Leuchtende Fontänen verwandeln den Kurpark in ein Meer aus Licht und Wasser
BAD PYRMONT.
Tausend Besucher erlebten am Samstagabend einen der Höhepunkte des Wasser-Fests 2026 in Bad Pyrmont. Die „Leuchtenden Fontänen“ verwandelten den Palmengarten im Kurpark in eine eindrucksvolle Kulisse aus Wasser, Licht und Musik und sorgten für begeisterte Reaktionen beim Publikum.
Mit Einbruch der Dunkelheit begann die rund einstündige Show, bei der meterhohe Wasserfontänen passend zu Rock-, Pop- und Filmmusik in den Nachthimmel stiegen. Farbige Lichtspiele und wechselnde Wasserbilder sorgten für eine besondere Atmosphäre und immer wieder für spontanen Applaus der Zuschauer. Familien, Einheimische und Gäste aus der Region genossen das außergewöhnliche Spektakel im ausverkauften Veranstaltungsbereich.
Hinter den Leuchtenden Fontänen steht die Freiwillige Feuerwehr Soltau, die mit Deutschlands größter transportabler Wasserorgel seit Jahrzehnten bundesweit und international auftritt. Für die Veranstaltung in Bad Pyrmont arbeiteten die Feuerwehr Soltau, die Freiwillige Feuerwehr Bad Pyrmont sowie das Technische Hilfswerk eng zusammen.
Die technische Anlage beeindruckt nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch ihre besondere Funktionsweise. Über 600 bewegliche Wasserdüsen und rund 600 farbige LED-Unterwasserscheinwerfer erzeugen die vielfältigen Wasser- und Lichtbilder. Die freischwimmende Anlage erstreckt sich über eine Fläche von etwa 25 mal 27 Metern, die Fontänen erreichen Höhen von bis zu 30 Metern. Besonders bemerkenswert: Die gesamte Show wird ohne Computersteuerung durchgeführt. Jede Wasserfigur, jede Farbänderung und jede Taktanpassung zur Musik wird von den ehrenamtlichen Helfern von Hand gesteuert. Dadurch entsteht bei jeder Aufführung ein individuelles Erlebnis.
Die Leuchtenden Fontänen gelten als eines der größten Highlights des erstmals veranstalteten Wasser-Fests in Bad Pyrmont. Die Themenwoche stellte vom 1. bis 7. Juni das Element Wasser in den Mittelpunkt und bot an zahlreichen Veranstaltungsorten ein abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt.
Mit ihrer Mischung aus technischer Präzision, ehrenamtlichem Engagement und eindrucksvoller Inszenierung hinterließen die Leuchtenden Fontänen bei den Besuchern einen bleibenden Eindruck und dürften vielen noch lange in Erinnerung bleiben.
HANNOVER. Am 1. Juni 2026 wurde die INTERSCHUTZ 2026 auf dem Messegelände in Hannover eröffnet. Die INTERSCHUTZ ist die internationale Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz. Nachfolgende Fotos geben einen kleinen Einblick in das, was die INTERSCHUTZ am 3. Messetag (03. Juni) zu bieten hatte.
Beim 41. Döhrener Abendlauf war auch Axel von der Ohe mit dabei.
HANNOVER. Der 41. Döhrener Abendlauf war wieder ein Erfolg. 427 Teilnehmer und ein Hund hatten sich angemeldet und jeweils eine Startnummer erhalten. Das Startkommando gab Döhren-Wülfels Bezirksbprgermeister Willi Lindenberg. „ … drei,zwei, eins, los!“ zählte er über ein Megaphon den Countdown herunter. Dann ging es über zehn oder sechs Kilometer durch die frühlingshafte Südliche Leineaue. Das Wetter spielte mit. Es war trocken und das Thermometer verzeichnete angenehme 20 Grad. Da herrschte dann auch eine tolle Stimmung an der Bezirkssportanlage Döhren.
Das Oberkommando hatte allerdings Dr. Peter Augath von den Hannovers Runners inne. Die Hannover Runners sind die neuen Organisatoren der Laufveranstaltung. Werner Nitze von der Spielvereinigung Döhren hatte diese Aufgabe nach 40 Jahren nun in jüngere Hände weitergegeben.
Mittendrin eine Gruppe von Läufern mit knallrotem Shirt. Hannovers Finanz- und Ordnungsdezernent und Oberbürgermeisterkandidat der SPD, Axel von der Ohe, hatte sich zusammen mit einigen Genossen ebenfalls zu dem sportlichen Ereignis als Teilnehmer angemeldet. Sein Team lief die Kurzstrecke über sechs Kilometer mit.
v.l.: Peter Augath von den Hannover Runners, Werner Nitze von der SpVg Niedersachsen-Döhren, die frühere Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck und Bezirksbürgermeister Willi Lindenberg.
v.l.: Peter Augath von den Hannover Runners, Werner Nitze von der SpVg Niedersachsen-Döhren, die frühere Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck und Bezirksbürgermeister Willi Lindenberg.
Bezirksbürgermeister Willi Lindenberg gibt das Startkommando
Bezirksbürgermeister Willi Lindenberg gibt das Startkommando
Beim 41. Döhrener Abendlauf war auch Axel von der Ohe mit dabei.
Beim 41. Döhrener Abendlauf war auch Axel von der Ohe mit dabei.
Siegerehrung der jeweils besten drei Läuferinnen und Läufer auf der 10-Kilometer-Strecke
Siegerehrung der jeweils besten drei Läuferinnen und Läufer auf der 10-Kilometer-Strecke
Bezirksbürgermeister Willi Lindenberg gibt das Startkommando
Bezirksbürgermeister Willi Lindenberg gibt das Startkommando
Ausverkaufte ZAG Arena feiert DJ BoBo und seine „Great Adventure“-Show
HANNOVER.
Schon lange bevor der erste Ton erklang, lag eine besondere Stimmung in der Luft. In der bis auf den letzten Platz gefüllten ZAG Arena blickten Tausende gespannt auf die Bühne, während auf den Videowänden Besucher bei der Kiss Cam, Dance Cam und Sing Cam für Unterhaltung sorgten. Die ersten La-Ola-Wellen rollten durch die Halle, immer mehr Handylichter gingen an – und das Publikum zeigte bereits vor Konzertbeginn, dass es an diesem Abend nicht nur zuschauen wollte.
Dass DJ BoBo den Kontakt zu seinen Fans pflegt, zeigte sich bereits vor Konzertbeginn. Im Rahmen spezieller Fan- und VIP-Angebote führte das DJ-Bobo -Team Besuchergruppen persönlich hinter die Kulissen der Produktion. Dabei erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Bühnenkonstruktion sowie die umfangreiche Licht-, Video- und Tontechnik. Angesichts der Dimensionen der Show wurde schon dabei deutlich, wie viel Planung und Arbeit hinter einer solchen Arena-Produktion steckt.
Als DJ BoBo mit „The Great Adventure“ die Bühne betrat, gab es kein vorsichtiges Herantasten. Die Arena war sofort da. Viele Zuschauer sprangen auf, klatschten mit und sangen die ersten Zeilen mit. Was folgte, war keine Aneinanderreihung von Liedern, sondern eine fast zweieinhalbstündige Show ohne Pause, bei der ständig etwas passierte.
Auffällig war, wie viel Aufwand in jedem einzelnen Song steckte. Kaum war ein Titel beendet, veränderte sich die Bühne erneut. Die riesigen Videoprojektionen schufen immer neue Kulissen, passend zur Musik und zum jeweiligen Thema. Jeder Titel bekam seine eigene Optik, seine eigene Stimmung und sein eigenes Gesicht. Wer glaubte, nach zehn oder fünfzehn Liedern würde sich etwas wiederholen, wurde schnell eines Besseren belehrt.
Dazu kamen die Tänzerinnen und Tänzer, die praktisch pausenlos im Einsatz waren. Mal standen sie gemeinsam mit DJ BoBo im Mittelpunkt, mal ergänzten sie die Projektionen und Effekte. Die Show wirkte dadurch ständig in Bewegung.
Auch Sänger Jesse Ritch war weit mehr als nur Begleitung. Als zweite Stimme übernahm er zahlreiche Gesangsparts und ergänzte DJ BoBo hervorragend. Die beiden harmonierten auf der Bühne sichtbar gut miteinander.
DJ BoBo selbst zeigte dabei einmal mehr, warum er seit Jahrzehnten zu den erfolgreichsten Live-Entertainern Europas gehört. Mit großer Routine, viel Bühnenpräsenz und einem sicheren Gespür für sein Publikum führte er durch den Abend. Mal genügte eine kurze Geste, mal wenige Worte, um die Zuschauer zum Mitsingen oder Mitklatschen zu animieren. Dabei wirkte nichts aufgesetzt oder einstudiert. Die Erfahrung aus unzähligen Konzerten war während der gesamten Show spürbar. DJ BoBo verstand es, die Stimmung immer wieder aufzunehmen, weiter anzufachen und die Verbindung zwischen Bühne und Publikum aufrechtzuerhalten. Gerade diese Fähigkeit macht ihn auch nach vielen Jahren im Showgeschäft zu einem Künstler, der seine Fans begeistert und große Hallen in Bewegung versetzen kann.
Wer sich während des Konzerts in der Arena umsah, bemerkte schnell, dass hier viele treue Fans versammelt waren. Zahlreiche Besucher hatten DJ BoBo nicht zum ersten Mal live erlebt und kannten die Songs entsprechend gut. Das machte sich bemerkbar: Bei vielen Titeln sangen Tausende Besucher vom ersten bis zum letzten Ton mit. Gerade bei den großen Hits entwickelte sich eine besondere Atmosphäre, weil die Musik nicht nur von der Bühne kam, sondern aus der gesamten Arena. Für DJ BoBo dürfte das eines der schönsten Komplimente des Abends gewesen sein. Bei „Everybody“, „There Is a Party“, „Let the Dream Come True“ oder „Chihuahua“ musste DJ BoBo teilweise kaum noch selbst singen. Die Arena übernahm das für ihn.
Immer wieder entstanden diese Momente, in denen man sich umblickte und sah, wie Menschen unterschiedlichsten Alters gemeinsam feierten. Neben langjährigen Fans standen Familien, jüngere Besucher und Gruppen, die offensichtlich schon lange auf diesen Abend hingefiebert hatten.
Für einen besonderen Hingucker sorgte „Without You“. Während des Songs bewegte sich ein Mensch in einem Spielkostüm wie eine Discokugel an der Decke der Arena und zog viele Blicke auf sich. Es war einer dieser Momente, bei denen überall Smartphones gezückt wurden.
Bemerkenswert war auch, dass die Stimmung während der gesamten Show nicht abriss. Selbst bei ruhigeren Titeln blieb das Publikum aufmerksam dabei. Sobald die nächsten bekannten Hits erklangen, war die Energie sofort wieder zurück.
Spätestens mit den letzten Songs wurde die ZAG Arena endgültig zur Partyhalle. Tausende Arme gingen nach oben, die Zuschauer sangen, klatschten und feierten bis zum Schluss. Als „Freedom“ den Abend beendete, war vielen anzumerken, dass sie gerne noch weitergemacht hätten.
DJ BoBo hat in Hannover genau das geliefert, was seine Fans erwarten: eine große Show, viele bekannte Hits und einen Abend, an dem sich die Zuschauer nicht wie Konzertbesucher fühlten, sondern wie ein Teil des Ganzen. Die Begeisterung in der ausverkauften ZAG Arena sprach dabei für sich.
HANNOVER. Jetzt lässt sich der zukünftige Tunnel unter der Willmerstraße in Döhren schon ahnen. Der erste Beton ist für die unterirdische Strecke des Südschnellweges bereits gegossen. Heute Nachmittag (4. Juni) informierten sich Bezirksbürgermeister Willi Lindenberg und weitere Mitglieder des Bezirksrats Döhren-Wülfel vor Ort auf der Großbaustelle über den Fortschritt der Arbeiten. Glück für die Bürgervertreter: Die dunklen Wolken mit ihrem heftigen Regenschauer und Donnergrollenzogen rechtzeitig ab.
Reinmar Wunderling von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLBStV) erläuterte den Ortspolitikern wie es mit dem Bauprojekt weitergeht. Ab dem 10. Juni soll es endlich wieder eine Ost-West-Querung der Hildesheimer Straße zwischen der Lagerbox und dem McDonalds-Schnellrestaurant geben. Nicht nur Fußgänger und Radfahrer, auch der Kfz-Verkehr kann dann wieder Richtung Westen fahren.
An zwei Wochenenden im Juni muss die Hildesheimer Straße für den Kraftfahrzeugverkehr vollständig gesperrt werden. Vom 12. bis zum 15. Juni und nochmals vom 19. bis zum 22. Juni können nur Fußgänger, Radfahrer und die Stadtbahn die Baustelle zwischen Norden und Süden queren.
Für Spaziergänger in der Südlichen Leineaue ergeben sich weitere Änderungen. Ab dem 16. Juni wird der Weg auf der Ostseite der Leine von der Bezirkssportanlage bis zur „Blauen Brücke“ wieder freigegeben. Dafür wird die Unterführung unter dem Südschnellweg auf der gegenüberliegenden Westseite der Leine zwischen FKK-Teich und Dreiecksteich gesperrt.
Reinmar Wunderling erzählte auch, was es mit den Betonwandstücken auf sich hatte, die bei den Sportplätzen standen. Da hatte man „Musterwände“ gegossen, um das Aussehen der Betonflächen im zukünftigen Tunnel zu beurteilen und die richtige Betonmischung zu ermitteln.
HANNOVER. Am 1. Juni 2026 wurde die INTERSCHUTZ 2026 auf dem Messegelände in Hannover eröffnet. Die INTERSCHUTZ ist die internationale Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz. Nachfolgende Fotos geben einen kleinen Einblick in das, was die INTERSCHUTZ am ersten Messetag zu bieten hatte.
Reste des alten Gebäudes: Damals wurde noch versprochen, die historische Gastwirtschaft Wichmann wieder aufzubauen. Doch jetzt ermöglicht ein neuer Bebauungsplan auch den Bau eines normalen Mehr-Parteien-Mietshauses im Rahmen einer Blockbebauung.
HANNOVER. Der Bebauungsplan zum Grundstück Hildesheimer Straße 230 mit der Nummer 1926 liegt demnächst öffentlich aus. Das hat der Verwaltungsausschuss der Stadt Hannover am 28. Mai 2026 entschieden. Mit dem neuen Plan soll auf dem Gelände der ehemaligen Gastwirtschaft Wichmann nun ein allgemeines Wohngebiet festgelegt werden.
Die Planunterlagen für die öffentliche Auslegung sind auf der Seite www.stadtplanung-beteiligung.de in der Zeit vom 11. Juni bis 10. Juli 2026 im Internet veröffentlicht und es können innerhalb der genannten Frist online Stellungnahmen abgegeben werden.
Die Stadt Hannover weist weiterhin daraufhin, dass daneben die Möglichkeit besteht, die Planunterlagen sowie der Inhalt der Bekanntmachung über das Landesportal Niedersachsenunter https://uvp.niedersachsen.de/ im Internet oder mit leicht zu erreichendem Zugang in der Eingangshalle der Bauverwaltung Hannover – Fachbereich Planen und Stadtentwicklung –, Rudolf-Hillebrecht-Platz 1, 30159 Hannover jeweils montags bis freitags von 6.30 bis 18.00 Uhr einzusehen. Auskünfte zu den Planungen werden montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr und nach elefonischer Terminvereinbarung auch zu anderen Zeiten in den genannten Diensträumen erteilt. Die Bürger haben nun die Möglichkeit, während der Dauer der Veröffentlichung dazu Stellungnahmen abzugeben.
Vor 50 Jahren wurde der renovierte Döhrener Turm eingeweiht
HANNOVER. Wer einmal den Döhrener Turm von Innen sehen und die steilen Stufen hinauf erklimmen möchte, hat am Sonnabend, den 27. Juni, dazu Gelegenheit. Zwischen 14 und 17 Uhr öffnet sich die Tür und Besucher können in Kleingruppen – mehr als 10 Personen auf einmal sind aus Sicherheitsgründen nicht zulässig – den alten Landwehrturm erkunden.
Der Verein der Freunde des Döhrener Turm wollen mit dem „Tag der offenen Tür“ ein kleines Jubiläum feiern. Denn vor 50 Jahren fiel ein Baugerüst und der Wartturm zeigte sich in neuem Glanz. Es war der 19. Juni 1976. Rund ein Jahr lang war der Döhrener Turm eingerüstet gewesen, um wieder in Schuss gebracht zu werden.
Der Döhrener Turm gehörte zum äußeren Befestigungsgürtel der Stadt Hannover. Als Teil der Landwehr wurde er im 14. Jahrhundert von den Bürgern der Stadt an der Grenze zum Dorf Döhren errichtet, um die Landstraße nach Hildesheim zu kontrollieren. Nach 1945 verfiel das historische Wahrzeichen indes zusehends. Doch 1975 zeigte eine Familie aus Waldhausen Gemeinsinn.
Die Wiedemanns renovierten auf eigene Kosten den Döhrener Turm und bekamen dafür einen kostenlosen Mietvertrag für die Turmräume. Zwar äußerten nach einem alten Bericht der damaligen Neuen Hannoverschen Presse die Döhrener Sozialdemokraten vor rund 50 Jahren harsche Kritik an dem Arrangement. Aber auch die Genossen sind inzwischen längst mit dem Projekt versöhnt. Vor einer ganzen Reihe von Jahren zeichnete sogar die damalige Bezirksbürgermeisterin Christine Ranke-Heck (SPD) die inzwischen leider verstorbene Retterin des Turmes, Christel Wiedemann, posthum mit Ehrennadel und -urkunde aus. Christine Ranke-Heck ist heute noch Mitglied bei den „Freunden des Döhrener Turms“ und kümmert sich mit um die Pflege des alten Wehrturms.
Als am 19. Juni 1976 der Döhrener Turm nach der Renovierung wieder betreten werden konnte, war dies Anlass für ein kleines Fest. Der Musikzug der Döhrener Schützen spielte auf und viele Menschen schnupperten neugierig zum ersten Mal in ihren Leben die Luft im inneren des alten Wehrturms. Und wie aus den Fotos zu ersehen ist, stand der Turm damals noch nicht auf einer Straßeninsel, sondern am Rand der Hildesheimer Straße.
D Vor 50 Jahren wurde der renovierte Döhrener Turm eingeweihtDer Spielmannszug der Döhrener Schützen Vor 50 Jahren wurde der renovierte Döhrener Turm eingeweiht
Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz
HANNOVER. Am Montag (01.06.) eröffnete Bundesinnenminister Alexander Dobrindt in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste die INTERSCHUTZ 2026, die Weltleitmesse für Feuerwehr, Rettungswesen und Bevölkerungsschutz, auf dem Messegelände in Hannover. Oberbürgermeister Belit Onay begrüßte die TeilnehmerInnen an der Eröffnungsfeier. Neben Bundesinnenminister Alexander Dobrindt stand auch Niedersachens Innenministerin Daniela Behrens auf der Rednerliste. Mit dem Durchschneiden eines roten Bandes und dem Ertönen einer Alarmsirene war das Startsignal für die offizielle Eröffnung der Messe gegeben. Im Anschluss an die Eröffnungsfeier begab sich der Bundesinnenminister begleitet von weiteren politischen Vertreterinnen und Vertretern und Ehrengästen auf einen Rundgang über die Weltleitmesse.
Bevölkerungsschutz, Rettungswesen und Sicherheit im Fokus
HANNOVER.
Vom 1. bis 6. Juni 2026 findet auf dem Messegelände Hannover die INTERSCHUTZ statt. Die weltweit bedeutende Fachmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Katastrophenschutz, Bevölkerungsschutz und Sicherheit bringt Einsatzorganisationen, Behörden, Wissenschaftseinrichtungen sowie Unternehmen aus zahlreichen Ländern zusammen. Bereits am Eröffnungstag zeigte sich die Bedeutung der Veranstaltung für die nationale und internationale Sicherheitsarchitektur. Die offizielle Eröffnung erfolgte durch den hannoverschen Oberbürgermeister Belit Onay, die niedersächsische Innenministerin Daniela Behrens sowie Bundesinnenminister Alexander Dobrindt.
Die INTERSCHUTZ gilt seit vielen Jahren als zentrale Messe für alle Bereiche der Gefahrenabwehr. Im Mittelpunkt stehen Innovationen für Feuerwehr, Rettungsdienst, Katastrophenschutz, zivile Verteidigung und technische Hilfeleistung. Nach Angaben der Veranstalter präsentiert sich die Messe 2026 größer denn je. Auf einer Ausstellungsfläche von mehr als 112.000 Quadratmetern stellen über 1.500 Unternehmen, Behörden und Organisationen aus mehr als 50 Nationen ihre Produkte, Dienstleistungen und Konzepte vor. Damit werden frühere Rekordwerte der Messe übertroffen.
Die Ausstellung umfasst moderne Einsatzfahrzeuge, Kommunikations- und Leitsysteme, Drohnentechnik, Robotik, digitale Führungsunterstützung, persönliche Schutzausrüstung, Löschtechnik sowie innovative Konzepte für die Bewältigung von Großschadenslagen. Ergänzt wird das Angebot durch Fachforen, Vorträge, Demonstrationen und praktische Vorführungen.
Eröffnung mit Fokus auf Resilienz und Krisenvorsorge
Die offizielle Eröffnungsfeier stand im Zeichen der aktuellen Herausforderungen für den Bevölkerungsschutz. Extremwetterereignisse, Hochwasserlagen, Waldbrände, hybride Bedrohungen sowie die Anforderungen an eine moderne zivile Verteidigung prägen zunehmend die Arbeit von Behörden und Hilfsorganisationen.
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt betonte die Bedeutung leistungsfähiger Strukturen für den Bevölkerungsschutz und verwies auf die geplanten Investitionen des Bundes in Ausstattung, Ausbildung und Infrastruktur. Moderne Technologien und Innovationen seien entscheidende Faktoren, um Einsatzkräfte künftig noch wirkungsvoller unterstützen zu können. Die INTERSCHUTZ sei dabei eine wichtige Plattform für den Austausch zwischen Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und den Hilfsorganisationen.
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens hob die Leistungsfähigkeit der Feuerwehren, Rettungsdienste und Hilfsorganisationen hervor. Angesichts zunehmender Krisenszenarien sei ein leistungsfähiger Bevölkerungsschutz unverzichtbar. Die INTERSCHUTZ verdeutliche eindrucksvoll die Innovationskraft und das Engagement der zahlreichen ehren- und hauptamtlichen Einsatzkräfte.
Auch Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay würdigte die Bedeutung der Messe für die Landeshauptstadt Hannover und unterstrich die internationale Strahlkraft der Veranstaltung. Hannover sei seit Jahrzehnten ein wichtiger Standort für Messen und Kongresse mit weltweiter Bedeutung.
Nach der offiziellen Eröffnung begann ein gemeinsamer Messerundgang von Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und Innenministerin Daniela Behrens. Ziel war es, sich vor Ort über aktuelle Entwicklungen, neue Technologien und die Arbeit der verschiedenen Organisationen zu informieren. Der Rundgang führte durch mehrere Hallen des Messegeländes und umfasste zahlreiche Stationen bei Behörden, Hilfsorganisationen und Unternehmen.
Bereits zu Beginn stand das Technische Hilfswerk im Mittelpunkt.
Beim Stand des Technisches Hilfswerk informierten sich die Minister über moderne Einsatzmöglichkeiten der Bundesanstalt. Präsentiert wurden unter anderem technische Rettungssysteme, Spezialfahrzeuge, mobile Infrastrukturkomponenten sowie Konzepte für die Bewältigung großflächiger Schadenslagen.
Das THW spielt insbesondere bei Hochwasserereignissen, Sturmschäden, Infrastruktur-Ausfällen und internationalen Hilfseinsätzen eine wichtige Rolle. Moderne Technik und die Zusammenarbeit mit anderen Einsatzorganisationen standen im Mittelpunkt der Gespräche.
DLRG präsentiert Wasserrettung und Hochwassereinsatz
Anschließend führte der Rundgang zur Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft. Dort standen die Themen Wasserrettung, Hochwasserschutz und Katastrophenhilfe im Fokus.
Die DLRG präsentierte moderne Rettungsboote, Einsatzfahrzeuge und Ausrüstung für die Wasserrettung. Darüber hinaus wurden Konzepte vorgestellt, die bei Hochwasserlagen und großflächigen Überschwemmungen zum Einsatz kommen können. Die zunehmende Häufigkeit extremer Wetterereignisse macht diesen Bereich des Bevölkerungsschutzes immer wichtiger.
Eine weitere Station war das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe. Hier informierten sich die Besucher über aktuelle Projekte zur Krisenvorsorge und Selbsthilfe.
Im Mittelpunkt standen Warnsysteme, Krisenkommunikation, Notfallvorsorge sowie Strategien zur Stärkung der Resilienz von Kommunen und Bürgern. Das BBK präsentierte verschiedene Maßnahmen, mit denen die Bevölkerung besser auf außergewöhnliche Ereignisse vorbereitet werden kann.
Deutsches Rotes Kreuz zeigt moderne Rettungskonzepte
Große Aufmerksamkeit erhielt auch der Besuch beim Deutsches Rotes Kreuz. Das DRK stellte moderne Konzepte für den Rettungsdienst, den Sanitätsdienst und den Katastrophenschutz vor.
Gezeigt wurden unter anderem mobile Behandlungseinheiten, medizinische Versorgungssysteme für Großschadenslagen sowie digitale Lösungen zur Einsatzkoordination. Darüber hinaus standen die Themen Ehrenamt und Nachwuchsgewinnung im Mittelpunkt der Präsentationen.
Die Vertreter des DRK erläuterten die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Rettungsdiensten, Feuerwehren und Katastrophenschutzorganisationen. Gerade bei Großschadenslagen seien abgestimmte Strukturen unverzichtbar.
Nach dem Wechsel in Halle 26 besuchten Alexander Dobrindt und Daniela Behrens die Johanniter-Unfall-Hilfe.
Die Johanniter präsentierten ihre vielfältigen Aufgabenfelder vom Rettungsdienst über Sanitätsdienste bis hin zum Bevölkerungsschutz. Besondere Aufmerksamkeit galt modernen Ausbildungskonzepten und technischen Lösungen zur Einsatzunterstützung.
Gezeigt wurden innovative Fahrzeuge, digitale Einsatzführungssysteme und neue Möglichkeiten der medizinischen Versorgung bei Großveranstaltungen und Katastrophenlagen.
Arbeiter-Samariter-Bund mit innovativen Einsatzkonzepten
Eine weitere Station war der Stand des Arbeiter-Samariter-Bund.
Der ASB stellte neue Konzepte für den Katastrophenschutz und den Rettungsdienst vor. Neben Fahrzeugen und Ausrüstung wurden auch digitale Lösungen präsentiert, die die Koordination größerer Einsatzlagen erleichtern sollen.
Vertreter des Verbandes erläuterten den Gästen aktuelle Herausforderungen bei der Ausbildung von Einsatzkräften und bei der Sicherstellung einer flächendeckenden Versorgung.
Ebenfalls Teil des Rundgangs war der Besuch beim Malteser Hilfsdienst.
Die Malteser zeigten aktuelle Entwicklungen im Bereich Rettungsdienst, Katastrophenschutz und Sanitätsversorgung. Besondere Bedeutung kommt dabei der Zusammenarbeit mit anderen Hilfsorganisationen und Behörden zu.
Nach dem Ende des offiziellen Besuchs von Bundesinnenminister Dobrindt setzte Daniela Behrens ihren Rundgang auf dem Messegelände fort. Weitere Stationen waren führende Hersteller von Feuerwehrtechnik und Organisationen des Brandschutzwesens.
Besucht wurden unter anderem die österreichische Firma Rosenbauer International, der Deutscher Feuerwehrverband sowie die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes.
Hier standen neue Löschfahrzeuge, Einsatzkonzepte, Digitalisierung und die Weiterentwicklung von Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten für Feuerwehren im Mittelpunkt.
Zu den stark beachteten Ausstellern gehörte auch BMW. Das Unternehmen zeigte verschiedene Spezialfahrzeuge und Mobilitätslösungen für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.
Die präsentierten Fahrzeuge sind für den Einsatz bei Polizei, Rettungsdiensten und anderen Behörden konzipiert. Im Mittelpunkt standen moderne Antriebstechnologien, digitale Assistenzsysteme sowie Konzepte für den sicheren und effizienten Einsatzbetrieb.
Die Integration neuer Antriebstechnologien gewinnt auch im Bereich der Gefahrenabwehr zunehmend an Bedeutung. Gleichzeitig müssen Einsatzfahrzeuge höchsten Anforderungen hinsichtlich Zuverlässigkeit, Leistungsfähigkeit und Verfügbarkeit gerecht werden.
Niedersachsen präsentiert Hochwasser- und Starkregenvorsorge
Einen besonderen Schwerpunkt setzt das Land Niedersachsen auf die Themen Hochwasser- und Starkregenschutz. Gemeinsam mit dem Landesfeuerwehrverband Niedersachsen und der Feuerwehr-Unfallkasse präsentiert sich das Land auf einem umfangreichen Gemeinschaftsstand.
Besucher erhalten dort Informationen über Gefahren durch Hochwasserereignisse sowie Möglichkeiten der Eigenvorsorge. Praktische Demonstrationen zeigen die Auswirkungen von Kellerüberflutungen und verdeutlichen, welche Maßnahmen im Ernstfall ergriffen werden können.
Darüber hinaus werden moderne Ausbildungsformen vorgestellt. Dazu gehören virtuelle Trainingssysteme und VR-Anwendungen, mit denen Einsatzkräfte realitätsnahe Szenarien üben können.
Ein zentrales Thema der INTERSCHUTZ 2026 ist die Digitalisierung.
Viele Aussteller präsentieren Lösungen zur digitalen Einsatzführung, Lagebilderstellung und Kommunikation. Moderne Software unterstützt Einsatzleitungen dabei, Informationen schneller auszuwerten und Entscheidungen fundierter zu treffen.
Auch Drohnen, autonome Systeme und künstliche Intelligenz spielen auf der Messe eine wichtige Rolle. Diese Technologien können künftig helfen, Einsatzlagen schneller zu erkennen und Ressourcen effizienter einzusetzen.
Gleichzeitig wird deutlich, dass technische Innovationen die Einsatzkräfte nicht ersetzen, sondern ihre Arbeit unterstützen sollen. Der Mensch bleibt weiterhin das zentrale Element erfolgreicher Gefahrenabwehr.
Die INTERSCHUTZ 2026 zeigt eindrucksvoll, wie eng die internationale Zusammenarbeit im Bevölkerungsschutz mittlerweile geworden ist. Zahlreiche Aussteller und Delegationen aus dem Ausland nutzen die Messe für den fachlichen Austausch.
Internationale Zusammenarbeit gewinnt an Bedeutung
Naturkatastrophen, Waldbrände oder großflächige Stromausfälle machen nicht an Landesgrenzen halt. Daher gewinnt die grenzüberschreitende Kooperation zwischen Feuerwehren, Rettungsdiensten und Katastrophenschutzbehörden zunehmend an Bedeutung.
Die Messe bietet hierfür eine wichtige Plattform, um Erfahrungen auszutauschen und gemeinsame Lösungen zu entwickeln.
Mit ihrer Eröffnung hat die INTERSCHUTZ 2026 erneut ihre Bedeutung als weltweit führende Fachmesse für Feuerwehr, Rettungswesen, Katastrophenschutz und Sicherheit unter Beweis gestellt. Der gemeinsame Auftritt von Belit Onay, Daniela Behrens und Alexander Dobrindt unterstrich die hohe politische Bedeutung des Bevölkerungsschutzes in Deutschland. Der anschließende Rundgang führte zu zahlreichen Organisationen und Unternehmen, darunter THW, DLRG, Deutsches Rotes Kreuz, Johanniter, ASB, Malteser, BMW sowie weitere Aussteller aus dem Bereich der Gefahrenabwehr und Sicherheit. Dabei wurden moderne Technologien, innovative Einsatzkonzepte und aktuelle Herausforderungen des Bevölkerungsschutzes sichtbar.
Die Messe verdeutlicht, dass die Sicherheit der Bevölkerung nur durch das Zusammenwirken von Staat, Hilfsorganisationen, Wissenschaft und Wirtschaft gewährleistet werden kann. Die INTERSCHUTZ 2026 bietet dafür eine einzigartige Plattform und setzt wichtige Impulse für die Zukunft von Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz.