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Hannover Nachrichten vom 31.März 2023

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Aktuelles aus der Landeshauptstadt

HANNOVER.

Ausbau des Velorouten-Netzes in Hannover geht voran

Vorfahrt fürs Fahrrad: Das Velorouten-Netz soll elementarer Bestandteil der Verkehrswende in Hannover sein.  Der Ausbau des künftig aus zwölf Strecken bestehenden Netzes, das Stadtteile und Nachbarkommunen mit der hannoverschen Innenstadt verbinden wird, geht voran. Teile der nach Lehrte führenden Veloroute 5 und der nach Laatzen führenden Veloroute 8 sind bereits realisiert. Der Baubeginn für vier weitere Routen ist für den Sommer dieses Jahres geplant.

„Wir liegen in dem Zeitrahmen, den wir erwartet haben – auch wenn die Planung und insbesondere die Beteiligungsverfahren, die dem Bau der Strecken vorangehen, sehr komplex sind“, sagte  Oberbürgermeister Belit Onay auf einer Fahrradtour, die von Kleefeld ausgehend über Teilabschnitte der Veloroute 5 in Richtung Innenstadt führte. Im Juni 2020 hatte der OB das hannoversche Velorouten-Konzept  der Öffentlichkeit präsentiert – mit dem Ziel, es in einem Zeitraum von etwa zehn Jahren umzusetzen. Der Rat hat das Grundkonzept 2020 beschlossen und nachfolgend im Jahr 2022 die konkreten Planungen der ersten fünf Routen bestätigt.

Die Veloroute 05 nach Anderten wurde bereits vorab als Radschnellweg Hannover-Anderten geplant und 2020 vom Rat beschlossen. Daher ist diese Maßnahme bereits jetzt in der Bauphase und wird deutlich vor den anderen Velorouten fertiggestellt werden.


„Teil unserer Mobilitätskultur“


„Radfahren ist Teil unserer Mobilitätskultur“, betonte Onay. Hannover habe eine gute Grundlage, um die Fahrrad-Infrastruktur weiter zu stärken. „Der Fahrradverkehr ist Teil eines verkehrlichen Gesamtgefüges.“ Das künftige Veloroutensystem sei bequem, unkompliziert und sicher. „Es führt über gut ausgebaute separate Wege oder über Fahrradstraßen, für die wir ein besonderes Maß an Komfort und Sicherheit für den Radverkehr anlegen. Ich halte es für realistisch und geboten, das Nötige zu tun um auf 40 Prozent Fahrradnutzung zu kommen – schon alleine um die Klimaneutralität zu erreichen. Dafür braucht es die entsprechenden Rahmenbedingungen.“

Die Veloroute 5 nach Lehrte soll noch im Laufe des Jahres 2023 fertiggestellt werden. Bei den Strecken, deren Baubeginn für den Sommer dieses Jahres vorgesehen ist, handelt es sich um die Veloroute 2 nach Langenhagen, die Route 3 nach Bothfeld/Lahe, die Route 6 nach Bemerode und die Route 9 nach Ricklingen. Die in Teilen bereits existierende interkommunale Route 8 nach Laatzen wird den Planungen zufolge ab Herbst diesen Jahres weitergebaut. Die Stadt Laatzen und die Region sind in das Projekt eingebunden. Für alle Velorouten-Projekte sind Fördermittel des Landes und des Bundes beantragt und überwiegend bereits zugesagt worden.


Besondere Standards


Für Velorouten gelten Standards. Mit einheitlicher Kennzeichnung – etwa durch Markierung oder Beschilderung – sind sie durchgängig erkennbar. Im Einrichtungsverkehr sind sie 2,50 Meter breit, im Zweirichtungsverkehr haben sie eine Mindestbreite von drei Metern. Die Routen erhalten Oberflächen mit hoher Qualität. In bebauten Bereichen sind sie durchgehend beleuchtet. Damit Radler*innen auf den Velorouten zügig vorankommen, sind entsprechende Vorfahrtregeln sowie angepasste Ampelschaltungen vorgesehen. Wartezeiten – etwa an Kreuzungen – werden dadurch reduziert oder sogar vermieden.

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Hintergrund-Info: Sachstand Velorouten-Bau in Hannover

VR 02 nach Langenhagen:

  • Die politischen Beschlüsse liegen seit September 2022 vor;
  • Förderantrag bei der NBank auf Förderung aus dem Landesprogramm „Stadt&Land“ gestellt nach Verlängerung des Förderzeitraumes;
  • Ausführungsplanung weitestgehend mit eigenem Personal erarbeitet
  • Ausschreibung der Bauleitung nach Vorliegen des Förderbescheides
  • Baubeginn voraussichtlich Spätsommer 2023

VR 03 nach Bothfeld / Lahe:

  • Die politischen Beschlüsse liegen seit September 2022 vor;
  • Teilabschnitte des Eilenriederadweges und Neubau der Verbindung von der Kugelfangtrift durch die Grünanlagen zur Bischoff-von-Kettler-Straße werden noch aus dem Fördertopf „Saubere Luft“ zur Verbesserung der Luftreinhaltung in der Stadt Hannover finanziert und in diesem Jahr baulich umgesetzt;
  • Förderantrag bei der NBank auf Förderung aus dem Landesprogramm „Stadt&Land“ vorbereitet nach Verlängerung des Förderzeitraumes zur Umsetzung weitere Bereiche, wird noch vor Ostern eingereicht;
  • Ausführungsplanung weitestgehend mit eigenem Personal erarbeitet;
  • weitere Abschnitte werden direkt nach Zuwendungsbescheid ausgeschrieben (voraussichtlich Sommer 2023).

VR 05 nach Lehrte:

  • befindet sich in der baulichen Umsetzung, Fertigstellung noch in diesem Jahr;
  • Förderung aus dem Fördertopf „Saubere Luft“ zu 100 Prozent.

VR 06 nach Bemerode:

  • Die politischen Beschlüsse liegen seit September 2022 vor;
  • Förderantrag bei der NBank auf Förderung aus dem Landesprogramm „Stadt&Land“ gestellt, Zuwendungsbescheid ist ergangen, Beantragung zur Verlängerung der Förderzusage über das Jahr 2023 hinaus;
  • Ausführungsplanung weitestgehend mit eigenem Personal erarbeitet.
  • Ausschreibungen in Bearbeitung;
  • Baubeginn geplant zum Sommer 2023.

VR 08 nach Laatzen:

  • Die politischen Beschlüsse liegen seit Anfang 2022 vor;
  • Teilabschnitte des Radweges Rudolf-von-Bennigsen-Ufer und Einrichtung einer Radverkehrsanlage beidseitig der Hildesheimer Straße von Wiehbergstraße bis an die Stadtgrenze nach Laatzen wurden noch aus dem Fördertopf „Saubere Luft“ zur Verbesserung der Luftreinhaltung in der Stadt Hannover finanziert und bereits im letzten Jahr baulich umgesetzt;
  • Förderantrag bei der NBank auf Förderung aus dem Landesprogramm „Stadt&Land“ vorbereitet nach Verlängerung des Förderzeitraumes zur Umsetzung weiterer Bereiche (vor dem Parkplatz vom Strandbad und in der Hildesheimer Straße ab Wiehbergstraße stadtauswärts), wird noch vor Ostern eingereicht;
  • Ausführungsplanung weitestgehend mit eigenem Personal erarbeitet;
  • weitere Abschnitte werden direkt nach Zuwendungsbescheid ausgeschrieben;
  • Baubeginn geplant zum Herbst 2023.

VR 09 nach Ricklingen:

  • Die politischen Beschlüsse liegen seit September 2022 vor;
  • Förderantrag bei der NBank auf Förderung aus dem Landesprogramm „Stadt&Land“ gestellt, Zuwendungsbescheid ist ergangen, Beantragung zur Verlängerung der Förderzusage über das Jahr 2023 hinaus;
  • Ausführungsplanung an ein Planungsbüro vergeben.
  • Ausschreibungen in Bearbeitung;
  • Baubeginn geplant zum Sommer 2023

„Grünes Hannover 2023“: 117 Führungen, um in Hannover die Natur in verschiedenen Jahreszeiten zu erleben

Auf 117 Führungen mit Expert*innen die Natur erkunden: Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover hat im Rahmen des Programms „Grünes Hannover“ für 2023 wieder ein abwechslungsreiches Angebot vorbereitet. Mit den Expert*innen aus dem Fachbereich sowie mit Unterstützung von externen Sachkenner*innen und ehrenamtlich Tätigen haben interessierte Menschen von Mitte April bis Ende November die Gelegenheit, Wissenswertes über die Gärten, Wälder, Parks, Friedhöfe und Landschaften in der Stadt zu erfahren. Viele Führungen haben bekannte und beliebte Gartenanlagen zum Ziel, aber es gibt wie in jedem Jahr auch wieder Neues zu entdecken.

Die Broschüre mit allen Angeboten steht ab sofort als Download unter www.hannover.de/gruenes-hannover zur Verfügung. Das aktuelle Programmheft „Grünes Hannover“ ist ab sofort kostenlos beim Hannover-Tourismus-Service am Ernst-August-Platz und im Rathaus, im Informationspavillon am Großen Garten in Herrenhausen und direkt im Foyer beim Fachbereich Umwelt und Stadtgrün, Arndtstraße 1, erhältlich. Der Versand von Heften ist grundsätzlich möglich: nach Zusendung eines adressierten und ausreichend frankierten Rückumschlages (DIN Lang, mit 1,60 Euro für eine Broschüre) an den Fachbereich Umwelt und Stadtgrün (Arndtstraße 1, 30167 Hannover).

Die Teilnahme an den Führungen ist grundsätzlich kostenlos. Um Anmeldung unter den jeweils angegebenen Telefonnummern wird allerdings dringend gebeten, da die Teilnehmer*innenzahl pro Führung begrenzt ist und nur so auch über eine eventuelle Absage eines Angebots informiert werden kann. Eine Teilnahme von größeren Gruppen ist grundsätzlich nicht möglich.

Das Veranstaltungsprogramm „Grünes Hannover“ startet 2023 am Sonnabend, dem 15. April, mit einem Rundgang über den Lindener Berg. Ab 14 Uhr zeigt Jonny Peter des Vereins Quartier e. V. Sehenswürdigkeiten der Geschichte, Kultur und Natur auf Hannovers einziger größeren Erhebung im engeren Stadtgebiet. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Am Mittwoch, dem 19. April, können Interessierte gemeinsam mit Kornelia Stock von 16 bis 18 Uhr essbare, aber auch giftige Pflanzen in der Eilenriede kennen lernen. Eine Anmeldung zu der Führung „Was wächst denn da?“ ist erforderlich.

Der Von-Alten-Garten in Linden ist am Donnerstag, dem 20. April, das gemeinsame Ziel mit dem Landschaftsarchitekten Andreas Ackermann. Ab 17 Uhr führt er auf Spurensuche zu der vor mehr als 300 Jahren entstandenen Gartenanlage. Eine Anmeldung ist erforderlich.

Am Freitag, dem 21. April, führt der Historiker Dr. Peter Schulze über den Stadtfriedhof Stöcken und erläutert von 15 bis 17 Uhr den Wandel in der Bestattungskultur, verbunden mit Einblicken in die ältere und jüngere Stadtgeschichte und -gesellschaft. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Hannovers ehemaliger Stadtförster Gerd Garnatz hat am Sonnabend, dem 22. April, ein Angebot für Frühaufsteher*innen: Er führt über das Gelände der Waldstation Eilenriede und das nahe gelegene Kleingartengelände, um dort in der Zeit zwischen 7 und 10.30 Uhr möglichst viele Vogelstimmen zu hören und erkennen zu lernen. Eine Anmeldung ist erforderlich.


Neue Stadttafel für eine der ersten genossenschaftlichen Siedlungen Hannovers in Oberricklingen

Mit einer neuen Stadttafel wird an eine der ersten genossenschaftlichen Siedlungen Hannovers erinnert. Bezirksbürgermeister Andreas Markurth hat die freistehende Stadttafel „Arbeiterwohnsiedlung Menzelstraße und Schnabelstraße“ am heutigen Donnerstag (30. März) 12 Uhr in der Menzelstraße (gegenüber Haus Nr. 28) enthüllt.

Bis Ende des 19. Jahrhunderts gab es auf dem späteren Siedlungsareal in Ricklingen noch keine Bebauung, stattdessen prägten Wiesen, Felder und Wald das Bild. Zwischen 1900 und dem Ersten Weltkrieg entstanden hier „auf der grünen Wiese“ dank der genossenschaftlichen Initiative ab 1901 die Häuser in der Menzelstraße und der Schnabelstraße, die den Beginn der Besiedlung Oberricklingens darstellte.

Zentrale Quelle zur Erforschung zu dieser Baugenossenschaft ist die Veröffentlichung von Elke Oberheide: „Zwei Straßen – eine Geschichte. Schnabel- und Menzelstraße. Die Geschichte der ersten Genossenschaftssiedlung in Hannover-Ricklingen“ – herausgegeben von der Landeshauptstadt Hannover 1990.

Sie stützt sich auf eine Initiative des Freizeitheims Ricklingen, das seit 1988 einen Gesprächskreis organisiert hat, um der Geschichte der beiden Straßen und damit der Entstehung des Stadtteils Oberricklingen nachzugehen. Ricklingen war mit Oberricklingen 1913 nach Linden eingemeindet worden, mit der Eingemeindung Lindens nach Hannover wurde es 1920 ein Stadtteil Hannovers.

Die Ricklinger Baugenossenschaft ist ein typisches Beispiel für den Arbeiterwohnungsbau im frühen 20. Jahrhundert, als die wachsende Industriearbeiterschaft Wohnraum für sich und ihre Familien brauchte.

Der Gemeinnützige Bauverein Ricklingen gründete sich im Jahr 1900. Die meisten Mitglieder verdienten ihren Lebensunterhalt als Arbeiter bei der Hanomag und der Hannoverschen Waggonfabrik/HAWA. Die Straßennamen der „Colonie“ erinnern an diesen Zusammenhang: Die Menzelstraße heißt nach dem Direktor der HAWA Max Menzel (geboren 1858), der den Bauverein durch eine Zahlungsgarantie von 3.000 Mark förderte. Die Schnabelstraße ist benannt nach Ernst Conrad Schnabel (1840 bis 1898), Brauereibesitzer und Ortsvorsteher in Ricklingen, der dem Gemeinnützigen Bauverein das Land für die Siedlung verkaufte.

Dank der genossenschaftlichen Initiative wurden ab 1901 Häuser in den beiden Straßen errichtet. Im ersten Bauabschnitt entstanden 20 Doppelhäuser, denen 1912 vier Häuser folgten, 1913 weitere sieben.

Bis zum Ersten Weltkrieg umfasste die Siedlung insgesamt 76 Doppelhäuser in den beiden parallel verlaufenden Straßen. Die Haushälften wurden als Zweifamilien-Erwerbshäuser vergeben. Sie boten Platz für mehr als 300 Familien.

Die Genossenschaftsmitglieder zahlten 200 Mark für einen Anteil. Sie mussten Arbeiter sein oder dem unteren Beamtenstand angehören. Jedes Mitglied durfte nur ein Gebäude erwerben und darin wohnen, die zweite Wohnung im Haus wurde an ein anderes Genossenschaftsmitglied vermietet.

Im Vergleich zu engen, feuchten und lichtarmen Wohnungen in der Altstadt oder in Mietskasernen boten die neuen Drei-Zimmer-Wohnungen mit Küche einen guten Standard. Manche bezeichneten sie als „Arbeitervillen“.

Die Infrastruktur entwickelte sich sukzessive: 1912/1913 erhielt die Siedlung Straßenpflaster und Bürgersteige. Damit kamen auch Wasserleitungen, davor hatten die Haushalte ihr Wasser an Hydranten auf der Straße geholt. 1909 wurde der Gasanschluss gelegt, elektrische Versorgung Ende der 1920er Jahre. Die Kanalisation wurde erst 1930/31 gebaut.

Für die Bewohner*innen waren vor allem die Gärten hinter den Häusern wichtig. Sie ermöglichten ihnen, sich mit Gemüse und Kartoffeln zu versorgen. Die Schuppen hinter den Häusern dienten als Lagerraum, vielfach wurden Kleintiere wie Kaninchen, Hühner usw. gehalten. Einige Familien pachteten Land dazu, um für den Eigenbedarf zu ernten oder auf Märkten ihre Überschüsse zu verkaufen.

Die Bewohner*innen der Siedlung schätzten vor allem die gute Nachbarschaft und entwickelten ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Die Straßen und Gärten wurden als Treffpunkte genutzt.

Seit 1977 stehen die Häuser an der Menzel- und Schnabelstraße auf der Liste der Kulturdenkmale der Stadt Hannover, seit Inkrafttreten des Denkmalschutzgesetzes 1979 sind sie als typisches Beispiel des Arbeiterwohnungsbaus der vorletzten Jahrhundertwende geschützt.

Der Text auf der Tafel:

Die beiden Straßen entstanden zwischen 1901 und 1913. Sie waren die erste Bebauung in Oberricklingen. Um Wohnraum für ihre Familien zu schaffen, hatten sich Arbeiter der Hannoverschen Waggonfabrik/HAWA und der Hanomag zu einer Genossenschaft zusammengeschlossen. Das Bauland erwarb der Gemeinnützige Bauverein Ricklingen von dem Brauereibesitzer und Ricklinger Ortsvorsteher Ernst Conrad Schnabel. Max Menzel, Direktor der HAWA von 1898 bis 1902, unterstützte den Bauverein durch eine Zahlungsgarantie. Die 76 Doppelhäuser mit zwei Drei-Zimmer-Wohnungen in jeder Haushälfte boten Platz für über 300 Familien. Die Bewohner*innen schätzten vor allem die gute Nachbarschaft und entwickelten ein starkes Gemeinschaftsgefühl. Seit 1979 steht die Siedlung als typisches Beispiel des Arbeiterwohnungsbaus unter Denkmalschutz.


Frühlingsfest im Kinderwald am 6. Mai

Der Kinderwald feiert am 6. Mai (Sonnabend) von 14 bis 17 Uhr in seinem Amphitheater und rund um den Maibaum sein Frühlingsfest: Gemeinsam mit den Kinderwald-Chorkindern unter der Leitung von Katja Arff und unterstützt von Kinderliedermacher Unmada Kindel wird gesungen, gespielt und musiziert. Clown Fidolo trägt mit seinen Späßen zu einer heiteren Einstimmung auf den Frühling bei. Die Kooperationspartner*innen des Kinderwaldes bieten spannende Infostände an.

Für das leibliche Wohl werden Kuchen und Getränke angeboten. Dafür sind bitte Trinkbecher mitzubringen. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung nicht erforderlich. Weitere Informationen bietet das Internet unter www.kinderwald.de.

Der Kinderwald ist zu erreichen mit der Stadtbahnlinie 6 bis Endstation Nordhafen, von dort aus circa 25 Minuten zu Fuß durch den Mecklenheider Forst; alternativ mit der Buslinie 490/491, Haltestelle Hansastraße, von dort aus zu Fuß in etwa 15 Minuten.


100. Veranstaltung aus der Reihe „Stadtbibliothek aufgeschlossen“ 

Die Festschrift „H. Bahlsens Keksfabrik 1889–1939“ ist Thema des Jubiläumsabend am 3. April

Im März 1937 beschloss die Firma Bahlsen, die Festschrift „H. Bahlsens Keksfabrik 1889–1939“ zum 50-jährigen Betriebsjubiläum des Konzerns am 1. Juli 1939 vorzubereiten. Ein Freund von Hermann Bahlsen, Norbert Jacques, wurde als Autor gewonnen, die Fotografen Hein Gorny (1904–1967) und Karl Theodor Gremmler (1909–1941) aus Hannover wurden für den fotografischen Teil verpflichtet. Irmgard Bogenstahl, seit 1990 als Diplom-Pädagogin freiberuflich in der Erwachsenenbildung tätig, stellt in der 100. Veranstaltung aus der Reihe „Stadtbibliothek aufgeschlossen“ am Montag (3. April) um 19.30 Uhr das Buch „H. Bahlsens Keksfabrik 1889–1939“ in der Stadtbibliothek Hannover, Hildesheimer Str. 12, vor. Der Eintritt ist frei.

Die beiden Fotografen Gorny und Gremmler arbeiteten für dieses Buch das erste Mal zusammen, allerdings stammen die Fotos anders als bislang angenommen nicht überwiegend von Hein Gorny, sondern – wie die Negative belegen – zu einem nicht geringen Teil von Karl Theodor Gremmler. Ihr fotografischer Stil ist annähernd ähnlich und zeitentsprechend der Neuen Sachlichkeit verpflichtet. Gremmler hatte bereits andere Firmenschriften, z.B. für Borgward, erstellt; Gorny für Pelikan.

Die Fotos entstanden in den Jahren 1937 und 1938. Hein Gorny, der Schwiegersohn von Theodor Lessing, wohnte in Hannover, Karl Theodor Gremmler kam aus Bremen für die Aufnahmen. Ab 1939 hatten sie ein gemeinsames Atelier in Berlin.


1. April bis 15. Juli: Zum Schutz der Natur: Generelle Anleinpflicht für Hunde während der Brut- und Setzzeit ab Sonnabend

Nach dem Niedersächsischen Gesetz über den Wald und die Landschaftsordnung (NWaldLG) beginnt am 1. April wieder die allgemeine Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit. Damit gilt ab kommendem Sonnabend auch in Hannovers Wäldern und freien Landschaften eine generelle Anleinpflicht für Hunde.

Die Anleinpflicht dient dem Schutz freilebender Tiere. „In besonderem Maße sollen dadurch Jungwild sowie am Boden und bodennah brütende Vögel geschützt werden“, erläutert Beate Butsch, Leiterin des Bereichs Forsten, Landschaftsräume und Naturschutz (im Fachbereich Umwelt- und Stadtgrün der Landeshauptstadt Hannover). Dazu gehören Vogelarten wie Feldlerche, Wachtel, Rebhuhn oder Wiesenpieper in der freien Landschaft sowie Zilpzalp, Nachtigallen, Rotkehlchen oder Zaunkönig in den Wäldern.

Selbst wenn nicht alle Hunde ihrem Instinkt als Beutegreifer folgen und Jungtiere erlegen, so stören freilaufende Hunde die Tiere in den Erholungsräumen durch ihr natürliches Aufspürverhalten und ihren Bewegungsdrang. Damit scheuchen sie die brütenden Vögel auf, deren Gelege dann erkalten oder auch zerstört werden. Wenn bereits Jungvögel im Nest sind, werden die Altvögel bei der Fütterung oder beim Wärmen des Nachwuchses gestört. „Solche Verluste durch die Missachtung der Anleinpflicht gefährden die Bestände besonders bei seltenen Vogelarten oder bei solchen mit stark zurückgehender Anzahl, wie Feldlerchen, Rebhühnern oder Nachtigallen. Erholungssuchende warten dann in den Folgejahren immer öfter vergeblich auf den Gesang der Vögel“, sagt Beate Butsch. „Wir bitten deshalb alle Hundehalter*innen um Verständnis für die Notwendigkeit, sich an die Anleinpflicht in der Brut- und Setzzeit vom 1. April bis zum 15. Juli zu halten und damit ihren Beitrag zum Schutz der Natur und der Artenvielfalt zu leisten. Durch die große und in der Zeit der Pandemie noch gestiegene Zahl der in Hannover gehaltenen Hunde ist dies besonders wichtig.“

Die Anleinpflicht gilt nicht auf den im Stadtgebiet eingerichteten Hundeauslaufflächen und –wegen. Dort dürfen die Hunde auch während der Brut- und Setzzeit frei laufen. Allerdings muss auf den Hundeauslaufwegen im Landschaftsraum Kronsberg und auf der Hundeauslauffläche im Bornumer Holz die temporäre Anleinpflicht eingehalten werden.

Auch bei Rückschnitten an Bäumen und Hecken im Stadtgebiet, soweit sie nach Baumschutzsatzung und Naturschutzgesetz überhaupt zulässig sind, ist besondere Vorsicht geboten, um brütende Vögel nicht zu stören. Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün hat hierfür ein Merkblatt erstellt, das online unter https://www.hannover.de/Service/Presse-Medien/Landeshauptstadt-Hannover/Meldungsarchiv-f%C3%BCr-das-Jahr-2021/Anleinpflicht-f%C3%BCr-Hunde-w%C3%A4hrend-der-Brut-und-Setzzeit (oder hannover.de unter dem Suchwort „Brut- und Setzzeit“) zu finden ist und telefonisch unter (05 11) 1 68 – 4 38 01 bestellt werden kann. Unter https://www.hannover.de/Leben-in-der-Region-Hannover/Gesundheit/Veterin%C3%A4rwesen/Tierschutz/Hundehaltung/Hundeauslauffl%C3%A4chen-in-Hannover sind weitere Informationen zur Anleinpflicht, zu Ausnahmen und zu Auslaufflächen zu erhalten.


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