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Hannover Nachrichten vom 1.April 2023

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Aktuelles aus der Landeshauptstadt

HANNOVER.

„Echo & Narziss“ – Festival für junge und vielfältige Sprachkunst 2023“ bietet vom 4. bis 6. Mai (Debüt-)Autor*innen eine Bühne

„Echo & Narziss“ ist bekannt als Titel der in Hannover erscheinenden Zeitschrift für junge Sprachkunst. Für die darin vertretenen (Debüt-)Autor*innen, die gerade dabei sind, sich im literarischen Feld zu etablieren, findet in diesem Jahr vom 4. bis 6. Mai erstmals das „Echo & Narziss – Festival für junge und vielfältige Sprachkunst 2023“ im Keller Drei statt.

Bestimmend für das Programm ist dabei die Vielfältigkeit von Perspektiven, Inhalten und literarischen Formen sein. So bringt das Festival junge Autor*innen aus unterschiedlichsten Communitys zusammen, deren Perspektiven etwa durch Flucht und Migration, durch Erfahrungen als Teil der LGBTQ-Community oder als PoCs geprägt sind. Es bildet damit sowohl inhaltlich als auch mit den eingeladenen Autor*innen Diversität und kulturelle Vielfalt ab. Darüber hinaus soll die junge Szene der Stadt in aktuelle, überregionale künstlerische Diskurse eingebunden.

Mit dem „Festival für junge und vielfältige Sprachkunst“ setzt das Kulturbüro gemeinsam mit den Organisator*innen ein öffentlich sichtbares Zeichen für die literarische Nachwuchsförderung in der Stadt.

Das Kulturbüro unterstützt das Festival finanziell mit Mitteln aus dem Kulturentwicklungsplan und der Literaturförderung und hat als Kooperationspartner dessen Programm von Beginn an inhaltlich mitentwickelt und ist beratend tätig.

Die Organisator*innen des Festivals sind Julia Thomas, Autorin und Kuratorin im Keller Drei, und Carl Philipp Roth, Literaturwissenschaftler und Mitherausgeber der hannoverschen Zeitschrift „Echo & Narziss“.

Der Verein Keller Drei stellt seine Räume als Veranstaltungsort für alle drei Festivaltage zur Verfügung. Darüber hinaus beteiligen sich alle Kooperationspartner*innen im Rahmen ihrer Möglichkeiten an der Bewerbung des Projektes. Weitere inhaltlich beteiligte Kooperationspartner des Projekts sind das Autor:innenzentrum Hannover e.V. und die hannoverschen Magazine „Stricher“ und „tuerspion“.

Sowohl als Zeitschrift wie auch als Festival konzentriert sich ECHO&NARZISS auf junge Autor*innen. Uns geht es darum, aktuelle Schreibweisen zu fördern, Talente zu entdecken und ein junges Publikum durch relevante Themen für Literatur zu begeistern – auch jene, die sich bisher nur wenig damit beschäftigt haben.

Das Festival für junge und vielfältige Sprachkunst bringt die publizistische Praxis der Zeitschrift nun in Hannover auf die Bühne: Die erkennbare Linie der Festival-Besetzung ergibt sich einzig und allein durch Abwechslung.

ECHO&NARZISS versammelt unterschiedliche Perspektiven, präsentiert individuelle Inhalte und eine Vielfalt an literarischen Formen – ein Literaturfestival als polyphones Echo.

Als Festivalmacher:innen verpflichten wir uns zum genauen Hinhören – insbesondere, wenn es um Tendenzen und Entwicklungen in der zeitgenössischen Literatur geht. „Wir – Leser, Schriftsteller, Kritiker – leben, lesen und schreiben schon lange in einer literarischen Epoche und wissen es nicht“, schrieb Maxim Biller am 3.9.2011 in der FAS und führte zugleich einen Begriff ein, mit dem er das literarische Schaffen am Beginn des 21. Jahrhunderts zu fassen versuchte: Die Ichzeit.

Auch zehn Jahre nach Billers Essay ist klar: Die Bedeutung des Ichs für die zeitgenössische Literatur ist nicht hoch genug einzuschätzen. Die Relevanz des Themas spiegelt sich heute in den zahlreichen autobiographischen oder autofiktionalen Publikationen sowie in ihrer Präsenz im Preisgeschehen der letzten Jahre – Saša Stanisićs Roman Herkunft wäre nur ein Beispiel.

„Das Ich und die Welt – Schreiben zwischen Bewältigung und Sehnsucht“ – so lautet daher unsere Überschrift, mit der wir uns in drei Panel-Diskussionen auseinandersetzen und dadurch nähern möchten.

Den eigentlichen Kern des Festivals bilden aber unsere Lesungen: An drei Abenden lesen je fünf Autor:innen aktuelle Texte mit einer Lesedauer von ungefähr 10–15 Minuten. Kurzvorstellungen der Autor:innen und Leseeindrücke bieten ein kurzweiliges Kaleidoskop an literarischen Ansätzen, bei dem es für das Publikum viel Neues zu entdecken gibt.

Gefördert wird das Festival von der Landeshauptstadt Hannover, der Stiftung Niedersachsen und der VGH-Stiftung.

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