HANNOVER. In Döhren befindet sich eine alte Zisterne unterhalb des Fiedelerplatzes. Am gestrigen Donnerstag (5. Februar) wollte die SPD in der Bezirksratssitzung im Freizeitheim Döhren mehr dazu wissen. Laut Stadtverwaltung liegen die Anlagen in einer Tiefe von rund 0,5 bis drei Metern und bestehen aus etwa 25 zylindrische Einzelschachtbauwerke, die vermutlich in den 1940er-Jahren als Löschwasserzisternen angelegt wurden. Genaueres kann aber die Stadt nicht sagen, erfuhr der Bezirkstag auf eine weitere Anfrage der Sozialdemokraten. Stadtbezirkskoordinator Sven Berger: „Trotz umfangreicher Archiv-Recherchen konnten seinerzeit keine Bauzeichnungen oder sonstigen Unterlagen bezüglich Bauweise und Funktion gefunden werden. Genauere Kenntnisse über den technischen Zustand aller Einzelschächte und eine Eignung zur Wasserspeicherung nach den aktuellen technischen Regeln liegen ebenfalls nicht vor.“ Und weiter: „Vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Wassernutzung insbesondere für die Baumbewässerung wäre eine Sanierung der Zisternenanlage sicherlich sinnvoll. Die Bauweisen und die technischen Regeln für die Entwässerung des Straßenraumes sowie der Platzfläche haben sich in den letzten 60 Jahren jedoch grundlegend geändert, sodass eine Reaktivierung der Zisterne sowohl technisch als auch wirtschaftlich nicht abbildbar ist.“ Auf keinem Fall jedoch habe die Zisterne etwas mit dem mangelhaften Wasserablauf von der Oberfläche zu tun. Das liege vielmehr an der 23 Jahre alte Versickerungsanlage, die im kommenden Frühjahr saniert werden soll.
Vorstellung im Bezirksrat: Der Stadtbezirk hat jetzt auch einen Ordnungsbotschafter Björn Misselhorn wird sich nun zukünftig auf Streifengängen um die Sicherheit und Ordnung in Döhren-Wülfel kümmern und als Ansprechpartner für die Bürger bereitstehen. Erreichbar ist er über die Sammeltelefonnummer des Ordnungsdienstes 0511/168 55555.
Einstimmig forderten die Ortspolitiker die Stadt auf Antrag der CDU auf¸ an der Emmy-Noether-Allee das Hinweisschild zur Sicherung der alten Mülldeponie Bemerode 1 zu erneuern. Die derzeitige Hinweistafel sei aufgrund von Verwitterung und Alterung nicht mehr leserlich. Bei Stimmengleichheit wurde hingegen ein Antrag der Grünen abgelehnt, an zwei Sitzbänken im Stadtbezirk versuchsweise extra Aschenbecher für Raucher anzubringen.
