürgermeister

 

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