StartHannoverHannover Nachrichten vom 18.September 2023

Hannover Nachrichten vom 18.September 2023

veröffentlicht in:

HANNOVER.

Neuer Inklusionsbericht vorgestellt: Stadt schafft mehr Barrierefreiheit und Angebote für Menschen mit Behinderung

Bericht erstmals in Leichter Sprache online

Der neue Inklusionsbericht der Landeshauptstadt Hannover wurde heute, 18. September 2023 im Sozialausschuss vorgestellt. Er bildet die städtischen Maßnahmen zur Barrierefreiheit in Hannover in den Jahren 2015 bis 2022 ab. Das Angebot der Schulassistenz bzw. die Bildung von Poolmodellen als Unterstützung für junge Menschen mit einer bestehenden oder einer drohenden Behinderung ist dabei das Schwerpunktthema. Der Bericht enthält darüber hinaus eine Übersicht von ausgewählten Maßnahmen zur Barrierefreiheit an städtischen Liegenschaften und Gebäuden, seit 2014 rund 320, davon allein 265 an Schulen. Es werden Entwicklungen aus den Bereichen Wohnen über Mobilität bis hin zur Bildung oder Kultur skizziert. Die wichtigsten Informationen des Inklusionsberichtes sind in Leichte Sprache übersetzt worden.

„Wir sind auf dem richtigen Weg, aber noch längst nicht am Ziel. Ich möchte den vielen Menschen danken, die sich haupt- und ehrenamtlich für Inklusion in unserer Stadt einsetzen – all denen, deren Leistung oft ein bisschen im Schatten, aber umso wertvoller ist, weil dadurch Teilhabe ermöglicht wird. Inklusion geschieht im Miteinander vor Ort und wir freuen uns darauf, auch künftig gemeinsam daran zu arbeiten“, sagte Sozialdezernentin Sylvia Bruns aus diesem Anlass.

Andreas Mangelsdorf, Beauftragter für Menschen mit Behinderung der Landeshauptstadt Hannover, ergänzt: „Inklusion funktioniert nur im Zusammenspiel von Haupt- und Ehrenamt, aber auch nur, wenn die Gesellschaft Inklusion zulässt. In den letzten Jahren hat sich im Verständnis viel verändert. Dennoch hoffe ich, dass die Selbsthilfe, die Verantwortlichen in der Verwaltung und die Politik nicht müde werden, aus dem reinen Wort ‚Inklusion‘ ein Lebensgefühl, eine Selbstverständlichkeit zu machen.“

Die Schulassistenz basiert auf einem individuellen Rechtsanspruch im Rahmen der Eingliederungshilfe für junge Menschen mit einer bestehenden oder einer drohenden Behinderung. Eine Schulassistenz wird eingesetzt, wenn eine eigenständige Teilnahme am Unterricht sonst nicht möglich wäre. Beim Pool-Modell an Grundschulen handelt es sich um eine rechtskreisübergreifende (SGB VIII und SGB IX) Maßnahme, die bereits an zwei Grundschulen in Hannover (Otfried-Preußler-Schule seit 2020 und Grundschule Feldbuschwende seit 2022) etabliert wurde. Mit der Etablierung von Poolmodellen wird die sonst übliche Eins-zu-Eins-Betreuung bedarfsgerecht angepasst, das heißt die eine qualifizierte Schulbegleitung betreut zwei, drei oder im Einzelfall auch vier Kinder.  Das hat viele Vorteile, die seitens der Eltern und der Kinder sehr schnell geschätzt werden. Es ist jedoch zu beachten, dass eine Eins-zu-Eins-Assistenz grundsätzlich als Anspruch bestehen bleibt.

Bei den baulichen Maßnahmen geht es nicht nur um Rampen und Türbreiten, sondern auch um die Berücksichtigung der Belange von Menschen mit Sehbehinderung, Hörbehinderung oder kognitiven Einschränkungen und um intelligente bauliche Lösungen, die möglichst allen Bedarfen gerecht werden. Im letzten Jahr wurde beispielsweise eine Rampe im Aula Bereich der Grundschule Am Buchholzer Grün fertiggestellt. Die abgesenkte Aula mit schwellenlos zugänglichem Bühnenbereich ermöglicht größtmögliche Flexibilität in Bezug auf Unterricht, Sport und Inklusion.

Ein Schwerpunkt, insbesondere in Kindertagesstätten und Schulen, ist die Umsetzung einer guten Akustik in den Einrichtungen. Abgesehen von allgemeinen Maßnahmen zur Verbesserung der Raumakustik in Schulgebäuden werden hierfür z.B. Akustikdecken eingebaut; sollte dies nicht ausreichen, werden auch akustisch wirksame Wandpaneele oder Pinnwände montiert. So wurde im Jahr 2020 eine Akustikdecke am Gymnasium Käthe-Kollwitz-Schule im Neubau Interimsgebäude als Holzmodulbau eingebaut.

Ein weiteres Beispiel ist der Neubau der Grundschule Otfried-Preußler-Schule in Hannovers Südstadt, die heute aufgrund der dadurch entstandenen Barrierefreiheit und der besonderen Ausstattung für Schulkinder mit unterschiedlichen Behinderungen Inklusion lebt und weit über Hannovers Grenzen hinweg bekannt ist. Die Grundschule wurde im Jahr 2020 Hauptpreisträger Deutscher Schulpreis der Robert Bosch Stiftung und der Heidehof Stiftung aufgrund eines besonders innovativen inklusiven Grundverständnisses.

Der gesamte Bericht sowie die Ausgabe in Leichter Sprache steht auf hannover.de als barrierefreies PDF-Dokument zum Download unter folgendem Link bereit:

www.hannover.de/lhh-inklusionsbericht-2023

Der Inklusionsbericht der Landeshauptstadt Hannover fasst Projekte und Maßnahmen mit dem übergeordneten Ziel einer gleichberechtigten Teilhabe am gesellschaftlichen, politischen, kulturellen sowie wirtschaftlichen Leben und an der Bildung für alle Menschen, ob mit oder ohne Behinderung, zusammen. Hervorgegangen ist der über neunzig Seiten starke Bericht aus der Arbeit der dezernatsübergreifenden Arbeitsgruppe Inklusion und der Koordinationsstelle Inklusion innerhalb der Verwaltung.


Konzertreihe Herrenhausen Barock: Eintrittskarten jetzt im Vorverkauf erhältlich

Konzertreihe in der Galerie Herrenhausen vom 16. November 2023 bis 25. Februar 2024
 

Der Winter wird barock: 18 stimmungsvolle Konzerte präsentiert die Reihe Herrenhausen Barock vom 16. November 2023 bis 25. Februar 2024 im festlichen Galeriesaal in den Herrenhäuser Gärten. Das Programm überzeugt sowohl mit großartigen internationalen Ensembles, wie il Pomo d’Oro, Voces8 und L’Arpeggatia, als auch mit zahlreichen herausragenden Musiker*innen aus Hannover. 

„Die Galerie Herrenhausen ist schon seit Zeiten Kurfürstin Sophies das Zuhause der Barockmusik. Für uns als Veranstalter, aber auch für die Künstler*innen sind die Konzerte in der historischen Spielstätte etwas ganz Besonderes“ sagt Dr. Anke Seegert, Direktorin der Herrenhäuser Gärten.

„Mit dem Programm ist es uns gelungen, höchste internationale Qualität und die herausragende Musikszene der UNESCO City of Music Hannover zusammenzubringen“, sagt Dr. Benedikt Poensgen, Intendant der Konzertreihe. „So steht etwa das Voktett Hannover zusammen mit internationalen Stars wie Voces8 sowie L’Arpeggiata auf der Bühne, das wird ein Fest für die Künstler*innen sowie das Publikum. Die Programme sind Großteils eigens für Herrenhausen konzipiert worden. Das zeigt die Bedeutung, die diese Konzertreihe für die internationale Alte-Musik-Szene inzwischen hat.“

Den Auftakt gestaltet das international gefeierte italienische Ensemble il Pomo d’Oro mit den Solisten Giovanni Sollima und Federico Guglielmo. Traditionelle Tänze aus zyprischen und arabischen Traditionen sowie mit Musik von Vivaldi laden ein zu einer Reise nach Venedig. Das berühmte britische Vokalensemble Voces8 sowie das Voktett Hannover gestalten einen Abend mit A-capella-Musik aus dem 16. bis 18. Jahrhundert und dem fulminanten Händel-Werk Dixit Dominus. In der Adventszeit präsentieren der Norddeutsche Figuralchor und weitere Künstler*innen Monteverdis Marienvesper. Das komplexe Sakralwerk vereint auf eine faszinierende Weise traditionelle Kompositionstechniken mit modernen Elementen und leitet die Zeitenwende zwischen Renaissance und Frühbarock ein. Eine der gefragtesten Musiker*innen der Alte-Musik-Szene, Christina Pluhar, interpretiert mit ihrem Ensemble L’Arpeggiata die bewegende Purcell-Oper Dido und Aeneas. Beim Konzert des Knabenchores Hannover erklingen ausgewählte Motetten, Kantaten und der Missa G-Dur von J.S. Bach.

Beliebte Klassiker sind auch in dieser Saison wieder dabei: Für das diesjährige Weihnachtskonzert in Herrenhausen hat die Staatsoper Hannover den Violinisten Roman Simovic als Konzertmeister engagiert, einen der weltweit führenden Violinisten. „Amore – Liebe und andere Leiden“ ist in diesem Jahr das Motto des Silvesterkonzerts der Hannoverschen Hofkapelle, dem musikalische Werke von Bach, Telemann und Händel Ausdruck verleihen. Schauspielerin und Sprecherin Alix Dudel bereichert das Programm mit Rezitationen berühmter Liebesbriefe.

Pianist Markus Becker ist gleich mit zwei Aufführungen an einem Wochenende dabei: Mit Herbert Schuch, Gülru Ensari und Josefa Schmidt sowie musica assoluta gestaltet er hochvirtuose Bach-Concerti für zwei, drei und vier Klaviere. Am darauffolgenden Abend lässt er mit Jazzmusiker Lutz Krajenski musikalische Welten aufeinandertreffen – mit spannenden und überraschenden Schnittmengen.

Zwei außergewöhnliche Schulprojekte geben herausragenden Nachwuchstalenten eine Bühne. Das Gymnasium Goetheschule mit ihrem Musikzweig setzt höfische, feierliche Musik in Kontrast zu klagenden Kompositionen, untermalt durch von den Schüler*innen eigens entworfene Texte und Lyrik. Die AES Laatzen ist mit dem vom Bund geförderten Opernprojekt „Venus & Adonis“ von John Blow unter der künstlerischen Leitung von la festa musicale zu Gast.

Nach zwei Jahren im Großen Sendesaal ist die NDR Radiophilharmonie mit ihrer Reihe Barock zurück in den Herrenhäuser Gärten. Zwei Konzerte finden unter dem Dach von Herrenhausen Barock statt und präsentieren unter anderen Werke von Bach, Vivaldi sowie das Oratorium Deborah von Georg Friedrich Händel mit dem renommierten englischen Dirigenten Nicholas McGegan und einer internationalen Solist*innen-Riege.

Nach dem großen Erfolg im vergangenen Jahr wird auch die Kooperation mit dem Forum Agostino Steffani fortgesetzt. Beim Eröffnungskonzert mit Starbesetzung, unter anderen Valer Sabadus sowie Kai Wessel, erklingt die einaktige Steffani-Oper „La Lotta d’Hercole con Acheloo“. Darauf folgend präsentieren Voces Suaves und Ensemble Scirocco unter der Leitung von Francesco Corti geistliche Werke Steffanis sowie selten zu hörende Werke von Zeitgenossen.

Förderung

Gefördert wird die Reihe Herrenhausen Barock von der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, der Sparkasse Hannover, dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur sowie der NDR Musikförderung Niedersachsen. Die Konzerte des Forum Agostino Steffani werden zudem von der Stiftung Niedersachsen gefördert.

Informationen und Vorverkauf

Weitere Infos: herrenhausen-barock.de

Die Programmbroschüren liegen in den Herrenhäuser Gärten, an der Vorverkaufs­kasse im Künstlerhaus und in vielen Kultureinrichtungen Hannovers aus. Sie kön­nen auch unter der E-Mail-Adresse 46.kommunikation@hannover-stadt.de bestellt werden.

Eintrittskarten sind bei der Vorverkaufskasse im Künstlerhaus und über Eventim erhältlich. Tickets für Konzerte der NDR Reihe Barock werden über den NDR-Ticketshop verkauft.

Die Tickets beinhalten den Eintritt in den Großen Garten am Veranstal­tungstag.
Die Ticketpreise variieren je nach Konzert zwischen zehn und 50 Euro mit zahlrei­chen Ermäßigungen.


Oberbürgermeister Onay übernimmt Patenschaft für im Iran inhaftierte Studentin 

Soha Mortezaei © Soha Mortezaei
Soha Mortezaei © Soha Mortezaei

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay übernimmt eine Patenschaft für die im Iran inhaftierte Soha Mortezaei. Die Studentin und Aktivistin setzt sich für die Rechte von Frauen und für mehr Bildungsgerechtigkeit im Iran ein. Deshalb landete sie im Gefängnis. Mit der Patenschaft, die in enger Zusammenarbeit mit Aktivist*innen aus Hannover und mit Unterstützung der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) entstanden ist, setzt Onay ein deutliches Zeichen gegen die Menschenrechtsverletzungen des autoritären iranischen Regimes.

„Der tragische Tod von Jina Masha Amini vor einem Jahr, die im Gewahrsam der iranischen Sittenpolizei unter erschütternden Umständen ums Leben kam, rief eine Welle des Protests und der Empörung hervor. Wir gedenken diesem schmerzlichen Jahrestag und erinnern uns an Jina Masha Amini sowie an alle Menschen, die noch immer unter politischer Repression leiden. Wir müssen weiterhin unsere Aufmerksamkeit auf die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen im Iran richten. Wir dürfen nicht schweigen, während Menschen für ihre Überzeugungen und ihre Stimme inhaftiert werden. Als Oberbürgermeister fühle ich die Verantwortung, auf diese Missstände aufmerksam zu machen und Solidarität zu zeigen“, sagte Onay zu seiner Entscheidung.

Wie viele andere Aktivist*innen im Iran wurde die 33-jährige Mortezaei aufgrund ihrer friedlichen Protestaktivitäten von den Geheimdienstmilizen der Revolutionsgarde festgenommen. Bereits im Jahr 2020 wurde eine sechsjährige Haftstrafe gegen die Studentin verhängt, weil sie an den landesweiten Protesten im November 2019 teilgenommen und sich an einem Sitzstreik an der Uni Teheran beteiligt hatte, um sich für das Bildungsrecht von Frauen einzusetzen. Später wurde sie gegen Kaution freigelassen. Jetzt sollen nach Angaben des Studentengewerkschaftsrats* davon drei Jahre und acht Monate vollstreckt werden, weil sie an den Protesten im November 2022 teilnahm. Derzeit befindet sich Soha Mortezaei im Gharchak-Frauengefängnis, wo sie ihre Haftstrafe verbüßen soll. Berichten zufolge, die der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) vorliegen, soll sie während ihrer Verhaftung sexuellen Misshandlungen und schweren Übergriffen durch Vernehmungsbeamte ausgesetzt worden sein. Soha Mortezaei habe dabei zahlreiche Verletzungen sowie Blutergüsse erlitten. Notwendige medizinische Versorgung war ihr vorenthalten worden.

„Ich bin zutiefst bestürzt über die außerordentliche Brutalität und Willkür, mit der das iranische Regime gegen die Menschen im eigenen Land vorgeht.  Mit der Übernahme der Patenschaft ist es mein Ziel, die Öffentlichkeit auf die Umstände der Verhaftung und die unmenschlichen Haftbedingungen von Soha Mortezaei aufmerksam zu machen und für ihre Freilassung einzutreten“, erklärt der Oberbürgermeister. „Es ist nicht hinnehmbar, dass Menschen aufgrund ihrer friedlichen Proteste so behandelt werden. Ich verurteile diesen menschenverachtenden Umgang aufs Schärfste und fordere die iranischen Behörden auf, Soha Mortezaei sowie alle anderen politischen Gefangenen unverzüglich freizulassen.“, erklärt Onay. 

Diese Aufforderung werde er in einem Brief direkt an die iranische Botschaft richten. Darüber hinaus werde er sich an die Außenministerin sowie an andere Regierungsvertreter*innen wenden, um verstärkt auf den Fall von Soha Mortezaei aufmerksam zu machen und ihre sofortige bedingungslose Freilassung einzufordern.

Zusätzlich dazu appelliert Oberbürgermeister Onay an hochrangige politische Persönlichkeiten und weitere Städte- und Regierungsvertreter*innen sich ebenfalls für politisch inhaftierte Personen im Iran einzusetzen. Denn gemäß den Angaben der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) können Patenschaften in vielen Fällen einen positiven Einfluss bewirken, wie etwa Erleichterungen während der Haft oder eine verbesserte Behandlung der Inhaftierten. Der Oberbürgermeister hegt die gleiche Hoffnung angesichts seiner Übernahme der politischen Patenschaft für Soha Mortezaei.

Im Rahmen dieser Patenschaft wird der Oberbürgermeister regelmäßig von der IGFM über Soha Mortezaeis aktuelle Situation unterrichtet. In enger Abstimmung mit der IGFM wird er sich öffentlich für die Belange und die Freilassung der jungen Studentin einsetzen.

Als Reaktion auf die Gewalt des autoritären iranischen Regimes gegenüber den friedlich Protestierenden im Rahmen der landesweiten Proteste dort im November vergangenen Jahres, hat der Rat der Landeshauptstadt Hannover bereits am 24. November 2022 eine Ratsresolution verabschiedet und das brutale Vorgehen des autoritären Mullah-Regimes mit aller Deutlichkeit verurteilt. Mit der Deutschen Messe AG wurde eine Vereinbarung getroffen, dass es auf keiner von der DMAG ausgerichteten Veranstaltungen bis auf weiteres einen offiziellen iranischen Länderstand oder von der iranischen Regierung organisierten Auftritt geben soll.

Patenschaft für eine politisch inhaftierte Person:

Eine Patenschaft für politisch inhaftierte Personen ist eine Form der Solidarität, bei der eine Person oder eine Gruppe eine Verbindung mit einer Person eingeht, die aufgrund ihrer politischen Überzeugungen oder Handlungen inhaftiert wurde. Das Ziel einer solchen Patenschaft ist es, die inhaftierte Person zu unterstützen und darauf aufmerksam zu machen, dass ihre Inhaftierung ungerecht oder politisch motiviert ist. Diese Patenschaften werden in der Regel durch verschiedene Patenschaftsprogramme, wie beispielsweise durch die „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“, vermittelt.

*Studentengewerkschaftsrat:

Hierbei handelt es sich um eine Student*innen-Organisation, die sich für die Interessen der Studierenden an den iranischen Universitäten einsetzt. Der „Studentengewerkschaftsrat“ wurde im Iran mit dem Ziel gegründet, die Studierenden an der Entscheidungsfindung und Planung für die Gewerkschafts-, Wohlfahrts- und Bildungsangelegenheiten der Studierenden zu beteiligen. Im Iran gibt es an jeder Universität einen „Studentengewerkschaftsrat“. Soha Mortezaei war z.B. Sekretärin des Gewerkschaftsrates an der Universität Teheran. Mit dem o.g. „Studentengewerkschaftsrat“ ist der „Studentengewerkschaftsrat des Landes“ gemeint, der über die Ereignisse an allen iranischen Universitäten berichtet.

*Internationale Gesellschaft für Menschenrechte:

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) (International Society for Human Rights, ISHR) ist eine Menschenrechtsorganisation mit Sektionen in 48 Ländern der Welt, die im Jahr 1972 in Frankfurt a.M. gegründet wurde. Die IGFM setzt sich für politische Gefangene weltweit ein. Seit dem Jahr 2009 hat sie bereits über 300 politische Patenschaften vermitteln können.


Kulturentwicklungsplan der Landeshauptstadt Hannover legt Schwerpunkt auf Diversität und schafft neue Strukturen

Hannover ist eine Einwanderungsstadt. Ein Ziel des Kulturentwicklungsplans ist, dass sich das Kulturangebot in Hannover diesen gesellschaftlichen Entwicklungen anpasst und unter der Überschrift Diversität neue Strukturen schafft.

In der heutigen (15. September) Sitzung des Kulturausschusses wurden beispielgebende Projekte vorgestellt. Darunter der Beirat „Dekolonisierendes Erinnerungskonzept“, mit dem die Erinnerungskultur ihren Fokus erweitert, der bisher insbesondere auf dem kritischen Umgang mit der NS-Geschichte liegt. Weitere Akzente setzen die Musikschule mit dem Projekt „Musik Global“, das Stadtarchiv mit dem Startschuss für ein Einwanderungsarchiv sowie das Postmig Writers Collective Hannover mit dem „Collecting Dreams Festival“.

Neuer Schwerpunkt der Musikschule mit „Musik Global“

Die städtische Musikschule hat das Selbstverständnis, mit ihren Angeboten die kulturelle Vielfalt der Gesellschaft abzubilden und alle Menschen in Hannover mit einem diversen vielseitigen musikalischen Bildungsprogramm gleichermaßen anzusprechen. Dies spiegelt sich im Kollegium und bei den Schüler*innen wider. Es wurden deshalb gezielt Musiker*innen zum Beispiel aus der Ukraine, dem Iran, der Türkei, der Mongolei, Korea, China, Indonesien aber auch aus Südamerika, Osteuropa, dem orientalischen und afrikanischen Kulturraum eingestellt, die auf Instrumenten, mit Gesang oder Bewegung aus deren jeweiligem Kulturraum Musikunterricht geben. Ein Kernstück ist das Zusammenspiel über Grenzen hinweg im transkulturellen Ensemble Polypol. Flankiert wird das Aktionsprogramm „Musik Global“ durch musikalische Projekte, die zusammen mit den jeweiligen Communitys entwickelt werden. Die Musikschullehrer*innen bilden sich darüber hinaus gezielt in der Thematik der Diversität weiter und beteiligen sich aktiv am aktuellen Diskurs über Rassismus und kulturelle Aneignung.

Am 6. Oktober feiert die Musikschule ihr 70-jähriges Bestehen mit einem öffentlichen Festakt im Galeriegebäude Herrenhausen. Im musikalischen Programm mit dem Thema „Das Paradies“ wird Musik unterschiedlicher musikalischer Kulturen präsentiert, in einem Festvortrag das Thema „Kulturelle Diversität“ von Leyla Ercan reflektiert. Am 7. Oktober geht es ebenfalls in der Galerie in Herrenhausen mit einem musikalisch diversen Aktionstag weiter. Workshop-Ergebnisse aus „Musik Global“ werden im Stundentakt erklingen, alle Besucher*innen sind zu Mitmachaktionen eingeladen, wie zum Beispiel zum Kennenlernen persischer Instrumente oder zum interaktiven Konzert „Die bunten Vögel“ nach einer afrikanischen Erzählung.

Stadtarchiv startet Projekt zum Einwanderungsarchiv in Kooperation mit Universität Osnabrück

Hannover ist eine Einwanderungsstadt. Die Menschen, die aus anderen Teilen der Welt nach Hannover kamen, trugen und tragen ebenso wie deren Nachfahren erheblich zur kulturellen Vielfalt der Stadtgesellschaft bei. Auch die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Veränderungen sind weitreichend und nachhaltig.

Das Stadtarchiv Hannover, die älteste Gedächtnisinstitution der Stadt, dokumentiert diese Entwicklung bisher vor allem in Unterlagen der Stadtverwaltung und politischer Gremien. Hier lassen sich viele grundlegende Informationen über Verwaltung und Politik gewinnen, die Vielfalt der Lebensstile und Lebenserfahrungen wird hingegen nur oberflächlich wiedergegeben.

Diese Lücke soll mit dem Aufbau eines „Einwanderungsarchivs“ geschlossen werden. Es geht darum, Dokumente und Erinnerungen von Hannoveraner*innen mit Migrationserfahrungen gezielt zu sammeln, sie zu bewahren und ihre Geschichte für Forschung und Bildung zugänglich zu machen. Das Einwanderungsarchiv ist ein Baustein des geplanten „Bürger*innenarchivs“, das im Rahmen des Kulturentwicklungsplans 2030 der Landeshauptstadt Hannover aufgebaut werden soll.

Für ein umfassendes und wissenschaftlich basiertes Vorgehen kooperiert das Stadtarchiv Hannover mit Prof. Dr. Christoph Rass, Prof. Dr. Lale Yildirim und Dr. Frank Wolff vom Institut für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien (IMIS) der Universität Osnabrück . Das Projekt hat eine Laufzeit von zwei Jahren.

Stadtarchiv und IMIS richten dazu eine gemeinsame Arbeitsgruppe ein. Diese erstellt ein umfassendes Konzept, organisiert Workshops mit Expert*innen, potenziellen Schenkenden und Depositalgeber*innen, um sie dafür zu gewinnen, dem Stadtarchiv aussagekräftige historische Dokumente zu übergeben.

Die Durchführung des Projektes vor Ort übernimmt ein*e wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in, der*die insbesondere auf eine enge Vernetzung zwischen dem Archiv und Menschen mit Migrationserfahrung oder migrantisch geprägten Vereinen oder Organisationen hinwirken wird. Von zentraler Bedeutung ist es dabei, Vertrauen zu schaffen, um gemeinsam die vielfältige Geschichte Hannovers dauerhaft zu dokumentieren.

Das Postmig Writers Collective Hannover bereichert die Literaturszene

Bereits seit Sommer 2021 aktiv sind die Postmig Writers, ein Kollektiv aus Schreibenden aus Hannover und der Region in der Trägerschaft von Prisma Queer Migrants e.V. Das Kollektiv besteht aus Schriftsteller*innen, Theatermachenden, Grafic Novellist*innen und Poetry Slammer*innen von People of Color, Menschen mit Migrationserbe, Muslim*innen, Jüd*innen, aber auch insbesondere von Menschen, die von Mehrfachdiskriminierung betroffen sind.  

Ein Projekt des Kollektivs ist das „Collecting Dreams Festival“, das erste postmigrantische Literaturfestival Hannovers, das am vergangenen Wochenende stattgefunden hat – mit Lesungen namhafter Autorinnen wie Kübra Gümüsay und Hadija Haruna-Oelker, und Musikbeiträgen von Musiker*innen of Color. Unter dem Motto „Your story matters to all of us“ hat das Festival angeregte Diskussionen über Diversität im Literaturbetrieb und Erinnerungskulturen in der postmigrantischen Gesellschaft angeboten. Schreib- und Awareness-Workshops sowie Erzählbühnen haben auch dem Publikum interaktive Räume geöffnet.


Hannover: Bis 2025 entstehen deutlich mehr Wohnungen als geplant 

Die Landeshauptstadt Hannover übertrifft die selbstgesteckten Ziele im Wohnungsneubau. Das städtische Wohnkonzept sah den Bau von 12300 neuen Wohnungen im Zeitraum 2013 bis 2025 vor. Tatsächlich werden knapp 16000 neue Wohnungen bis 2025 fertiggestellt sein.  Die Fortschreibung des Wohnkonzepts bis zum Jahr 2035 stellt Hannover nun vor neue Herausforderungen.

Den Bau neuer Wohnungen ermöglichen: Für die Stadtverwaltung ist das eine der komplexesten und dringlichsten Aufgaben. „Wir arbeiten daran mit Hochdruck und sind auf einem guten Weg“, stellt Stadtbaurat Thomas Vielhaber fest. Das Ziel des ersten, im Jahr 2013 vorgelegten Wohnkonzepts der Stadt sah vor, bis 2025 rund 12300 Wohnungen neu zu bauen. Bis dahin werden jedoch insgesamt 15900 Wohneinheiten neu gebaut sein. 8600 sind bereits realisiert, 7300 befinden sich im Bau oder kurz vor dem Baubeginn.

Unterdessen hat die Stadt das Wohnkonzept bis 2035 fortgeschrieben und der Politik zur Beschlussfassung vorgelegt. Demnach müssen im Zeitraum 2025 bis 2035 in Hannover 16800 neue Wohnungen gebaut werden. Das geht aus einem Gutachten hervor, das die Stadt beim ALP-Institut für Wohnen und Stadtentwicklung (Hamburg) in Auftrag gegeben hat.

 „Anpassungen in der wohnungspolitischen Strategie sind erforderlich“, begründet der Stadtbaurat die Fortschreibung. Die Gründe: Hannover ist eine wachsende Stadt. Die Zahl der Einwohner*innen ist stark gestiegen. Der Wohnungsbestand muss für eine alternde Bevölkerung angepasst werden. Auch der Klimawandel bringt wohnbauliche Herausforderungen mit sich – es geht darum, klimagerecht zu bauen.

Die Stadt ermittelt nun, welche Flächen für Neubaugebiete zur Verfügung stehen. Laut dem ALP-Gutachten gibt es stadtweit ein Flächen-Potenzial für rund 12000 neue Wohneinheiten im Zeitraum bis 2035. Sofort verfügbar sind demnach beispielsweise Flächen an der Fuhsestraße oder im Eco-Village. Weitere Flächen liegen etwa im zweiten Bauabschnitt der Wasserstadt, nördlich der Lange-Feld-Straße oder im Bereich der Freiherr-von-Fritsch-Kaserne.

Der Ausbau von Dachgeschossen böte weitere Möglichkeiten, ebenso der Abriss von Altbauten, die durch dichtere Wohnbebauung ersetzt werden können.

Klar ist: Auch wenn die Stadt ihre Hausaufgaben erledigt, bleibt es eine schwierige Aufgabe, Wohnraum zu schaffen. Stadtbaurat Vielhaber verweist auf die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt und in der Bauwirtschaft. Höhere Bau- und Energiekosten, Fachkräftemangel in den Baufirmen, die Auswirkungen der Pandemie und des Kriegs in der Ukraine, steigende Zinsen und Inflation sind Faktoren, die den Wohnungsbau bremsen können. Umso wichtiger sei es, der Wohnungsbranche ausreichend Flächen anbieten zu können, sagt Thorsten Warnecke, Fachbereichsleiter Planen und Stadtentwicklung. Die Unwägbarkeiten bei der Umsetzbarkeit von Vorhaben erforderten genügend Flächenreserven, um die für 2035 gesetzten Ziele im Wohnungsbau tatsächlich zu erreichen.


Stadt richtet Notfallsprechstunde für Wohnungslose ein

Ab heute, 15. September werden die bisherigen Öffnungszeiten des städtischen Fachbereichs „Wohnen und Leben in Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen“ um eine Notfallsprechstunde für wohnungslose Menschen erweitert.

Um zu verhindern, dass wohnungslose Menschen über das Wochenende keinen Schlafplatz zur Verfügung haben, findet die Notfallsprechstunde ab sofort jeden Freitag von 9.00 Uhr bis 10.30 Uhr in der Leinstraße 14 statt. Die Notfallsprechstunde ist für Personen gedacht, die akut von Obdachlosigkeit betroffen sind. Wie auch zu den regulären Sprechzeiten kann dann unmittelbar eine Zuweisung in einer der städtischen Unterkünfte erfolgen. Die Unterkunft wird nach Geschlecht (je nachdem, ob Männer, Frauen oder Familien vorsprechen), besonderen Herausforderungen, beispielsweise dem Erfordernis der Barrierefreiheit und der Verfügbarkeit an freien Plätzen ausgewählt. Eine vorige Terminvereinbarung ist nicht nötig. Anliegen wie Umzugswünsche und Gebührenfragen werden in diesem Rahmen nicht bearbeitet, sondern auf die weiteren Öffnungszeiten verwiesen.

Die neuen Öffnungszeiten des städtischen Fachbereichs „Wohnen und Leben in Gemeinschaftsunterkünften und Wohnungen“:

Montags: 09:00 – 11:30 Uhr

Dienstags: 15:00 – 17:00 Uhr

Donnerstags: 09:00 – 11:30 Uhr

Freitags (für Notfälle): 09:00 – 10:30 Uhr


Landeshauptstadt Hannover setzt Beirat für ein dekolonisierendes Erinnerungskonzept ein

Hannover geht einen entscheidenden Schritt auf dem Weg zu einem umfassenden dekolonisierenden Erinnerungskonzept. Die politischen Gremien der Landeshauptstadt Hannover werden über die Besetzung eines Beirates für diese Aufgabe entscheiden.

Ende April dieses Jahres hatten die Ratsgremien beschlossen, dass ein Beirat eingerichtet werden soll, der die Verbindungen der Stadt Hannover zur Kolonialgeschichte und deren bis heute reichende Auswirkungen aufarbeitet, deren Zeichen in der Stadt hinterfragt und Handlungsempfehlungen benennt. Das ZeitZentrum Zivilcourage hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Gespräche geführt und eine Vorschlagsliste der künftigen Mitglieder des Beirates erarbeitet.

Der Beirat wird – vorbehaltlich des noch ausstehenden Beschlusses des Verwaltungsvorschlags – lokale und überregionale Expertise vereinen. Die künftigen Mitglieder haben Kompetenzen im Bereich der Geschichte des Kolonialismus und seiner Folgen, der Provenienzforschung sowie der dekolonisierenden Erinnerungskultur, aber auch in den Handlungsfeldern Rassismus, Empowerment und Teilhabe. Von zentraler Bedeutung ist die vorgesehene Einbindung von Menschen der Zivilgesellschaft, die sich intensiv für das Thema engagieren.

Neben historischen Fragestellungen und dem Umgang mit den Spuren des Kolonialismus im Stadtbild wird der Beirat auch die heute noch spürbaren gesellschaftlichen Folgen der Zeit des Kolonialismus thematisieren. Es gilt, das Bewusstsein dafür zu stärken, dass viele Lebensbereiche noch heute Bezüge zum Kolonialismus aufweisen. Der verbreitete Alltagsrassismus ist dafür ein zentraler Beleg. Aber auch weltweite Wirtschafts- und Handelsstrukturen, Schwerpunktsetzungen in Politik und Medien oder die unterschiedliche Betroffenheit der Weltregionen von den Folgen der Klimakatastrophe sind dafür Beispiele. Zentrale gegenwärtige politische Probleme sind nur dann umfassend zu verstehen und zu bearbeiten, wenn man die Geschichte des Kolonialismus und ihre nachhaltigen Folgen kennt.

Oberbürgermeister Belit Onay betrachtet die Einsetzung des Beirates als Meilenstein: „Ein dekolonisierendes Erinnerungskonzept ist nicht nur für die BPoC-Community in unserer Stadt bedeutend, es ist auch zentral für eine demokratische Gesellschaft, in der gleichberechtigte Teilhabe und Vielfalt hohe Bedeutung haben.“

Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf hebt die Bedeutung des nun begonnenen Prozesses hervor: „Eine plurale und diverse Stadt muss sich intensiv mit ihrem kolonialen Erbe beschäftigen, das bis heute prägend wirkt. Der Beirat wird uns in dieser Hinsicht wichtige Impulse geben.“

Die Städtische Erinnerungskultur wird die Arbeit des Beirats begleiten und ab dem 1. Oktober 2023 Brenda Davina als wissenschaftliche Koordinatorin „Koloniales Erbe“ für die Bearbeitung dieses Themenfelds einsetzen. Die Kultur- und Bildungswissenschaftlerin Brenda Davina verfügt über langjährige und vielfältige Erfahrung in der Bildungsarbeit sowie der ehrenamtlichen Arbeit in den Vereinen Afrosources und Future of Ghana Germany.


Erfreuliche Entwicklung bei den Schwimmkursen

In diesem Jahr haben bereits 661 Kinder in städtischen Bädern Schwimmen gelernt. Bis zum 20. August waren das 160 Kinder mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die meisten Kurse wurden im Stadionbad durchgeführt (237), gefolgt vom Nord-Ost-Bad (163) und dem Vahrenwalder Bad (96).

Darüber hinaus haben auch 26 Erwachse das Schwimmen erlernt. In dieser Saison wurde im Ricklinger Bad auch ein Projekt für Kinder und Frauen mit dem Quartiersmanagement Mühlenberg durchgeführt, 15 Kinder und 6 Frauen haben sich daran beteiligt (in der Gesamtzahl enthalten).

Weitere Informationen zu Schwimmkursen sind unter BÄDER SUITE – Landeshauptstadt Hannover – Fachbereich Sport, Bäder und Eventmanagement (baeder-suite.de) zu finden.


Premierenlesung mit Thorsten Sueße in der Stadtbibliothek Hannover: „Ein Mord ist nicht genug“

Der Autor Thorsten Sueße liest am Dienstag, 19. September, um 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Straße 12, erstmals aus seinem Kriminalroman „Ein Mord ist nicht genug“. Der Eintritt kostet acht Euro, mit Hannover-Aktiv-Pass ist er kostenlos. Karten gibt es an der Abendkasse.  

Zum Autor

Dr. med. Thorsten Sueße, geboren 1959, wohnt mit seiner Frau im Umland von Hannover. Seit vielen Jahren schreibt er Kriminalromane, in denen er großen Wert auf die anschauliche Darstellung des psychologischen Täterprofils legt – und das nicht ohne Grund. Thorsten Sueße weiß, worüber er schreibt. Er ist – genauso wie seine Romanfigur Dr. Mark Seifert – Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatische Medizin, leitet den Sozialpsychiatrischen Dienst der Region Hannover und hat früher Personen wegen begangener Gewalttaten auf ihre Schuldfähigkeit begutachtet. Bei der Darstellung der Handlung seiner Kriminalromane orientiert er sich an seinem eigenen Arbeitsalltag, der durch eine regelmäßige Zusammenarbeit mit der Polizei Hannover geprägt ist. Daneben betätigt er sich als Schauspieler, hauptsächlich im Bereich Theater, hat aber auch Sprechrollen in Film- und Fernsehproduktionen.


Konzert zum Weltkindertag im Kinderwald

Anlässlich des Weltkindertags wird am Sonnabend, 23. September, von 14 bis 17 Uhr für eine gerechte und lebenswerte Zukunft für alle Kinder und Jugendlichen gesungen und getanzt. Die Kinderwaldchöre unter der Leitung von Katja Arff werden unterstützt durch Unmada Manfred Kindel und weiteren musikalischen Gästen, dies sind unter anderem Chris von Jeremys Jukebox und Christian Kruse von Figurentheater Neumond. Clown Fidolo ist mit seiner wunderbaren Mitmachshow ebenso dabei wie der Kinderwald-Kooperationspartner „Hannover summt!“. 

Treffpunkt ist das Amphitheater im Kinderwald. Für Kaffee, Kuchen und kalte Getränke ist gesorgt. Besucher*innen werden gebeten, eigene Trinkbecher mitzubringen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Der Kinderwald ist wie folgt zu erreichen: Stadtbahnlinie 6 bis Endstation Nordhafen, von dort aus zu Fuß durch den Mecklenheider Forst (circa 25 Minuten); oder Buslinie 490/491, Haltestelle Hansastraße, von dort aus zu Fuß zum Kinderwald (circa 15 Minuten).

Weiteres zum Kinderwald gibt es im Internet unter www.kinderwald.de. Informationen zum Weltkindertag sind unter https://www.weltkindertag.de/ zu finden.


Hannover
Ein paar Wolken
18.4 ° C
20 °
17.1 °
66 %
4.6kmh
20 %
Sa
19 °
So
21 °
Mo
24 °
Di
22 °
Mi
16 °
Ähnliche Artikel

Meistgelesen

Schon geteilt?