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Erst 75-jähriges Firmenjubiläum - dann Stellenabbau

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    © Fotos: Lothar Schulz 2020 - Firma Sennheiser in Wennnbostel/Wedemark © Fotos: Lothar Schulz 2020 - Firma Sennheiser in Wennnbostel/Wedemark

WENNEBOSTEL/WEDEMARK. Auch an der Firma Sennheiser, dem Weltmarktführer vieler Audio- und Mikrofon-Produkte, geht die Corona-Krise nicht spurlos vorbei. Im letzten Monat konnte das Unternehmen sein 75-jähriges Firmenjubiläum feiern. Vor 75 Jahren gründete Prof. Dr. Fritz Sennheiser das „Start-Up“, das einmal Sennheiser werden sollte. Am 1. Juni 1945 erblickte es als Laboratorium Wennebostel (kurz: Labor W) in Wennebostel in der Wedemark (Region Hannover) das Licht der Welt. Zu den Hauptgeschäftsfeldern des Unternehmens gehört die Entwicklung und Produktion von Mikrofonen und Kopfhörern. Weitere Geschäftsfelder sind Drahtlostechnik für den Broadcast-Bereich, Konferenztechnik, Audiologie (Hörhilfen), Luftfahrtskommunikationssysteme sowie Anwendungsprodukte wie Headsets für PCs und Callcenter. Das Unternehmen produziert vor allem für die Musik- und Unterhaltungsindustrie. Im Jahr 2018 beschäftigte Sennheiser 2734 Mitarbeiter. Das Unternehmen unterhält weltweit vier eigene Produktionsstandorte: Neben Wennebostel in der Wedemark (Deutschland) auch in Tullamore (Irland), Albuquerque (Vereinigte Staaten) und Brasov (Rumänien). Nun macht auch diesem Unternehmen die Corona-Krise mächtig zu schaffen. In den vergangenen Monaten brach der Umsatz von Sennheiser-Kopfhörern um bis zu 40 Prozent ein. Die Firma führt dies vor allem auf die wochenlange Schließung der Elektronik-Märkte in vielen Ländern zurück. Außerdem brächten Konzertabsagen viele Verleiher und andere Dienstleister in Existenznot. Das habe deutliche Auswirkungen auf den Verkauf von Mikrofonen gehabt. Sennheiser sieht sich gezwungen bis Ende 2022 rund 650 Stellen zu streichen - rund 300 davon in Deutschland. Man erwarte für das laufende Geschäftsjahr einen deutlichen Rückgang bei Umsatz und Ertrag, hieß es am Mittwoch (01.07.) bei der Präsentation der Jahresbilanz. Ein Grund sei unter anderem die deutlich sinkende Nachfrage wegen der Corona-Pandemie. Der Stellenabbau soll den Angaben zufolge möglichst sozialverträglich und ohne betriebsbedingte Kündigungen erfolgen. Konkrete Konzepte würden derzeit von der Unternehmensspitze mit dem Betriebsrat ausgearbeitet. Unter anderem sollen offene Stellen nicht nachbesetzt werden und den Mitarbeitern Altersteilzeit, Vorruhestand oder Abfindungen angeboten werden berichtet der NDR.

 

 


© Fotos: Lothar Schulz 2020 - Firma Sennheiser in Wennebostel/Wedemark

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