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Städtoskoop in Hannover feierlich eröffnet

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„raus aus der Bubble“ – Kultur direkt im Stadtteil

HANNOVER.

Am Freitag Abend (31.März 2023) haben Oberbürgermeister Belit Onay und Kulturdezernentin Konstanze Beckedorf gemeinsam mit Musiker*innen des Orchester im Treppenhaus mit der Eröffnungszeremonie „raus aus der Bubble“ das Städtoskoop in Hannover feierlich eröffnet.

Oberbürgermeister Belit Onay bei der Eröffnungszeremonie "raus aus der Bubble" © Matthias Falk
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Die überdimensionale Bubble besteht aus einem umgebauten, mit Stahlblech ausgekleideten Anhänger, aus dem heraus sich eine pneumatische Raumhülle (Länge 20 Meter, Breite 12 Meter, Höhe 6 Meter) wie eine Bubble entfaltet. Dieser Ort schafft auf etwa 240 Quadratmetern Raum für neue, spannende Formate.

Hinter dem Städtoskoop steckt die Idee, sich aus der eigenen Bubble rauszubewegen und offen für Neues zu sein. An ungewöhnlichen Orten taucht die Bubble auf, spürt den lokalen Puls der Stadt und verbindet mit seinem Programm Orte und Menschen neu miteinander. Je nach Ort schafft die Bubble eine spezielle Plattform für Bilder und Klang, für Austausch und Debatten, für Nachbar*innen, Diskussionsfreudige, Musik-Enthusiast*innen, Kaffeetrinker*innen, Kulturneulinge.

Der Städto-Mat © Matthias Falk
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Mit der Reise der Bubble verbindet die Landeshauptstadt gleich mehrere Ziele: Zum einen setzt sie damit das Ziel „Sichtbarmachung von Kultur im Stadtteil“ aus dem Kulturentwicklungsplan 2030 (KEP) um.

Zweitens bietet sie – auch wegen des kostenfreien Eintritts – ein niedrigschwelliges Kunst- und Kulturangebot an ungewöhnlichen Orten im öffentlichen Raum. Dabei dient die Bubble auf ihrer Tour auch als Community Space.

Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Hannover Konstanze Beckedorf bei der Eröffnungszeremonie "raus aus der Bubble" © Matthais Falk
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Zudem stellt sie die Verbindung der City/Innenstadt mit den Stadtteilen her. Neben kulturellem Austausch der Stadtteile gestaltet beispielsweise das Xchange-Team der Staatsoper Hannover (Opern-, Tanz- und Musikvermittlung) Teile des Programms im Städtoskoop im Sahlkamp. Zu guter Letzt wird mit dem Start des Städtoskoop auch das im Kulturmanagement der Stadt betreute Projekt Kulturdreieck als Teil des städtischen Innenstadtdialogs in den Fokus gestellt.

Musiker*innen des Orchester im Treppenhaus bei der Eröffnungszeremonie "raus aus der Bubble" © Matthias Falk
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Bis zum 2. April bleibt die Bubble im Kulturdreieck in der Sophienstraße, vom 13. bis 15. April steht sie im Vahrenwalder Park, vom 17. bis 19. April auf dem Sahlkampmarkt und vom 21. bis 23. April in Döhren auf dem Fiedeler Platz. Vom 24. bis 26. April wird sie bespielt vom Kulturbüro Misburg-Anderten auf dem Platz der Begegnung in Misburg, vom 28. April bis 1. Mai steht sie auf dem Köbelinger Markt und vom 2. bis 5. Mai organisieren die Stadtteilzentren Ricklingen und Weiße Rose Mühlenberg die Freifläche Zero:e Park in der Rehre in Wettbergen.

Sämtliche Programmpunkte in der Bubble kosten keinen Eintritt.

In der Innenstadt übernimmt Gottfried´s Feinkiosk von Hüseyin Erhan die gastronomische Verpflegung mit kühlen Getränken, gutem Kaffee, kleinen Snacks und Handgemachtem.


1.April

18.30 Uhr

Konzert mit Singer Songwriter Kevin Rabemanisa Musik in verschiedenen Farben – Pop, Soul, Reggae, World Music, Rock und eine Mixtur aus allem. Musik kennt keine Grenzen.

20 Uhr Momentaufnahme Silent Disco mit pølaroit –Musik aus Hannover oder von einem anderen Stern – oder der einfach nur polaroit: High-Tech kombiniert mit Klavier. Mit Kopfhörern und viel Platz zum Tanzen und Abhängen.

2.April

12.30 Uhr

Interkulturelles Picknick – verschiedene Kulturvereine aus dem MiSO-Netzwerk Hannover e.V. bringen eigene Gerichte mit

18 Uhr

„Ausgerechnet Hannover (wo die Häuser so engbrüstig sind)“

Performativer Vortrag des Künstlers Till Wittwer und anschließendes Gespräch mit dem Kulturwissenschaftler Thomas Kaestle und dem Publikum.

Der Berliner Künstler und Autor Till Wittwer war Stipendiat des Kunstvereins Hannover und zeigte dort bis zum Jahr zum Jahr 2022 seine neunteilige performative Vortragsreihe Fabrikanten der Wirklichkeit. Für das Städtoskoop verlagert er nun den Ort seiner Kunst vor die Schwelle des Künstlerhauses. Wittwer stellt einen Zusammenhang zwischen Fund- und Versatzstücken aus der Entwicklung der Stadt Hannover her und fragt nach dem großen Ganzen: nach Bau- und Geistesgeschichte, der Konstruktion von Leitsystemen und der damit verbundenen Verantwortung.

20 Uhr

Notfallkonzert vom Orchester im Treppenhaus.

Auf Notfälle aller Art geht das Orchester im Treppenhaus musikalisch ein. So kann in „Dein persönliches Notfallkonzert“ jeder Zuhörerin die eigenen kleineren oder größeren Notfälle vom Treppenhaus-Streichquartett ganz individuell mit einer Klassik-Infusion behandeln lassen.


Freizeitheim Vahrenwald gemeinsam mit dem Stadtteilzentrum Lister Turm im Vahrenwalder Park vom 13.- 15. April

13.April

14 bis 15 Uhr

Die Blasen Zerschlagen! Eine laute Parade

Bei einem Workshop mit Musiker*innen des Orchesters im Treppenhaus wird eine gemeinsame musikalische Live-Performance einstudiert, die am 30. April in der Bubble auf dem Köbelinger Markt präsentiert wird. Mit Rhythmusinstrumenten, Chicken Shakern und ungewöhnlichen Instrumenten ziehen die Musikanten durch den Stadtteil und sagen laut Hallo! Beteiligte: Orchester im Treppenhaus und Aljoscha Begrich

18 Uhr Seniorenorchester – für Musik ist man niemals zu jung oder zu alt! Bester Beweis ist das 40-köpfige Seniorenorchester Hannover. Mit Neugier, Schwung und viel Freude spielen sie Werke unterschiedlicher Stilepochen. Leitung: Beate Binder


14.April

17 Uhr gemeinsam Singen und danach

Kinoabend „Pride“ nach einer wahren Begebenheit

Ein Handschlag hat schon vieles besiegelt. So auch die außergewöhnliche Allianz zweier Gruppen im Sommer 1984: eine ausgelassene Schwulen- und Lesbentruppe aus London trifft auf streikende Waliser Bergarbeiter. Irritationen sind vorprogrammiert! Bald jedoch scheint das Eis gebrochen und das Dorf auf den Kopf gestellt: Die LGSM (Lesbians and Gays Support the Miners) sammelt für ihre Kumpel in bunten Eimern und stellt sich damit farbenfroh der Sparpolitik von Margaret Thatcher entgegen.


15.April

Kulturfrühstück

Heißer Kaffee, leckeres Rührei und Kultur, Unterhaltung jeder Art hat hier Platz: sowohl das gepflegte Gespräch mit vollem Mund als auch der stimmungsvolle musikalische Beitrag oder Poetry Slam Text.

Abend Lindy-Hop Tanzevent

Lindyhop ist ein fröhlicher Swingtanz voller Bewegung und Interaktion. Einen Partnerin wird nicht benötigt. Im Crashkurs gibt es ein paar Schritte und Tricks für den weiteren Abend.


Stadtteiltreff Sahlkamp auf dem Sahlkampmarkt vom 17.- 19 April

17. April, 18 Uhr

„Verstehen“ – deutsch-ukrainische Zirkus-Show mit CircO zum Auftakt

Das neu gegründete Kompanie CircO Jugendensemble beschäftigt sich in ihrer ersten Produktion mit dem Thema Zirkus als gemeinsame Sprache. In dem Stück „Verstehen“ treffen zwölf Jugendliche aufeinander und zeigen eindrucksvoll das Ergebnis einer Zusammenarbeit ohne Worte. Zusätzlich

bringen die Jugendlichen jeweils ganz eigene ästhetische Vorstellungen und unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen mit. Die Komposition zeigt, wie Artistik zum Mittelpunkt der Kommunikation werden kann.


18.April

15 bis 17 Uhr

Zukunfts-Café – ein Politik-Talk mit dem Stadtteil

Politik, Akteurinnen und Bewohnerinnen aus dem Sahlkamp im Austausch: Miteinander quatschen bei Kaffee und Kuchen

18 Uhr Stadtteilmusik – musikalische Schätze aus dem Stadtteil auf der Bühne. Mit dabei: Alexander Belinson mit traditioneller Musik aus seiner Heimat Usbekistan und Überraschungssongs zum Stadtteil Sahlkamp. Irina Janz & Konstantin Schneider mit Chansons aus verschiedenen Ecken der Welt.


19. April

16 Uhr Zu einem Workshop zum Thema Klang und Raum lädt die Vermittlungsabteilung XChange der Oper Hannover ein. Das Publikum soll für Klänge und deren Verortung im Raum sensibilisiert werden. Wie geht man mit den Klängen um, setzt sie in neue Kontexte und erzählt Geschichten dazu?


Döhren auf dem Fiedeler Platz vom 21.- 23.April

21.April

Konzert zur besten Marktzeit mit dem Seemannschor Hannover Konzert am Abend arabische Klänge mit Ohmid Bahdori.


22.April

Vielfalt und Inklusion: Workshops, Angebote, am Abend Inklusives Konzert mit Band Shadow


23.April

Musikalischer Einstieg in den Tag und der Nachmittag gehört den Kindern mit einer bunten Zirkuswelt


Kulturbüro Misburg-Anderten bespielt das Städtoskoop auf dem Platz der Begegnung mitten in Misburg vom, 24-26.April

24.April

Eröffnungskonzert „Lokal total“


25.April

Tag des Klangs, der Worte und der Bewegung: Junge Texte – Konzert und Lesung mit zwei jungen Stimmen aus Hannover


26.April

Tag der Gemeinschaft: öffentliche Sitzung des Netzwerk Senioren; Tag des Stadtteils mit Vereinen, Initiativen und Schulen

Abschluss: interreligiöses Abendessen in Kooperation mit den Kirchengemeinden


Köbelinger Markt vom 28.April bis 1.Mai

28.April

19 Uhr, Einstimmung und Opening mit Oberbürgermeister Belit Onay

Anschließend

„Pflaster oder Strand? Was tun mit der Stadt von gestern?“ – Gespräch mit Gästen aus Kultur und Planung

Die Theatermacherin Katrin Bretschneider aus Bremen, und der Architekt Arne Hansen (Büro Cityförster) aus Hannover unterhalten sich mit dem Kulturwissenschaftler Thomas Kaestle und anschließend mit dem Publikum.

Wie lässt sich mit dem materiellen Erbe in Städten umgehen: mit gebauter Umwelt und deren Entwicklung über die Jahrzehnte? Was ist geblieben und in welcher Form, was soll bleiben – und was lässt sich damit anfangen? In diesem Gespräch geht es um Ideen, Lösungsvorschläge und Herangehensweisen aus Kunst und Kultur auf der einen und aus Architektur und Planung auf der anderen Seite. Liegt unter dem Pflaster wirklich der Strand? Oder ist der Traum vom Strand nur ein Pflaster für Verletzungen, die sich Menschen in Städten zwangsläufig zuziehen? Stadt ist viel mehr als nur eine Anhäufung von Gebäuden, Straßen und Plätzen. Stadt braucht Vorstellungskraft.


29.April

19.30 Uhr

„Das fiktive Interview“ mit Hannah Arendt, Vicki Baum, Kurt Schwitters, Gottfried Benn… mit der Autorin Sabine Göttel und der Journalistin Gabi Stief, aus der Literaturzeitschrift Hahnepeter.

Hannah Arendt, Vicki Baum, Kurt Schwitters, Gottfried Benn – alle vier berühmten Literatinnen lebten eine Zeitlang in Hannover, der Merz-Dichter Schwitters sogar fast sein ganzes Leben. Die Autorin Sabine Göttel und die Journalistin Gabi Stief wollten wissen, was ihnen an dieser Stadt gefiel, wie sie, die Philosophin Arendt, auf die Welt von heute schaut und wie Vicki Baum es schaffte, nachts einen neuen Roman zu schreiben. Alle vier Dichterinnen waren bereit zum Interview. Nichts ist erfunden –nur das Aufeinandertrefffen. Erstmals präsentieren Göttel und Stief die erfolgreichen Beiträge aus der Reihe „Das fiktive Interview“ der Literaturzeitschrift Hahnepeter live auf der Bühne.


30.April

15.30 Uhr

Die Blasen zerschlagen! Eine laute Parade für Kinder

Kinder von sechs bis zwölf Jahren haben in der Bubble im Vahrenwalder Park Rhythmus-Paraden und Body Percussion mit Aljoscha Begrich und Schlagzeugern des Orchester im Treppenhaus für diese Live-Performance einstudiert.

20 Uhr

„Dialoge“ Poetry Slam – „Macht Worte!“, moderiert von Jörg Smotlacha und Henning Chadde, zu Gast unter anderem Ninia LaGrande

Es gibt schöne Innenstädte, aber ebenso hässliche. Gleiches gilt für viele Stadtteile. Die Menschen die in ihnen leben, reagieren auf diese Umstände. Sie sind zufrieden, manchmal auch unzufrieden, richten sich ein. Sie haben Wünsche, Sorgen und Vorstellungen, die auch mit den Gegebenheiten ihrer Stadt und ihrem städtischen Lebensumfeld zu tun haben, aber nicht ausschließlich. Vielfach gehen sie weit darüber hinaus und bestehen über alle Stadtteilgrenzen, finden aber dennoch keine gemeinsame Sprache im Austausch und in verständnisvoller Nähe. Beim Poetry Slam „Dialoge“ plädieren vier Live-Autor*innen für eine Neubetrachtung der Debattenkultur. Wie finden Meinungen menschlich zugeneigt und ausgeglichen zusammen? Wie führen Debatten vom „Ich“ zum „Wir“? Was braucht es für ein Aufeinander-Zugehen, sich Einlassen-Können, gerade in schwierigen Zeiten wie diesen? Helfen da städtische Plätze, Angebote, Debattierclubs und offene Häuser? Wie könnten lebendige „Safe Spaces“ eines vielseitigen Austausches aussehen? Und wie sieht es mit der Idee einer Agora aus, die in Hannovers Bewerbung zur Kulturhauptstadt eine zentrale Rolle spielte?


Freifläche im Zero:E Park in der Rehre in Wettbergen vom 2. bis 5.Mai

2.Mai

Konzert: Ensemble Megaphon

Ensemble Megaphone …Stumm Herum. Das Ende vom Lied. Ein interdisziplinäres Raum-Zeit-Kontinuum zu Insekten, Natur und Klang


3.Mai

Demenz-Parcour in Zusammenarbeit mit dem Kommunalen Seniorenservice

Der Kommunale Seniorenservice Hannover stellt seine Arbeit vor. Interessante Mitmach- und Informationsangebote, 10 bis 15 Uhr Infostand des Beratungsteams des Kommunalen Seniorenservices, 10 bis 14 Uhr Wie erleben Menschen mit Demenz ihre Umwelt? – Demenz-Parcours zum Ausprobieren

Themenabend: Nachbarschaft

Mitmachaktionen zum Thema „Gute Nachbarschaft“ Lassen Sie uns… reden: Speeddating mit den Nachbar*innen/ Lassen Sie uns bauen: was wünsche ich mir in meiner Nachbarschaft / Lassen Sie uns einfach spielen!


4.Mai

Ausstellung Einfallsreich

Eine Ausstellung für alle zum Staunen, Forschen und Entdecken mit allen Sinnen. Die Ausstellung gibt Raum für kreative Ideen, Transformationen von Dingen und spielerische Erkenntnisse mit bedeutungsoffenen Materialien aus verschiedenen Produktionen und eignet sich besonders für Kinder, Kind Gebliebene und forschende Menschen

19 Uhr Bezirksratssitzung des Stadtbezirks Ricklingen


5.Mai

Abschluss- Konzert mit Duo Mailiki und Friends

Herzergreifende Rembetico aus Griechenland, temperamentvolle Tangos, melodiöse Musette, beswingter Gypsy Jazz sowie traditionelle und populäre Lieder aus diversen Ländern der Welt.


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