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Dienstag, August 25, 2026

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„Schön hier!“ – Kleines Fest im Großen Garten in Herrenhausen

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Vom 02. bis zum 16. Juli 2026 findet zum 40. Mal das Kleine Fest im Großen Garten in Herrenhausen statt - © Fotos: Lothar Schulz 2026

DESiMOs erstes Kleines Fest ist eröffnet


HANNOVER. Am letzten Donnerstag (02.07.) wurde das Kleine Fest im Großen Garten in Herrenhausen eröffnet. Unter dem Motto „Schön hier“ hat der erst im Oktober 2025 eingesetzte Künstlerische Leiter Detlef Simon (Entertainer, Zauberkünstler, Moderator, Kabarettist – bekannt als DESiMO) das Kleine Fest behutsam neu konzipiert und ein Programm zusammengestellt, das den traditionsbewussten Fans des Kleinen Fests ebenso entgegenkommt wie denen, die gespannt auf Neues sind.

Bei seiner 40. Ausgabe präsentiert sich das Kleine Fest so bunt und vielfältig wie eh und je. Mit dabei sind mehr als hundert nationale und internationale KünstlerInnen. Für die BesucherInnen ist für jede/n was dabei: für Varieté-, Clown- und Zirkusfreundinnen und -freunde, für Familien, für die, die sich anregen lassen möchten, für stilleren Genuss, für Traditionsbewusste, für Freundinnen und Freunde von Live-Musik und für alle, die gerne aktiv mitmachen. Präsentiert werden auch Neuentdeckungen 2026 und natürlich dürfen auch die verschiedensten WalkActs nicht fehlen.

Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay betont die Kontinuität des Kleinen Fests als festen Bestandteil im kulturellen Leben der Stadt. An den zwei Gastronomie-Standorten im Garten erwartet die BesucherInnen ein breit gefächertes Angebot, das von unkomplizierten Festival-Klassikern wie Bratwurst im Brötchen oder Hot Dogs bis zu anspruchsvolleren Gerichten reicht. Wie immer dürfen sich auch alle Gäste selbst versorgen und an den Tagen des Kleinen Fests einen Bollerwagen für den Transport der eigenen Picknick-Ausstattung mit in den Großen Garten nehmen.

Der Künstlerische Leiter DESiMO ist ein Fan der Überraschungen, die das Kleine Fest bietet: „Eigentlich finde ich – ebenso wie viele andere langjährige Gäste des Kleinen Fests –, dass sich der besondere Charme am besten entfaltet, wenn man sich einfach treiben lässt und auf die Überraschungen einlässt. Recht hat er – und man wird feststellen: „Schön hier!“

Rita Ora eröffnete das Sommerfestival 2026 in der Autostadt Wolfsburg

Rita Ora eröffnet das Sommerfestival 2026 in der Autosdtat Wolfsburg
Rita Ora eröffnet das Sommerfestival 2026 in der Autostadt Wolfsburg © Ulrich Stamm

Internationaler Pop-Glanz auf der Wolfsburger Lagunenbühne begeistert Tausende Fans

Mit einem Auftritt des britischen Popstars Rita Ora ist am Freitagabend (03.07.2026) das diesjährige Sommerfestival der Autostadt in Wolfsburg eröffnet worden. Auf der Lagunenbühne sorgte die Sängerin vor mehreren tausend Besucherinnen und Besuchern für einen stimmungsvollen Auftakt der sechswöchigen Open-Air-Konzertreihe, die auch in diesem Jahr zahlreiche nationale und internationale Künstler nach Wolfsburg bringt. Rita Ora absolvierte damit zugleich ihr einziges Deutschlandkonzert im Jahr 2026. 

Rita Ora eröffnet das Sommerfestival 2026 in der Autosdtat Wolfsburg
Rita Ora eröffnet das Sommerfestival 2026 in der Autostadt Wolfsburg © Ulrich Stamm

Schon mit ihrem Erscheinen wurde die britische Künstlerin lautstark vom Publikum empfangen. Unterstützt von einer professionellen Liveband präsentierte sie ein energiegeladenes Programm aus Dance-Pop, modernen Clubbeats und gefühlvollen Balladen. Mit ihrer charismatischen Bühnenpräsenz und der direkten Ansprache des Publikums gelang es Rita Ora, von Beginn an eine enge Verbindung zu den Fans aufzubauen. Mit weltweit Milliarden Streams und zahlreichen Chartplatzierungen hat sich die 35jährige nicht nur als Sängerin, sondern auch als Songwriterin, Schauspielerin und TV-Persönlichkeit einen Namen gemacht.

Zu den Höhepunkten des Abends gehörten ihre internationalen Hits wie „Your Song“, „Roc The Life“ und „I Will Never Let You Down“ und “Anywhere”, die von den Zuschauerinnen und Zuschauern begeistert mitgesungen wurden. Zwischen den Titeln nahm sich Rita Ora immer wieder Zeit für ihre Fans. Im Graben gab sie sich sehr publikumsnah und erfüllte viele Selfie- und Autogrammwünsche.

Die beeindruckende Kulisse der Lagunenbühne, die Stimmung mit der untergehende Abendsonne und die hervorragende Organisation verliehen dem Konzert zusätzlichen Glanz. Mit ihrem Mix aus eingängigen Popsongs, kraftvollen Dance-Hymnen und emotionalen Momenten setzte Rita Ora einen gelungenen Startpunkt für das Sommerfestival 2026 und hinterließ ein Publikum, das den Abend mit lang anhaltendem Applaus verabschiedete.

Seltenes botanisches Ereignis – Aufblühen einer Titanenwurz

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Aufgeblühte Titanenwurz im Tropenhaus des Berggartens in Hannover- Herrenhausen - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Großer Andrang im Tropenhaus des Berggartens in Herrenhausen


HANNOVER. Im Tropenhaus des Berggartens in Herrenhausen gab am gestrigen Donnerstag (02.07.) ein sehr seltenes botanisches Ereignis zu bestaunen. Zum dritten Mal kam hier eine Titanenwurz zur Blüte. Dabei handelt es sich um Nachwuchs der von Hand bestäubten Pflanze, die 2014 erstmalig im Berggarten geblüht hat. Die tropische (auf Sumatra heimische) Pflanze mit dem botanischen Namen Amorphophallus titanum bildet nur alle paar Jahre einen Blütenstand. Die größte Blume der Welt wird bis zu drei Meter hoch. Das Aufblühen einer Titanenwurz ist nur von kurzer Dauer. In der Regel öffnet der Blütenstand am Nachmittag und beginnt meist bereits am nächsten Tag zu welken. Es sollen aber auch schon Blütenstände für zwei Tage geöffnet gewesen sein. Der Blütenstand verströmt am ersten Tag einen starken Aasgeruch. Zeitgleich zur Geruchsentwicklung erhitzt sich der Spadix (Kolben) auf circa 36° Grad Celsius, was die Diffusion der Duftstoffe erleichtert. Am Naturstandort werden damit Aas-Käfer und Fliegen angelockt. Auf der Suche nach einem Eiablageplatz kriechen diese Insekten in die Tiefe des Blütenstands und führen so die Bestäubung der Pflanze durch. Die Knospe der Pflanze wird täglich gemessen – am 24. Juni ragte sie schon 122 Zentimeter in die Höhe. Ihre Vorgängerin hatte 2021 insgesamt eine Höhe von 200 Zentimeter erreicht. Der aktuelle Weltrekord einer Titanenwurz: Der wissenschaftlich dokumentierte Blütenstand erreichte am 21. Juni 2013 in den Botanischen Gärten Bonn eine Höhe von 320 cm. Anlässlich des Aufblühens der Titanenwurz hatte der Berggarten am Donnerstag eine Sonderöffnung bis 23 Uhr ermöglicht. Zahlreiche Menschen auch aus der weiteren Umgebung wollten sich das seltene Naturschauspiel nicht entgehen lassen, so dass sich am Zugang zum Tropenhaus eine lange Menschenschlange bildete.






In Niedersachsen steht mitten im Wald eine Pyramide

Die Grabpyramide in Derneburg
Die Grabpyramide in Derneburg

HOLLE. Die altägyptischen Pharaonen wurden in mächtigen Pyramiden zur letzten Ruhe gebettet. Doch um eine Grabpyramide zu sehen, muss man nicht unbedingt an den Nil reisen. Auch ein hannoverscher Graf ließ für sich und seine Familie ein Mausoleum in Form eines Pyramide errichten. „Ewig ist die Fortschreitung zur Vollkommenheit, wenngleich am Grabe die Spur vor dem Auge verschwindet“, war einst am Eingang zu lesen.

Im kleinen Ortsteil Derneburg der eher ländlichen Gemeinde Holle im Hildesheimischen können historisch Interessierte eine unerwartete Entdeckung machen. Wer den rund zweieinhalb Kilometer langen Laves-Kulturpfad rund um das Schloss Derneburg entlang pilgert, stößt plötzlich auf ein geheimnisvolles Bauwerk. Eine fast elf Meter hohe Pyramide. Kein Pharao liegt hier, aber immerhin ein Graf. Genauer: Graf Ernst zu Münster.

Dieser Ernst zu Münster vertrat die Interessen des hannoverschen Kurfürsten und englischen Königs auf den Wiener Kongress. Bei der Neuordnung Deutschlands erreichte er, dass das Fürstentum zum Königreich erhoben wurde und sich das Gebiet des Stifts Hildesheim einverleiben konnte. Als Dank erhielt der Diplomat von seinem König das ehemalige Kloster Derneburg als Geschenk. Er ließ nicht nur das alte Kloster zu einem Schloss umbauen, sondern wollte auch ein Mausoleum in Form eine Pyramide für sich und seine Familie.

Kein Geringerer als der damalige hannoversche Stararchitekt Georg Ludwig Friedrich Laves erhielt 1839 (Todesjahr des Grafen) den Auftrag zum Bau der Anlage. „Als Student hat Laves Zeichnungen ägyptischer Bauwerke und Plastiken auf aufs Genaueste kopieren müssen. Sicherlich waren ihm die Radierungen Piranesis vom alten Rom bekannt und damit auch die im Jahre 12. v. Chr. erbaute Cestius-Pyramide, die ihm als Vorbild gedient haben mag“, heißt es dazu auf der Webseite der Gemeinde Holle.

Laut dem Niedersächsischen Landesamt für Denkmalpflege ist das Grabmal ein Denkmal von landesweiter Bedeutung.

(Anm. Die gezeigten Fotos sind Archivbilder und wurden noch analog aufgenommen).

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Die Grabpyramide in Derneburg
Derneburg 3

Podiumstalk mit Axel von der Ohe: Kunst trifft Stadtpolitik

Podiusdiskussion: v. l.: Felix Landerer. Eva Jandl-Jörg, Axel von der Ohe und Luna Jurado.
Podiusdiskussion: v. l.: Felix Landerer. Eva Jandl-Jörg, Axel von der Ohe und Luna Jurado.

HANNOVER. Die Kunst trifft Politik. Der SPD-Oberbürgermeisterkandidat (und hannoverscher Finanz- und Ordnungsdezernent) Axel von der Ohe traf sich heute am späten Nachmittag (30. Juni)in der Eisfabrik an der Südstädter Seilerstraße mit Kunstschaffenden. In einer Podiumstalk mit mit Eva Jandl-Jörg (Direktorin MUSEUM Wilhelm BUSCH), Luna Jurado (Geschäftsführerin Kulturzentrum Faust) und Felix Landerer (Tänzer und Choreograph LANDERER&COMPANY) wurde der Frage nachgegangen, welche Bedeutung „die Kultur für unsere Stadt, den gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie“ hat.

Die drei Kulturschaffenden vereinte insbesondere ein Wunsch: „Mehr Planungssicherheit bei der städtischen Förderung“. Dem stimmte von der Ohe zu. „Mehr Beständigkeit ist eine politische Entscheidung, die man treffen sollte.“ Außerdem räumte er ein: „Im Rückblick waren Kürzungen in der Kulturförderung ein Fehler.“

Bevor die Podiumsdiskussion startete, hatte Axel von der Ohe und seine Gäste Gelegenheit, einen Ausschnitt aus dem Stück „KARŌSHI“ im Theater in der EISFABRIK zu sehen. Tänzerisch wurde darin Burnout, gesellschaftlichen Druck, ständige Verantwortung und Leistungszwang thematisiert.

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Axel von der Ohe begrüßt seine Gäste
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Axel von der Ohe und Luna Jurado.

Jetzt erinnert ein „Stolperstein“ auch an Hedwig Mahlstedt

In Waldhausen wurde ein neuer Stolperstein für Hedwig Mahlstedt verlegt
In Waldhausen wurde ein neuer Stolperstein für Hedwig Mahlstedt verlegt

HANNOVER. Die Stolpersteine für Kurt Schwitters und seinen Sohn haben Gesellschaft bekommen. Heute Vormittag (30. Juni) wurde vor dem Haus Waldhausenstraße 5 ein weiterer dieser goldglänzenden Gedenksteine im Gehwegpflaster versenkt. Er erinnert an Hedwig Mahlstedt, geb. Bodenheim.

Hedwig wurde am 9. Juli 1876 in Hannover als Tochter des jüdischen Fabrikanten Benjamin Bodenstein geboren. Sie heiratete später den aus einer nichtjüdischen Familie stammenden Karl Mahlstedt. Im April 1837 zog das Ehepaar in eine Wohnung im Erdgeschoss einer Villa in Waldhausen ein. Das Gebäude gehörte der Mutter des bekannten Künstlers Kurt Schwitters. Hier in der Waldhausenstraße Nummer 5 hatte Schwitters seinen ersten „Merz-Bau“ – eine raumfüllende begehbare Plastik – erschaffen. Weil die Nazis seine Kunst als „entartet“ einstuften, war er schon im Januar 1937 nach Norwegen emigriert. Hedwig Mahlstedt und Kurt Schwitters dürften sich also wohl nicht mehr begegnet sein.

In der Nacht vom 8. auf den 9. Oktober 1943 zerstörten Bomben die Schwittersvilla in Waldhausen. Das Ehepaar Mahlstedt wurde obdachlos. „Als wir beiden da saßen“, schrieb später Hedwig Mahlstedt, „unter einem großen Tür- oder Fensterrahmen, Carls Kopf auf meinen Schoß und rings herum alles kochte, bebte, zischte und brannte, haben wir gebetet, sofort getötet zu werden, aber nicht lebendig verschüttet oder langsam verbrannt.“ Das Ehepaar überlebte den Bombenangriff, doch Karl Mahlstedt war schwer erkrankt. Als er im Dezember 1943 starb, verlor Hedwig den Schutz ihrer „Mischehe“. Auf bislang unbekannten Weg wurde Hedwig Mahlstedt zuerst in ein „Judenhaus“ nach Berlin gebracht und am 5. September 1944 dann nach Theresienstadt deportiert. Wenigen Wochen später starb sie dort am 5. November 1944.

Initiiert hatte den neuen Stolperstein Uwe Plaß, ein Ortspolitiker (Ortsbürgermeister) aus Melle und dort auch in der Heimatforschung tätig. Bei seiner Recherche über Verwandte der Bodensteins stieß er auf Hedwig Mahlstedt und seine Spur führte nach Hannover-Waldhausen.

Bevor zum Abschluss der kleinen Feierstunde Blumen am neuen Stolperstein für Hedwig Mahlstedt niedergelegt wurde, betonte Bezirksbürgermeister Willi Lindenberg, die Bedeutung der Stolpersteine. „Sie sind wichtige Erinnerungen an die damalige schreckliche Zeit“, sagte er.

Abgebrannte Grundschule Beuthener Straße: Stadt Hannover stellt Planung für Interimsstandort Erythropelstraße vor

Bis zum geplanten Neubau der GS Beuthener Straße sollen die Mittelfelder Kinder in eine Interimsschule gehen
Bis zum geplanten Neubau der GS Beuthener Straße sollen die Mittelfelder Kinder in eine Interimsschule gehen

HANNOVER. So geht es mit der Interimschule für die GS Beuthener Straße weiter. Die Stadt Hannover legte jetzt einen Zeitplan für das Bauvorhaben vor.

Ende November letzten Jahres zerstörte ein Brand die zentrale Aula sowie angrenzende Sanitärbereiche und Flure der Mittelfelder Grundschule an der Beuthener Straße vollständig, so dass an der Beuthener Straße mit zu einem Schulneubau kein regulärer Unterricht mehr möglich ist. Übergangsweise wurden die Schüler bislang an der Käthe-Paulus-Schule aufgenommen. Doch das ist nur eine kurzfristige Notlösung, weil in den kommenden Jahren die Bemeroder den Platz für eigene Kinder benötigen. Deshalb soll an der Erytropelstraße in Wülfel – rund 10 Minuten Gehweg von der alten Schule entfernt – in Modulbauweise eine Interimsschule entstehen.

Das gesetzlich vorgeschriebene Vergabeverfahren für die Errichtung der Modulanlage ist jetzt erfolgreich abgeschlossen. In einer Pressemitteilung stellte die Landeshauptstadt nun den weiteren Zeitplan vor:

  • Bauantrag 07/2026
  • Beginn Bauarbeiten, Baustelleneinrichtung, Medien, Baugrund 09/2026
  • Modulmontage ab Ende 10/2026
  • Richtfest 12/2026
  • Ab 12/2026 Fassade, Innenausbau, etc.
  • Schlussabnahme und Übergabe Anfang 08/2027
  • Schulbeginn 18.08.2027

Geplant ist eine dreigeschossige Modulanlage für eine vierzügige Ganztagsgrundschule. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 25 Millionen Euro. Das Raumprogramm umfasst unter anderem Unterrichtsbereiche für alle Jahrgänge, Differenzierungs- und Freizeitflächen, eine Mensa, Fachunterrichtsräume, eine Schülerbibliothek sowie Verwaltungsbereiche.

Bauarbeiten an der Haltestelle Döhrener Turm – Bahnen Richtung Innenstadt halten nicht

Gesperrt: Der Bahnsteig Richtung Norden
Gesperrt: Der Bahnsteig Richtung Norden

HANNOVER. Seite heute Morgen (28. Juni) ist die Stadtbahnhaltestelle Döhrener Turm in Fahrtrichtung Norden (Innenstadt) wegen Bauarbeiten gesperrt. Der Hochbahnsteig auf der Ostseite wird erneuert. Ein- und Aussteigen ist nicht möglich. Voraussichtlich dauern die Arbeiten bis Freitag, den 14. August bis ca. 3 Uhr morgens.

Fahrgäste mit Ziel Richtung Norden müssen entweder rund 500 Meter zur Haltestelle Fiedelerstraße laufen oder eine Bahn Richtung Süden bis zur Fiedelerstraße nehmen und dort dann wieder in Fahrtrichtung Innenstadt umsteigen. Und wer an der Haltestelle Döhrener Turm aussteigen, aber nicht laufen möchte, sollte erst an der Station Altenbekener Damm die Bahn verlassen und dann eine Station wieder zurückfahren.

Zehnter Todestag von Götz George am 19.06.2026

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Der TV-Tatort-Kommissar Horst Schimansky wurde Kult

DUISBURG. Götz George wurde am 23. Juli 1938 als Sohn des berühmten Schauspieler-Ehepaars Berta Drews und Heinrich George in Berlin geboren. Bereits mit zwölf Jahren stand er erstmals auf einer Bühne im Berliner Hebbel-Theater. Mit knapp 14 Jahren war er 1951 bei der Wiedereröffnung des berühmten Schiller Theaters in „Wilhelm Tell“ zu sehen. Einem Millionenpublikum wurde er in den 1960er-Jahren bekannt als er in den Karl-May-Verfilmungen „Der Schatz im Silbersee“ und „Unter Geiern“ mitwirkte. Einen Namen machter er sich auch als unkonventioneller und rowdyhafter Tatortkommissar Horst Schimansky in abgewetztem Parka (der auch als Schimansky-Jacke eine gewisse Bekanntheit erlangte). Zusammen mit seinem Kollegen Christian Thanner (Eberhard Feik) ermittelte er in Duisburg. Allein die erste Folge der „Schimmi-Tatorte“ «Die Schwadron» sahen fast 13 Millionen Menschen. Im Jahr 2013 war dann Schluss damit, nach 48 Folgen. Während dieser schnodderige Kommissar beim Fersehpublikum zunächst sehr umstritten war, ist „Schimmi“ heute schon lange Kult. 2008 war George laut einer Emnid-Umfrage der beliebteste TV-Kommissar. In Duisburg-Ruhrort gibt es sogar eine Horst-Schimanski-Gasse.

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© Foto/Archiv: Lothar Schulz 2025


Bevor der namenlose Weg offiziell den Straßennamen Horst-Schimanski-Gasse erhielt, war er zuvor per gestricktem Straßenschild
als „Schimmi-Gasse“ ausgewiesen worden.

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© Foto/Archiv: Lothar Schulz 2025

Hier ist auch eine Büste mit dem Konterfei des Tatort-Kommissars aufgestellt worden. Doch George war nicht nur der Tatort-Kommissar: er brillierte auch in anderen Rollen: so z.B. auch in der satirischen deutschen Filmkomödie „Schtonk!“ von Helmut Dietl aus dem Jahr 1992 über die Veröffentlichung der gefälschten Hitler-Tagebücher in der Hamburger Illustrierten Stern. Als eindrucksvoller Charakterdarsteller erwies sich George in Romuald Karmarkars Film „Der Totmacher“ (1995). Darin verkörperte George den hannoverschen Jungenmörder Fritz Haarmann.

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© Foto/Archiv: Lothar Schulz 2025

George lebte in Berlin, auf Sardinien und in Hamburg. Am 19. Juni 2016 starb er in der Hansestadt im Alter von 77 Jahren nach kurzer schwerer Krebserkrankung. Götz George wurde im engsten Familienkreis auf dem Friedhof Berlin-Zehlendorf nahe der Grabstelle seines Vaters beigesetzt.

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© Foto/Archiv: Lothar Schulz 2025

„Art Underground“ und CRASH PIPE auf dem Raschplatz

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Norddeutschlands größtes Bodenkunstwerk (4.000 qm groß) auf dem Raschplatz in Hannover mit integrierter CRASH PIPE wurde eingeweiht - © Fotos: Lothar Schulz 2026

Norddeutschlands größtes Bodenkunstwerk in Hannover eingeweiht

HANNOVER. Auf Hannovers Raschplatz wurde am Freitag (26.06.) in Anwesenheit von Oberbürgermeister Belit Onay und Sozialdezernentin Sylvia Bruns das Bodenkunstwerk „Art Underground“, das auch die CRASH PIPE (2026) von Florentina Holzinger integriert, eingeweiht. Die künstlerische Umsetzung von „Art Underground“ wird kuratiert vom hannoverschen Street-Art-Künstler Jascha Müller und liegt in den Händen gleich mehrerer internationaler Graffiti- und Street-Art-KünstlerInnen: DELTA aus den Niederlanden mit geometrischer, architektonischer Bildsprache, dendyden, gebürtig aus Russland und heute in Berlin lebend, mit 3D-Illusionen und perspektivischen Effekten sowie IOTA aus Belgien mit organischen Formen und dynamischen Linien. DELTA und dendyden haben ihre Arbeiten bereits auf die Fläche gebracht. Iota wird ab dem 7. Juli ihren Part auf die Fläche malen. Das Bodenkunstwerk wird dann ergänzt durch Arbeiten der lokalen Streetart-Szene, die sich auf einen „Open Call“ bewerben kann. Das Kunstprojekt „Art Underground“ mit jährlicher Auffrischung (2027 und 2028) und der Ankauf und der Umzug der „CRASH PIPE“ (2026) von ihrem ersten Standort in der Sophienstraße zum Raschplatz wird gefördert von der Sparkasse Hannover als Hauptsponsorin und Anliegerin am Raschplatz sowie der Ricarda und Udo Niedergerke Stiftung und den Merkur Spielbanken. Die erste Umsetzungsphase des Kunstwerkes dauerte bislang rund zwei Wochen und wird fortgesetzt, sobald die Künstlerin IOTA aus Belgien anreisen kann. Für die Umsetzung dess Projektes wurden dickflüssige, zähe Farben verwendet, die nicht in das Grundwasser eindringen und umweltverträglich sind. Die Fläche ist nicht nur ein Kunstwerk, sondern bewusst als nutzbarer Bewegungsraum angelegt.Skaten und andere körperliche Aktivitäten sind Teil des künstlerischen Konzepts. Eine Besonderheit des Entstehungsprozesses war, dass auch Menschen, die den Raschplatz sonst auch nutzen und zum Teil von Wohnungslosigkeit betroffen sind, ab dem 15. Juni mitgewirkt und die KünstlerInnen unterstützt haben. Zur Eröffnung des Bodenkonstwerkes sprachen Oberbürgermeister Belit Onay, Sozialdezernentin Sylvia Bruns und der hannoversche Künstler und Kurator des Bodenkunstwerkes, Jascha Müller. Die Eröffunugsveranstaltung wurde begleitet von einem DJ-Programm mit Urban Music und Hip-Hop. Außerdem wurde von SportlerInnen vom Feuerwerk der Turnkunst eine imposante Performance dargeboten und das am bisher wohl heißesten Tag des Jahres.