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Hannover Nachrichten vom 21.Juni 2023

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HANNOVER.

Erweiterungsbau der Tellkampfschule wird am Tag der Architektur vorgestellt

Am kommenden Sonntag findet der Tag der Architektur statt. Es handelt sich um eine Veranstaltung der Architektenkammer Niedersachsen (AKNDS).Näheres ist unter Tag der Architektur (aknds.de) zu finden.

Die Landeshauptstadt Hannover ist mit dem Erweiterungsbau der Tellkampfschule vertreten. Aus diesem Anlass wird das Objekt hier näher vorgestellt.

Die denkmalgeschützten Bestandsgebäude der Tellkampfschule am Altenbekener Damm nahe dem Maschsee sind geprägt von frei im Gelände stehenden Einzelbaukörpern mit altem Baumbestand, verbunden durch untergeordnete Gänge.

Der Fachbereich Gebäudemanagement der Landeshauptstadt hat in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro SEP Architekten aus Hannover in rund zwei Jahren für das Gymnasium Tellkampfschule ein Erweiterungsgebäude errichtet. Zuvor wurde der bestehende Verwaltungstrakt umfangreich grundsaniert. Beim Tag der Architektur präsentierten sie gemeinsam den neuen Schul-Erweiterungsbau und erläuterten den interessierten Bürger*innen bei geführten Rundgängen die baulich umgesetzten Konzeptideen des multifunktionalen Lernortes.

Der kompakte viergeschossige Baukörper, der im südlichen Grundstücksbereich der Schule entstanden ist, beherbergt Biologieräume, acht allgemeine Unterrichtsräume, zugehörige Differenzierungsräume, die Schüler*innenbibliothek und eine hauswirtschaftliche Küche für Kinder mit Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung. Im Untergeschoss sind Archiv- und Lagerflächen, die Sanitäranlagen sowie die Gebäudetechnik untergebracht. Die Kosten für den viergeschossigen kubusförmigen Erweiterungsbau beliefen sich auf rund 11,5 Millionen Euro.

Die Erweiterung der Schule wurde aufgrund der Rückkehr zum Abitur nach neun Jahren (G9) sowie der sich fortlaufend ändernden und wachsenden Anforderungen an die räumliche Gestaltung der Schulen erforderlich. Der Schulbetrieb in dem neuen Gebäudeteil startete zum aktuellen Schulhalbjahresbeginn am 1. Februar. Als Solitär zwischen Aula-Gebäude und ‚Schulwäldchen‘ am Geländeübergang zu den Sport- und Spielflächen fügt sich der Kubus harmonisch in das Ensemble der Tellkampfschule ein.

Neubau mit offener Lernlandschaft

Herz des Neubaus ist die offene Lernlandschaft, welche sich über eine großzügige Treppe bis in die Obergeschosse erstreckt. Sie dient als Aufenthaltsort für Schüler*innen und für das Arbeiten in Kleingruppen. Die Unterrichtsräume sind jeweils um eine Lernzone angeordnet, die als Erweiterung der Haupterschließung im Zentrum jeder Etage liegt. Sonderfenster im räumlichen Bezug zu den Treppen bieten in diesen Bereichen großzügige Blicke nach außen in die „Tellkampf-Landschaft“, die dadurch mit der Lern-Landschaft im Innenraum verschmilzt. 

Der Neubau wurde unter Berücksichtigung der verschiedenen Belange der Barrierefreiheit und Inklusion (Erschließung, Toilettenanlagen, Raumakustik, Beleuchtungsstärke) errichtet. Die Fassade erhielt in Anlehnung an den Bestand ein helles Sichtmauerwerk und eine klare Ordnungsstruktur mit großen quadratischen Fenstern. Das Gebäude trägt ökologischen Belangen Rechnung durch das extensiv begrünte Flachdach, eine Solarstromanlage und fassadenintegrierte Nisthilfen für Fledermäuse und Mauersegler.

Multifunktionalität und natürliche Materialität prägen den nachhaltigen Neubau.

Neuordnung der Freiflächen

Im Zuge der Errichtung des Neubaus hat die Stadt auch die angrenzenden Freiflächen neu geordnet und gestaltet. Im Bereich des Haupteingangs zum Neubau und als Bindeglied zu den angrenzenden Gebäudetrakten ist eine platzähnliche Fläche mit Sitzgelegenheiten um die vorhandenen Bäume entstanden. Südöstlich des Neubaus wurden ein neuer Schulgarten und eine Freiluftklasse angelegt. Im südlichen Grundstücksbereich entstanden zudem neue Außensportanlagen – mit Beachvolleyballfeld, Weitsprunganlage und 100-Meter-Laufbahn. Diese Anlagen werden auch vom benachbarten Gymnasium Bismarckschule genutzt.

Die Tellkampfschule ist ein dreizügiges Gymnasium und wird als offene Ganztagsschule geführt. Im laufenden Schuljahr besuchen 897 Schüler*innen, davon 23 mit einem Bedarf an sonderpädagogischer Unterstützung, die Schule.

Daten/Fakten kompakt:

Bauherrin: Landeshauptstadt Hannover, Fachbereich Gebäudemanagement

Projektsteuerung: Fachbereich Gebäudemanagement

Planung und Bauleitung: SEP Architekten, Hannover (Martin Bockelmann, Ingo Henkel, Doris Helmis, Lisa Führing)

Baubeginn: November 2020

Fertigstellung: Dezember 2022

Flächen: rund 2.400 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, rund 2.000 Quadratmeter Nettoraumfläche

Kosten: rund 11,5 Millionen Euro für den Erweiterungsbau


Stadtarchiv bietet zum Internationalen Hansetag einen Einblick in die Hansegeschichte der polnischen Gastgeberstadt

Aus Anlass des 43. Internationalen Hansetags in Torun/Thorn unter dem Titel „Im Orbit der Städte“ (22. bis 25. Juni) bietet das Stadtarchiv Hannover einen kleinen Einblick in die Hansegeschichte der polnischen Gastgeberstadt: Vom 22. bis 25. Juni zeigt das Archiv das mehr als 450 Jahre alte Protokoll des Hansetags von 1562 in Lübeck, aus dem die Teilnahme der Thorner Gesandten und sogar deren Position in der Sitzordnung der Städtegesandten ablesbar ist. Im Anschluss ist das Dokument noch bis Ende Juli als Kopie einsehbar. Ergänzt wird es um Informationen zur Thorner Stadtgeschichte und zur Lage der Hanse im 16. Jahrhundert. Bürgermeisterin Monica Plate vertritt die Landeshauptstadt Hannover auf dem Hansetag.

Thorn gehörte wie Hannover zu den kleineren Hansestädten, die sich gewöhnlich von ihrem Vorort, der Hauptstadt des Quartiers vertreten ließen und sich den Ausführungen der Vorort-Gesandten anschlossen. Thorner Vorort war Danzig, die Thorner Gesandten vertraten unter anderem Könisgberg. Zentrales Thema des Hansetags 1562 war der Bremer Religionsstreit, der zum zeitweiligen Ausschluss Bremens aus der Hanse führte.

Die Präsentation ist während der Öffnungszeiten (Dienstag bis Donnerstag von 9 bis 13 Uhr) im Stadtarchiv Hannover, Am Bokemahle 14-16 einsehbar.


Neue Konzertreihe „Bitte stören!?“ in der Stadtbibliothek Hannover

„VOICES FOR FUTURE“ – ENSEMBLE SOZUSINGEN im Gespräch mit Vertreter*innen von enercity und Students for Future

Zu einer Konzertcollage mit klassischer Vokalmusik, Demo-Gesängen und Stimmen junger Klimaaktivist*innen lädt das ENSEMBLE SOZUSINGEN für Mittwoch, 28. Juni, 19.30 Uhr, in die Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Str. 12, ein. Bei diesem Konzert zum Auftakt der neuen Reihe „Bitte stören!?“ wird das Konzert, inspiriert von stimmgewaltigen Einsätzen für Naturschutz, Generationengerechtigkeit und Zukunftsszenarien zu einer Collage: Vokalmusik mischt sich mit Umweltschutz-Demochören, Choräle mit Reden von Greta Thunberg, klassische Musik mit Poetry Slam aus Hannover und der Region. Der Eintritt kostet fünf Euro. Karten gibt es nur an der Abendkasse.

Das Vokalprogramm der Künstler*innen Marianne Knoblauch, Eva-Maria Kösters, Maria Ravvina, Philip Schwartz, und Jorge Kröger des ENSEMBLE SOZUSINGEN lädt zum Hinhören und Mitfühlen zwischen Verirrung, Trauer und Aufbruch ein. Sie thematisieren Wachstum, Effizienz und das eigene Wohl ebenso wie die sich verändernde Natur und Umwelt, die aussterbenden Singvögel und die folgende Stille.

„Bitte stören!?“

Die Konzertreihe der Stadtbibliothek Hannover lädt dazu ein, einen neuen Blick auf klassische Musik zu werfen. Jedes Konzert steht unter einem Thema mitten aus der Gesellschaft. Ein Ensemble sowie ein Verein, eine Initiative oder engagierte Menschen aus Hannover werden eingeladen, den Abend zu gestalten. Das Publikum darf sich ganz im Sinne des Titels einmischen und die Bibliothek zu einem diskursiven Raum werden lassen. In Kooperation mit den Freunden der Stadtbibliothek Hannover e.V.


Ausstellung KUBUS KOOPERATIV – NEUES AUS HANNOVERSCHEN ATELIERS 2023 ZEICHNUNG allover wird bis zum 2. Juli verlängert 

Die Ausstellung KUBUS KOOPERATIV NEUES AUS HANNOVERSCHEN ATELIERS 2023 ZEICHNUNG allover in der Städtischen Galerie KUBUS, Theodor-Lessing-Platz 2, geht in die Verlängerung und ist über den 18. Juni hinaus noch bis zum 2. Juli zu sehen.

Auch die sonnTALKs, sonntags von 14 bis 15 Uhr, werden weiter angeboten: Sprechen, Nachdenken, Reflektieren, Fragen, Sagen, Bemerken, Zweifeln, Freuen und Schweigen über Kunst mit den Künstler*innen der Ausstellung.

In der Ausstellungsreihe NEUES AUS HANNOVERSCHEN ATELIERS präsentiert Dagmar Brand seit mehr als 20 Jahren jeweils aktuelle Arbeiten hannoverscher Künstler*innen. In diesem Jahr findet die Ausstellung nun bereits zum dritten Mal in Kooperation mit der Städtischen Galerie KUBUS statt.

Alle Künstler*innen aus Hannover und der Region Hannover konnten sich bewerben mit bis zu drei Arbeiten, die nicht älter als ein Jahr sind. Die Jury bestehend aus Julienne Franke (Städtische Galerie Lehrte), Nora Brünger (Freie Kuratorin), Birte Heier (Kunstverein Langenhagen) sowie Anne Prenzler (Städtische Galerie KUBUS) und Dagmar Brand (Weiße Halle Eisfabrik) hat aus mehr als 130 Bewerbungen 20 Positionen ausgewählt:

CONSTANZE BÖHM, GRUPPE STUMPF, HELMUT HENNIG, KATHRIN JOBCZYK, ANTJE KOOS, ANTON KRÜGER, JÁNOS NÁDASDY, ULLA NENTWIG, NOMDEPLUM, SABINE MÜLLER, CARLOTTA OPPERMANN, NICO PACHALI, SOPHIE PAPE, INGE MARION PETERSEN, CONSTANZE PRELLE, CHRISTIAN RIEBE, NIKOLA SARIC, LEA SCHÜRMANN, TUGBA SIMSEK, JOCHEN WEISE.

Dieses Mal steht das Thema Zeichnungen im Zentrum: Werke, die zeichnerisch angelegt sind oder die vom Medium der Zeichnung/der Linie ausgehend argumentieren und andere Ausdruckformen nutzen, auch Bodenarbeiten oder andere Medien sind zu sehen. Interaktive Zeichenboxen, dreidimensionale Raumzeichnungen, narrative Ansätze, konzeptionelle Arbeiten, ebenso wie dezidierte Zeichnungen.


Baumschnittarbeiten in der Loebensteinstraße

Die Stadt führt vom 26. bis 30. Juni Baumschnittarbeiten an der Loebensteinstraße (Stadtteil Zoo) durch. Aus Gründen der Verkehrssicherung wird Totholz entfernt, ferner werden zwei abgestorbene Bäume aus den angrenzenden Gehölzstreifen entnommen. Die Arbeiten werden täglich zwischen 7 und 18 Uhr durchgeführt. Sie starten am Majolika-Brunnen (nach seinem Stifter auch Rese-Brunnen genannt) und wandern nach und nach in Richtung Zoo. Abschnittsweise gilt ein Haltverbot.


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