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Neue Kunst aus Niedersachsen im "Salon Salder"

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Neue Kunst aus Niedersachsen im "Salon Salder" Neue Kunst aus Niedersachsen im "Salon Salder" (C) Stadt Salzgitter
Neue Kunst aus Niedersachsen im "Salon Salder"

 

 

Die Kunst-Ausstellung „Salon Salder“ im Städtischen Museum Schloss Salder ist in diesem Jahr ein Salon der Jubiläen. Vor 25 Jahren das erste Mal im Städtischen Museum präsentiert, zeigt er seit 15 Jahren neue Kunst aus Niedersachsen. Diesmal mit dem Thema „Civil signs“, findet er von Sonntag, 30. August bis Sonntag, 18. Oktober im Museums-Kuhstall statt. Ausstellungseröffnung ist am Sonntag, 30. August, um 11 Uhr.

 

„So wie der Salon Salder im Laufe der Jahre zu einem Markenzeichen zeitgenössischer Kunst in Niedersachsen geworden ist“, so Kuratorin Stephanie Borrmann, „ist Kunst heute ein ,civil sign‘, ein Zeichen oder Ausdruck der Gesellschaft.“ 

 

Gezeigt werden Werke von Johann Büsen, Ina Falkenstern, Henning Kappenberg, Hanswerner Kirschmann, Lotte Lindner und Till Steinbrenner, Nora Lena Meyer, Lienhard von Monkiwietsch, Inka Nowoitnick, Simona Pries, Frank Rosenthal, Rainer Splitt.

 

Das Künstler-Duo Lindner und Steinbrenner, das demnächst den Niedersächsischen Sparkassenpreis erhält, zeigt zeitlich begrenzt vorhandene Kunst, die sich auf die tagesaktuelle Themen wie Flüchtlinge bezieht. Im Hof des Schlosses Salder „schwebt“ eine Wolke aus handelsüblichen Kinder-Gummibooten und anderen aufblasbaren Wasserspielzeugen, die mit Afrika- und Hai-Motiven bedruckt sind und zu einer Wolkenform zusammengeschnürt wurden. Im Inneren des „Kuhstalls“ findet sich die Wolkenform wieder, diesmal im Original-Kontext auf einem – bis auf einen blau-weißen Wolkenausschnitt - Schwarz-Weiß-Foto, auf dem ein riesiges übervolles Schlauchboot mit Flüchtlingen auf dem Mittelmeer zu sehen ist. Die Wolke steht hier für Hoffnung, Aufbruch und Schutz, während sie auf dem Hof den Einbruch anderer Realitäten in einer rundum abgesicherten Wohlstandsgesellschaft symbolisiert.

 

Unter den ausstellenden Künstlern ist auch Lienhard von Monkiwietsch, der bereits vor 25 Jahren beim ersten „Salon“ dabei war. Er zeigt sein typisches „schwarzes Quadrat“, das er in perspektivscher Verzerrung auf die Wände des ehemaligen Kuhstalls aufgebracht hat. 

 

Den Gebrauch und die Platzierung von Heiligtümern und Ikonen in der Alltagskultur unserer Zeit, analysiert Inka Nowoitnick mit ihrer fahrbaren „Wunschmaschine“. Eigentlich eine mobile „Kultstätte to go“ ist sie in Form eines schlichten Holzaufbaus mit künstlichen Kerzen gestaltet, die auf Knopfdruck für fünf Minuten leuchten. Bei der Buchhandlung Graff in Braunschweig warb sie vor Beginn der Ausstellung für den Salon Salder. Die Kunden gaben der Maschine auch Wünsche auf dem Weg nach Salzgitter mit. In der Ausstellung selbst ist das Gerät unter anderem  Objekt in einem Film der Künstlerin, in dem die Wunschmaschine eine fiktive Weltreise antritt. Die Künstlerin montierte eine Abbildung der Maschine in Fotos hinein, die Freunde von ihren Reisen schickten und formulierte passende, fiktive Texte dazu.

 

Die moderne digitale Bilderflut ist das Ausgangsmaterial für die künstlerische Arbeit von Johann Büsen. Der Künstler fügt am Bildschirm gesammelte Fragmente aus dem Internet gespiegelt, geschichtet und überlagernd zusammen, bis sie sich zu farbintensiveren Bildererzählungen entwickeln. Die digitale Bilderwelt wird kompositorisch, malerisch und grafisch bearbeitet.

 

Wer näheres über die Ausstellung und die Künstlerinnen und Künstler erfahren will, erhält detaillierte Informationen im Internet www.salon-salder.de .

 

Öffnungszeiten sind dienstags bis samstags von 10 bis 17 Uhr, sonntags von 11 bis 17 Uhr. Gruppenführungen nach Anmeldung unter folgenden Telefonnummern: 05341 / 839-4613 oder -4623. 

 

 

Sonderveranstaltungen im Rahmen der Ausstellung:

 

01. September - 15. Oktober

 

Atelier der Kunstmäuse

Inspiriert durch die Kunstwerke im Salon Salder schaffen kleine Künstler große Kunstwerke.

Aktion für Kinder von 5 bis 9 Jahren

Die Teilnehmerzahl ist auf zehn Kinder beschränkt.

Anmeldung: 05341 / 839-4613 oder -4623

Im Kuhstall und der Lernwerkstatt des Museums

 

18. September, um 19 Uhr

 

Marcel Duchamp und die Moderne

Vortrag: Michael Stoeber

im Kuhstall des Museums

 

20. September und 11. Oktober, um 11.15 Uhr

Führung

Salon-Salder - Neue Kunst aus Niedersachsen zum Thema "civil signs".

 

25. September, 19 Uhr

Künstlergespräch mit Künstlerinnen und Künstlern des Salons.

 

02. Oktober, um 19 Uhr

Short Stories

Konzertante Lesung

Michael Stoeber (Sprecher)

Benedikta Bonitz (Blockflöte)

Im Kuhstall des Museums

 

18. Oktober, 11 Uhr

Finissage

Salon Salder - Neue Kunst aus Niedersachsen

zum Thema (Civil Signs)

Im Kuhstall des Städtischen Museums Schloss Salder

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