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Sonntag, Oktober 25, 2026

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Zum „Tag der Bibliotheken“ gab es einen Blick hinter die Kulissen

Bibliotheksdirektor Tom Becker führte durch den denkmalgeshcützten Magazinturm der Stadtbibliothek
Bibliotheksdirektor Tom Becker führte durch den denkmalgeshcützten Magazinturm der Stadtbibliothek

HANNOVER. Bundesweit wurde heute (24. Oktober) der „Tag der Bibliotheken“ gefeiert. Auch die Stadtbibliothek Hannover machte mit. Zum Auftakt lud Bibliotheksdirektor Prof. Dr. Tom Becker zu einem Rundgang durch den Bibliotheksturm an der Hildesheimer Straße. Das heute denkmalgeschützte Hochhaus für Bücher entstand in den Jahren zwischen 1929 und 1931. Weil das Grundstück – ein ehemaliger Soldatenfriedhof – nur relativ klein war, musste in die Höhe gebaut werden.

Der Herr der hannoverschen Bücher führte persönlich interessierte Leser durch die Zentralbibliothek und ließ einmal die Leser hinter die Kulissen blicken. Von der automatischen Sortieranlage für zurückgegebene Bücher bis hinauf in die Magazine in den obersten Stockwerken des Bibliotheksturms mit einem tollen Ausblick über die Dächer der Landeshauptstadt.

Daneben gab es eine Ausstellung zu Kinderrechten zu erkunden, in einer Fragerunde konnten alles Wissenswerte über die Bibliothek erfahren werden, ein Repair-Café öffnete und es gab ein Bilderbuchkino für den Nachwuchs. Die hannoversche Brass-Band Brazzo Brazzone gestaltete dann den musikalischen Abschluss.

Nachdem Ende Oktober noch einmal ordentlich gefeiert wurde, müssen sich die Nutzer im November auf einen eingeschränkte n Betrieb einstellen. Tom Becker: „Wir bekommen ein neues elektronisches Bibliothekssystem.“ Daher sind vom 31. Oktober bis zum 30. November keine Ausleihen, Rückgaben, Verlängerungen oder Neuanmeldungen möglich. Bereits ausgeliehene Medien werden automatisch bis in den Dezember verlängert.

Mehr Informationen zur Systemumstellung und den Öffnungszeiten im November gibt es auf der Website der Stadtbibliothek Hannover.

Heute vor zehn Jahren starb Manfred Krug

Grabsteine von Ottilie und Manfred Krug mit Autogrammen auf dem Südwestkirchhof der Berliner Stadtsynode in Stahnsdorf (Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark)
Grabsteine von Ottilie und Manfred Krug mit Autogrammen auf dem Südwestkirchhof der Berliner Stadtsynode in Stahnsdorf (Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark) - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Schauspieler, Sänger und Schriftsteller – ein Star in Ost und West



STAHNSDORF. Manfred Krug wurde am 8. Februar 1937, an einem Rosenmontag, in Duisburg als erstes Kind der Eheleute Rudolf und Alma Krug geboren. Krugs Vater zog 1949 nach seiner Scheidung mit dem Sohn von Duisburg in die gerade gegründete DDR nach Leipzig. Manfred Krug absolvierte eine Lehre zum Stahlschmelzer im Stahl- und Walzwerk in Brandenburg an der Havel. Ein Spritzer flüssigen Stahls hinterließ eine markante Narbe auf seiner Stirn. Während dieser Zeit machte er an der Abendschule das Abitur. Danach begann er ein Studium an der Staatlichen Schauspielschule Berlin, das er jedoch abbrechen musste. Im Jahr 1955 wurde er für 250 Mark Monatsgage als Eleve beim Berliner Ensemble engagiert, bei dem er bis 1957 blieb. Ab 1957 trat Krug im Kino und Fernsehen der DDR in Rollen von Halbstarken und Ganoven auf. In dem DEFA-Märchenfilm König Drosselbart (1965) war er in der Titelrolle zu sehen. Zu seiner Bekanntheit trug insbesondere auch seine Rolle als draufgängerischer Brigadeleiter im Film “Spur der Steine” bei. Der Film wurde im Jahr 1966 nach nur drei Tagen aus den Kinos genommen und in der DDR verboten. Er durfte in der DDR erst während der Wendezeit 1989 wieder gezeigt werden. In der DDR war Krug auch als Jazz-Sänger populär. Ende 1976 hatte Krug das Protestschreiben gegen die Ausbürgerung von Wolf Biermann unterzeichnet. Infolgedessen bekam er keine Rollenangebote mehr, was einem Berufsverbot gleichkam. Das Ministerium für Staatssicherheit eröffnete Anfang Dezember 1976 einen sogenannten Operativ-Vorgang gegen Krug. Am 19. April 1977 stellte dieser einen Ausreiseantrag, der schließlich genehmigt wurde und er Ost-Berlin am 20. Juni 1977 verlassen konnte. In seinem privaten Umfeld wurde er bis zur Ausreise und auch noch in West-Berlin von der Staatssicherheit beschattet.

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Grabsteine von Ottilie und Manfred Krug mit Autogrammen – Manfred Krug war ab 1963 mit Ottilie Krug
verheiratet – © Foto: Lothar Schulz 2026
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Grabstein von Manfred Krug mit Autogramm – © Foto: Lothar Schulz 2026


Krug wohnte nach seiner Ausreise im Westteil der Stadt in Berlin-Schöneberg. In der Bundesrepublik setzte er seine Karriere nahtlos fort. In einer seiner ersten Rollen war er von 1977 bis 1992 als Fernfahrer Franz Meersdonk in der ARD-Serie “Auf Achse” zu sehen. Große Popularität erlangte Krug in der Rolle des eigenwilligen Rechtsanwalts Robert Liebling in der Fernsehserie Liebling Kreuzberg. Beliebt war er auch als Kommissar Paul Stoever an der Seite von Charles Brauer als Peter Brockmöller im Tatort des NDR. Diesen verkörperte er von 1984 bis 2001 41-mal, womit Krug zeitweise der „dienstälteste“ Tatortkommissar war und 2008 in einer Umfrage zusammen mit Brauer zum zweitbeliebtesten nach Götz George gewählt wurde. In späteren Tatort-Folgen wurde es zum Ritual, dass Stoever und Brockmöller eine Gesangseinlage darboten. Nach seinem letzten Tatort im Jahr 2001 zog Krug sich aus dem Film- und Fernsehgeschäft zurück. Manfred Krug war auch als Schriftsteller tätig. Seine Biografien Abgehauen (1996) und Mein schönes Leben (2005) wurden zu Bestsellern. Krug lebte zuletzt in Berlin-Charlottenburg.

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Mauer am Eingang zum Südwestkirchhof der Berliner Stadtsynode in Stahnsdorf (Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark) – © Foto: Lothar Schulz 2026

Am 21. Oktober 2016 starb Manfred Krug im Alter von 79 Jahren im Kreise seiner Familie an einer Lungenentzündung. Beigesetzt wurde er am 3. November auf dem Südwestkirchhof der Berliner Stadtsynode in Stahnsdorf (Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark).

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Grabstein von Manfred Krug mit Autogramm – © Foto: Lothar Schulz 2026






Murals in Oldenburg

Gigantisches Mural von Okuda San Miguel. Es entstand im Jahr 2020 im Rahmen des 27. Internationalen Filmfestes Oldenburg
Gigantisches Mural von Okuda San Miguel. Es entstand im Jahr 2020 im Rahmen des 27. Internationalen Filmfestes Oldenburg - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Wandbilder bringen Farbe in die Stadt

OLDENBURG. Alles begann in den sechziger Jahren, weit weg von Oldenburg, in Philadelphia und New York als die ersten StraßenkünstlerInnen ihre Namen an Hauswände, Brücken, Stromkästen oder Züge sprayten. Zunächst waren es vorwiegend nur Tags, also Namenschriftzüge der jeweiligen SprayerInnen, daraus entwickelten sich mehr oder weniger aufwendige und künstlerische Graffiti bis hin zu großformatigen szenische Darstellungen an Wänden, Hausfassaden und Mauern (Murals). Streetart-Elemente wie Graffiti und Murals sind heutzutage in vielen Städten zu finden: so auch in Oldenburg.

Der Heimatbund Niedersachsen ehrte Horst Dralle mit dem Borgentrickstein

Horst Dralle verlegt symbolisch
Horst Dralle verlegt symbolisch "seinen" Borgentrickstein am Döhrener Turm

HANNOVER. Fast ein Jahr ist vergangenen. Erst heute (18. Oktober) wurde der Borgentrickstein für Horst Dralle am Döhrener Turm zumindest symbolisch verlegt. Bereits am 24. November vergangenen Jahres hatte der engagierter Heimatforscher und Aktivisten aus Hannover-Limmer diese Auszeichnung im Neuen Rathaus vom hannoverschen Bürgermeister Thomas Hermann, und Heinz-Siegfried Strelow, Präsident Heimatbund Niedersachsen, verliehen bekommen.Horst Dralle ist Gründungsmitglied und Vorsitzender des Arbeitskreises „Ein Mahnmal für das Frauen-KZ in Limmer“. Er leistete umfangreiche Archivrecherchen über das Schicksal der Häftlinge und knüpfte zudem enge Kontakte zu deren Angehörigen.

Der neue Stein – es ist mittlerweile bereits Stein Nummer 17 – blieb nicht lange am Döhrener Turm. Nachdem mit einem Gläschen alkoholfreien Sekt auf das Ereignis angestoßen wurde, packte der Heimatbund die tönerne Ehrenurkunde wieder ein. Mitarbeiter der Stadt Hannover werden aber in den nächsten Tagen den Borgentrickstein dauerhaft neben einem alten Grenzstein der Stadt Hannover im Erdboden verankern

Mit dem Borgentrickstein zeichnen der Heimatbund Niedersachsen und die Landeshauptstadt jedes Jahr eine Person aus, die sich besondere Verdienste um die Geschichte, die Tradition und der Erinnerungskultur Hannovers erworben hat. Benannt ist der Preis nach Cord Borgentrick, einem Bürger Hannovers, der am 24. November1490 durch Zivilcourage einen Angriff des Herzogs von Braunschweig auf Hannover vereitelte,

Der diesjährige Preisträger des Borgentricksteins steht bereits fest. Am Borgentricktag – den 24. November – wird im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Neuen Rathaus dann Prof. Dr. Hans-Georg Aschoff mit dem 18. Stein ausgezeichnet.

Doris Schröder-Köpf gibt ihr Landtagsmandat auf

Doris Schröder-Köpf vertrat die Bürger im Süden Hannovers im Landtag
Doris Schröder-Köpf vertrat die Bürger im Süden Hannovers im Landtag

HANNOVER. Die SPD-Landtagsabgeordnete Doris Schröder-Köpf – unter anderem liegt der Stadtbezirk Döhren-Wülfel in ihrem Wahlkreis – gibt rund ein Jahr vor der nächsten Landtagswahl ihr Abgeordnetenmandat auf. Das berichtete jetzt der „Rundblick“ in seiner Ausgabe vom 14. Oktober und wird auch in einer Pressemitteilung der Landtagsfraktion bestätigt.

Gründe, weshalb die 63jährige Politikerin die Landespolitik verlässt, wurden nicht genannt.

Schröder-Köpf ist nicht die einzige, die aus dem Parlament ausscheidet. Nach einer Pressemitteilung der SPD-Landtagsfraktion verzichten daneben auch die Abgeordneten René Kopka, Brian Baatzsch und Oliver Lottke auf ihre Mandate. Die SPD-Landtagsfraktion dankt in der Mitteilung den vier Abgeordneten für ihre parlamentarische Arbeit.

Für die drei anderen Politiker liegt das Ausscheiden aus dem Landtag in ihrem Wahlerfolg bei der vergangenen Kommunalwahl begründet. Kopka, Baatzsch und Lottke übernehmen künftig als gewählte Bürgermeister Verantwortung in Einbeck, Springe und Loxstedt.

Kellerbrand in Mehrfamilienhaus im Stadtteil List

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Bei einem Kellerbrand in einem Mehrfamilienhaus in der Steinmetzstraße im Stadtteil List wurden vier Personen verletzt - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Vier Personen wurden verletzt


HANNOVER. Am Sonntagnachmittag (11.10.) kurz vor 15:00 Uhr alarmierte die Regionsleitstelle Hannover die Feuerwehr mit dem Stichwort „b2 – Kellerbrand“ und entsandte zwei Löschzüge zur Einsatzstelle in die Steinmetzstraße im Stadtteil List. Bei Eintreffen der ersten Einsatzkräfte hatten einige Bewohner das Mehrfamilienhaus bereits verlassen. Weitere Personen mussten durch die Einsatzkräfte gerettet werden, weil der Treppenraum und somit der Weg nach draußen verqualmt war. Eine Person und zwei Katzen wurden mittels einer Drehleiter aus dem dritten Obergeschoss gerettet. Von den Einsatzkräften wurde eine Rauchentwicklung im Kellerbereich des Gebäudes festgestellt. Zur Brandbekämpfung setzte die Feuerwehr insgesamt drei Trupps unter Atemschutz ein. Durch den schnellen und gezielten Löscheinsatz konnte das Feuer zügig gelöscht und eine Brandausbreitung verhindert werden. Anschließend wurden der Keller und der Treppenraum umfassend belüftet. Insgesamt mussten 14 Personen durch den Rettungsdienst untersucht werden. Vier davon wurden in Krankenhäuser transportiert. Aufgrund der hohen Anzahl an Betroffenen hatte man den Massenanfall von Verletzen (MANV) ausgerufen und somit eine Vielzahl von Rettungsdienstkräften zur Einsatzstelle entsandt. Nach Abschluss der Brandbekämpfung und der Entrauchungsmaßnahmen konnten die nicht verletzten Bewohner nach etwa zwei Stunden in ihre Wohnungen zurückkehren. Das Gebäude bleibt jedoch vorerst vom Gas- und Stromnetz getrennt. Zur Brandursache und zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Feuerwehr keine Angaben machen. Nach Abschluss der Maßmnahmen der Feuerwehr wurde die Einsatzstelle von der Feuerwehr an die Polizei zu weiteren Ermittlungen übergeben. Die Feuerwehr war mit 18 Fahrzeugen und rund 40 Einsatzkräften vor Ort. Beteiligt waren auch Kräfte der Ortsfeuerwehren (Freiwillige Feuerwehren) Buchholz und Vinnhorst. Der Einsatz in der Steinmetzstraße dauerte etwa 2 Stunden.



25 Jahre Förderverein Feuerwehr Aschendorf

Der Feuerwehrförderverein der Ortsfeuerwehr Aschendorf feierte 25. jähriges Jubiläum mit Feuerwehr-Oldtimertreffen
Der Feuerwehrförderverein der Ortsfeuerwehr Aschendorf feierte 25. jähriges Jubiläum mit Feuerwehr-Oldtimertreffen - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Feuerwehr-Oldtimertreffen zum Jubiläum


ASCHENDORF. Aschendorf ist ein Stadtteil der emsländischen Stadt Papenburg und einer der ältesten Orte Niedersachsens. In dem etwa 32 km² großen und an der Ems gelegenen Ortschaft leben über 8000 Einwohner. Die Ortsfeuerwehr Aschendorf ist eine Stützpunktfeuerwehr in der Stadt Papenburg. Zum Einsatzgebiet gehört der Stadteil Aschendorf. Anlässlich des 25. jährigen Jubiläums des Feuerwehrfördervereins der Ortsfeuerwehr Aschendorf wurde am vergangenen Wochenende(03/04.10.) ein Oldtimertreffen veranstaltet. Zahlreiche Feuerwehr-Oldtimer aus dem Norddeutschen Raum sowie den Niederlanden hatten sich dazu auf einem Parkplatz in dem Papenburger Stadtteil Aschendorf eingefunden. Aber auch modernere Einsatzfahrzeuge wurden gezeigt, darunter auch Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks (THW) und der Malteser.




Bei einem „Foto Festival“ durften Hobbyfotografen Studioaufnahmen shooten

Einblicke in die professionelle Porträt-Studio-Fotografie gab es bei einem Fotofestival in Hannover
Einblicke in die professionelle Porträt-Studio-Fotografie gab es bei einem Fotofestival in Hannover

HANNOVER. Am vergangenen Freitag und heute (10. Oktober) lockte ein „Foto Festival“ Fotografiebegeisterte in die City von Hannover. Das Festival war eigentlich eine Hausmesse von Kamera Express. Viele ältere Hannoveraner kennen das Fotofachgeschäft nahe dem Aegidientorplatz wahrscheinlich noch unter den alten Namen „Foto Haas“. Inzwischen gehört der Laden einen niederländischen Unternehmen und das lud nun dazu ein, sich hier vor Ort einmal über Kameratechnik und aktuelles Zubehör zu informieren.

Doch nicht nur etwaige Neuigkeiten auf dem Fotomarkt waren ein Grund vorbeizuschauen. Der kostenlose Kameracheck mit Sensorreinigung erfreute sich besondere Beliebtheit. Daneben wurden kleine Mini-Worksshops – sogenannte Fotowalks – angeboten. Neben Fotospaziergängen durch Hannover konnten Hobbyfotografen hinten im kleinen Studio des Geschäftes erfahren, wie man Porträts gekonnt ausleuchtet und dank eines hübschen Modells auch gleich selbst einmal das Gelernte mit der eigenen Kamera ausprobieren. Vielen Dank an die junge Dame (zu finden bei Instagram unter @celidania.cac ) an dieser Stelle für die Erlaubnis zum Veröffentlichen der Aufnahmen.

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Beim Foto Festival von Kamera Express konnten Hobbyfotofrafen einmal wie ein Profi shooten.

Aus dem Bezirksrat Döhren-Wülfel: Das neue Freizeitheim Döhren soll an der Peiner Straße entstehen

Bezirksbürgermeister Wilhelm Lindenberg verabschiedete seine Stellvertreterin Gabriele Jakob
Bezirksbürgermeister Wilhelm Lindenberg verabschiedete seine Stellvertreterin Gabriele Jakob

HANNOVER. Das letzte Bezirksratstreffen in der alten Besetzung. Gestern Abend (8. Oktober) kamen die Ortspolitiker zur 41. Sitzung der nun zu Ende gehenden Wahlperiode im Freizeitheim Döhren zusammen. Bevor die nicht wieder gewählten Mitglieder von Bezirksbürgermeister Wilhelm Lindenberg mit einem Blumenstrauß verabschiedet wurden (darunter auch Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob, die ebenfalls nicht erneut kandidierte), gab es noch eine wie gewohnt umfangreiche Tagesordnung abzuarbeiten. Im Mittelpunkt des Abends: Informationen zum geplanten Neubau des Freizeitheims Döhren.

Prof. Dr. Tanja Remke von einem in Barsinghausen ansässigen Architekturbüro und Julia Büchle vom Fachbereich Gebäudemanagement der Stadt Hannover stellten den aktuellen Stand der Planung vor. Das neue Freizeitheim soll an der Peiner Straße auf dem Gelände des Jugendzentrums und der Stadtbücherei entstehen und neben den Angeboten des Freizeitheims auch das Bürgeramt, die Stadtbücherei und das Jugendzentrum integrieren. Um den Raumbedarf zu decken, muss ein mehrstöckiges Gebäude errichtet werden. Das städtische Grundstück ist 2.600 qm groß, der ermittelte Raumbedarf beläuft sich jedoch auf etwa 5.600 qm.

Einen Bebauungsplan dafür gibt es aber derzeit nicht. Bislang ist das Projekt noch in der „Szenenentwicklung“, wie Architektin Prof. Dr. Remke ausführte. Mit allen zukünftigen Nutzergruppen sei aber schon gesprochen worden, nun sollen für die Raumplanung bis 2028 „Vorzugsszenarien“ erarbeitet werden.

Für das bisherige Freizeitheim ist derzeit ein Raumbedarf wie schon jetzt an der Wollebahn vorhanden vorgesehen. Einzelvertreter Jens Schade, wies darauf hin, dass das Freizeitheim bereits seit langem eigentlich mehr Platz bräuchte und auch die Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld eigene Räumlichkeiten benötige. Schade: „Die Kulturinitiative trägt in großen Umfang die Stadtteilkulturarbeit in Döhren-Wülfel.“ Auch auf seine Frage, wo während der Bauzeit des neuen Freizeitheims dann die Bücherei, das Bürgeramt und das Jugendzentrum untergebracht werden, blieb die Verwaltung (noch) eine Antwort schuldig. Soweit seien die Pläne noch nicht gediehen. Versprochen wurde jedoch, den Bezirksrat in Zukunft stärker einzubeziehen.

Daneben auf der Tagesordnung: „Der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel begrüßt ausdrücklich die Pläne des Vereins Radrennbahn zur Revitalisierung und zukünftigen sportlichen sowie multifunktionalen Nutzung der ehemaligen Radrennbahn in Wülfel.“ Formal einstimmig wurde dies so an diesem Abend beschlossen. Allerdings nur mit den Stimmen der CDU-Fraktion und Einzelvertreter Schade. Die Landeshauptstadt Hannover wird in dem Antrag, der gemeinsam von der CDU und dem Einzelvertreter eingebracht worden war, aufgefordert, die derzeit laufenden Gespräche mit dem Verein konsequent, ergebnisorientiert und mit dem klaren Ziel eines zeitnahen Abschlusses zu führen.. „Wir erwarten, dass die Landeshauptstadt dabei sicherstellt, dass die laufenden Verhandlungen nicht erneut durch einen politischen Kurswechsel oder konkurrierende Nutzungsüberlegungen verzögert oder gefährdet werden“, heißt es darin weiter.

„Schon einmal hat der Oberbürgermeister die Gespräche mit den Sportverbänden abgesprochen, um dort ein Aufnahmelager für Asylbewerber einzurichten. Diese Pläne sind krachend gescheitert. So etwas darf nicht noch einmal passieren“, wurde argumentiert. Trotzdem vermochten weder SPD noch Grüne dem Antrag zuzustimmen. Sie enthielten sich aus nicht ganz nachvollziehbaren Gründen. Für die Grünen waren die Informationen aus der Rathaus zu spärlich, für die Sozialdemokraten reichte das Info-Rundschreiben zum Sachstand der Gespräche indes völlig aus, so dass man nun nichts weiter unterstützen müsse.

Probleme mit den Bewohner einer Asylunterkunft? In der Einwohnerfragestunde überreichte ein Mittelfelder eine Unterschriftenliste von Nachbarn aus der Straße Am Mittelfeld. Der Bezirksrat sei ihre letzte Hoffnung, sagte er. Schon seit Jahren gäbe es immer wieder Probleme mit Bewohnern der Asylunterkunft in einem ehemaligen Hotel. „Wir können unsere Frauen und Kinder abends allein nicht mehr auf die Straße schicken“, sagte er. Immer wieder komme es zu Sachbeschädigungen, Bedrohungen und Belästigung von Frauen durch Bewohner der Unterkunft. Man habe immer wieder die Polizei gerufen und auch an den Ordnungsdezernenten der Stadt geschrieben. Besser sei es bislang nicht geworden.

Für die Ortspolitiker waren das bislang unbekannte Informationen. Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabi Jakob erbat mehr Einzelheiten dazu von der Polizei. Eine Bezirksratsfrau der Grünen wies darauf hin, dass viele Flüchtlinge ja traumatisiert seien und meinte, Sozialarbeiter könnten helfen. Wie es weitergeht blieb vorerst offen. Bezirksbürgermeister Wilhelm Lindenberg will das Thema aber auf jeden Fall in der nächsten Sitzung des Kommunalen Präventionsrates ansprechen.

Eine Reihe von Bürger haben beklagt, dass einige Sitzbänke auf dem Fiedelerplatz fehlen. „Voraussichtlich im Frühjahr 2027 stehen die Bänke wieder zur Verfügung“, gab die Stadtverwaltung auf eine entsprechende Anfrage der SPD-Fraktion bekannt. Die Bänke seien eingezogen worden, weil sie mehrfach aufgrund von Vandalismus aus der Verankerung im Boden gerissen wurden.

Historisches Altes Jagdhaus an der Seelhorst: Die Baugenehmigung und die Umwandlung zu einem Wohnhaus diene dem Erhalt des Baudenkmals, wurde auf eine andere Anfrage der Gruppe Linke/PDF geantwortet. Der Bezirksrat habe darüber nicht informiert werden müssen. „Nach dem Anhang 1 zur Hauptsatzung der LHH handelt es sich bei Baugenehmigungsverfahren um ein Geschäft der laufenden Verwaltung“, heißt es aus dem Rathaus.

Einstimmig forderte der Bezirksrat auf Antrag der CDU daneben die Verwaltung auf, „den einstimmigen Beschluss des Bezirksrates unverzüglich umzusetzen und an der Bushaltestelle Am Mittelfelde die bereits im Jahr 2021 von der Verwaltung zugesagten Schutzhäuser zu errichten. Die Verwaltung wird aufgefordert, dem Bezirksrat einen konkreten Zeitplan für die Umsetzung vorzulegen.“

Zwei neue Intensivtransportwagen für die Feuerwehr Hannover

Symbolische Schlüsselübergabe v.l n.r Direktor der Feuerwehr Hannover Christoph Bahlmann, Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe und Prof. Dr. André Gottschalk von Diakovere
Symbolische Schlüsselübergabe v.l n.r Direktor der Feuerwehr Hannover Christoph Bahlmann, Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe und Prof. Dr. André Gottschalk von Diakovere - © Foto: Lothar Schulz 2026

Modernste Technik für hochspezialisierte Intensivverlegungen


HANNOVER. Die Feuerwehr Hannover hat zwei neue Intensivtransportwagen auf der Feuer- und Rettungswache 5 in Dienst gestellt. Die baugleichen Fahrzeuge ersetzen die bisher eingesetzten Intensivtransportfahrzeuge und stärken die überregionale Versorgung von intensivmedizinisch betreuungspflichtigen Personen in Niedersachsen. Die Kosten für ein Fahrzeug belaufen sich, ohne die medizinische Ausstattung, die zu großen Teilen aus den Bestandsfahrzeugen übernommen werden kann, auf rund 450.000 Euro. Intensivtransporte dienen der Verlegung schwerstkranker oder verletzter Menschenzwischen spezialisierten Kliniken. Dabei muss die intensivmedizinische Versorgung während des gesamten Transportes auf dem Niveau einer Intensivstation sichergestellt werden. In Niedersachsen erfolgt dies entweder bodengebunden mit Intensivtransportwagen oder luftgebunden mit Intensivtransport- beziehungsweise Rettungshubschraubern. Die zentrale Koordinierung der Transporte für das gesamte Bundesland übernimmt die in der Regionsleitstelle Hannover integrierte Koordinierungsstelle für Intensiv- und Sekundärtransporte in Niedersachsen (KoST). Die Landeshauptstadt Hannover ist vom Land Niedersachsen mit der Durchführung dieser wichtigen Aufgabe betraut. Die neuen Fahrzeuge basieren auf einem MAN TGM-Fahrgestell mit einem zulässigen Gesamtgewicht von zwölf Tonnen. Gegenüber der bisherigen Fahrzeuggeneration bietet das neue Konzept deutlich mehr Platz für Personal, medizinische Ausstattung und spezialisierte Behandlungsteams. “Mit der Indienststellung dieser beiden neuen Intensivtransportwagen investieren wir gezielt in die hochspezialisierte medizinische Versorgung der Menschen in Hannover und weit darüber hinaus. Die Fahrzeuge stehen für modernste Technik, hohe Flexibilität und ein starkes partnerschaftliches Miteinander zwischen Feuerwehr Hannover und dem Diakovere Friederikenstift. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die dieses Projekt geplant und umgesetzt haben. Ich freue mich sehr, die Fahrzeuge heute offiziell an die Feuerwehr Hannover und unsere medizinischen Partner übergeben zu können. Den künftigen Besatzungen wünsche ich allzeit eine gute und sichere Fahrt und vor allem stets erfolgreiche Einsätze zum Wohl der ihnen anvertrauten Patient*innen“, sagte Feuerwehrdezernent Dr. Axel von der Ohe bei der offiziellen Übergabe der beiden Fahrzeuge am gestrigen Donnerstagmittag vor dem Neuen Rathaus. Der Direktor der Feuerwehr Christoph Bahlmann wies auf die die gestiegenen Anforderungen an moderne Intensivtransporte hin. Eine besondere Bedeutung kommt der Zusammenarbeit zwischen der Feuerwehr Hannover und dem Diakovere Friederikenstift zu. Als Verteter von Diakovere war Prof. Dr. med. André Gottschalk, Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Diakovere Friederikenstift bei der Fahrzeugübergabe vor Ort. Die Fahrzeuge werden mit zwei speziell ausgebildeten NotfallsanitäterInnen der Feuerwehr Hannover sowie einem/einer Intensivmediziner/in des Diakovere Friederikenstifts besetzt.