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Hannover Nachrichten vom 11.September 2023

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HANNOVER.

74 Jugendliche ausgezeichnet: Oberbürgermeister verleiht „Kompetenznachweis Kultur“-Zertifikate an bekannte und ganz neue JugendKulturMentoring Programme

Insgesamt 74 Jugendliche haben am heutigen Montag, 11. September, im Freizeitheim Vahrenwald die „Kompetenznachweise Kultur“ verliehen bekommen. Oberbürgermeister Belit Onay und Tom Becker, Leiter der Stadtbibliothek Hannover, haben die Zertifikate übergeben.

Bei der Veranstaltung mit Babette Ulmer, Vorständin der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung aus Berlin, wurden neben den bekannten Programmen, wie beispielsweise dem Lesementoring, auch die neuen Projekte „Willis“ mit dem Connection Dance Center und das kreativen Berufsorientierungsprojekt „Hey Welt! Ich komme!“ vorgestellt.

Lesementoring wird auf andere Kultursparten ausgeweitet

Ein Schwerpunkt in den nächsten drei Jahren wird die Entwicklung des JugendKulturMentorings als Teil des Kulturentwicklungsplans sein. In diesem Pilotprojekt wird an verschiedenen Standorten überprüft, wie das seit rund 18 Jahre etablierte Lesementoring auf andere Kultursparten ausgeweitet werden kann.

Darüber hinaus haben acht neue Berater*innen des „Kompetenznachweis Kultur“ ihr Zertifikat erhalten, die für die Zukunft und die Fortführung der Projekte von größter Bedeutung sind, wie die folgenden Zahlen bestätigen: 20 Kulturschaffende haben die genannten Projekte konzipiert, geleitet und durchgeführt. 48 Institutionen, wie Kultureinrichtungen, Grundschulen, weiterführende Schulen mit ihren jeweiligen Ansprechpartner*innen waren bei der Planung und Umsetzung beteiligt und 21 Berater*innen haben den „Kompetenznachweis Kultur“ mit jeweils rund 100 Stunden begleitet.

Die individuellen Kompetenzprofile „Kompetenznachweis Kultur“ werden an insgesamt 74 Jugendliche aus folgenden Projekten vergeben:

Zwölf junge Frauen haben sich vier Monate lang im Projekt „Willis“ des Connection Dance Center unter der Leitung von Mónica Garcia Vicente mit der künstlerischen Sparte Tanz auseinandergesetzt, verschiedene Tanzorte und Tanzpersönlichkeiten aus Hannover kennengelernt, sind in der Staatsoper, dem Tanzhaus und der Eisfabrik aufgetreten und haben den 3. Publikumspreis für ihre Performance im Rahmen Generation Tanz bekommen. In diesem Projekt haben die jungen Erwachsenen viele neue Fähigkeiten an sich kennenlernen können, die ihnen im „Kompetenznachweis Kultur“ bezeugt werden.

Im Projekt der kreativen Berufsorientierung „Hey Welt! Ich komme!“ haben sich Jugendliche der IGS Badenstedt mit ihrer Zukunft beschäftigt. Dafür haben sie eigene Texte geschrieben, sich Szenen überlegt, ihre Stimme kennengelernt, geschult und am Ende daraus ein Musikvideo geschnitten.

Aus dem ersten Durchlauf des Modellvorhabens JugendKulturMentoring werden vier Projekte vorgestellt: Das Musikprojekt „Rock´n Roderbruch“, das Projekt „Medien#Matrosen“, das Medienprojekt „Senior*innen lernen Alltags-EDV“ der Lernoase des Freizeitheim Vahrenwald und „My voice for 954“ aus dem Stadtteilzentrum KroKus.

Im Lesementoring bekommen 43 engagierte Jugendlichen aus der IGS Roderbruch, der IGS Kronsberg und den Gymnasien Lutherschule, Goetheschule, Schillerschule, Limmer und dem Kurt-Schwitters Gymnasium ihre Nachweise. Sie haben ein halbes Jahr an den Grundschulen ihres Schulstadtteils im Tandem das Lesementoring durchgeführt.

Oberbürgermeister Belit Onay ist Schirmherr des Programms Lesementoring und des JugendKulturMentoring.

Der „Kompetenznachweis Kultur“ ist ein von der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung entwickelter Bildungspass und ein anerkanntes Instrument in der kulturellen Bildung.


Veranstaltungen der Stadtbibliothek Hannover im Oktober

Folgende Veranstaltungen finden in der Stadtbibliothek Hannover im Oktober 2023 statt:


Stadt kündigt Hannover-Aktionsplan zur Vermeidung von Obdachlosigkeit bis 2030 an

Bereits erste Winternothilfemaßnahmen in Planung

Den bundesweiten Tag der Wohnungslosen am 11. September begeht die Landeshauptstadt Hannover nicht nur mit zwei Veranstaltungen im und vor dem Neuen Rathaus. Die Stadt kündigt auch an, einen Hannover-Aktionsplan zur Vermeidung von Obdachlosigkeit bis 2030 auf den Weg zu bringen.

Der Hannover-Aktionsplan soll unter dem Leitziel „Vermeidung von Obdachlosigkeit bis 2030“ ganz unterschiedliche Aspekte wie die Wohnungssituation junger Erwachsener, die Schulsituation von Familien in Unterbringung, die Situation wohnungsloser Senior*innen und Menschen mit Behinderungen, die Relevanz von Suchterkrankungen sowie von wohnungslosen Menschen aus dem LGBTIQ Umfeld berücksichtigen und Maßnahmen durch eine neu eingesetzte Arbeitsgruppe erarbeiten. Darüber hinaus sollen Wege entwickelt werden, bedarfsgerechten Wohnraum für Wohnungslose zu schaffen.

Die Arbeitsgruppe soll unter anderem aus Vertreter*innen der Wohnungslosenhilfe, sozialen Institutionen, Wohnungswirtschaft und auch Betroffenen bestehen und ihre Arbeit noch in diesem Jahr aufnehmen.

„Der Nationale Aktionsplan zur Vermeidung von Obdachlosigkeit bis 2030 stellt die Weichen auf Bundesebene. Genauso wichtig ist die Umsetzung in den Kommunen. Wir werden mit großem Nachdruck an dem Hannover-Aktionsplan arbeiten, um den wohnungslosen Menschen dieser Stadt eine echte Perspektive zu geben, genauso wie den von Wohnungslosigkeit bedrohten Menschen. Das liegt mir persönlich sehr am Herzen. Wir sprechen nicht nur darüber, wir handeln auch“, sagte Oberbürgermeister Belit Onay im Rahmen der Eröffnung des Fachtags auf dem Trammplatz.

Zudem hat die Stadt bereits erste Maßnahmen für die Winternothilfe 2023/2024 eingeplant. Neben der konzeptionellen Entwicklung des Hannover-Aktionsplans ist es wichtig, die von Wohnungslosigkeit betroffenen Menschen jetzt in ihrer prekären Lebenssituation zu unterstützen.

Onay erläutert weiter: „Wir planen in enger Abstimmung mit allen Beteiligten die bewährten Nachtangebote „Cafe Mensch“ der Obdachlosenhilfe und das „Nachtlicht“ der Diakonie für den Winter 2023/24 wieder anzubieten. Wir können uns auch vorstellen, die neuen Nachmittags-Öffnungszeiten im Mecki-Laden über den Oktober hinaus für den Winterzeitraum 2023/2024 vorzuhalten“. So entstünde dort ein durchgängiges Angebot über den Tag, dass den Menschen im Winter eine durchgängige und wichtige Anlaufstelle an einem für sie vertrauten Ort bietet. 

Zusätzlich will die Stadt das Stundenkontingent für die Straßensozialarbeit zwischen dem Tagesaufenthalt Nordbahnhof und dem Mecki ausweiten. Auf diese Weise sollen Menschen aktiv erreicht werden, die bislang noch keinen Zugang zum Hilfesystem gesucht haben. „Wir sind in Hannover auf dem Weg, aber noch nicht am Ziel“, so Onay. Weitere soziale Maßnahmen zur Winternothilfe 2023/2024 sind in Arbeit.

Der 11. September, der jährliche nationale Tag der wohnungslosen Menschen macht auf die Situation wohnungsloser Menschen aufmerksam, soll aber auch Handlungsdefizite aufzeigen. Die Landeshauptstadt Hannover gestaltet diesen Tag aktiv mit einer zweiteiligen Veranstaltung. Vormittags finden Fachgespräche und Vorträge unter dem Titel „Wohnen sichern“ – Prävention von Wohnungsverlust und Zugang zu Wohnungen erleichtern“ statt. Hier ist im Fokus die Wohnungswirtschaft angesprochen. Es werden verschiedene Facetten des Themas behandelt, Praxisbeispiele vorgestellt, auch ehemals Betroffene kommen zu Wort. Die Geschäftsführerin der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe e.V., Werena Rosenke, nimmt teil und spricht über die Notwendigkeit der Kooperation von Wohnungslosenhilfe und Wohnungswirtschaft.

Auf dem Trammplatz findet am Nachmittag „Ein Marktplatz für Betroffene, Fachangebote und Ehrenamt“ statt, mit über zwanzig Akteur*innen, darunter die Caritas, Zentrale Beratungsstelle Diakonisches Werk gGmBH/Zahnmobil, StiDU e.V., SeWo e.V., OHH e.V., Tibetzentrum, Sida (Soforthilfe und Information durch ambulante Versorgung e.V.), AWO (Arbeiterwohlfahrt Region Hannover e.V.), Malteser Hilfsdienst, Johanniter, Freistatt, Werkheim, Kolpinghaus, Jugendwerksiedlung, RE_STaRT (Ambulante Begleitung für Menschen in sozialen Notlagen), Asphalt gGmbH und einige mehr.


Sozialausschuss tagt öffentlich

Der Sozialausschuss tagt am Montag (18. September) um 15 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, in öffentlicher Sitzung.

Die vollständige Tagesordnung steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.


Fundbüro versteigert Fahrräder

Die Landeshauptstadt Hannover versteigert am Sonnabend, den 16.September ab 15 Uhr im Aufhof,  vormals Kaufhaus Kaufhof, Schmiedestraße, 30159 Hannover, etwa 30 rollfähige Fahrräder aus dem Bestand des Fundbüros.

Es handelt sich um gebrauchte Sachen, die so versteigert werden, wie sie dem Fundbüro übergeben wurden. Eine Gewähr für den Zustand und die Beschaffenheit der Fundsachen – insbesondere für deren Mängelfreiheit – kann nicht übernommen werden.


„World Cleanup Day“ am 16. September: Aufräumen in zwei „Wildnisflächen“ der Stadt

Am 16. September lautet das Motto: „World Cleanup Day – die Welt räumt auf!“ An dieser Aktion beteiligen sich jedes Jahr weltweit Millionen Menschen, um Müll aus der Natur zu entfernen. In Deutschland wird die Aktion von dem Verein „Let´s Do It! Germany e.V.“ koordiniert.

Die Wildnislots*innen, die vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover im Rahmen des Projekts „Städte wagen Wildnis“ als zertifizierte Natur- und Landschaftsführer*innen ausgebildet wurden, laden an diesem Tag zum Mitmachen ein. In der Zeit von 13 bis 17 Uhr soll die Stadtwildnis von Müll befreit werden und sich so wieder gut und naturnah als Lebensraum für verschiedene Tier- und Pflanzenarten entwickeln.

Die Aktion wird zeitgleich auf zwei verschiedenen Flächen umgesetzt: Auf der Wildnisfläche am „Grünberger Weg“ im Stadtteil Mittelfeld (Treffpunkt: Stadtbahnhaltestelle der Linie 8 „Am Mittelfelde“) und auf der Wildnisfläche „Lindener Berg“ (Treffpunkt: Parkplatz Botanischer Schulgarten Linden, Am Lindener Berge 50).

Eine Anmeldung zu den Veranstaltungen ist nicht erforderlich.

Es ist möglich, am genannten Zeitraum oder nur zeitweise mitzuwirken. Zum Termin können auch gerne eigene Arbeitshandschuhe oder Müllgreifer mitgebracht bringen.

Weitere Informationen und Veranstaltungen zum „World Cleanup Day“ sind unter www.worldcleanupday.de zu finden. Informationen zum Projekt „Städte wagen Wildnis“ gibt es unter www.hannover.de/staedte-wagen-wildnis.


Kulturausschuss tagt öffentlich

Der Kulturausschuss tagt am Freitag (15. September) um 15 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2, in öffentlicher Sitzung.

Die vollständige Tagesordnung steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.


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