HANNOVER. Hannover wird ärmer an exotischen Tierarten. Giraffen und Leoparden gibt es zukünftig nicht mehr im Erlebniszoo Hannover zu sehen.
Mitte Februar stürzte die Giraffenkuh Jamila so unglücklich, dass sie starb. Damit ihre Freundin, die nubische Giraffe Niobe, nicht allein ist, wird dieses Tier an einen anderen Zoo vermittelt. Dort kann sich die Giraffenkuh dann einer neuen Herde anschließen. Das ist zumindest das vorläufige Ende der Giraffenhaltung im hannoverschen Zoo. Erst wenn ein in fernerZukunft anvisierten neues Giraffenhaus gebaut wird, könnten die gefleckten Langhälse wieder an die Leine zurückkehren.
Auch im Dschungelpalast stehen die Zeichen auf Veränderung. Erst im November 2024 zog der Leopardenkater Surest aus dem Zoo Hagenbeck in seine neue hannoversche Heimat. Nun muss er den Dschungelpalast wieder verlassen, denn er soll in Dänemark eine Leopardendame beeindrucken. Der nordchinesische Leopard ist im Bestand stark gefährdet. Laut dem Zoo Hannover gibt es nur noch rund 500 Tiere dieser Gattung. Nachwuchs ist also dringend erwünscht.
Neue Leoparden dürfen nicht mehr in den Dschungelpalast einziehen. Die Anlage wird umgebaut und dann Heimat von Binturongs sein. Diese Tiere, die auch „Marderbär“ genannt werden, gehören zu den Schleichkatzen. Binturongs leben in Südostasie, sind nachtaktiv und leben hauptsächlich als Baumbewohner.

