HANNOVER. Der Titel klingt spannend: „Orient trifft Okzident – so nah und so fern, Faszination der Choreografie der Landschaft“ “. Unter diesem Motto lädt jetzt eine Ausstellung in den Bürgersaal des Neuen Rathauses Hannover ein, um das Lebenswerk Kamel Louafis des „Gartenkünstlers“ (Bürgermeister Thomas Hermann) zu würdigen.
Kamel Louafi ist in Hannover kein Unbekannter. Als junger Landschaftsarchitekt war er erster Sieger und durfte seinerzeit die „Gärten im Wandel“ zur Expo 2000 gestalten. Auch der heutige Tramplatz – bzw. nunmehr Platz der Menschenrechte – geht auf die Entwürfe des Deutschalgeriers zurück.
Die Wanderausstellung gibt einen umfassenden Einblick in mehr als 35 Jahre Landschaftsarchitektur in Europa, im Orient und in Algerien. Zu sehen sind realisierte Parks, Gärten und Plätze ebenso wie Wettbewerbsentwürfe und nicht umgesetzte Projekte. Zeichnungen, Skizzen und Fotografien werden ergänzt durch künstlerische Installationen, die Louafis charakteristische Verbindung von orientalischen und okzidentalen Gestaltungselementen sichtbar machen. Nach Algerien, Stuttgart und Berlin machte der Rückblick auf das Schaffen von Louafi nun in Hannover Halt, bevor die Ausstellung dann noch Richtung Paris und Granada reist.
„Wenn die Welt ein Garten wäre, gäbe es keinen Krieg“, formuliert Kamel Louafi sein Leitmotiv. Ein Gedanke, der angesichts globaler Herausforderungen aktueller kaum sein könnte – und der in Hannover nun auf eindrucksvolle Weise sichtbar wird.
„Ich freue mich sehr, dass wir diese beeindruckende Ausstellung in Hannover zeigen können. Sie verbindet auf besondere Weise Kulturen und Gestaltungstraditionen – und passt damit hervorragend zu unserer Stadt der Gärten. Die Arbeiten von Kamel Louafi zeigen, wie grüne Räume Brücken schlagen und Menschen verbinden können. Genau dafür steht Hannover“, meint Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel. Gemeinsam mit Bürgermeister Thomas Hermann eröffnete sie am heutigen Sonnabendnachmittag (25. April) die neue Schau im Rathaus. Alt-Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg war ebenfalls gekommen und richtete ein besonderes persönliches Grußwort an den Gartenkünstler.
Der Besuch der Ausstellung ist vom 25. April bis 17. Mai zu den Öffnungszeiten des Bürgersaals im Neuen Rathaus möglich. Der Eintritt, auch zu den Veranstaltungen des Begleitprogramms, ist kostenlos.
Ein vielfältiges Begleitprogramm lädt dazu ein, Gartenkunst, Stadtgrün und kulturelle Perspektiven aus unterschiedlichen Blickwinkeln zu erleben. Führungen, Vorträge, Diskussionen und Exkursionen greifen zentrale Themen der Ausstellung auf und schaffen Raum für Austausch und neue Perspektiven. Das Begleitprogramm:
Diskussionsabend und Ausstellung
Vielfalt der Gärten
Wie Menschen unterschiedlicher Herkunft in (Klein-)Gartenanlagen der Stadt zusammentreffen. Spannende Impulsvorträge und anschließende Podiumsdiskussion, moderiert von Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel.
Mittwoch, 29. April, 18 Uhr, Bürgersaal
Keine Anmeldung erforderlich.
Themenabend
EXPO Park e.V. + EXPOSEEUM – Bildungscampus Expo Plaza
Rund um die EXPO Plaza haben sich in den letzten Jahren sieben verschiedene Bildungseinrichtungen angesiedelt. Es findet ein Austausch dazu statt, um Synergien zu schaffen. Organisation: Stefan Schlutter, Geschäftsführer des Expo Park Vereins.
Mittwoch, 6. Mai, 18 Uhr, Bürgersaal
Anmeldung unter: info@text-buero.net
Vortrag und Ausstellung
Die Stadt der Gartenkultur
Rückblicke auf das Jubiläumsjahr „700 Jahre Gartenkultur Hannover“ mit Einladung zum Austausch und Besuch der Ausstellung, moderiert von Wirtschafts- und Umweltdezernentin Anja Ritschel.
Donnerstag, 7. Mai, 18 Uhr, Bürgersaal
Keine Anmeldung erforderlich.
Friedhofsführung
Der letzte Garten – Räume der Stille
Freitag, 8. Mai, 15 Uhr
Stadtfriedhof Ricklingen (ab Haupteingang)
Anmeldung unter: umweltkommunikation@hannover-stadt.de
Diskussionsabend über Louafis Hannover-Projekte
Welfengarten, Operngärten, Platz der Menschenrechte
Studierende und Dozierende der Landschaftsarchitektur / Leibniz-Universität sprechen mit Kamel Louafi über dessen Hannover-Projekte und seinen landschaftsarchitektonischen Ansatz. Vorab Exkursion für Studierende. Der Diskussionsabend ist öffentlich, Gäste sind gern gesehen. Moderation: Prof. Dr.-Ing. Martin Prominski, Institut für Freiraumentwicklung, Leibniz Universität Hannover
Freitag, 8. Mai, 17.30 – 19 Uhr, Bürgersaal.
Keine Anmeldung erforderlich.
