Reihe: Kleine und große Superlative
QUEDLINBURG. Die Gärten des im Jahr 936 gegründeten ehemaligen Reichstifts Quedlinburg sind eingebettet in eine der ältesten Kulturlandschaften Mitteleuropas. Der Abteigarten liegt zwischen Brühl (das ist ein ca. 15 ha großes altes Waldstück) und dem Schlossberg zu Füßen desselben.

Der Abteigarten liegt zwischen Brühl und dem Schlossberg – © Foto: Lothar Schulz 2026
Seit dem Mittelalter wird das Areal genutzt. Seine heute quadratische Form mit einem Alleenkreuz ist auf Äbtissin Anna Dorothea im Jahre 1685 zurückzuführen.

Der Abteigarten liegt zwischen Brühl und dem Schlossberg – © Foto: Lothar Schulz 2026
Laut Beschilderung am Garten handelt es sich bei der Anlage um den ältesten, ohne Unterbrechung genutzten, Zuchtgarten
in Deutschland 1750 – 2018.

Ältester Zuchtgarten in Deutschland – © Foto: Lothar Schulz 2026
Nach einem Plan des Jahres 1769 war der Garten im Stil des Barock gestaltet. Im Zentrum der Anlage befand sich ein großes Wasserbecken.Es gab acht zentral gelegene Grünflächen, die durch Wege voneinander abgetrennt waren. Vier der Flächen waren mit Rasen, vier mit „Buchsbaumlaubwerk“ versehen. Umrahmt wurden die acht Grünflächen von Bosketten, waldartig bepflanzten Flächen, die wiederum von Hainbuchhecken gefasst waren. Darüber hinaus wurden „goldene Buchskugeln“ und in Kegelform geschnittene „Tannenpyramiden“ beschrieben. In der Umgebung befanden sich Gemüsebeete, Obstbäume sowie Stachel- und Johannisbeersträucher.

Blick über den Abteigarten zum Schlossberg – © Foto: Lothar Schulz 2026
Im Jahr 2006 wurde der Historische Abteigarten wieder neu gestaltet und mit einem Demeter-Garten versehen.

Blick über den Abteigarten zum Schlossberg – © Foto: Lothar Schulz 2026
