HANNOVER. Eine S-Bahn-Station Döhren/Waldhausen ist in weite Ferne gerückt. Der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel hat lange nichts mehr zu den laufenden Planungen zu dem geplanten Haltepunkt der S-Bahn im Stadtbezirk gehört. Deshalb brachte die SPD-Fraktion das Thema auf die Tagesordnung des Bezirksrates Döhren-Wülfel am gestrigen Donnerstagabend (5. Februar) im Freizeitheim Döhren. „Gerade vor dem Hintergrund, dass in einigen Jahren der Bahnhof Bismarckstraße für mindestens ein Jahr geschlossen werden soll, wäre ein funktionierender Haltepunkt im Süden Hannovers von großer Wichtigkeit“ hieß es da. Die Sozialdemokraten wollten wissen, wann kann mit der Indienststellung der geplanten S-Bahn-Station gerechnet werden kann.
Die Antwort der Verwaltung lässt kaum Hoffnung auf eine schnelle Realisierung aufkommen. Zwar berichtete Stadtbezirkskoordinator Sven Berger; „Der Abschluss des Planfeststellungsverfahrens obliegt dem Eisenbahnbundesamt. Vermutlich kann aber in Kürze damit gerechnet werden.“ Dann kam jedoch der happige bittere Wermutstropfen. „Bisher anvisierte Bauzeiträume in den kommenden zwei, drei Jahren können jedoch seitens der DB InfraGO AG nicht ermöglicht werden. Eine Vielzahl bundesweiter Baumaßnahmen vor allem im Bereich der Generalsanierungen des Hochleistungsnetzes der Deutschen Bahn führen zu zahlreichen großräumigen Umleiterverkehren im Personen- und Güterverkehr. Da im Norden die Güterumgehungsbahn Hannover für diese Umleiterverkehre zwingend benötigt wird, können die im Rahmen des Stationsneubaus temporär benötigten Sperrungen dieser Strecke auf der Eisenbahnüberführung der Hildesheimer Straße nicht parallel erfolgen.“, so Berger.
Der Kärntner Platz ist ein städtischer Schmuckplatz in Waldhausen. Seit Kurzem wurden dort zusätzlich einige junge Bäume gepflanzt. Dr. Gudrun Koch (SPD) wollte wissen, was denn da genau in die Erde gesetzt wurde. „Die Pflanzungen sind z. T. Ersatzpflanzungen am selben Ort und Neupflanzungen. Die Baumarten können seit Kurzem über www.hannover-gis.de ganz einfach selbst
eingesehen werden unter der Rubrik „Bäume“ „Bestandsbäume“ und „Baumpflanzungen“, so Bezirksratsbetreuerin Annina Janz.
Die CDU-Fraktion hakte bei der Frage von Anwohnerparkplätzung rund um das sogenannte Amerikaviertel in Mittelfeld nach. Die dortigen Anlieger leider unter hohem Parkdruck. Doch so schnell wird das ganze nicht gehen. Sven Berger; „Derzeit stehen die innenstadtnahen Quartiere und Stadtteile entsprechend eines Ratsauftrages im Fokus bezüglich der Einrichtung von Bewohnerparkzonen im Stadtgebiet mit dem Ziel das innenstadtnahe Wohnen ausreichend attraktiv zu gewährleisten. Dies bindet die vorhandenen personellen Kapazitäten und erfordert bereits einen erheblichen Umfang an zusätzlich zu beschaffenden Parkraumeinrichtungen sowie einen
entsprechenden Zeitaufwand zur Umsetzung.
In zwei Anfragen von CDU und Bündnis 90/Die Grünen griffen die Bezirksratspolitiker den – aus ihrer Sicht – unzureichenden Winterdienst auf. „aha berücksichtigt sensible Bereiche im Rahmen der Fahrbahnräumung bereits in der Einsatzplanung. Gleichzeitig ist festzuhalten, dass der vorhandene Personalschlüssel es nicht zulässt, auf alle individuellen Bedürfnisse gleichzeitig und unmittelbar zu reagieren. Die Erwartungen an den Winterdienst unterscheiden sich dabei stark: Während einige eine Priorisierung von Alten- und Pflegeheimen erwarten, sehen andere Einrichtungen für
Menschen mit Behinderungen, Kindergärten oder andere Standorte als besonders relevant
an. Diese unterschiedlichen Anforderungen lassen sich organisatorisch nicht vollständig
parallel abbilden. Der Schneefall am Wochenende der 2. Kalenderwoche 2026, auf den sich die aktuelle Kritik hauptsächlich bezieht, stellte zudem ein Extremereignis dar und entspricht nicht dem
Regelfall des Winterdienstes“ lautete die Antwort der Verwaltung. Und soweit nicht ordnungsgemäß geräumte Gehwege beanstandet wurden: „Die Räum- und Streupflicht für Gehwege liegt – mit Ausnahme des Cityrings – nicht bei aha, sondern bei den jeweiligen Anliegern.“
Derzeit sind Bauarbeiten rund um die ehemaligen Gummiwarenfabrik Fritz Wohlenberg an der Bernwardstraße im Stadtteil Döhren im Gange. Stadtplaner Konrad Voges berichtete in der Bezirksratssitzung, dass das historische Fabrikgebäude erhalten bleiben soll. Laut einer Werbung im Internet sollen hier insgesamt 14 neue Wohneinheiten für ein „modernes, gehobenen Wohnen im lebenswerten Döhren“ in einer „In einer liebevoll revitalisierten Fabrik“ entstehen.
