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Dienstag, August 25, 2026

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Hannovers Karnevalisten trauern um Rudi Heise

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HANNOVER. Der frühere Präsident und dann Ehrenpräsident der Funkenartillerie Blau-Weiß, Batterie Süd, Hannover-Döhren, Rudolf (Rudi) Heise ist Ende Oktober gestorben. Hannovers Karnevalisten trauern nun. Auf der „Facebook“-Seite des KHK heißt es u.a., „Das Komitee Hannoverscher Karneval trauert um einen großen Karnevalisten. Wir nehmen Abschied in großer Dankbarkeit und Anerkennung von Rudi Heise. … Wir werden sein Wissen um den Hannoverschen Karneval schmerzlich vermissen und ihm ein Ehrendes Andenken bewahren. Danke für Alles, lieber Rudi. Das Präsidium.“

Rudi Heise hat sich um den Karneval in Hannover verdient gemacht. Er leitete nicht nur lange Zeit Hannovers ältesten Karnevalsverein, die Funkenartillerie Blau-Weiß im Stadtteil Döhren. Heise war auch Gründungsmitglied des Komitees Hannoverscher Karneval (KHK).

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Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf Kult Tour 2024 in Hannover

Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf KULT TOUR 2024 in der Swiss Life Hall in Hannover am 01.11.2024 © Ulrich Stamm
Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf KULT TOUR 2024 in der Swiss Life Hall in Hannover am 01.11.2024 © Ulrich Stamm

Mega Italo-Schlagerparty begeistert ausverkaufte Swiss Life Hall Hannover

Am Freitag Abend (1. November 2024) füllten Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys die restlos ausverkaufte Swiss Life Hall in Hannover, um ihre Fans mit italienischem Charme und ironischem Italo-Schlager zu begeistern. Der Abend begann mit dem Support Dilla. Die 23jährige Singer-Songwriterin aus Berlin heizte ordentlich ein und sorgte für ausgelassene Stimmung bis um 21.00 Uhr Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys unter riesigem Applaus die Bühne betraten.

Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf KULT TOUR 2024 in der Swiss Life Hall in Hannover am 01.11.2024 © Ulrich Stamm
Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf KULT TOUR 2024 in der Swiss Life Hall in Hannover am 01.11.2024 © Ulrich Stamm


In der ausverkauften Swiss Life Hall herrschte eine ausgelassene Stimmung unter den tanzfreudigen und textsicheren Italo-Schlager-Fans.
Die Band startete mit „MS Abbrunzatissima“, „Vino Rosso“ und „Santorin“ in den Abend.
Die Mischung aus Retro-Elementen und moderner Inszenierung ließ Nostalgie und Spaß ineinanderfließen und begeisterte das Publikum.

Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf KULT TOUR 2024 in der Swiss Life Hall in Hannover am 01.11.2024 © Ulrich Stamm
Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf KULT TOUR 2024 in der Swiss Life Hall in Hannover am 01.11.2024 © Ulrich Stamm

Frontmann Roy Bianco und die Abbrunzati Boys verstanden es, das Publikum immer wieder zum Schmunzeln zu bringen, indem sie ihre Rolle als „Italo-Stars“ überzeugend spielten und die Fans mit kleinen Geschichten mit einbezogen.

Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf KULT TOUR 2024 in der Swiss Life Hall in Hannover am 01.11.2024 © Ulrich Stamm
Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf KULT TOUR 2024 in der Swiss Life Hall in Hannover am 01.11.2024 © Ulrich Stamm


Musikalisch bot das Konzert einen satten Sound, der die Stimmung von mediterranem Dolce Vita einfangen sollte. Neben Gitarren und Drums sorgten Blasinstrumente für eine abwechslungsreiche und lebendige Begleitung, die die Songs authentisch klingen ließ und das Publikum förmlich in südländisches Lebensgefühl eintauchen ließ.

Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf KULT TOUR 2024 in der Swiss Life Hall in Hannover am 01.11.2024 © Ulrich Stamm
Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf KULT TOUR 2024 in der Swiss Life Hall in Hannover am 01.11.2024 © Ulrich Stamm


Das Publikum – bunt gemischt aus jungen Menschen und langjährigen Fans – wurde immer wieder zum Tanzen und Feiern animiert, was die Show zu einem ausgelassenen und stimmungsvollen Erlebnis machte.

Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf KULT TOUR 2024 in der Swiss Life Hall in Hannover am 01.11.2024 © Ulrich Stamm
Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys auf KULT TOUR 2024 in der Swiss Life Hall in Hannover am 01.11.2024 © Ulrich Stamm

Mit einer humorvollen Verabschiedung und einem letzten großen Finale mit „Quanto costa“ und „Weiße Rosen“ endete der Abend. Roy Bianco & Die Abbrunzati Boys verabschiedeten sich unter großem Applaus von der Bühne.

Wer muss für inklusive Schulen zahlen? Verwaltungsgericht ruft den niedersächsischen Staatsgerichtshof an

Justitia
Justitia muss entscheiden: Wer hat zu zahlen?

HANNOVER. Eigentlich ist die Sache klar. „Wer bestellt, bezahlt“ – so lässt sich das seit 2006 geltende Gebot aus Art. 57 Abs. 4 der Niedersächsischen Verfassung kurz und treffend umschreiben. Die Vorschrift gibt vor, dass das Land den Kommunen erhebliche und notwendige Kosten zu erstatten hat, die durch die Übertragung neuer Aufgaben oder die Veränderung bestehender Aufgaben verursacht werden. Doch die Region Hannover hat für bestimmte, neue notwendige Ausgaben bislang kein Geld vom Land Niedersachsen bekommen und klagt nun vor dem Verwaltungsgericht Hannover. Die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts hat jetzt das Verfahren ausgesetzt und dem Staatsgerichtshof vorgelegt.

Hintergrund: Ab dem Schuljahr 2013/2014 hat das Land inklusive Schulen verpflichtend eingeführt. Allen Schülern muss ein barrierefreier und gleichberechtigter Zugang ermöglicht werden, damit auch denjenigen, die vor der Rechtsänderung wegen eines sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfs an einer Förderschule unterrichtet wurden. Um diese Vorgaben umzusetzen, müssen die Kommunen als Schulträger tief in die Tasche greifen. Im Hinblick auf das verfassungsrechtliche Konnexitätsgebot in Art 57 Nds. Verfassung wurde 2015 eine gesetzliche Regelung zu finanziellen Ausgleichsleistungen. Erlassen. Diese sieht u. a. eine jährliche Sachkostenpauschale für die Schulträger vor, die nach dem Verhältnis der Schülerzahl im Primarbereich I und im Sekundarbereich I beim jeweiligen Schulträger zur entsprechenden Gesamtschülerzahl in ganz Niedersachsen verteilt wird. Das Verwaltungsgericht in einer Pressemitteilung: „Bei der Verteilung der Pauschale spielen die Schülerzahlen im Sekundarbereich II mithin keine Rolle, obwohl inklusiv beschulte Schülerinnen und Schüler ab dem Schuljahr 2018/2019 im Sekundarbereich II „ankamen“ – nämlich im Schuljahr 2018/2019 nach insgesamt neun Schuljahren in den berufsbildenden Schulen und im Schuljahr 2019/2020 nach insgesamt zehn Schuljahren im sonstigen Sekundarbereich II, also etwa an Gymnasien.“

Die Hannover unterhält nur berufsbildenden Schulen sowie das Abendgymnasiums Hannover und das Hannover-Kollegs. Sie ist damit ausschließlich Schulträgerin im Sekundarbereich II. Bei der Verteilung der Sachkostenpauschale hat die Regien deshalb keine Leistungen des Landes erhalten, obwohl sie hier auch inklusive Schulen anbieten muss. Das beklagte Land winkte bei der Fordeurng nach mehr Geld ab. Es  ist der Auffassung, so das Verwaltungsgericht, „dass sich für die Klägerin durch die Einführung der inklusiven Schule rechtlich nichts verändert habe, weil Schülerinnen und Schüler im Sekundarbereich II schon vor der Rechtsänderung allgemeine – den Anforderungen der UN-Behindertenrechtskonvention genügende – inklusive Schulen hätten besuchen müssen, denn es sei im Sekundarbereich II kein Förderschulsystem vorgehalten worden und eine bestehende Behinderung hätte einem Aufnahmeanspruch an einer Schule nicht entgegengehalten werden dürfen.“

Dies sieht jedoch die 1. Kammer des Verwaltungsgerichts Hannover anders. „Das Argument, dass Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf auch schon vor 2012 einen Anspruch auf Aufnahme in Schulen des Sekundarbereichs II gehabt hätten, lässt außer Acht, dass es einen Unterschied macht, ob ein Schüler einen Aufnahmeanspruch hat, nicht abgewiesen werden darf und sich gegebenenfalls mit dem vorgefundenen räumlichen und sächlichen Standard zufriedengeben muss, der sich aus § 108 Abs. 1 Satz 1 NSchG (= Niedersächsisches Schulgesetz) ohne flankierendes Inklusionsgebot ergab, oder ob der Schüler eine Schule vorfindet, die hinsichtlich der Ausstattung dem 2012 normierten Inklusionsgebot aus § 4 Abs. 1 Satz 1 i. V. m. § 108 Abs. 1 Satz 1 NSchG von vornherein genügt.“

Das Verwaltungsgericht kann jedoch der klagenden Region Hannover nicht verpflichtend die begehrten Ausgleichsleistungen zusprechen, da, wie es in einer weiteren Pressemitteilung des Gerichts heißt, „da der Ausgleich „durch Gesetz“ zu erfolgen hat.“ Auch die Feststellung, dass die gesetzliche Finanzierungsregel nicht dem Konnexitätsgebot genügt und daher verfassungswidrig ist, kann die Kammer nicht unmittelbar selbst treffen, eine solche Entscheidung ist vielmehr dem Staatsgerichtshof vorbehalten. In der mündlichen Verhandlung vom 30. Oktober hat deshalb die 1. Kammer das Klageverfahren ausgesetzt und beschlossen, die verfassungsrechtliche Frage dem Staatsgerichtshof vorzulegen (Az.: 1 A 4916/22).

Jetzt doch: Das Verwaltungsgericht gibt nun grünes Licht für Abschiebung eines Irakers

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Das Verwaltungsgericht Hnanover hat seine Eilentscheidung zur Abschiebung eines Irakers revidiert.

HANNOVER. Die Abschiebung eines abgelehnten Asylbewerbers war lange nicht möglich, weil das Verwaltungsgericht Hannover sein Veto eingelegt und die Vollziehbarkeit der Abschiebungsandrohung gestoppt hatte. Nachdem der Mann, der wohl nach Presseberichten aus dem Irak stammt, nun verdächtigt wird, am Bahnhof in Sarstedt einen anderen Mann niedergestochen zu haben, hat das Verfahren vor dem Verwaltungsgericht eine Wendung genommen. Ein Einzelrichter der 3. Kammer hat jetzt grünes Licht für eine etwaige Abschiebung gegeben, wie das Verwaltungsgericht in einer Presseinformation mitteilte (Az.: 3 B 3704/22).

Zunächst war der zuständige Richter der Rechtsansicht der Bundesamtes für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge (BAMF) nicht gefolgt, die den nach erneuter Einreise in Deutschland gestellten Asylzweitantrag als unzulässig gewertet hatte und stoppte in einem früheren Eilverfahren eine geplante Abschiebung. Nachdem offenbar das BAMF in einem neuen Ablehnungsbescheid bessere Argumente geliefert hatte, beurteilte der Verwaltungsrichter die Sache nun anders.

In der Pressemitteilung des Gerichtes heißt es u.a., jetzt könne der Asylantrag als offensichtlich unbegründet eingestuft werden, weil der Asylbewerber „eindeutig unstimmige und widersprüchliche, eindeutig falsche oder offensichtlich unwahrscheinliche Angaben gemacht habe, die im Widerspruch zu hinreichend gesicherten Herkunftslandinformationen stünden, sodass die Begründung für seinen Asylantrag offensichtlich nicht überzeugend sei (§ 30 Absatz 1 Nummer 2 des Asylgesetzes). Weder in Polen noch in Deutschland habe er überzeugend eine Verfolgungsgefahr schildern können. Allein eine befürchtete Verfolgung durch den sogenannten Islamischen Staat (IS) ändere daran nichts, da der IS im Irak im Wesentlichen besiegt sei. Auch seine Angaben, staatliche Stellen hätten ihm unter Drohungen aufgefordert, Wehrdienst zu leisten, sei unsubstantiiert und unstimmig. Zudem gebe es weder im irakischen Zentralstaat noch in der Region Kurdistan-Irak eine Wehrpflicht. Auch in den Erkenntnismitteln zum Irak hätten sich keine Berichte über Zwangsrekrutierungen durch staatliche Stellen finden lassen. Insgesamt habe sich die Abweisung seiner Asylklage daher nahezu aufgedrängt.“ Darüber sah das Gericht auch „schwerwiegende Gründe für die Annahme …, dass der Antragsteller eine Gefahr für die öffentliche Ordnung darstelle.“

Eine Abschiebung des Irakers dürfte indes wegen des laufenden Strafverfahrens nicht sonderlich wahrscheinlich sein. Das Gericht weist darauf hin, dass „im Im Falle einer Verurteilung … ein Vorgehen nach § 456a der Strafprozessordnung (Abschiebung aus der Haft) in der Regel erst nach Verbüßung der Hälfte einer zeitigen Freiheitsstrafe in Betracht (komme).“

Bislang ist die 3. Kammer immer nur in Eilverfahren tätig geworden. Die eigentliche Asylklage, die ein Aktenzeichen aus dem Jahr 2022 trägt, ist weiter anhängig. Das Verwaltungsgericht: „Es ist beabsichtigt das Verfahren innerhalb der nächsten Monate mündlich zu verhandeln.“

Mireille Mathieu verzaubert Hannover auf ihrer Abschiedstournee „Goodbye my Love Goodbye“

Mireille Mathieu auf Abschiedstournee GOODBYE MY LOVE GOODBYE - Kuppelsaal in Hannover am 30.10.2024 © Ulrich Stamm
Mireille Mathieu auf Abschiedstournee GOODBYE MY LOVE GOODBYE - Kuppelsaal in Hannover am 30.10.2024 © Ulrich Stamm

Der Kuppelsaal Hannover feiert den „Spatz von Avignon“ Mireille Mathieu

Am Mittwoch Abend (30. Oktober2024) versammelten sich Fans und Musikliebhaber im nahezu ausverkauften Kuppelsaal in Hannover, um ein besonderes Konzert zu erleben: den Auftritt der französischen Chanson-Ikone Mireille Mathieu. Die Sängerin, die seit über sechs Jahrzehnten auf der Bühne steht, ist derzeit auf ihrer Abschiedstournee „Goodbye my Love Goodbye“ unterwegs und rührte das Publikum tief mit einer Auswahl an Hits und persönlichen Momenten, die ihre beispiellose Karriere würdigten.

Mireille Mathieu auf Abschiedstournee GOODBYE MY LOVE GOODBYE - Kuppelsaal in Hannover am 30.10.2024 © Ulrich Stamm
Mireille Mathieu auf Abschiedstournee GOODBYE MY LOVE GOODBYE – Kuppelsaal in Hannover am 30.10.2024 © Ulrich Stamm

Schon beim Betreten des Kuppelsaals war die Atmosphäre elektrisierend. Viele Zuschauer hatten Blumensträuße mitgebracht und warteten gespannt auf die Künstlerin, die sie durch Generationen begleitet hat. Pünktlich um 20 Uhr wurde das Licht gedimmt, und unter tosendem Applaus betrat die „Spatz von Avignon“ die Bühne. 

Mireille Mathieu auf Abschiedstournee GOODBYE MY LOVE GOODBYE - Kuppelsaal in Hannover am 30.10.2024 © Ulrich Stamm
Mireille Mathieu auf Abschiedstournee GOODBYE MY LOVE GOODBYE – Kuppelsaal in Hannover am 30.10.2024 © Ulrich Stamm

Mireille Mathieu begann das Konzert mit einem ihrer größten Hits, „Made in France“, und bereits hier zeigte sich, dass ihre Stimme nichts an Kraft und Gefühl eingebüßt hat. Begleitet wurde sie von einem hervorragenden Orchester, das die klassische Klangtiefe ihrer Chansons perfekt zur Geltung brachte. Ihre Stimme erfüllte den Saal und zog das Publikum sofort in ihren Bann.

Mireille Mathieu auf Abschiedstournee GOODBYE MY LOVE GOODBYE - Kuppelsaal in Hannover am 30.10.2024 © Ulrich Stamm
Mireille Mathieu auf Abschiedstournee GOODBYE MY LOVE GOODBYE – Kuppelsaal in Hannover am 30.10.2024 © Ulrich Stamm

Im Verlauf des Abends führte Mathieu ihre Zuhörer durch die Höhepunkte ihrer Karriere. Titel wie „La Paloma adieu“, „Acropolis Adieu“ und das unvergessene „Hinter den Kulissen von Paris“ riefen nostalgische Erinnerungen wach und wurden mit Begeisterung vom Publikum aufgenommen. Hier zeigte sich, warum Mathieu als eine der letzten großen Chansonsängerinnen gilt, die ihre Songs mit einer Leidenschaft und einem Ausdruck vermittelt, der die Zuhörer tief bewegt.

Mireille Mathieu auf Abschiedstournee GOODBYE MY LOVE GOODBYE - Kuppelsaal in Hannover am 30.10.2024 © Ulrich Stamm
Mireille Mathieu auf Abschiedstournee GOODBYE MY LOVE GOODBYE – Kuppelsaal in Hannover am 30.10.2024 © Ulrich Stamm

Auch neue Stücke fanden ihren Weg in die Setlist. Dabei blieb Mathieu ihrem Stil treu, fügte jedoch moderne Arrangements hinzu, die ihre musikalische Vielseitigkeit unterstrichen. Nach zweieinhalb Stunden, unterbrochen von einer kurzen Pause, verließ die 78jährige Ausnahmekünstlerin sichtlich gerührt unter donnerndem Applaus die Bühne, während alle Zuschauer aufstanden waren und ihr eine Standing Ovation schenkten.

Mireille Mathieu auf Abschiedstournee GOODBYE MY LOVE GOODBYE - Kuppelsaal in Hannover am 30.10.2024 © Ulrich Stamm
Mireille Mathieu auf Abschiedstournee GOODBYE MY LOVE GOODBYE – Kuppelsaal in Hannover am 30.10.2024 © Ulrich Stamm

Insgesamt war der Abend in Hannover ein emotionales und musikalisch hochklassiges Erlebnis, das der Größe und Bedeutung von Mireille Mathieu gerecht wurde. Ihre Abschiedstournee ist eine Hommage an die Chanson-Kunst und ein würdiger Abschluss einer langen, erfüllten Karriere. Wer an diesem Abend im Kuppelsaal war, wird sich noch lange an diesen besonderen Auftritt erinnern.

Verwaltung lehnt nach wie vor einen Zebrastreifen in der Landwehrstraße ab

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Seit Jahren wird hier in der Landwehrstraße ein Überweg gefordert.

HANNOVER. Die Stadt weigert sich nach wie vor, in der Landwehrstraße (Stadtteil Döhren) in Höhe der Postagentur einen gesicherten Überweg für Fußgänger einzurichten. Schon mehrmals war in den vergangenen Jahren im Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel hier ein Zebrastreifen gefordert worden. Immer kam ein „Nein“ aus dem Rathaus zurück. Im September 2009 brachte die SPD-Fraktion erneut einen entsprechenden Antrag in den Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel ein, der von der Bürgervertretung dann auch verabschiedet wurde. Doch die Ortspolitiker stießen beim Fachbereich Tiefbau der Stadt erneut auf Granit.

In einem Rundschreiben an die Mitglieder des Stadtbezirksrates bekräftigte die Stadtverwaltung jetzt ihre Ablehnung. Die Verwaltung habe auf Grundlage einer durchgeführten Verkehrserhebung festgestellt, dass „in der Landwehrstraße kein Fußgängerüberweg eingerichtet werden kann. Die durchgeführte Erhebung ergab, dass die erforderlichen verkehrlichen Voraussetzungen für einen Fußgängerüberweg, insbesondere hinsichtlich der Kraftfahrzeugverkehrsstärke, nicht erfüllt sind“, heißt es in der Mitteilung. Und weiter: „Statt eines Fußgängerüberwegs wird der angegebene Querungsbereich durch eine Fahrbahneinengung verkehrssicherer gestaltet. Im Rahmen der Planungen zur Grundsanierung der Landwehrstraße wurde der Querungsbereich bereits neu konzipiert. Mit der Umsetzung der Grundsanierung der Landwehrstraße wird die Fahrbahn punktuell auf fünf Meter eingeengt und mit einer Aufpflasterung versehen. Des Weiteren werden taktile Leitelemente installiert. Mit der Umsetzung der Maßnahmen wird eine signifikante Verbesserung der Querungssituation erzielt.“ Wann allerdings die angesprochene Grundsanierung durchgeführt wird, bleibt in dem Schreiben offen.

Der SoVD feierte den „goldenen“ Herbst

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Für verdiente Ehrenatliche gab es Urkunden

HANNOVER. Es war ein richtige Altweibersommertag. Blauer Himmel, die Sonne wärmte und im Außenbereich des Nachbarschaftstreff in Mittelfeld roch es verführerisch nach Bratwurst vom Grill. Der Ortsverband Hannover-Süd des SoVD (Sozialverband Deutschland) feierte gestern (26. Oktober) den Herbst. Auch die örtliche Politik ließ es sich nicht nehmen und schaute vorbei, allen voran Vize-Bezirksbürgermeisterin Gabriele Jakob sowie die Mitglieder des Bezirksrates Ellen Maschke-Scheffler, Natascha Erdmann, Dr. Gudrun Koch und Jens Schade. Im Rahmen des Festes ehrte der Sozialverband auch eine Reihe von Mitgliedern für ihre ehrenamtliche Tätigkeit.

Insgesamt wurden im Rahmen der Veranstaltung zehn Mitglieder als „Perlen des Ortsverbandes“ mit einer Ehrenurkunde ausgezeichnet: Irmtraut Kühl, Lena Battke, Helga Hapke, Karin Rocho, Irmhild Battke, Monika Weber, Erdreich Lewerenz, Karin Ziezalka, Elisabeth Milzber und Ulrike Schulz-Tonagel.

Am heutigen Sonnabend gehörte die neue Schnellwegbrücke den Fußgängern

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Hunderte von Hannoveranern nutzten die Chance, einmal über die neue Behelfsbrücke zu gehen.

HANNOVER. Das Ereignis hatte fast schon Volksfestcharakter. Hunderte Hannoveraner nutzten den schönen Sonnentag heute (26. Oktober), um sich die neue Behelfsbrücke für den Südschnellweg zu erwandern. Bevor die Fahrbahn zum Reich von Autos und schweren Lastwagen wird, durften sich Fußgänger auf der Brücke umschauen und von der Schützenallee bis hinter die Dietrich-Bonhoeffer-Schule pilgern. Allerdings gab es dort keinen Ausgang, man musste wieder zur Schützenallee zurück. Ein kleiner Spaziergang von geschätzt etwa 2,5 Kilometern. Doch bei Baucontainern an der Schützenallee wartete bereits etwas für Leib und Magen. Hier brutzelten Bratwürste auf dem Grill, an einem anderen Stand gab es kühle Getränke. Mitarbeiter der in der Arbeitsgemeinschaft Südschnellweg verbundenen Unternehmen standen ab 14 Uhr bereit, um Details, Hintergründe und Besonderheiten des Projekts zu erklären.

Ab 17 Uhr wurde es dann sportlich. Laufbegeisterte konnten bei einem sogenannten „Pop-up-Run“ über die Brücke bis zu vier Runden drehen, also maximal zehn Kilometer laufen.

Am 28. Oktober wird dann die Ersatzbrücke den Verkehr der Bundesstraße aufnehmen, während dann der Abriss der alten maroden Schnellwegbrücke aus den 60iger Jahren in Angriff genommen wird. Bevor die Abrissbagger anrücken sind zunächst aber noch vorbereitende Maßnahmen notwendig, etwas das Umlegen von Leitungen.

Der Herbst ist im Erlebniszoo Hannover eingezogen

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Noch vor Hallowen haben sich die Präriehunde sich diesen Kürbis vorgenommen.

HANNOVER. Der Herbst hat den Erlebniszoo Hannover in prachtvolle Farben gehüllt. Überall prunken die Blätter an Bäumen und Sträuchern in gelb, braun und rot und machen als Fotomotive den Tieren Konkurrenz. Dicke Kürbisse begrüßen dabei als jahreszeitliche Dekoration die Besucher gleich am Eingang – und dienen daneben als leckere Delikatesse für die Zoobewohner. So haben die Präriehunde in der Themenwelt Yukon Bay schon fleißig an den dicken runden Früchten genagt.

SCORPIONS 60th Anniversary – Coming Home – Live in Hannover am 5.Juli 2025

Photocall der Scorpions anlässlich Ihres Coming Home 60 Jahre Jubiläumskonzert in der Heinz von Heiden Arena in Hannover am 5.Juli 2025 - Nordkurve in Hannover / Niedersachsen / Deutschland am 24.10.24 © Ulrich Stamm
Photocall der Scorpions anlässlich Ihres Coming Home 60 Jahre Jubiläumskonzert in der Heinz von Heiden Arena in Hannover am 5.Juli 2025 - Nordkurve in Hannover / Niedersachsen / Deutschland am 24.10.24 © Ulrich Stamm

Scorpions geben Jubiläumskonzert in der Heinz von Heiden Arena in Hannover

Keine Band mit deutschen Wurzeln ist weltweit erfolgreicher als die SCORPIONS. Wer heute im Internet den Suchbegriff „Scorpions, Band“ eingibt, wird vielleicht schon nach 19 oder 20 Pages innehalten müssen.

Die Fülle der Informationen, die das WorldWideWeb zu der im Jahr 1965 gegründeten Rockband liefern kann, ist scheinbar grenzenlos. Allein wenn man die seither verkauften Tonträger als CDs nebeneinanderlegte, käme eine Strecke heraus, wie von Hannover nach Madagaskar. Und zurück. Wer die Alben nach oben stapelt, erreicht gleich dreimal die Raumstation ISS. 

Pressekonferenz der Scorpions anlässlich Ihres Coming Home 60 Jahre Jubiläumskonzert in der Heinz von Heiden Arena in Hannover am 5.Juli 2025  - Swiss Life Halle in Hannover / Niedersachsen / Deutschland am 24.10.24 © Ulrich Stamm
Pressekonferenz der Scorpions anlässlich Ihres Coming Home 60 Jahre Jubiläumskonzert in der Heinz von Heiden Arena in Hannover am 5.Juli 2025 – Swiss Life Halle in Hannover / Niedersachsen / Deutschland am 24.10.24 © Ulrich Stamm

Keine Frage: Höher. Weiter. Schneller. Das könnte das Synonym der im niedersächsischen Hannover gegründeten Musikgruppe sein. Bitte schön: Keine andere Band spielte ein Konzert in größerer Höhe.

Vor 40.000 Fans gaben die Scorpions im September 2010 ein Konzert im „Hernando Siles“ Stadion in La Paz, Bolivien, auf 3636 Metern. Keine andere deutsche Band verkauft weltweit mehr Singles als die Scorpions – Wind of Change ist immer noch Rekordhalter. Aber, andrerseits, wohl hat auch keine andere deutsche Band die internationale Rockmusik so nachhaltig beeinflusst, wie die Scorpions. Egal ob Smashing Pumpkins, die mit ihrem Song Tarantula eine Hommage an die Scorpions schrieben oder Kirk Hammett von Metallica, der einmal sagte: „I bought ‘Taken by Force’. That was it. ‘The Sails of Charon’ is my favorite song and a highpoint in modern music for myself. Then I got ‘In Trance’, ‘Lonesome Crow’, ‘Fly to the Rainbow’. From that point on, I was the biggest Scorpions fan and looked for any sort of information I could find on the Scorpions.”

Allen voran natürlich Jon Bon Jovi, dessen Band die Scorpions einst die Arenen-Tore für die große Rock-Karriere öffneten: „The only band that still matters today is probably the Scorpions. Why do I say that? Because I think they’re the best thing that has ever happened to heavy metal or hard rock.“

Die Elementarteilchen der Rockmusik sind seit jeher die charakteristischen Schrittmacher einer sich stets wandelnden Gesellschaft. Und mit ihrer Musik, mit ihren Lyrics, gaben die Scorpions dabei in den vergangenen 60 Jahren den Ton an. Songs von „Rock You Like a Hurricane“, „Still Loving You”, “Wind of Change”, bis hin zu den aktuellen Hits wie “Rock Believer“, die Scorpions aus Hannover waren und sind stets am Puls der Zeit.

Einmal erzählte der Bandgründer Rudolf Schenker wie es war, 1965, zur Geburtsstunde der Rockband. „Ich habe damals linker Verteidiger bei Sarstedt gespielt. Und Musik gemacht. Musik und Fußball, das war nicht einfach unter einen Hut zu bringen. Sonnabends stand meistens abends ein Konzert an, und ich kam erst morgens um vier nach Hause. Die Fußballspiele waren sonntags vormittags. Das war schwer. Doch dann hatte ich einen Unfall und habe mir meinen Mittelfußknochen gebrochen, und schon war die Sache entschieden.“

Fußball ade, die Scorpions wurden gegründet. Was das Geheimnis der Band nach 60 Jahre ausmacht, sagte Sänger Klaus Meine in einem Interview mal so: „Es ist – neben der Musik – die Lebensfreude und die positive Energie, die das mit sich bringt, was wir machen. Durch alle Höhen und Tiefen, über all die Jahre.“ Und es ist vor allem auch nicht der Blick zurück, sondern ins Abenteuer der Zukunft, die Brücke vom Gestern ins Morgen: „Wenn wir nicht gerade ein Jubiläum feiern oder eine Dokumentation über uns angucken“, sagt Matthias Jabs, der Lead-Gitarrist der Scorpions, „würde ich nie über die Vergangenheit nachdenken, sondern nur über das, was wir gerade machen oder was noch zu tun ist“

Pressekonferenz der Scorpions anlässlich Ihres Coming Home 60 Jahre Jubiläumskonzert in der Heinz von Heiden Arena in Hannover am 5.Juli 2025  - Swiss Life Halle in Hannover / Niedersachsen / Deutschland am 24.10.24 © Ulrich Stamm
Pressekonferenz der Scorpions anlässlich Ihres Coming Home 60 Jahre Jubiläumskonzert in der Heinz von Heiden Arena in Hannover am 5.Juli 2025 – Swiss Life Halle in Hannover / Niedersachsen / Deutschland am 24.10.24 © Ulrich Stamm

Das Jahr 1965: Ludwig Erhard ist Bundeskanzler, in den USA unterschreibt Präsident Lyndon B. Johnson das Wahlrecht für Afroamerikaner. In England veröffentlichen die Beatles ihr Album Help, in Deutschland wird Werder Bremen Bundesliga-Meister. Ach ja, im Dezember 1965 gründet Rudolf Schenker die Scorpions. „Ich weiß das deshalb so genau, weil meine Mutter ein Kassenbuch führte und da reinschrieb, wieviel Geld uns mein Vater für die Band jeweils lieh. Also für Benzin, Instrumente, Musikanlagen“, sagt Rudolf Schenker. „Eines Tages fand ich das alte  Kassenbuch meiner Mutter und die hat erstmals im Dezember 1965 mit den Aufzeichnungen unserer Schulden begonnen.“ Und weiter: „Mutter war da sehr korrekt. Mein Vater dagegen war ziemlich cool, er sagte immer: Jungs, macht euch keine Gedanken. Macht immer das, was euch Spaß macht, das Geld kommt ganz von selbst.“

Vor sechzig Jahren fing an einem feuchtkalten, regnerischen Dezembertag eine der spektakulärsten Karrieren des Musikbusiness in Sarstedt, einer Kleinstadt im südöstlichen Niedersachsen, an. Inzwischen haben die Scorpions die ganze Rockwelt erobert.

Der Vorverkauf startet am Montag, den 28.10.2024 um 10 Uhr bei Eventim und den bekannten Vorverkaufsstellen. Tickets sind zwischen 78,75€ und 151,75€ (inkl. Gebühren) erhältlich.