StartBlaulichtPolizei Nachrichten aus Hannover vom 15.Mai 2023

Polizei Nachrichten aus Hannover vom 15.Mai 2023

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HANNOVER.

Zeugenaufruf: 74-Jähriger bei Verkehrsunfall auf der Landesstraße (L) 422 zwischen Hüpede und Gestorf tödlich verletzt

Am Montag, 15.05.2023, ist ein 74-jähriger Mann mit seinem Pkw aus bislang ungeklärter Ursache von der L 422 abgekommen und mit einem Baum kollidiert. Der Hannoveraner verstarb trotz Reanimationsversuchen noch an der Unfallstelle. Die Polizei sucht nach Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover ereignete sich der Unfall gegen 10:10 Uhr auf der Hannoverschen Straße zwischen Gestorf und Hüpede. Ein 74-Jähriger aus Hannover befuhr die L 422 aus Gestorf kommend in Richtung Hüpede mit seinem Mercedes Benz. Aus unbekannten Gründen kam der Senior nach rechts von der Fahrbahn ab und prallte mit seinem Fahrzeug ungebremst gegen einen Baum. Trotz eingeleiteter Reanimation durch Ersthelfende und Rettungskräfte verstarb der Mann noch an der Unfallstelle. Neben Polizei, Feuerwehr und Rettungskräften war auch der Rettungshubschrauber Christoph 4 im Einsatz. Die L 422 musste für 2,5 Stunden gesperrt werden. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden wird mit circa 10.000 Euro beziffert.

Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden. 


Monat der Vielfalt: Polizeidirektion Hannover beteiligt sich im Mai an mehreren Aktionstagen und ist bei Veranstaltungen präsent

Der Monat Mai steht ganz im Zeichen der Vielfalt – auch in der Polizeidirektion (PD) Hannover. Mit mehreren Aktionstagen und Veranstaltungen wird in diesem Monat auf die Themen Vielfalt und Gleichberechtigung aufmerksam gemacht. Schwerpunkt ist am 17.05.2023 der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie (IDAHOBIT) an dem die PD Hannover mit einer besonderen Aktion ein Zeichen setzen wird.

Chancengleichheit und Diversität sind auch in der PD Hannover ein wichtiges Anliegen. „Auch die Polizei hat sich wie die gesamte Gesellschaft über die Jahre gewandelt“, betont Gwendolin von der Osten, Präsidentin der Polizeidirektion Hannover. „Die Polizei ist nicht mehr weiß und männlich wie einst und bildet heute viel genauer unsere Gesellschaft ab.“ Gelebte Vielfalt innerhalb der Behörde, aber auch nach außen in die Gesellschaft hinein, sei für die Polizei wichtig. „Wenn wir wollen, dass uns die Menschen vertrauen, dann müssen wir uns daran ausrichten, dass die Gesellschaft vielfältig und bunt ist“, meint Gwendolin von der Osten.

Um diese Haltung zu untermauern, beteiligt sich die Polizeidirektion Hannover in diesem Jahr an mehreren Aktionstagen. Den Schwerpunkt bildet hierbei der IDAHOBIT, der internationale Tag gegen Homo-, Bi-, Inter- und Transphobie. Anlässlich des Aktionstages wird am 17.05.2023 vor der Polizeidirektion Hannover durch die Niedersächsische Ministerin für Inneres und Sport, Daniela Behrens, Gwendolin von der Osten sowie der Landeskoordinator für LSBTIQ in der Polizei Niedersachsen, Leon Dietrich, symbolisch die Regenbogenfahne gehisst.

Nach wie vor verzeichnet auch die Polizei Hannover Straftaten mit Bezügen zum Geschlecht und zur sexuellen Orientierung der Betroffenen. Allein im vergangenen Jahr wurden in der PD Hannover 47 entsprechende Delikte registriert und dazu im Zentralen Kriminaldienst Ermittlungen aufgenommen.

Dass Menschen nicht nur unabhängig von ihrer sexuellen Orientierung, sondern unter anderem auch unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer Herkunft die gleichen Chancen erhalten sollen, daran erinnert der Deutsche Diversity Day am 23.05.2023. „In unserer Organisation sind alle Menschen willkommen, sie werden wertgeschätzt, gestärkt und unterstützt so, wie sie sind“, erklärt Hannovers Polizeipräsidentin Gwendolin von der Osten. Als Zeichen hatte die Polizeidirektion Hannover bereits im vergangenen Jahr die Charta der Vielfalt unterzeichnet und sich so zur Durchsetzung von Vielfalt in der Arbeitswelt verpflichtet.

Der Blick in die Zahlen zeigt, dass die Polizeidirektion Hannover bereits seit vielen Jahren einen Kulturwandel vollzieht. Von den rund 3.900 Beschäftigten sind etwa 43 Prozent weiblich. Rund 160 Mitarbeitende haben eine Behinderung, rund 120 davon sind als Schwerbehinderte anerkannt. Mehr als 300 Beschäftigte verfügen über einen Migrationshintergrund. „Ich möchte den Prozess einer vielfältigeren Polizei gern weiter vorantreiben“, sagt Gwendolin von der Osten, die davon überzeugt ist, dass man auch in Teilzeit Führungsaufgaben und leitende Positionen übernehmen kann. Als erste Präsidentin der Polizeidirektion Hannover ist sie seit April dieses Jahres zudem selbst das beste Beispiel für Frauen in Führung.

Am 27.05.2023 und 28.05.2023 wird in Hannover zudem der Christopher-Street-Day gefeiert. Am Rande der Versammlung wird die Polizei mit einem Infostand am Opernplatz präsent sein. Die Ansprechpersonen für LSBTIQ stehen dort an beiden Tagen für den Austausch bereit, geben Informationen zu ihrer Arbeit und bieten zudem Beratungen an.

„Mit Sorge nehmen wir zur Kenntnis, dass es immer wieder zu Angriffen auf Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche sowie queere Menschen kommt“, sagt Leon Dietrich, Ansprechperson für LSBTIQ in der Polizei Niedersachsen. „Das Dunkelfeld in diesem Bereich liegt leider immer noch bei circa 90 Prozent, denn wir stellen oftmals fest, dass sich die betroffenen Menschen nicht trauen, Anzeige zu erstatten, und sie unser Angebot der Ansprechpersonen für LSBTIQ nicht kennen.“ Umso wichtiger ist es, dass die Polizei auch beim Christopher-Street-Day vor Ort ist. „Wir sind ansprechbar und sichtbar und stehen Betroffenen von queerfeindlicher Hassgewalt zur Seite“, unterstreicht Leon Dietrich.


Öffentlichkeitsfahndung: Polizei sucht Täter zu gefährlicher Körperverletzung in U-Bahn

Gesuchte Person © Polizei Hannover
Wer kennt diesen Mann? © Polizei Hannover

Am 21.08.2022 hat ein bislang unbekannter Mann einen 26-Jährigen mit einem Gürtel schwer verletzt. Die körperliche Auseinandersetzung fand in einer U-Bahn in Höhe der Haltestelle „Kröpcke“ statt. Die Polizei fahndet nun mit einem Bild nach dem Täter und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.

Nach bisherigen Erkenntnissen eskalierten die Streitigkeiten gegen 07:00 Uhr in einer U-Bahn der Linie 9 Richtung Fasanenkrug. Ein 26-Jähriger war auf dem Weg nach Hause und stieg an der Haltestelle Lindener Marktplatz zusammen mit dem späteren Täter ein. Als es während der Fahrt in Höhe der Haltestelle „Kröpcke“ zu Streitigkeiten zwischen dem Täter und einer anderen Person kam, wollte der 26-jährige Mann aus Hohenhameln schlichten. Dabei geriet er selbst in einen Streit mit dem Täter. Bei einem sich anschließenden handfesten Streit schlug der Gesuchte mehrmals mit einem Gürtel unter anderem auch auf den Kopf des jungen Mannes ein. Zur weiteren Behandlung musste dieser durch einen Rettungswagen in ein Krankenhaus transportiert werden.

Der Täter ist schwarz, circa 30 Jahre alt und etwa 1,70 Meter groß. Zum Tatzeitpunkt war er mit einem weißen T-Shirt, einem hellblauen Jeanshemd, einer zerrissenen Blue-Jeans, weißen Sneakern, einer weißen Männerhandtasche, einer goldenen Halskette und auffällig bunten Armbändern bekleidet

Zeugen, die Hinweise zu der gesuchten Person geben können, werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Hannover-Mitte unter der Telefonnummer 0511-109 2820 zu melden.


Zeugenaufruf: Zeugen nach Zusammenstoß zwischen Pkw und Motorrad in Wunstorf gesucht

Am Samstag, 13.05.2023, ist bei einer Kollision zwischen einem Auto und einem Motorrad ein 33-jähriger Motorradfahrer in Wunstorf schwer verletzt worden. Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Verkehrsunfalldienstes Hannover ereignete sich der Unfall gegen 12:40 Uhr auf der Kohlenfelder Straße an der Ecke zur Gutenbergstraße. Ein 60-jähriger Autofahrer bog mit seinem Audi A4 in die Kohlenfelder Straße nach links ein. Er fuhr zuvor auf der Kohlenfelder Straße in Richtung stadtauswärts und übersah dann den von rechts kommenden bevorrechtigten 33-jährigen Motorradfahrer. Der Kradfahrer wurde über den PKW auf die Fahrbahn geschleudert und erlitt schwere Verletzungen. Zur weiteren Behandlung wurde der Motorradfahrer in ein Krankenhaus verbracht. Der Sachschaden wird mit circa 6.000 Euro beziffert.

Zeugen, die Hinweise zu dem Unfall oder zum Unfallhergang geben können, werden gebeten, sich beim Verkehrsunfalldienst Hannover unter der Telefonnummer 0511 109-1888 zu melden.


Öffentlichkeitsfahndung: Wer hat Marcus Siegfried H. aus Kleefeld gesehen?

Vermisster Mann aus Hannover-Kleefeld © Polizei Hannover
Wer hat Marcus S. gesehen ? Polizei Hannover

Mithilfe einer Öffentlichkeitsfahndung sucht die Polizeistation Kleefeld seit Montag, 15.05.2023, nach einem vermissten 45-Jährigen aus Kleefeld. Marcus Siegfried H. verschwand am Sonntagmittag, 14.05.2023, aus einem Krankenhaus und ist seither nicht dorthin zurückgekehrt. Wer kann Hinweise zu seinem Aufenthaltsort geben?

Nach bisherigen Erkenntnissen verließ der Gesuchte das Krankenhaus in der Carl-Neuberg-Straße gegen 13:00 Uhr in unbekannte Richtung. In der Einrichtung ist der Gesuchte seit circa einem halben Jahr untergebracht. Sämtliche Suchmaßnahmen führten bislang nicht zum Antreffen von Marcus Siegfried H. Eine Eigengefährdung ist für den 45-Jährigen anzunehmen. Aus diesen Gründen bittet die Polizei nun die Bevölkerung um Mithilfe bei der Suche.

Der Vermisste hat eine normale Statur und wiegt bei einer Größe von 1,80 Meter circa 80 Kilogramm. Zudem hat er einen leichten Bauchansatz, braune Haare, die er meistens mit einem Scheitel nach rechts trägt sowie braune Augen. Auffällig ist eine Narbe über der Oberlippe. Zum Zeitpunkt seines Verschwindens war der 45-Jährige mit einer blauen Stoffjacke und dunklen Jeans bekleidet.

Zeugen, die Hinweise zum Aufenthaltsort des Mannes geben können, werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Hannover-Südstadt unter der Telefonnummer 0511 109-3217 zu melden.


Versammlungen in Hannovers Innenstadt verlaufen weitestgehend störungsfrei – Polizei leitet mehrere Strafverfahren ein

Die Polizei Hannover hat am Samstag, 13.05.2023, diverse Versammlungen im Innenstadtbereich begleitet. Die Aktionen zu unterschiedlichen Themen verliefen überwiegend störungsfrei. Im Zusammenhang mit der Versammlung der Vereinigung „Querdenken 511“ leitete die Polizei mehrere Strafverfahren, unter anderem wegen des Verdachts der Volksverhetzung, ein.

Gegen 13:10 Uhr startete auf dem Opernplatz die Versammlung der Vereinigung „Querdenken 511“ mit zunächst rund 700 Teilnehmenden. Nach mehreren Redebeiträgen unter dem Motto „Diplomaten statt Granaten!“ setzte sich die Versammlung gegen 15:00 Uhr mit etwa 1.100 Teilnehmenden in Bewegung. Aufgrund des Aufzugs, der über Teile des Cityrings sowie Straßen und Plätze in der Innenstadt führte, kam es zeitweilig zu Verkehrsbehinderungen.

Während der Auftaktkundgebung sowie während des Aufzugs leitete die Polizei mehrere Strafverfahren ein. Nach vorläufiger Bilanz registrierte die Polizei dabei drei Volksverhetzungen, eine Beleidigung sowie eine Verunglimpfung des Staates, weil das Bild eines veränderten Bundesadlers gezeigt wurde. Die Tatverdächtigen zu den Volksverhetzungen wurden aus der Versammlung ausgeschlossen. Darüber hinaus wurden diverse Ordnungswidrigkeitsanzeigen gefertigt.

In Höhe des Steintorplatzes stellte die Polizei volksverhetzende Äußerungen einer Rednerin fest. Bei der Überprüfung der Person kam es zu massiven Solidarisierungsaktionen weiterer Versammlungsteilnehmender, die die Einsatzkräfte bedrängten. Durch einen größeren Kräfteeinsatz und Unterstützung durch die Reiterstaffel konnten die umstehenden Personen zurückgedrängt und die Situation beruhigt werden.

Die Versammlung wurde gegen 18:10 Uhr durch die Versammlungsleitung beendet.

Bereits gegen 12:30 Uhr begann am Kröpcke eine Gegenversammlung. Unter dem Motto „Zeichen für Solidarität und Demokratie“ folgten in der Spitze 250 Personen dem Aufruf der „Omas gegen Rechts“ und des Stadtverbands Hannover der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Nach einer kurzen Auftaktkundgebung folgte die Versammlung einer zuvor abgesprochenen Route zum Georgsplatz, wo sie gegen 13:50 Uhr störungsfrei endete.

Mehrere ehemalige Teilnehmende der Gegenversammlung begaben sich kurz darauf zum Opernplatz, um gegen die dortige Versammlung zu protestieren. Die Polizei deklarierte die in der Spitze 60 Personen als neue Versammlung und beschränkte die Aktion auf die gegenüberliegende Straßenseite, so dass beide Versammlungen störungsfrei fortgeführt werden konnten. Diese neue Gegenversammlung endete gegen 14:55 Uhr. 


Zeugenaufruf: Verkehrsunfall zwischen Pkw und Kind – wer kann Hinweise geben?

Am Freitagmorgen, 12.05.2023, ist ein neun Jahre alter Junge bei einem Verkehrsunfall auf der Melanchthonstraße (Vahrenwald) leicht verletzt worden. Eine bisher unbekannte Autofahrerin streifte das Kind beim Abbiegen. Die Polizei sucht nach Zeugen des Vorfalls.

Nach bisherigen Erkenntnissen des Polizeikommissariats Nordstadt bog eine junge Fahrzeugführerin mit ihrem schwarzen Kleinwagen gegen 08:10 Uhr von der Guts-Muths Straße nach rechts in die Melanchthonstraße in Richtung der Vahrenwalder Straße ab. Dabei touchierte die Frau mit ihrem Fahrzeug den Vorderreifen des Fahrrads des Neunjährigen, der zeitgleich die Melanchthonstraße in Höhe der dortigen Fußgängerampel kreuzen wollte. Trotz des Zusammenpralls setzte die Frau ihre Fahrt fort.

Das graue Kinderfahrrad wurde durch die Berührung nicht beschädigt. Der Junge erlitt Schmerzen im Bein. Ein Rettungswagen wurde alarmiert – ein Transport des Neunjährigen in ein Krankenhaus war glücklicherweise nicht notwendig.

Bei dem flüchtigen Fahrzeug handelt es sich vermutlich um einen schwarzen Kleinwagen der Marke VW, eventuell Polo oder Golf. Das Kennzeichen ist bislang nicht bekannt. Die Fahrzeugführerin wird auf etwa 22 Jahre geschätzt. Sie hat braune Haare und ist von kräftiger Statur.

Zeugen, die Hinweise zum Unfallhergang oder der flüchtigen Fahrzeugführerin machen können, werden gebeten, sich beim Polizeikommissariat Nordstadt unter der Telefonnummer 0511 109-3117 zu melden. 


Zeugenaufruf: Unbekannte/r setzt PKW in Brand

In der Nacht zu Mittwoch, den 10.05.2023, hat ein Unbekannter gegen 03:30 Uhr einen Skoda Citigo nach bisherigen Ermittlungen angezündet. Das Auto brannte vollständig aus, ein danebenstehender PKW ist von den Flammen ebenfalls beschädigt worden.

Eine Anwohnerin gab an, in der Nacht gegen 03:30 Uhr durch laute Geräusche wach geworden zu sein. Beim Blick aus ihrem Fenster habe sie das brennende Auto auf der Hasselhorster Straße (Blumenau) gesehen und die Einsatzkräfte informiert.

Die Feuerwehren aus Luthe und Blumenau waren eingesetzt löschten schließlich den Brand. An dem Skoda entstand Totalschaden. Durch das Feuer ist ein daneben geparkter PKW zudem leicht beschädigt worden. Der Gesamtschaden beläuft sich auf rund 6.000 Euro.

Nach bisherigen Ermittlungen durch die Kriminalpolizei muss von einer absichtlichen Brandlegung an dem PKW Skoda ausgegangen werden. Daher suchen die Brandermittler Zeugen, die Angaben zu dem Vorfall machen können. Zeugen melden sich bitte unter der Rufnummer 0511 109 – 5555. 


Erneuter Ermittlungserfolg der Staatsanwaltschaft Hildesheim und der Zentralen Kriminalinspektion (ZKI) Hannover – 15 Objekte durchsucht, acht Personen festgenommen

In einem seit 2022 durch die ZKI Hannover unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Hildesheim geführten Strafverfahren ist den Ermittelnden ein Schlag gegen kriminelle Angehörige einer Großfamilie gelungen. Über ein Kilogramm Heroin, mehrere elektronische Datenträger und eine fünfstellige Summe Bargeld wurden beschlagnahmt. Eine Haftrichterin des Amtsgerichtes (AG) Hildesheim schickte mehrere Personen in Untersuchungshaft.

Am Mittwochvormittag, 10.05.2023, drangen Einsatzkräfte der Polizeidirektion Hannover, der Polizeiinspektion Hildesheim und der Zentralen Polizeidirektion Niedersachsen teilweise gewaltsam in 15 Objekte ein, über mehrere Stunden durchsuchten sie zwölf Wohnobjekte, zwei Gastronomiebetriebe und zwei Lauben in Kleingartenkolonien in Hannover, Ronnenberg, Langenhagen sowie in Bockenem. Die Ermittlungen gegen die Angehörigen eines kriminellen Clans hatten ihren Ursprung in den Chat-Auswertungen der kryptierten Kommunikationsanbieter „EncroChat und „SkyECC“.

Seit 2022 ermittelten die Beamtinnen und Beamten der ZKI Hannover unter Sachleitung der Staatsanwaltschaft Hildesheim gegen sie wegen des Verdachts der illegalen Einfuhr von Betäubungsmitteln sowie des Handels mit Heroin im dreistelligen Kilogramm-Bereich. Für 15 Objekte erließ das Amtsgericht Hildesheim Durchsuchungsbeschlüsse zum Zwecke der Beschlagnahme von Beweismitteln. Darüber hinaus wurden vier Vermögensarreste in einer Gesamthöhe von ca. 450.000 Euro erwirkt. Gegen neun Männer im Alter von 30 bis 56 Jahren und gegen eine Frau im Alter von 51 Jahren erließ das AG Hildesheim Untersuchungshaftbefehle, von denen acht im Bereich der Polizeidirektion Hannover vollstreckt werden konnten. Zwei Haftbefehle wurden jeweils gegen eine engmaschige Meldeauflage außer Vollzug gesetzt, die übrigen sechs Beschuldigten kamen nach Verkündung der Haftbefehle in verschiedene Justizvollzugsanstalten.

Bei den Durchsuchungen beschlagnahmten die Einsatzkräfte etwa 10.000 Euro Bargeld, gut ein Kilogramm Heroin, geringere Mengen Marihuana mit Verpackungsutensilien, zahlreiche Datenträger, über 50 Schuss scharfe Pistolenmunition sowie über 100 Packungen potenzsteigender Mittel und diverser anderer Medikamente. Die Ermittlungen dauern weiterhin an.


Vermisstes Kind aus Hannover in Berlin angetroffen

Bereits seit dem 03.09.2021 sucht die Polizeiinspektion Hannover nach dem damals elf Jahre alten Antonio G und seiner Mutter Franziska T. Am Dienstag, 09.05.2023, wurden beide in Berlin wohlbehalten angetroffen. Der inzwischen 13-Jährige wurde an den Vater übergeben. Die Ermittlungen der Polizei dauern an.

Die Polizei bedankt sich bei allen, die sich an der Suche nach dem vermissten Kind beteiligt haben.

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