Drei größere Einsätze innerhalb weniger Stunden
HANNOVER. Nachdem die Feuerwehr am Samstagabend (21.02) den Einsatz beim Brand eines Zimmers in einem Pflegezentrum in der Fischerstraße in der Calenberger Neustadt gegen 22:30 Uhr beendet hatte (Stadtreporter berichtete), wurde sie in der Nacht zu Sonntag (22.02.) um kurz nach 4:00 Uhr erneut in die Calenberger Neustadt alarmiert. Bei der Regionsleitstelle waren Hinweise zu einer Rauchentwicklung und Flammenschein aus einer Wohnung im vierten Obergeschoss eines Mehrparteienhauses in der Braunstraße in der Calenberger Neustadt eingegengen. Die Regionsleitstelle alarmierte daraufhin zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr (Freiwillige Feuerwehr) Linden sowie den Rettungsdienst. Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Brandschützer bestätigte sich die gemeldete Lage. Es schlugen bereits Flammen aus dem Fenster der betroffenen Wohnung. Aus selbiger hatte sich eine Person bereits selbstständig ins Freie retten können. Feuerwehrkräfte kümmerten sich um die Person und übergaben sie dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung. Da der Treppenraum zu diesem Zeitpunkt bereits stark verraucht war, mussten mehrere Personen aus benachbarten Wohnungen mittels Fluchthauben, mit Unterstützung von Einsatzkräften unter Atemschutz und mit einer Drehleiter, aus dem Gebäude gerettet werden. Gleichzeitig wurde die Brandbekämpfung mit mehreren Strahlrohren im Innen- und Außenangriff eingeleitet und die Flammen mit Löschwasser bekämpft. Mehrere Trupps unter Atemschutzgeräten gingen hierfür in die Wohnung vor. Parallel dazu wurden Druckbelüftungsgeräte eingesetzt, um den Brandrauch aus dem stark verrauchten Treppenraum und dem Gebäude zu verdrängen. Im Verlauf des Einsatzes mussten insgesamt fünf verletzte Personen medizinisch versorgt werden. Vier von ihnen wurden mit Rettungswagen in hannoversche Krankenhäuser transportiert. Eine weitere Person begab sich selbstständig zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus. Die Brandwohnung und die unmittelbaren Nachbarwohnungen sind weitestgehend unbewohnbar. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Feuerwehr zunächst keine Angaben machen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst mit 18 Fahrzeugen vor Ort.
Bereits um 6:30 Uhr am Sonntagmorgen (22.02.) wurden erneut Feuerwehrkräfte zu einem größeren Brandereignis alamiert. Dieses Mal mussten die Brandschützer zu einem Gartenlaubenbrand in die Hebbelstraße im Stadtteil Sahlkamp ausrücken. Noch auf der Anfahrt wurde die Alarmstufe erhöht, denn ein angrenzendes Einfamilienhaus wurde von den meterhohen Flammen der Laube beaufschlagt und in Mitleidenschaft gezogen. Die Löschmaßnahmen gestalteten sich aufwendig, jedoch konnte durch das schnelle Eingreifen das Einfamilienhaus verteidigt werden. Verletzt wurde niemand. Zur Schadenshöhe und zur Brandursache konnte die Feuerwehr zunächst keine Angaben machen. Auch in diesem Fall hat die Polizei die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen. Insgesamt waren bei diesem Einsatz rund 50 Brandschützer (Kräfte der Berufsfeuerwehr – 2 Löschzüge – und eine Freiwillige Feuerwehr) mit einem Großtanklöschfahrzeug sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug beteiligt.
