HANNOVER. Das Freizeitheim Döhren wird 50. Das halbe Jahrhundert soll kräftig mit viel Musik, einer Ausstellung und einer großen Jubiläumsparty gefeiert werden. Am 12. September ist ab 18 Uhr eine Jubiläumsgala im Freizeitheim an der Wollebahn (Stadtteil Döhren) angekündigt. Damit die Veranstalter besser planen können, bitten sie um eine vorherige Anmeldung unter fzh-doehren@hannover-stadt.de.
Vor einem halben Jahrhundert gab es schon einmal inen großen Bahnhof an der Hildesheimer Straße gegenüber dem damaligen 6. Polizeirevier. Es war der 9. September im Jahr 1976. Allerlei lokale Prominenz fand sich seinerzeit hier ein. Der Grund: Das neu errichte Freizeitheim Döhren wurde eingeweiht, mit Festreden, Musik und allem Drum und Dran.
Eigentlich war es ja kein richtiges Freizeitheim, sondern nur ein Saalbau, der auf einen Teil der früheren Sportplätze von Niedersachsen-Döhren emporgewachsen war. Nachdem der Döhrener Maschpark abgerissen wurde, suchten die Vereine im Stadtteil dringend nach einem neuen Treffpunkt mit einem großen Saal. So wurde der erste Bauabschnitt eines geplanten Döhrener Freizeitheims vorgezogen. Der Saalbau mit einigen Clubräumen entstand. Die Pläne von damals hatten vieles für weitere Bauabschnitte vorgesehen: An der späteren Straße „An der Wollebahn (die es damals nur auf ersten Entwurfszeichnungen gab) sollte ein großes Freizeitheim mit Stadtbücherei, Jugendzentrum und – einem Hallenschwimmbad (!) entstehen. Aus dem hochfliegenden Vorhaben wurde nichts. Es blieb bis heute beim ersten Bauabschnitt des Freizeitheims und selbst um ihren Saal mussten die Döhrener im Verlauf der letzten 50 Jahre mehrmals fürchten. Eine von der Stadtverwaltung vorgesehene Privatisierung der Einrichtung konnte in den 80iger Jahren nur in letzter Minute durch den aktiven Einsatz der Arbeitsgemeinschaft Döhrener Vereine (AGDV) unter Siegfried Hebestreit verhindert werden.
Derzeit gibt es allerdings Pläne, den 50jährigen Jubilar durch einen Neubau an der Peiner Straße zu ersetzen. Ob und wann das aber genau passiert, steht weiterhin in den Sternen.