HANNOVER. Am kommenden Donnerstagabend, den 5. Februar, tagt der Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel wieder ab 18 Uhr im Freizeitheim Döhren. Auf der Tagesordnung dabei ein brisantes Thema: die Stadtverwaltung wollte ihre Pläne für eine Landesaufnahmeeinrichtung für Asylbewerber am Standort der ehemaligen Radrennbahn Wülfel absegnen lassen. Wie zu vernehmen war, wäre wohl aber mit starkem Gegenwind aus den Reihen der Ortspolitiker zu rechnen gewesen. Doch nun wurde genau dieser Punkt wieder von der Tagesordnung gestrichen.
„Wir möchten Sie nun darüber informieren, dass die Verwaltung daher auf Wunsch des Oberbürgermeisters entschieden hat, die Drucksache zu TOP 4.1. (Bebauungsplan Nr. 1944 – Wilkenburger Straße / Wülfeler Maschweg, Nr. 2663/2025) von der Tagesordnung der Sitzung am 05.02.2026 zu nehmen“, heißt es in einem jetzt verschickten Rundschreiben aus dem Rathaus an die Bezirksratsmitglieder. Der offizielle Grund: Der Oberbürgermeister möchte erst auf der Einwohnerversammlung am 9. Februar im Freizeitheim Döhren das Thema behandeln. Voraussichtlich kann der Bezirksrat deshalb frühestens in der März-Sitzung über den vorgeschlagenen Bebauungsplan diskutieren.
Etwas seltsam mutet die Begründung aus dem Rathaus allerdings schon an. Denn der Bebauungsplanentwurf war bereits von der Verwalung auf die Tagesordnung der Dezembersitzung der Bezirksrates gesetzt und zur Abstimmung gestellt worden und damit vor der ursprünglich für Anfang Januar geplanten Einwohnerversammlung. Zwar war mit einem „Ziehen der Vorlage in eine Fraktion“ durchaus zurechnen (wie es dann auch gekommen ist), sicher war das indes nicht.
