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Freiheitsleuchten 2025

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Die große Kirchenillumination in Mühlhausen

MÜHLHAUSEN. Am 19. Oktober endete die Thüringer Landesausstellung zum Gedenkjahr „2025: Jahr der Freiheit“ in Mühlhausen. Zum feierlichen Abschluss der Landesausstellung und des Gedenkjahres wurde die Altstadt von Mühlhausen am 17. und 18. Oktober in ein magisches Licht getaucht. Unter dem Titel „Freiheitsleuchten“ verwandelten atemberaubende Lichtinstallationen fünf mittelalterliche Kirchen der Stadt in eine faszinierende Kulisse. Zum „Freiheitsleuchten“ waren internationale Künstlerinnen und Künstler in Form eines Wettbewerbs dazu aufgerufen mit ihren Beiträgen die ausgewählten Orte der historischen Innenstadt Mühlhausens zu illuminieren und inszenieren. Gesucht wurden Lichtkunstwerke jeglicher Form – klassische, großflächige Projektionen mit Bewegtbildern, Lichtskulpturen, interaktive Beiträge, rein szenografische Ansätze, klassische Beleuchtungskunst auch mit Sound-Installationen. Mittels Fassadenprojektionen und Video-Mapping wurden die Kirchen und auch andere Objekte kunstvoll illuminiert oder zu Projektionsflächen. Dabei wurden eindrucksvoll die Geschichten des Bauernkrieges von 1525 sowie das übergreifende Thema „Freiheit“ thematisiert. Jede Fassade wurde durch individuell gestaltete Videoprojektionen zur lebendigen Erzählfläche, begleitet von Toneffekten, die die Szenen noch eindrucksvoller machten. Bei einem Spaziergang durch die abendliche Altstadt konnten die BesucherInnen in völlig neue audiovisuelle Erlebniswelten eintauchen. Die Projektionen ließen historische Figuren aufleben (insbesondere natürlich auch Thomas Müntzer), Fassaden erzählten von Auseinandersetzung und Hoffnung, von Gewalt und Vision. Dabei ging es nicht nur um Rückblick, sondern auch um den Dialog mit der Gegenwart. Was bedeuten Freiheit, soziale Gerechtigkeit und Widerstand heute? Wo wirken die Fragen und Ideen von 1525 in unsere Zeit hinein? Mit Akivitäten für Kinder und kulinarischen Genüssen entlang der Laufwege wurde das Programm abgerundet und bot Touristen und Einheimischen zwei unvergessliche Abende.

Informationen zu den Projekten an den Kirchen:

St. Marien

Jens Standke hinterfragt mit seinem Konzept „BilderSturm“ die Macht der Bilder – inspiriert von den Bilderstürmen während des Bauernkriegs.

Kornmarktkirche

Ein „Nebelmeer“ aus Licht und Schatten, gestaltet von Bernd Gengelbach, Wojtek Blecharz (Sound) und Chrida lädt zum Abtauchen in die Geschichte ein.

Divi-Blasii-Kirche

Der aus Thüringen stammende John Tettenbornverbindet gemeinsam mit Kourtney Lara Rossabstrkte Videosequenzen mit historischen Protestbewegungen und aktuellen gesellschaftlichen Themen

Allerheiligenkirche

Bernd Gengelbach (Lichtkunst), Sandro Schleier (Grafik) und Stefan Sell (Sound) inszennieren eine interaktive Projektion, die BesucherInnen in historische Szenen einbindet. Besonderheit: Auch im Inneren der Allerheiligenkirche ist mit „Follow the Dragon“ eine eindrucksvolle Kombination aus Lichtinstallation und Musik von Ewa-Maria Smigielska zu bewundern.

St. Jakobikirche (sie beherbergt die Stadtbibliothek)

Der französische Motion-Designer Eloi Fevrier erzählt mit handgezeichneten Illustrationen von der Flucht der Bauern 1525 und stellt Bezüge zu heutigen sozialen Ungleichheiten her.

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