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Donnerstag, Oktober 15, 2026

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Eine Brücke erinnert nun an den Einsiedler von Döhren

Das Ensemble „Klangkörper“ begleitete die kleine Feierstunde künstlerisch
Das Ensemble „Klangkörper“ begleitete die kleine Feierstunde künstlerisch

HANNOVER. Es hat rund 16 Jahre gedauert. Doch heute Vormittag (20. September) war es endlich so weit. Bezirksbürgermeister Willi Lindenberg enthüllte das Namens- und Legendenschild für die „Einsiedlerbrücke“ an der Leineinsel in Döhren.

Schon im Jahr 2010 hatte der Bezirksrat Döhren-Wülfel beshclossen, die historische ehemalige Eisenbahnbrücke der einstigen Wolle-Bahn nach dem Döhrener „Einsiedler“ Edelbert Aselmann, Von den 1970er Jahren bis zu seinem Tod im Jahr 2000 lebte Aselmann in einem kleinen Bunker in der Südlichen Leineaue als Einsiedler. Er wurde zu einer prägnanten Figur und bieb auch nach seinem Tod (er stürzte in die Leine) im kollektiven Gedächtnis des Stadtteils.

Die feierliche Enthüllung des Namensschildes wurde von einer Performance des Ensemble „Klangkörper“ begleitet. „Eine theatrale Intervention“ nannten die Künstler ihren Auftritt mit Texten, Liedern und metallischen Klängen. Es wirkten mit Jürgen Morgenstern (Klangkunst und Musik), Hans Zimmer (Bühnenskript und Erzählung), Elisabeth Lindenberg (Gesang und Erzählung), Wolfgang Uster (Gitarre), Imme Beccars (Schauspiel) und – vom Band Martin Winkelmann.

Wer mehr über den Einsiedler von Döhren erfahren und die Gruppe „Klangkörper“ erleben möchte, hat dazu am 26. Februar 2027 in der Hinterbühne Hannover in der Südstadt Gelegenheit. Dort wird dann eine musikalisch-szenische Bühnenlesung zu Leben und Sterben des Edelbert Aselmann uraufgeführt.

Interkultureller Gottesdienst mit Gospelmusik

Der Chor der „Ghanian Presbyterian Church Hannover“ sang in der Auferstehungskirche
Der Chor der „Ghanian Presbyterian Church Hannover“ sang in der Auferstehungskirche

HANNOVER. Ungewöhnliche Lieder erklangen heute am frühen Abend (19. September) in der ev.-luth. Auferstehungskirche an der Peiner Straße. Denn das Glockengeläut lud die Döhrener zu einem „Interkulturellen Gottesdienst“. Zu Gast war Pastorin Eunice Lorenz, die in ihre in Englisch gehaltenen Predigt (mit deutscher Übersetzung) sich des Themas annahm, dass alle Menschen vor Gott gleich sind. Der Chor der „Ghanian Presbyterian Church Hannover“ umrahmte den Gottesdienst mit Gospelliedern. „Holy, most holy ist the Lord God“ sangen sie unter anderem. War das Döhrener Gotteshaus einem Abend zuvor bei der „Langen Nacht der Kirche“ noch mehr als gut besucht, hätten es an diesem Sonnabend durchaus ein paar Besucher mehr sein können. Aber das neue Format eines interkulturellen Gottesdienstes muss sich wohl erst noch mehr herumsprechen.

Juliano Rossi füllte die Auferstehungskirche bei der „Langen Nacht der Kirchen“

Juliano Rossi trat bei der „Langen Nacht“ in der Auferstehungskirche auf,
Juliano Rossi trat bei der „Langen Nacht“ in der Auferstehungskirche auf,

HANNOVER. Juliano Rossi (mit bürgerlichem Namen Oliver Perau) füllt nicht nur Säle, sondern auch ganze Kirchen. Die Auferstehungskirche war jedenfalls proppenvoll, als der Sänger heute Abend (18. September) im Rahmen der „Langen Nacht der Kirchen“ im hannoverschen Stadtteil Döhren auftrat. Alle Kirchenbänke waren gefüllt und auch die extra herbeigetragenen Stühle reichten nicht aus. Für die Letzten blieben nur noch Stehplätze.

Viel Applaus belohnte Rossi für sein kleines Konzert und nur für eine Zugabe blieb gerade noch Zeit. Denn draußen wartete bereits ein Chor. „Lights of London – eine Klang-Sin(g)fonie mit englischer Chormusik stand im Anschluss auf dem Programm. Begonnen hatte die „Lange Nacht“ aber schon um 18 Uhr mit dem Kinderchor der Auferstehungskirche. „Was geschah eigentlich in der Arche Noah?“ fragten die Nachwuchssänger.

Bis die „Lange Nacht“ in der Auferstehungskirche mit Gospelklängen zu Ende ging, tauchten Lampen den Innenraum der Kirche stimmungsvoll in verschiedene Farben. Und draußen vor dem Kirchenportal wurden die hungrigen und durstigen Besucher mit heißer Bratwurst und kalten Getränken versorgt.

Die Auferstehungskirche an der Peiner Straße war eine von vielen Gotteshäusern, die sich in Hnanover an der „Langen Nacht der Kirchen“ beteiligte. 75 Seiten umfasste das Programmheft. In diesem Jahr stand die Aktion unter dem Motte „LICHTerLEBEN“.

Nachricht aus dem Rathaus: Bis Ende des Jahres soll das Pfützenproblem auf dem Fiedelerplatz gelöst werden

Bei Regen entsteht auf dem Fiedelerplatz immer wieder ein kleiner See
Bei Regen entsteht auf dem Fiedelerplatz immer wieder ein kleiner See

HANNOVER. Das Problem ist alt bekannt. Immer wenn es regnet, entsteht auf dem Fiedelerplatz vor dem Bühnenbereich ein kleiner See. Das Wasser kann nicht richtig abfließen. Jetzt kündigt die Stadtverwaltung an, die Situation noch in diesem Jahr in Ordnung zu bringen.

Bereits im Juni 2024 forderte der Bezirksrat Döhren-Wülfel in einem Antrag, dass die Ursachen dieser großflächigen Pfützenbildung beseitigt werden sollen. Geschehen ist bislang nichts. In einem nun an den Bezirksrat übersandten „Beschlussmonotoring“ verspricht die Stadtverwaltung, dass Baumaßnahmen „bis Ende 2026 vorgesehen“ seien. Die Problematik sei bekannt. Es müsse eine Rückhaltung für das anfallende Wasser eingebaut werden. Dafür seien Rigolen im Untergrund angedacht. Eine Rigole ist ein unter der Erdoberfläche angeordneter Pufferspeicher, der eingeleitetes Regenwasser aufnehmen kann, um es zu versickern.

Begründung für die lange Bearbeitungszeit: „Aufgrund fehlender personeller Kapazitäten werden nur akute Verkehrsunsicherheiten bearbeitet, diese gehören nicht dazu“, heißt es aus dem Rathaus und weiter: „Sobald die personellen Gegebenheiten es zu lassen, wird die Fläche bearbeitet.“ Das soll noch in diesem Jahr sein.

Es gibt Nachwuchs bei den Zweifingerfaultieren im Erlebnis-Zoo Hannover

Mit etwas Glück ist ein Blick auf das Faultierbaby zu erhaschen
Mit etwas Glück ist ein Blick auf das Faultierbaby zu erhaschen

HANNOVER. Es ist quasi ein Suchspiel nach einer Stupsnase. Denn wenn Mama-Faultier über das Seil in der Außenanlage vom Zoologicum hangelt, dann kuschelt sich ihr Baby ganz dicht in ihr Fell. Doch mit ein bisschen Glück lässt sich ein Blick oder gar ein Foto vom Faultiernachwuchs erhaschen.

Zoomitarbeiter haben beim Zweifingerfaultier-Kind etwas genauer hingeguckt. „Es hat weit auseinanderstehende schwarze Knopfaugen und einen flachen Kopf mit winzigen Ohren, die irgendwie zu weit hinten sitzen. Die Stupsnase ist eine putzige Mischung aus Hundeschnauze und Kartoffel, die Arme sind extrem lang, die Haare borstig“, beschreiben sie den jüngsten Zoobewohner. Ob es sich beim Tierkind aber um ein Mädchen oder einen Jungen handelt, dass wissen allerdings auch die Tierpfleger noch nicht.

Der Nachwuchs der beiden Faultiere „Aimara“ und „Artus“ kam am 7. Septemberzur Welt. Die ersten Tage verbrachte der Winzling mit seiner Mutter in aller Ruhe im Innenbereich des „Zoologicums“. Doch jetzt hangelt sich Mama „Aimara“ bei sonnigem Wetter wieder auf der Außenanlage von Baum zu Baum.

Auf dem Bauch der Mutter liegend wächst das kleine „Faultierchen“ immer weiter heran, bis es nach etwa 50 Tagen zum ersten Mal selbst die Umgebung erforscht. Doch erst mit sechs bis zwölf Monaten wird das Jungtier langsam selbstständig.

Große Flugunfallübung am Hannover Airport

Am Dienstag, den 15. September 2026, findet am Hannover Airport eine Flugunfall-Übung der Flughafenfeuerwehr statt. Die Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) schreiben diese turnusmäßigen Notfallübungen im Abstand von zwei Jahren vor. Die Übung dient dazu, das Zusammenspiel zwischen den Einsatzkräften der Flughafenfeuerwehr, den kommunalen Feuerwehren, dem erweiterten Rettungsdienst der Region Hannover und anderer involvierter Behörden sowie Abteilungen der Flughafengesellschaft zu trainieren. Die Brandsimulationsanlage des Hannover Airport ist Teil des Übungsszenarios.
ICAO Übung am Hannover Airport mit 250 Einsatzkräften am 15.09.2026 © Ulrich Stamm

250 Einsatzkräfte trainieren den Ernstfall

Großangelegte Einsatzübung am Hannover Airport: Rund 250 Kräfte von Flughafenfeuerwehr, kommunalen Feuerwehren und Rettungsdiensten haben am Dienstagabend, 15. September 2026, gemeinsam den Ernstfall trainiert. Im Mittelpunkt der Flugunfallübung standen die Rettung von Menschen, die Bekämpfung eines Brandes sowie die medizinische Versorgung und der Transport von Verletzten.

Derartige Notfallübungen finden am Hannover Airport regelmäßig statt. Grundlage sind die Vorgaben der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO, die entsprechende Übungen in einem zweijährigen Turnus vorsehen. Dabei geht es insbesondere darum, die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Organisationen und Einsatzkräfte unter möglichst realistischen Bedingungen zu erproben.

Boeing 737 kollidiert mit Tankwagen – Unfall als Übungsszenario

Für die Flugunfallübung 2026 wurde ein schwerer Zwischenfall im Vorfeldbereich des Hannover Airport angenommen. Nach dem Szenario kollidierte eine Passagiermaschine vom Typ Boeing 737 mit einem Flugfeldtankwagen. Sowohl das Flugzeug als auch der Tankwagen wurden dabei schwer beschädigt. Auslaufendes Kerosin führte anschließend zu einem Brand.

Um 19.09 Uhr löste der Tower der Deutschen Flugsicherung den sogenannten „Aircraft Accident Alarm“ aus und alarmierte die Flughafenfeuerwehr des Hannover Airport.

Aufgrund der angenommenen Schadenslage forderte der Einsatzleiter zusätzlich Kräfte der kommunalen Feuerwehren sowie des Rettungsdienstes an. Für den medizinischen Einsatz galt das Stichwort „MANV 20“ – ein Massenanfall von Verletzten mit 20 betroffenen Personen.

Am Dienstag, den 15. September 2026, findet am Hannover Airport eine Flugunfall-Übung der Flughafenfeuerwehr statt. Die Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) schreiben diese turnusmäßigen Notfallübungen im Abstand von zwei Jahren vor. Die Übung dient dazu, das Zusammenspiel zwischen den Einsatzkräften der Flughafenfeuerwehr, den kommunalen Feuerwehren, dem erweiterten Rettungsdienst der Region Hannover und anderer involvierter Behörden sowie Abteilungen der Flughafengesellschaft zu trainieren. Die Brandsimulationsanlage des Hannover Airport ist Teil des Übungsszenarios.
ICAO Übung am Hannover Airport mit 250 Einsatzkräften am 15.09.2026 © Ulrich Stamm

Feuerwehren und Rettungsdienste aus der Region Hannover im Einsatz

An der Bewältigung des Übungsszenarios beteiligten sich neben der Flughafenfeuerwehr unter anderem die Freiwilligen Feuerwehren der Stadt Langenhagen sowie Kräfte der Landeshauptstadt Hannover. Dazu gehörte auch die örtliche Einsatzleitung Rettungsdienst der Feuerwehr Hannover.

Unterstützt wurden die Einsatzkräfte durch den erweiterten Rettungsdienst der Region Hannover. Rettungsmittel stellten unter anderem die Johanniter, das Deutsche Rote Kreuz und der Arbeiter-Samariter-Bund.

Eine zentrale Aufgabe der Übung bestand darin, die Abläufe der unterschiedlichen Organisationen aufeinander abzustimmen. Von der Menschenrettung aus dem Gefahrenbereich über die Brandbekämpfung bis zur Sichtung und Versorgung der angenommenen Verletzten sollten die verschiedenen Einsatzabschnitte ineinandergreifen.

Am Dienstag, den 15. September 2026, findet am Hannover Airport eine Flugunfall-Übung der Flughafenfeuerwehr statt. Die Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) schreiben diese turnusmäßigen Notfallübungen im Abstand von zwei Jahren vor. Die Übung dient dazu, das Zusammenspiel zwischen den Einsatzkräften der Flughafenfeuerwehr, den kommunalen Feuerwehren, dem erweiterten Rettungsdienst der Region Hannover und anderer involvierter Behörden sowie Abteilungen der Flughafengesellschaft zu trainieren. Die Brandsimulationsanlage des Hannover Airport ist Teil des Übungsszenarios.
ICAO Übung am Hannover Airport mit 250 Einsatzkräften am 15.09.2026 © Ulrich Stamm

Flughafengeschäftsführer Maik Blötz dankt Einsatzkräften

Hannover-Airport-Geschäftsführer Maik Blötz bedankte sich nach Abschluss der Übung bei allen Beteiligten.

„Für uns als Flughafen ist es von großer Bedeutung, unterschiedliche Krisenszenarien regelmäßig unter möglichst realistischen Bedingungen zu trainieren. Die Planung und Durchführung einer Übung dieser Größenordnung bei laufendem Flugbetrieb zu planen und durchzuführen ist für alle Beteiligten eine besondere Herausforderung. Wir möchten uns für das große Engagement während der Vorbereitung und für die Teilnahme aller Beteiligten an diesem Abend ganz herzlich bedanken. In den kommenden Wochen werden detaillierte Auswertungen der verschiedenen Übungsziele vorgenommen“, erklärte Blötz.

Flughafenfeuerwehr zieht positives erstes Fazit

Auch Stefan Martens, Leiter der Flughafenfeuerwehr, bewertete den Verlauf der Flugunfallübung in einer ersten Einschätzung positiv.

„Wir sind mit dem Übungsergebnis wirklich zufrieden. Nach zwei Jahren konnten wir wieder das Zusammenspiel mit den verschiedenen Organisationen der Gefahrenabwehr auf unserem Flughafengelände trainieren. Verschiedene Übungsziele wurden in dem Szenario vereint.“

Eine detaillierte Auswertung der einzelnen Übungsziele soll in den kommenden Wochen erfolgen.

70 Statisten sorgen für realistische Bedingungen

Eine wichtige Rolle spielten rund 70 Statisten, die verletzte und unverletzte Passagiere darstellten. Um die realistische Unfalldarstellung kümmerte sich das entsprechende Team der Johanniter Akademie Niedersachsen/Bremen. Die Rollenspielenden wurden von Feuerwehren aus Isernhagen, Burgwedel, der Wedemark und der Landeshauptstadt Hannover gestellt.

Für die Verantwortlichen bedeutete das Szenario eine besondere Herausforderung: Während sich Statisten über Notrutschen aus der Flugzeugbrandsimulationsanlage in Sicherheit brachten oder von Feuerwehrkräften gerettet wurden, lief nur rund 100 Meter entfernt der reguläre Flughafenbetrieb weiter.

„Solche interdisziplinären Einsatzübungen stellen immer eine besondere Herausforderung für uns dar, gilt es doch gerade im Hinblick auf die Sicherheit der Rollenspielenden vieles zu beachten“, erklärte Lars Meier, Leiter der realistischen Unfalldarstellung.

Ein eigenes Team habe während der Übung kontinuierlich auf die Sicherheit der Beteiligten geachtet.

Meier betonte zugleich die Bedeutung menschlicher Darsteller bei derartigen Übungen: „Bei allen tollen Möglichkeiten, die Simulationspuppen, KI und virtuelle Realität bieten, ist das Training mit Rollenspielenden nicht zu ersetzen. Empathie, Kommunikation und auch echtes Sozialverhalten bringen neben Kunstblut und Schminke die nötige Realität mit in eine Übung.“

Am Dienstag, den 15. September 2026, findet am Hannover Airport eine Flugunfall-Übung der Flughafenfeuerwehr statt. Die Richtlinien der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) schreiben diese turnusmäßigen Notfallübungen im Abstand von zwei Jahren vor. Die Übung dient dazu, das Zusammenspiel zwischen den Einsatzkräften der Flughafenfeuerwehr, den kommunalen Feuerwehren, dem erweiterten Rettungsdienst der Region Hannover und anderer involvierter Behörden sowie Abteilungen der Flughafengesellschaft zu trainieren. Die Brandsimulationsanlage des Hannover Airport ist Teil des Übungsszenarios.
ICAO Übung am Hannover Airport mit 250 Einsatzkräften am 15.09.2026 © Ulrich Stamm

Flugbetrieb am Hannover Airport läuft während Übung weiter

Eine zusätzliche Herausforderung bestand darin, das umfangreiche Einsatzszenario bei laufendem Betrieb durchzuführen. Trotz der rund 250 beteiligten Einsatzkräfte und des groß angelegten Übungsgeschehens wurde der reguläre Flugbetrieb am Hannover Airport nach Angaben des Flughafens nicht beeinträchtigt.

Mit der Flugunfallübung sollten die beteiligten Organisationen insbesondere ihre Zusammenarbeit für einen möglichen realen Notfall überprüfen. Die Erkenntnisse aus der detaillierten Nachbereitung sollen nun dazu dienen, Abläufe und Schnittstellen zwischen Flughafen, Feuerwehr, Rettungsdienst und weiteren beteiligten Stellen auszuwerten.

OB-Wahl in Hannover: Onay (Grüne) und von der Ohe (SPD) kommen in die Stichwahl

Treten bei der Stichwahl gegeneinander an: Belit Onay (Bündnis 90/Grüne) und Dr. Axel von der Ohe (SPD)
Treten bei der Stichwahl gegeneinander an: Belit Onay (Bündnis 90/Grüne) und Dr. Axel von der Ohe (SPD) - © Foto: Lothar Schulz 2026

Die Wahlbeteiligung lag bei 63,3 Prozent


HANNOVER. Die Kommunalwahlen am gestrigen Sonntag (13.09.) brachten in der Landeshauptstadt Hannover noch keine Entscheidung über die Besetzung des Oberbürgermeisteramtes. Nach dem vorläufigen Ergebnis erhielten Oberbürgermeister Belit Onay (Grüne) 45,6 Prozent und sein Herausforderer von der SPD, Dr. Axel von der Ohe, 21,5 Prozent der abgegebenen Stimmen. Der Kandidat der CDU, Peter Karst, erhielt 14 Prozent der abgegebenen Stimmen und spielt somit bei der Stichwahl keine Rolle und zeigte sich dem enstsprechend enttäuscht.

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Peter Karst (CDU) erhielt 14 Prozent der abgegebenen Stimmen – © Foto: Lothar Schulz 2026


An diesem Montag (14. 09.) hat der Wahlausschuss bechlossen, dass Belit Onay (Bündnis 90/Grüne) und Dr. Axel von der Ohe (SPD) in die Stichwahl am 27. September gehen.

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Dr. Axel von der Ohe (SPD) erhielt 21,5 Prozent der abgegebenen Stimmen – © Foto: Lothar Schulz 2026


Die Wahllokale sind am 27. September von 8 bis 18 Uhr geöffnet. Zeitgleich mit der Oberbürgermeisterwahl findet in den hannoverschen Wahllokalen auch die Stichwahl um die Regionspräsidentschaft statt. Hier treten Eva Bender (SPD) und Oliver Junk (CDU) gegeneinander an. Für die neue Ratsversammlung in Hannover ergibt sich nach der Wahl vorläufig folgende Manddatsverteilung: Grüne 18, SPD 15, CDU 10, Die Linke 8, AfD 7 und FDP 2 Sitze. Je ein Mandat erhielten demnach BSW Niedersachsen, DIE HANNOVERANER, Die PARTEI und Volt. Die Wahlbeteiligung lag bei 63,3 Prozent (Kommunalwahl 2021: 51,3 Prozent). Die endgültigen Ergebnisse stehen nach dem Wahlausschuss am 1. Oktober fest.

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Oberbürgermeister Belit Onay (Bündnis 90/Grüne) erhielt 45,6 Prozent der abgegebenen Stimmen – © Fotos: Lothar Schulz 2026



In eigener Sache: Ein ganz großes „Danke“ an meine Wähler

Im Oktober heißt es Abschied nehmen aus dem Bezirksrat. Foto: privat
Im Oktober heißt es Abschied nehmen aus dem Bezirksrat. Foto: privat

HANNOVER. Ein ganz dickes Dankeschön an dieser Stelle geht an alle Wähler, die bei der gestrigen Kommunalwahl hinter meinem Namen ein (oder mehrere) Kreuze gemacht haben. Es ist eine beeindruckenden Zahl an persönlichen Stimmen zusammengekommen. Dennoch hat es letzten Endes nicht für den Einzug in den neuen Bezirksrat gereicht. Knapp daneben ist eben auch vorbei. Es freut mich jedoch sehr, dass doch so viele Menschen mir weiterhin Vertrauen geschenkt haben. Und wer weiß, vielleicht eröffnet sich ja noch eine Chance als Nachrücker.

Nachdem ich vom Amt des SPD-Fraktionsvorsitzenden zurückgetreten und aus der SPD ausgeschieden bin, gehöre ich damit vorerst nur noch bis zum Ende der Wahlperiode dem Bezirksrat Döhren-Wülfel als Einzelvertreter an. An dieser Stelle möchte ich mich weiterhin

bei einer Reihe von SPD-Mitgliedern bedanken, die zwar ihr Bedauern über meinen Schritt ausgesprochen, jedoch auch viel Verständnis gezeigt haben. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an die derzeit noch amtierende CDU-Fraktion im Bezirksrat und insbesondere an unsere Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob. Fast fünf Jahre haben wir im Rahmen des zwischen SPD und CDU geschlossenen Kooperationsabkommens zusammengearbeitet und uns gemeinsam für das Wohl der Einwohner im Stadtbezirk erfolgreich eingesetzt. Gabriele Jakobs Kommentar unter der HAZ-Berichterstattung über meinen Rücktritt auf Facebook war Labsal für die Seele und im politischen Alltag ganz und gar nicht selbstverständlich.

Jakuby-Fest in Zgorzelec

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Das Jakuby-Fest in Zgorzelec (Polen) ist benannt nach dem Mystiker Jakob Böhme und lockt alljährlich tausende BesucherInnen an - © Fotos: Lothar Schulz 2026


Tausende BesucherInnen beim Fest am Ufer der Neiße

ZGORZELEC. Die Europastadt Görlitz-Zgorzelec feierte am letzten Augustwochenende, an beiden Ufern der Neiße, eines der schönsten und größten Volksfeste der Region. In Görlitz feierte man das Altstadtfest und seit mehreren Jahren wird auf der anderen Seite der Altstadtbrücke in Zgorzelec (Polen) zeitgleich (immer am letzten vollen Wochenende im August) das Jakuby-Fest gefeiert (über das Altstadtfest in Görlitz hatte Stadtbilder bereits berichtet – hier nun der Bericht über das Jakuby-Fest:). Beim Jakuby-Fest verwandeln sich die Straßen des Neiße-Vorstadtviertels in einen farbenfrohen Markt, der an die alten Handelsplätze vergangener Zeiten erinnert. Mit einem reichhaltigen Programm lädt das Fest zum Spazieren oder Verweilen ein – je nachdem -: Musik erklingt von Bühnen und Gassen, Theatergruppen und Straßenkünstler entführen das Publikum in andere Welten, während Clowns, Stelzenläufer, Gaukler und Illusionisten ihre Kunst darbieten. Im einzigartigen Ambiente der historischen Altstadt und am wunderschönen Bulwar Grecki am Neißeufer wurden unterschiedlich gestaltete Programmbereiche mit mehreren Bühnen geschaffen. Es wurde ein buntes Programm geboten – diverse Bands und Theatergruppen lockten tausende BesucherInnen an. Das polnische Festgelände verläuft entlang des Neißeufers an der Ulica WrocÅ‚awska sowie der Ulica DaszyÅ„skiego und verschmilzt auf der Altstadtbrücke mit dem Altstadtfest in der deutschen Schwesterstadt Görlitz. Das Jakuby-Fest ist benannt nach dem Mystiker, Philosophen und christlichen Theosophen Jakob Böhme (* 1575 – † 17. November 1624). Der Philosoph Hegel nannte Böhme den „ersten deutschen Philosophen“, weil er als erster philosophische Werke in deutscher Sprache verfasste.


Ein „Lost Place“ mitten in Hannover – Zum Tag des offenen Denkmals öffnete der historische Lokschuppen seine Türen

Der historische Lokschuppen an der Bultstraße war beim Tag des offenen Denkmals mit dabei.
Der historische Lokschuppen an der Bultstraße war beim Tag des offenen Denkmals mit dabei.

HANNOVER. Alte Eisenbahntechnik ist faszinierend. Das zeigte sich heute wieder beim Tag des offenen Denkmals am historischen Lokschuppen in Hannover an der Bultstraße. Obwohl schon lange keine Dampfrösser mehr über eine Drehscheibe in ihre Abstellgleise fahren, strömten die Menschenmassen trotz Nieselregens (und Kommunalwahltag) in großen Mengen zu der geschichsträchtigen Anlage. Alle wollten über 135 Jahre hannoversche Eisenbahn- und Industriegeschichte hautnah erleben.

Die angebotenen Führungen waren überlaufen. Aber man konnte in den gesicherten Bereichen auch alleine auf Erkundungstour gehen. Eine Fotoausstellung zeigte zudem, wie es einst hier zu ging, als die Deutsche Bundesbahn noch ihre Lokomotiven wartete.

Das Bahnbetriebswerk Hannover entstand ab 1876 zur Versorgung und Unterhaltung von Dampflokomotiven. Im Laufe der Zeit wurden die Anlagen mehrfach erweitert; im Zweiten Weltkrieg leider aber auch zum Teil zerstört. Der östliche Teil blieb erhalten und als bedeutendes Zeugnis der hannoverschen Eisenbahn- und Industriegeschichte unter Denkmalschutz. Die Lokschuppen mit Drehscheiben, Werkstätten geben anschauliche Auskunft über die Entwicklung des Eisenbahnwesens vom späten 19. bis in das 20. Jahrhundert. Seit 2004 jedoch herrscht Stille in dem mächtigen Bauwerk. Ungenutzt steht es nun leer.

Laut Wikipedia erwarb 2026 ein Geschäftsmann aus Laatzen die beiden Ringlokschuppen und plant, so das Weblexikon, „einen Umbau, um sie nachzunutzen. Im jüngeren Lokschuppen soll eine Oldtimerhalle zum Abstellen von Fahrzeugen eingerichtet werden. Die ältere Halle mit ihrer Backsteinfassade zur Stadtstraße könnte Gastronomie und ein Fitnessstudio beherbergen.“