HANNOVER. Trotz Schnee und Matsch kamen heute Abend (30. Januar) viele Gäste in die Räume des Quartierstreff in der Borgentrickstraße in Döhren. Der Schriftsteller Markus Thielemann las hier aus seinem zweiten Roman „Von Norden rollt ein Donner“. Eingeladen hatte dazu die Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld zusammen mit Quartierskoordinatorin Tatjana Hattig.
Nach der Lesung gab es starken Beifall, und natürlich musste der Autor im Anschluss eine ganze Reihe von Büchern signieren, die an einem Büchertisch an diesem Abend zum Kauf bereit lagen. Anschließend konnte Maria Hesse, Vorsitzende der Kulturinitiative, endlich dem Gast als kleines Dankeschön neben einem Blumenstrauß auch ein paar Andenken an Döhren überreichen. Damit wurde dann auch endgültig klargestellt, dass die Lesung nicht, wie Thielemann anfangs fälschlich meinte, in der Südstadt, sondern im ältesten Stadtteil der Landeshauptstadt stattfand.
Die Veranstaltung gehört zur Reihe „Hannover Pur“. „Hier sollen Bücher von hannoverschen Autoren vorgestellt werden“, beschreibt Christian Recha von der Kulturinitiative. Autor Markus Thielemann wurde zwar in Ludwigsburg geboren und wuchs in Winsen und Nienburg auf; heute lebt er aber in der hannoverschen Nordstadt.
„Von Norden rollt ein Donner“ ist der zweite Roman des 1992 geborenen Schriftstellers. Er spielt in der Südheide. Der „Donner“ im Titel bezieht sich dabei nicht auf ein Unwetter von Oben, sondern auf das Krachen von Panzermunition. Das Testgelände eines Rüstungsbetriebes liegt in der Nähe des Handlungsortes, ebenso wie ein Truppenübungsplatz der Bundeswehr. Inhaltlich geht es in dem Werk um die Rückkehr des Wolfes, die damit verbundenen Konflikte und das Leben einer Schäferfamilie. „Zwei Jahre“, so berichtet Thielemann auf eine entsprechende Nachfrage, habe er an den Roman gearbeitet. Seine in Kritiken als „Anti-Heimatroman“ bezeichnete Erzählung wurde im Juli 2024 vom NDR zum „Buch des Monats“ erklärt und landete danach auch auf der Shortlist des Deutschen Buchpreises 2024.
Gibt es ein drittes Buch von Markus Thielemann? Der Autor nickte bei der Frage. Aber mehr wollte er dann nicht verraten. Es bleibt spannend.
