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Hannover Nachrichten vom 4.August 2023

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HANNOVER.

Schwärmerei auf dem Weißekreuzplatz 

Viele Menschen schaffen gemeinsam ein Kunstwerk aus miteinander verknüpften Wasserschläuchen:  Auf dem Weißekreuzplatz in Hannover läuft unter der Regie der Künstlerin Kerstin Schulz ein außergewöhnliches Schwarmkunstprojekt, das stetig wächst.  „panta rhei: stadt im fluss“ lautet der Titel. Das Kulturdezernat der Landeshauptstadt Hannover stellt fest, dass sich die Schwarmkunst „in den vergangenen Wochen schon gut entwickeln und teils ungewöhnliche Begegnungen bewirken konnte“.  Rund um das Projekt gibt es ein vielseitiges Rahmenprogramm, das in den kommenden Wochen andauert.

Das als Mitmach-Aktion angelegte künstlerische Projekt widmet sich der Frage, wie die Menschen in der Stadt leben und wie sie mit knappen  Ressourcen wie Raum, Wasser und  Luft, umgehen wollen. Die Schwarmkunst stiftet Gemeinsamkeit: Anwohner*innen, Platzbesucher*innen und auch Passant*innen,  die zufällig den Weißekreuzplatz überqueren,  kommen ins Gespräch, bauen gemeinsam Schlauch-Skulpturen und tauschen sich aus. Unter der professionellen künstlerischen Anleitung entwickelt sich etwas Besonderes – ein neuer Raum, gestaltet von Vielen.


Programm mit Licht, Lesung, Musik und Podiumsdiskussion


Schwarmkunst zum Mitmachen gibt es im August jeden Dienstag, Donnerstag und Samstag von 16 bis 20 Uhr. Dazu sind alle Menschen eingeladen. Der spielerische Umgang mit den Schläuchen setzt keine besonderen Kenntnisse voraus. Gruppen können sich zu kostenlosen Workshops anmelden und sich einen Nachmittag (16 – 18 Uhr) als Kunstschaffende an dem Projekt beteiligen.

Schwarmkunst zum Zuschauen gibt es  an jedem Dienstag, Donnerstag und Samstag von 18 bis 20 Uhr. Die Skulpturen aus Schläuchen führen auf geheimen Wegen Wasser ans Tageslicht. Je weiter die Schwarmkunst wächst, desto spektakulärer wird diese Wasserperformance.

Schwarmkunst zum Mitmachen für hörgeschädigte Menschen gibt es am Donnerstag, 24. August von 17 bis 19 Uhr, mit einem Gebärdensprachdolmetscher.

Schwarmkunst mit  Lichtinstallationen gibt es Samstag, 12. August, sowie Samstag, 19. August, jeweils 20 bis 23 Uhr: Mit seiner Interpretation von Licht gewordenem Wasser bietet der Künstler McSilver Abendschwärmern ein besonderes Schauspiel.

Weitere Termine: 

  • Am Samstag, 12. August, von 19 bis 19.30 Uhr, gibt der Autor Peter Wefer eine Lesung unter der Fragestellung: Schwarmkunst – kann das gut gehen?
  • Am Freitag, 18. August, 18.30 Uhr, tritt der Songwriter Hannes Triphaus auf.
  • Das Ensemble Alphorn Hannover Gartenschlauchmusik, nimmt am Montag, 11. August, 17 bis 18 Uhr, Interessierte mit auf eine musikalische Reise.
  • Wasserlapapp! mit Aylin Horata vom Verein Frohmond, am Montag, 15. August, 17 bis 18 Uhr, richtet sich an Kinder jeden Alters: Zusammen quetschen sie Zitronen aus, experimentieren mit Wasser und schauen, wie viel Wasser durch welche Art von Rohr passt.
  • Eine Podiumsdiskussion, moderiert von Lars Adolph, Schwarmkunst e.V., findet statt am Donnerstag, 17. August, 18.30 bis 20 Uhr. Es geht um die Frage: Wem gehören öffentliche Plätze und wie finden die Menschen dort zusammen? Teilnehmen werden unter anderem Erster Stadtrat Dr. Axel von der Ohe und Markus Häckl, Dezernatsleiter Prävention der Polizei Hannover.
  • Eine Abschlussfeier mit allen Schwarmkünstler*innen ist für Freitag, 25. August, 18 bis 20 Uhr, auf dem Weißekreuzplatz geplant.

Das Projekt „panta rhei: stadt im fluss“ ist ein Baustein in der Strategie zur Weiterentwicklung und Belebung des Weißekreuzplatzes. Es ist Teil des Programms für die bahnhofsnahen Plätze in Hannover.


Konzert zum Weltkindertag im Kinderwald

Anlässlich des Weltkindertags wird am Sonnabend, 23. September, von 14 bis 17 Uhr für eine gerechte und lebenswerte Zukunft für alle Kinder und Jugendlichen gesungen und getanzt. Die Kinderwaldchöre unter der Leitung von Katja Arff werden unterstützt durch Unmada Manfred Kindel und weiteren musikalischen Gästen, dies sind unter anderem Chris von Jeremys Jukebox und Christian Kruse von Figurentheater Neumond. Clown Fidolo ist mit seiner wunderbaren Mitmachshow ebenso dabei wie der Kinderwald-Kooperationspartner „Hannover summt!“. 

Treffpunkt ist das Amphitheater im Kinderwald. Für Kaffee, Kuchen und kalte Getränke ist gesorgt. Besucher*innen werden gebeten, eigene Trinkbecher mitzubringen.

Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Der Kinderwald ist wie folgt zu erreichen: Stadtbahnlinie 6 bis Endstation Nordhafen, von dort aus zu Fuß durch den Mecklenheider Forst (circa 25 Minuten); oder Buslinie 490/491, Haltestelle Hansastraße, von dort aus zu Fuß zum Kinderwald (circa 15 Minuten).

Weiteres zum Kinderwald gibt es im Internet unter www.kinderwald.de. Informationen zum Weltkindertag sind unter https://www.weltkindertag.de/ zu finden.


Beteiligungsverfahren geht in entscheidende Runde: Für die Benennung einer Grünfläche am ehemaligen KZ Misburg stehen im August und September 15 Namen zur Wahl

Die Benennung der Grünfläche am ehemaligen Konzentrationslager (KZ) in Misburg geht in die nächste Runde: Nachdem bis Anfang Juli zahlreiche Namensvorschläge von engagierten Einwohner*innen eingegangen sind und anschließend fachlich auf ihre grundsätzliche Eignung geprüft wurden, stehen nun 15 Alternativen zur Verfügung. Im Rahmen von drei Veranstaltungen in Misburg und in Anderten werden die Namen vorgestellt und stehen zur Wahl:  

  • am Mittwoch, 16. August, von 16 bis 17.30 Uhr bei der Aktion „Upcycling von Papier“ am Bücherschrank Misburg, Anderter Straße 11,
  • am Sonnabend, 2. September, von 14.30 bis 16 Uhr beim „Kleinen Fest am Bache“ in Anderten, Walter-Clemens-Platz 1, und
  • am Mittwoch, 6. September von 16 bis 17.30 Uhr vor Beginn der Bezirksratssitzung im Rathaus Misburg, Waldstraße 9.

Alle Teilnehmer*innen dürfen nur einmal und mit einem Wahlvorschlag an der Wahl teilnehmen. Der Stadtbezirksrat wird nach den Wahlterminen in seiner Sitzung im Dezember 2023 aus den fünf meistgenannten Vorschlägen den neuen Namen für die Grünfläche auswählen. Im Frühjahr 2024 soll dann die offizielle Benennung und Beschilderung der Grünfläche in einem würdigen Rahmen mit dem*der Namensgeber*in als Ehrengast stattfinden.

Beteiligungsverfahren zur Namensgebung als Kooperationsprojekt

Im Sommer 2022 hat der Stadtbezirksrat Misburg-Anderten beschlossen, die 15.000 Quadratmeter große Grünfläche in Misburg-Nord zu benennen. Das entsprechende Beteiligungsverfahren ist eine Kooperation des Stadtbezirksmanagements Misburg-Anderten und der Koordinierungsstelle für Einwohner*innen-Beteiligungen mit dem Fachbereich Umwelt und Stadtgrün und dem ZeitZentrum Zivilcourage sowie Bezirksbürgermeister Klaus Tegeder und Stadtteilhistoriker Gisbert Selke vom NaNaNet. Aktuelle Informationen gibt es auch im Internet unter www.hannover.de/stadtbezirke und www.nananet.de/misburg-anderten.

KZ von 1944 bis 1945

Auf einem Teil des Areals südlich der Hannoverschen Straße und östlich des Mittellandkanals befand sich ein Außenlager des KZ Neuengamme. Das KZ Misburg bestand von Juni 1944 bis April 1945. Die rund 1.200 Häftlinge aus der Sowjetunion, Polen, Frankreich, Belgien und anderen Ländern mussten auf dem Gelände der angrenzenden Erdölraffinerie (Deurag-Nerag), die von Bomben schwer beschädigt war, Trümmer beseitigen und Bomben räumen. Ein Mahnmal am ehemaligen Lagergelände erinnert an die Geschichte des KZ Misburg.


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