HANNOVER. Am Thielenplatz Ecke Prinzenstraße in Hannover-Mitte steht das Kaiserhaus (Prinzenstraße 1). Errichtet wurde das Gebäude von dem Bauunternehmer Max Küster nach Entwürfen des Architekten Alfred Sasse in den Jahren 1903 und 1904. Die Inschrift über einem Hauseingang nennt allerdings die Jahreszahl 1902. Ursprünglich trug das Kaiserhaus eine reich ausgestaltete Dachlandschaft in den Formen deutscher Spätrenaissance nach hannoverschen Vorbildern. Sie wurde nach 1945 durch ein schlichtes fünftes Obergeschoss ersetzt. In den ursprünglich als Wohnungen konzipierten Etagen befinden sich heute Büroräume. Hinter den zum Thielenplatz ausgerichteten Arkaden befindet sich im Erdgeschoss eine Gaststätte: die „Bayrische Botschaft im Paulaner“. Über dem ersten Obergeschoss des Gebäudes zieht sich ein Fries mit einem schon etwas verwitterten Relief mit den Porträtmedaillons der deutschen Kaiser Karl der Große, Otto der Erste, Heinrich der Erste und Wilhelm der Große und der Abbildung des Reichsadlers. Außerdem zeigt das Relief eine Darstellung des Doms zu Aachen und des Reichtagsgebäudes.
Beim Kulturlustwandeln 2025: Mitglieder der Kulturinitiative auf dem Fiedelerplatz
HANNOVER. Ein Hammer-Programm: Das 21. Döhrener Kulturlustwandeln steht vor der Tür. Am Wochenende des 5. und 6. September lädt die Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld wieder zu ihrem beliebten Kulturspaziergang durch die Straßen von Döhren ein. Die Veranstaltung hat längst Kultcharakter und zieht Besucher von weit über die Stadtteilgrenzen in den über 1000jährigen Stadtteil im Süden Hannovers.
Das seit Anbeginn unveränderte Konzept: Döhrener Bürger öffnen ihre Gärten, Häuser und Hinterhöfe und präsentieren ihr Kunst- und Kulturschaffen den Nachbarn.
Das Programm (liegt u.a. im Freizeitheim Döhren aus) zählt am Sonnabend 20 und am Sonntag 19 sehenswerte Ziele für das Kulturlustwandeln auf. Start ist am Sonnabend, den 5. September um 13 Uhr auf dem Fiedelerplatz, Zum Auftakt spielt Petra Röpenack-Schäfer mit dem Ensemble „Alphorn Hannover.“ Es folgt eine Hip-Hop-Performance der „ALL STAR KIDS“ vom FC Schwalbe.
Dann geht es auf Erkundung in den Stadtteil. Im Gemeindehaus St. Petri am Lindenhofe zeigen die beiden Döhrener Grafikerinnen Jana Travnickova und Martina Wagner ihre Werke.Dort tritt um 14 Uhr auch die Tanzgruppe Yulia Vulikh in fantastischen Kostümen auf. In der Bernwardstraße 38 öffnet zur selben Zeit das „Café BEI TONI“. Dort werden Malereien und Zeichnungen ausgestellt. Die Freunde des Döhrener Turms öffnen den alten Landwehrturm zwischen 11 und 15 Uhr und bieten Führungen an. Wegen der engen steilen Wendeltreppe ist der Turm jedoch nicht barrierefrei. Am Abend laden nach langer Pause die Narren von der Funkenartillerie Blau-Weiß zum gemütlichen Ausklang an ihrem Vereinsheim, den Bunker in der Wiehbergstraße, ein. Bei kühlen Getränken und heißer Bratwurst können die Besucher nach einem ereignisreichen Tag ausspannen.
Am Sonntag hält Pastor im Ruhestand Jörg Haunert einen faszinierenden Bildervortrag über Döhren früher und heute (Gemeindehaus St. Petri um 15 Uhr), ein paar Schritte wieter heißt es zwischen 12 und 13 Uhr „Jazz am Leinewehr“. Doch auch auf der „anderen Seite“ von Döhren ist einiges los. Die Familie Gothe öffnet ab 15 Uhr ihren Garten in der Mädlerstraße 10. Die Kulturinitiative-Gruppe „Damals in Döhren“ hat einiges aus der Geschichte jenseits der Hildesheimer Straße zusammengetragen. In der nahen Auferstehungskirche gibt es ein „Septemberkonzert“ vom Habermannschen Kammerorchester (17 Uhr) und in der Thurnithistraße öffnen die Jugendwerkstätte von Juniver. Traditioneller Abschluss desr zweitägigen Kulturlustwandelns ist wieder das Kulturpicknick ab 17 Uhr auf dem Fiedelerplatz. Jeder kann sich sein Essen und Trinken mitbringen. Für stimmungsvolle Musik sorgt die stadtteileigene Musikgruppe wachsMus.
Wem all die Wege zu lang sind: Das Mütterzentrum / Mehrgenerationenhaus bietet für mobilitätseingeschränkte Menschen und Senioren einen kostenlosen Fahrrad-Rikscha-Service (Spenden werden natürlich gern gesehen) an.
Wie in den zwei Jahrzehnten zuvor, haben Mitglieder der Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld das Programm in ehrenamtlicher Arbeit organisiert und vorbereitet.
Bald ist es wieder soweit: Die 1. Vorsitzende der Kulturinitiative, Maria Hesse, wird das 21. Kulturlustwandeln eröffnen. Das Foto stammt aus dem vergangenen Jahr.
HANNOVER. Heute Abend (9. August) endet das Maschseefest 2026. Am letzten Tag ging es noch einmal rund. Auf der Bühne am Nordufer sorgten unter anderem das Duo Mitchy & André für Stimmung. Die Brüder aus Gehrden wurden 2015 durch seine Teilnahme bei „The Voice of Germany” bekannt, in Málaga traten sie als Voract von Robbie Williams auf.
Letzte Gelegenheit war an diesem Sonntag auch, den Maschsee aus rund 38 Meter Höhe zu betrachten. Diesmal kein Turm, sondern ein Riesenrad mit Gondeln – das sogenannte „White Weel“ sorgte auf dem Vorplatz der Heinz von Heiden Arena für einen etwas anderen Blick auf das bunte Treiben am Seeufer.
Die Veranstalter können zu frieden sein. Rund 2,3 Millionen Gäste haben in den vergangenen Tagen die Seeparty besucht und für Stimmung gesorgt.
Das Duo Mitchy & André trat am Nordufer auf
Das White Wheel transportiert die Besucher in 38 Meter Höhe.
Das White Wheel transportiert die Besucher in 38 Meter Höhe.
Ausverkaufte Gilde Parkbühne erlebt emotionale Preview mit Dieter Thomas Kuhn und Philipp Feldtkeller
HANNOVER.
Ein Sommerabend voller Emotionen, Musik und großer Wiedersehensfreude: Die exklusive Film-Preview der Dokumentation „Und es war Sommer – Dieter Thomas Kuhn & Band“ entwickelte sich am Samstagabend im Rahmen des Seh-Festes auf der Gilde Parkbühne Hannover zu einem unvergesslichen Erlebnis. Mit 1.400 Besucherinnen und Besuchern war die Veranstaltung restlos ausverkauft und zeigte eindrucksvoll, dass die Begeisterung für Dieter Thomas Kuhn & Band auch nach Jahrzehnten ungebrochen ist.
Schon lange vor Filmbeginn herrschte auf der Parkbühne jene besondere Atmosphäre, die viele Fans von den legendären Open-Air-Konzerten der Kultband kennen. Zahlreiche Besucherinnen und Besucher erschienen in den typischen glitzernden und farbenfrohen Kostümen, die seit Jahren zum Markenzeichen der DTK-Konzerte gehören. Es wirkte fast so, als wäre die Zeit stehen geblieben.
Für besondere Momente sorgten die prominenten Gäste des Abends. Neben Regisseurin Juliane Sauter und Produzent Carsten Schuffert waren auch Dieter Thomas Kuhn sowie Bandmitglied Philipp Feldtkeller persönlich zur Preview nach Hannover gekommen. Die Freude im Publikum war entsprechend groß, als die beiden Musiker überraschend selbst zu den Instrumenten griffen.
Mit Klassikern wie „Vielen Dank für die Blumen“, „Über sieben Brücken musst du gehen“ und „Über den Wolken“ verwandelten Dieter Thomas Kuhn und Philipp Feldtkeller die Gilde Parkbühne kurzerhand wieder in eine Konzertarena. Hunderte Stimmen sangen begeistert mit, minutenlanger Applaus und ausgelassene Stimmung erinnerten an die großen Tourneen der Band. Für viele Gäste war dieser musikalische Auftakt bereits einer der emotionalen Höhepunkte des Abends.
Im Anschluss begrüßte René Schweimler, Mitveranstalter des Seh-Festes, die vier Protagonisten zu einem kurzweiligen Podiumsgespräch. Gemeinsam gewährten Regisseurin Juliane Sauter, Produzent Carsten Schuffert sowie Dieter Thomas Kuhn und Philipp Feldtkeller spannende Einblicke in die Entstehung des Films. Dabei wurde deutlich, wie persönlich und authentisch die Dokumentation entstanden ist und welche Geschichten hinter den Kulissen erzählt werden.
Gegen 21.45 Uhr begann schließlich die rund 90-minütige Vorführung von „Und es war Sommer – Dieter Thomas Kuhn & Band“. Der Film nimmt die Zuschauer mit auf eine bewegende Reise durch die außergewöhnliche Geschichte einer Band, die Generationen geprägt hat. Eindrucksvolle Konzertaufnahmen, bislang unveröffentlichte Einblicke hinter die Kulissen und zahlreiche emotionale Momente zeichnen ein authentisches Porträt von Dieter Thomas Kuhn & Band.
Besonders bewegend ist dabei der Umgang mit der schweren Erkrankung von Philipp Feldtkeller. Der Film begleitet offen und einfühlsam die Diagnose seiner unheilbaren Krebserkrankung, die nach der letzten Tournee 2024 dazu führte, dass die Band ihre Konzertaktivitäten vorerst pausieren musste. Ohne Pathos, aber mit großer Ehrlichkeit erzählt die Dokumentation von Freundschaft, Zusammenhalt und der Kraft der Musik – Themen, die viele Zuschauer sichtbar berührten.
Immer wieder wurde es während der Vorführung still auf der Gilde Parkbühne. Viele Besucher verfolgten die emotionalen Szenen sichtlich bewegt, bevor am Ende minutenlanger Applaus aufbrandete.
Für den wohl schönsten Moment des Abends sorgten Dieter Thomas Kuhn und Philipp Feldtkeller schließlich selbst. Sie richteten sich persönlich an ihre Fans und machten Hoffnung: Dieter Thomas Kuhn & Band wollen zurück auf die Bühne kommen. Einen konkreten Termin gibt es zwar noch nicht, doch beide versprachen unter großem Applaus: „Wir kommen wieder.“
Mit dieser Botschaft endete ein außergewöhnlicher Sommerabend, der weit mehr war als eine Filmvorführung. Die Preview von „Und es war Sommer – Dieter Thomas Kuhn & Band“ wurde beim Seh-Fest in Hannover zu einer emotionalen Hommage an eine Band, die seit Jahrzehnten Menschen verbindet – und deren Geschichte offenbar noch lange nicht zu Ende erzählt ist.
Der Film „und es war Sommer – Dieter Thomas Kuhn & Band“ startet am 17.09.2026 offiziell in den deutschen Kinos.
HANNOVER. Der heutige Sonnabend (8. August) kam einigen Döhrenern in ihrem Stadtteil zum Teil etwas Spanisch vor. Der Grund: Jens Klinkert, Wirt vom Kulturcafé Ginkgoo in der Landwehrstraße, hatte zu einem „Spanischen Abend“ geladen. Silke Rossmann spielte live iberische Weisen auf ihrer Gitarre. Dazu servierte Jens Klinkert Tapas, spanische Weine und hausgemachte Sangria. Und da es ein sommerlich warmer Abend war, kam durchaus Urlaubsfeeling auf und man fühlte sich fast wie in mediterranen Gefilden.
Robin Schulz sorgte am Freitagabend (07.08.2026) für ausgelassene Stimmung auf der Lagunenbühne der Autostadt Wolfsburg. Im Rahmen des Sommerfestivals lockte der international erfolgreiche DJ und Produzent Tausende Besucher an, die sich auf einen Abend voller elektronischer Beats und bekannter Hits freuten.
Pünktlich zum Konzertbeginn füllte sich das Gelände vor der Bühne. Als Support heizte DJ Tapesh ordentlich ein. Die sommerliche Atmosphäre und die eindrucksvolle Kulisse der Autostadt bildeten den passenden Rahmen für den Auftritt. Robin Schulz präsentierte einen abwechslungsreichen Mix aus seinen größten Erfolgen wie „OK“, „Young Right Now“ und „Unforgettable“, sowie modernen Dance- und House-Sounds. Das Publikum feierte von Beginn an mit, tanzte, sang mit und verwandelte das Konzertgelände in den Dancefloor einer großen Open-Air-Party.
Mit stimmungsvollen Licht- und Bühneneffekten unterstrich die Show den charakteristischen Sound des Künstlers. Robin Schulz sorgte mit seinen Übergängen und Remixen für eine durchgehend energiegeladene Atmosphäre.
Die Besucher zeigten sich begeistert und honorierten den Auftritt mit lautem Applaus, der weit über das Gelände der Autostadt zu hören war.
Mit seinem Auftritt setzte Robin Schulz einen weiteren musikalischen Höhepunkt des Sommerfestivals in der Autostadt und hinterließ bei den Besucherinnen und Besuchern bleibende Eindrücke.
HANNOVER. Der Erlebniszoo Hannover hat eine neue Tierart bekommen. Eine kuriose Mischung aus Bär und Katze mit Popcornduft. Die beiden neuen Bewohner im Erlebnis-Zoo Hannover sehen aus wie eine Mischung aus Bär und Katze und klettern meisterhaft wie ein Affe. Ihr Name: Binturongs. Die Mini-Raubtiere gehören zu den Schleichkatzen und sind Nachmieter der Leoparden in der Themenwelt Dschungelpalast. Der Zoo hat die Haltung der Großkatzen aufgeben, weil „das Gehege nicht mehr zeitgemäß für sie war.“ Stattdessen klettert hier nun ein Pärchen mit schwarz-braunen Fell, langen weißen Schnurrhaaren, an der eher spitzen Schnauze, Knopfaugen, lustige Puschel an den Ohren, große Pfoten mit ausgeprägten Krallen und einen buschigen, muskulösen Greifschwanz.
Noch sind die Binturongs etwas scheu in ihrem neuen Zuhause. Aber Tierpflegerin Maria lockte eine der Schleichkatzen dann doch zum Fotoshooting vor die Kameralinsen.
„Die Binturong in der freien Wildbahn sind bedroht! Immer mehr Flächen im Regenwald werden abgeholzt, sodass die Tiere ihren Lebensraum verlieren“, sagt Zoo-Pressesprecherin Dr. Simone Hagenmeyer. Und weiter: „Außerdem werden Binturongs gefangen, zum Beispiel für die Nutzung in der traditionellen Medizin oder um sie als Haustiere zu halten. Der Bestand hat während der letzten 30 Jahre um mehr als 30 % abgenommen. Die Weltnaturschutzunion IUCN hat den Binturong daher als „gefährdet“ eingestuft.“
Deshalb arbeiten verschiedene Zoos im Rahmen eines europaweiten Erhaltungsprogramm zusammen, um eine genetisch vielfältige Reservepopulation der Binturongs in den Zoos zu erhalten. Aus dieser könnten Tiere später zur Wiederansiedlung im ursprünglichen Lebensraum bereitgestellt werden. Dr. Simone Hagenmeyer: „Der Erlebnis-Zoo Hannover hofft, dass sich die neuen Binturongs „Runa“ und „Golias“ gut riechen können und es in Hannover bald Nachwuchs bei den bedrohten Schleichkatzen gibt.“
HANNOVER. Das neue Heim für die Aldabra-Riesenschildkröten nimmt langsam Gestalt an. Geht alles nach Plan, könnte das 240 Quadratmeter große neue Reptilienhaus noch in diesem Monat eröffnet werden. Bis 2008 lebten die imposanten Landschildkröten im Zoo Hannover, dann mussten sie wegen des Umbaues des Zoo in andere Tierparks umziehen. Nach fast 20 Jahren kehren die Reptilien nun nach Hannover zurück in ein Fünf-Sterne-Domizil mit ein Badebecken, großzügigem Sandbereich und beheizte Böden. Laut dem Erlebniszoo Hannover sollen hier ganzjährig tropische Bedingungen mit konstant etwa ab 26 Grad Celsius und einer Luftfeuchtigkeit zwischen 60 und 80 Prozent herrschen. Üppige Pflanzen schaffen dabei zusätzlich eine naturnahe Umgebung.
HANNOVER. Nur noch bis einschließlich Sonntag (9. August) wird am Maschsee gefeiert. Die große Seeparty geht in die Endrunde. Die Wettervoraussagen versprechen hochsommerliche Temperaturen. Da lassen sich die Abende am kühlen Wasser noch einmal so gut genießen. Bereits gestern (5. August) herrschte etwa am Südanleger mit den Peaky Pluckers Hochstimmung.
HANNOVER. Was geschieht aktuell auf der Südschnellweg-Baustelle? Reinmar Wunderling, oberster Straßenbauer für den Bereich des Südschnellweges berichtete nun den Mitgliedern des Stadtbezirksrates Döhren-Wülfel in einem Rundschreiben über den Baufortschritt.
„Gut erkenn- und wahrnehmbar sind im direkten Umfeld der Baustelle die Vielzahl an Treckern, Betonmischern, aber auch Kräne, welche derzeit den Bau maßgebend bestimmen“, schreibt Wunderling. Weshalb kommen auch Trecker zum Einsatz? „Der Aushub der Tunnelbaugruben erfordert neben Geländegängigkeit, auch die Fähigkeit erhebliche Steigungen zu überwinden. Diese Fähigkeiten werden derzeit, angesichts der Tiefe der Tunnelunterkante, von bis zu 18 m unter der Geländeoberkante, intensiv in Anspruch genommen um die Tunnelbaudocks auszuheben und das Material abzufahren.“ Und dafür sind die Trecker, so Reinmar Wunderling, am besten geeignet.
Wer mit der Stadtbahn die Baustelle passiert, wird den kleinen Teich bemerken, um dem manchmal auch ein Ruderboot dümpelt. Das ist einer von drei Baudocks, die derzeit vom Grundwasser geflutet sind. „In diesen vergleichsweise hochliegenden Baudocks binden die Schlitzwände nicht in die rund 20 m tiefliegende geologisch bedingte Tonschicht ein, so dass sich der natürliche Grundwasserspiegel an der Oberfläche zeigt. Diese werden, sofern noch nicht geschehen, noch mit einer abdichtenden Unterwasserbetonsohle versehen und anschließend gelenzt („leergepumpt“). Auch dann kann dort der Tunnelbau beginnen.“, heißt es.
Auch außerhalb des zentralen Bereichs am Kreuzungspunkt mit der Hildesheimer Straße an der Leinebrücke gehen die Bauarbeiten voran. Reinmar Wunderling:„Die Einschränkungen der Geh- und Radwegeverbindungen an der Leine, und auch am Ricklinger Kiesteich, und die damit leider einhergehenden Umleitungen für Pendler und Naherholungssuchende sind uns sehr wohl bewusst. Vor dem Hintergrund der Gefahren für Querende sind die Sperrungen jedoch unvermeidbar. Er warnt: „Wir appellieren hier regelmäßig die Absperrungen zu respektieren, da manche Gefahrenstellen, auch außerhalb der Arbeitszeiten, von Aussenstehenden nicht oder nur schwer erkannt werden.“
Es tut sich daneben am anderen Ende im Osten ebenfalls eine Menge. Hier wird zder nächste Bauabschnitt vorbereitet. Zum Anschluss des Tunnels an den in Richtung Seelhorster Kreuz führenden Streckenabschnitt werden Umbaumaßnahmen erforderlich. Das Rundschreiben von Reinmar Wundeling weiter: „Diese beinhalten zum einen die Vorbereitung und Herstellung der neuen Anschlussstelle an die Hildesheimer Straße, zum anderen die Erneuerung des Trogbauwerkes sowie erhebliche Verbesserungen des Lärmschutzes. Zur Entlastung der Anwohnenden in diesem vom Verkehrslärm des Südschnellweges und der Bahnstrecke erheblich geprägten Bereiches, werden entlang des Südschnellweges neue und wesentlich höhere Lärmschutzwände errichtet. Zudem wird die Strecke mit offenporigen Asphalt (sogenannter Flüsterasphalt) versehen. Damit erreichen wir im Mittel eine Reduzierung des Lärms um 10 dB(A), teils sogar um bis zu 20 dB(A). (Als Vergleich: Subjektiv entspricht eine Verringerung des Lärmes um 10 dB(A) einer Halbierung der Lärmquelle.)“ Gute Nachrichten also für die Bewohner der Klinkerfuess- und Abbestraße. Sie können sich darauf freuen, nach Abschluss der Arbeiten in einem ruhigen Garten sitzen zu können.
Insgesamt gesehen, so Wunderling abschließend, „liegen wir im Tunnelbau, trotz immer wiederkehrender kleinerer Herausforderungen die beim Bauen in einem dicht besiedelten und hochkomplexen Bereich eintreten, gut im Plan und alle Beteiligten an diesem Großprojekt arbeiten sehr gut zusammen.“