Reihe: Kleine und große Superlative
GÖRLITZ. Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands. Zusammen mit den Gemeinden Selfkant (NRW-westlichste Gemeinde), Oberstdorf (Bayern-südlichste Gemeinde und List auf Sylt (Schleswig-Holstein-nördlichste Gemeinde) bildet Görlitz den Zipfelbund. Dieser Bund ist keine politische Organisation, sondern vorrangig eine innerdeutsche Partnerschaft zur Belebung des Tourismus. Görlitz ist aber nicht nur die östlichste Stadt Deutschlands, sondern weist wie die polnische Schwesterstadt Zgorzelec eine weitere geographische Besonderheit auf.
Der Meridian der geographischen Länge 15° östlich von Greenwich, an dem sich die Zeitzone der Mitteleuropäischen Zeit orientiert, durchquert die Europastadt Görlitz-Zgorzelec. Dies hat zur Folge, dass die Mitteleuropäische Zeit mit der mittleren Sonnenzeit von Görlitz übereinstimmt.Den östlichsten Punkt Deutschlands findet man aber nicht in Görllitz sondern in der etwa 12 Kilometer von Görlitz entfernten Gemeinde Neißeaue. Der östlichste Punkt Deutschlands liegt hier zwischen den Ortsteilen Deschka und Zentendorf (beide Ortsteile von Neißeaue liegen etwa 2,5 Kilometer vom östlichsten Punkt entfernt). Geprägt ist die Umgebung des östlichsten Punktes von Kuh- und Gänseweiden, Maisfeldern und ganz viel Landschaft, durchzogen von der Neiße, dem Grenzfluss zu Polen. Neben einer Schutzhütte und einer Picknickbank weist ein Findling mit Infoschild darauf hin, dass man sich hier am östlichsten Punkt Deutschlands befindet.
Wer möchte, kann sich hier in ein Zipfelbuch eintragen.