Parkdeck 4 im Parkhaus Schmiedestraße wird begrünt
HANNOVER. Mit einem symbolischen ersten Spatenstich hat am gestrigen Dienstag (17.02.) das Projekt „City Roofwalks“ offiziell begonnen. Auf dem Dach des Parkhauses in der Schmiedestraße, direkt in der Innenstadt von Hannover, soll in den kommenden Monaten ein erster Dachgarten entstehen. Über einen Fahrstuhl soll der Dachgarten vom Parkdeck aus erreichbar sein. Insgesamt werden 1.300 Quadratmeter Dachfläche begrünt und es entstehen 800 Quadratmeter begehbare Fläche. Neben vielen Pflanzen soll es auch Spielgeräte für Kinder geben. Nach und nach sollen auf mehreren Dächern in der Innenstadt Grünanlagen entstehen. Auf bislang kaum genutzten Flachdächern in der City entsteht mit Förderung des Bundes ein neues Stück Stadt: Dachbegrünungen, Fassadenbegrünung, ein zusammenhängender Rundweg mit Aussichtsmöglichkeiten, Sitz- und Aufenthaltsflächen, Spielangebote und multifunktionale Flächen sind geplant. Damit Fußgängerinnen und Fußgänger von einer Parkanlage zur anderen spazieren können, sollen die einzelnen Dächer durch Brücken verbunden werden. Die „City Roofwalks“ sollen sie Innenstadt von Hannover attraktiver machen. Zugleich sind sie auch kreativer Klimaschutz im urbanen Raum und ein Baustein im Rahmen der Klimaanpassung. So können sie die Stadt widerstandsfähiger gegenüber Umwelteinflüssen machen. Extreme Hitze könnte besser absorbiert und Regenwasser effektiver gespeichert werden. Oberbürgermeister Belit Onay sagte, Hannover schaffe grüne Räume dort, wo bisher kaum nutzbare Flächen waren. „So verbinden wir Klimaanpassung, Aufenthaltsqualität und eine lebendige resiliente Innenstadt auf innovative Weise. Hannover nutzt seine Chancen und denkt Stadt neu – nachhaltig, offen und für alle zugänglich “, so Onay. Eigens aus Berlin war Sören Bartol (MdB, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen) als Verteter des Fördermittelgebers angereist. „Ich freue mich sehr, dass der Bund dieses Modellprojekt mit 2,7 Millionen Euro unterstützt. Ich hoffe, dass Hannover damit viele andere Städte inspiriert, ihre Dächer als wertvolle Chance und als Schlüssel für urbane Klimaanpassung zu begreifen.“ Hervorgegangen ist das Vorhaben aus der Bewerbung Hannovers als Kulturhauptstadt. Über mehrere Planungs- und Entwicklungsphasen, die Kooperation mit der hanova Gewerbe GmbH und erste Pilotprojekte, entwickelte sich daraus ein umsetzungsreifes Konzept, das nun Realität wird. Und die Bezeichnung „Parkhaus“ für das Gebäude in der Schmiedestraße gewinnt damit eine doppelte Bedeutung: Parkhaus als Gebäude mit Abstellmöglichkeiten für PKW und Parkhaus als Gebäude mit einem Park auf dem Dach. Parkhaus hoch 2 sozusagen.
