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Hannover Nachrichten vom 24. April 2023

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HANNOVER.

Hannover belebt die bahnhofsnahen Plätze

Auf die Plätze…: Das ist die Aufforderung der Landeshauptstadt an die Hannoveraner*innen in den kommenden Monaten. Gemeint sind die bahnhofsnahen Areale – der Raschplatz, der Weißekreuzplatz und der Andreas-Hermes-Platz. Die Stadt will diese Räume beleben und aufwerten. Von Mitte Mai bis Ende September werden sie zur Bühne für Kultur, Sport und Freizeit. Eingebettet ist das Programm in ein insgesamt neues Konzept für die Plätze, die dauerhaft einen anderen Charakter erhalten sollen.

Die Zielsetzung ist ambitioniert: Es geht darum, mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen und bessere Lösungen für drängende soziale Belange anzubieten. Das Konzept der Stadt für die Plätze sieht ein Bündel von Maßnahmen vor, darunter auch bauliche Veränderungen.  Oberbürgermeister Belit Onay betont: „Die Aufwertung der bahnhofsnahen Plätze ist elementarer Bestandteil der Innenstadt-Entwicklung. Derzeit sind wir dort mit großen Herausforderungen konfrontiert. Und wir wissen, dass viele Hannoveraner*innen die bahnhofsnahen Plätze meiden. Das wollen wir ändern.“

Erster Stadtrat und Ordnungsdezernent Dr. Axel von der Ohe stellt klar, dass die Stadt „die Aspekte Sicherheit, Sauberkeit und Soziales in einem gemeinsamen Kontext denkt und mit dem Ansatz einer wirksamen Belebung verbindet“.  Die Situation nördlich des Hauptbahnhofs habe sich zuletzt weiter verschlechtert. „Jetzt wollen wir dem Quartier eine völlig veränderte Wahrnehmung und Atmosphäre geben. Dabei sind wir nicht allein, sondern im engen Schulterschluss mit einer Vielzahl von Partner*innen. Deren Engagement ist herausragend.“
 

Raschplatz wird zum Event-Ort
 

Beginnend mit dem 12. Mai wird sich der Raschplatz über die Sommermonate als Sport- und Event-Ort präsentieren. Vor allem Freizeit- und Vereinssportler*innen sind aufgefordert, die dafür vorbereiteten Flächen in Beschlag zu nehmen und von den vielfältigen Angeboten Gebrauch zu machen.  Pflanzen, Außengastronomie, Sound- und Lichttechnik geben dem Platz ein besonderes Flair. In den Abendstunden wird Musik aufgelegt. Für das Angebot zeichnet federführend die Hannover Veranstaltungs GmbH verantwortlich.  Kreativ geht es von Mitte Mai bis September auf dem Weißekreuzplatz zu – mit Bilderausstellungen im Laubengang an der Nordseite des Platzes und ab Anfang Juli mit einem Aktionskunst-Projekt. Wer Lust hat, kann mitmachen. Aufgabe ist es, unter Anleitung einer Künstlerin eine überdimensionale Skulptur aus miteinander verbundenen und verwobenen Schläuchen zu modellieren.  Teile des Platzes, der seinen grünen Charakter behält, sind künftig für Außengastronomie nutzbar. Flächen für Spiel, Sport und Kunst entstehen. Gleichzeitig veranlasst die Stadt eine Verkehrsberuhigung.

Der Andreas Hermes Platz wird als Sport- und Bewegungsraum erschlossen. Die Stadtbibliothek wird dort einen Lesegarten mit Bücherschränken und Bilderbuchkino installieren. Weitere belebende Elemente sollen Tanzveranstaltungen und Outdoor-Theater-Projekte sein. Belit Onay hebt den experimentellen Charakter der von Mai bis September geplanten Aktionen auf den bahnhofsnahen Plätzen hervor. 
 

Gezielte Unterstützung für obdachlose und suchtkranke Menschen
 

Das Konzept für die bahnhofsnahen Plätze sieht eine gezieltere Ansprache und Unterstützung suchtkranker und obdachloser Menschen vor. Die Stadt erweitert ihre Hilfen. So wird etwa der Mecki, ein Anlaufpunkt für Obdachlose, in der Augustenstraße mit einer Außenfläche ausgebaut.  Die Stadt stärkt die Straßensozialarbeit und schafft dafür vier neue Stellen. Auf dem Vorplatz Fernroder Straße verbessert sie den Aufenthalt für die offene Drogenszene und lässt dort  überdachte Sitzplätze installieren. Auf dem Grundstück des Stellwerks wird noch in diesem Jahr ein Container für Crack-Konsumenten aufgestellt. Damit ist – bundesweit erstmalig – der Konsum in einem geschützten Rahmen möglich. Der öffentliche Raum wird so entlastet.

Mit Blick auf die Sicherheit sieht das Konzept für die bahnhofsnahen Plätze unter anderem mehr Präsenz des städtischen Ordnungsdienstes und der Polizei vor. Außerdem will die Stadt eine Dialogrunde für Anlieger*innen etablieren, in der es um Fragen der Sicherheit und Ordnung sowie der Platzgestaltung geht. 


Integrationsbeirat Buchholz-Kleefeld tagt öffentlich

Der Integrationsbeirat Buchholz-Kleefeld tagt am Montag (15. Mai) um 18.30 Uhr im JugendSportZentrum Buchholz, Podbielskistraße 299 in 30655 Hannover öffentlich.


Für einen gemeinsamen Austausch wurden Vertreter*innen von Jugendeinrichtungen im Stadtbezirk sowie Jugendliche eingeladen. Weiterhin wird über Zuwendungen sowie über die Teilnahme am Nachbarschaftstag beraten.


Kulturausschuss tagt öffentlich

Der Kulturausschuss tagt am Freitag (28. April) um 14 Uhr im Städtoskoop auf dem Köbelinger Markt. Bei schlechtem Wetter im Ratssaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2, in öffentlicher Sitzung.

Die vollständige Tagesordnung steht im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de.


Landeshauptstadt Hannover und Flüchtlingsrat Niedersachsen vertiefen Kooperation bei Bleiberechten für Geflüchtete

Die Landeshauptstadt Hannover und der Flüchtlingsrat wollen ihre Anstrengungen intensivieren, Geflüchteten mit Langzeitduldung zu einem Aufenthaltsrecht zu verhelfen. Mit dem Rückenwind des neuen Chancen-Aufenthaltsrechts, das zum 1. Januar 2023 in Kraft getreten ist, wird das Projekt „Wege ins Bleiberecht“ neu aufgelegt: Alle Duldungsinhaber*innen, die die zeitlichen Voraussetzungen für ein Bleiberecht erfüllen, erhalten konkrete Unterstützung und Beratung. Damit nimmt Hannover eine Vorreiterrolle in Niedersachsen ein.

Oberbürgermeister Belit Onay sagte aus diesem Anlass: „Ich freue mich sehr, dass es uns gelungen ist, bereits in den vergangenen Wochen die ersten Aufenthaltstitel nach dem neuen Chancenaufenthaltsrecht zu erteilen. In den achtzehn Monaten wollen wir die Menschen, die davon Gebrauch machen, möglichst umfassend dabei unterstützen, die Voraussetzungen für ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht zu erfüllen. Die Wiederauflage des Projekts „Wege ins Bleiberecht“ kann uns dabei helfen.“

Kai Weber, Geschäftsführer des Flüchtlingsrat Niedersachsen, hebt hervor: „Der gemeinsam mit der Landeshauptstadt entwickelte Ansatz, Langzeitgeduldete auf ihrem Weg zu einem Bleiberecht systematisch zu beraten und zu begleiten, hat sich bewährt. Umso mehr freuen wir uns auf die Fortsetzung der Zusammenarbeit. Die Kooperation von NGOs und Verwaltung mit dem Ziel, Geduldeten ein Bleiberecht zu verschaffen, sollte als Blaupause für sämtliche niedersächsische Kommunen dienen.“

Das Ziel des Projektes ist es, durch eine verbesserte Beratung und Begleitung im Einzelfall eine Bleibeperspektive für Langzeitgeduldete zu entwickeln und die Zahl der geduldeten Personen in der Landeshauptstadt Hannover signifikant zu senken.

Dabei legen die Projektpartner*innen einen Schwerpunkt auf die Umsetzung des neuen Chancen-Aufenthaltsrechts. Die Hauptzielgruppe des Projekts bilden ca. 1.200 geduldete Personen, die am 31. Oktober 2022 seit mindestens fünf Jahren in Deutschland lebten, sowie geduldete Jugendliche und junge Volljährige, die seit drei Jahren in Deutschland leben.

Nach einer Erstprüfung durch die Ausländerbehörde wird allen Personen, die unter das Chancen-Aufenthaltsrecht fallen, ein Beratungsangebot durch die kommunale Fachstelle für Migrationsberatung des Fachbereichs „Gesellschaftliche Teilhabe“ oder nicht-staatliche Beratungsträger unterbreitet. In diesem Rahmen werden die geduldeten Personen mit Rat und Tat dabei unterstützt, innerhalb der gesetzlich vorgegebenen Frist von 18 Monaten die Voraussetzungen zur Erlangung eines Aufenthaltstitels zu erfüllen. Hierzu gehören unter anderem der Erwerb vom Sprachkenntnissen auf fortgeschrittenem Niveau, die Sicherung des Lebensunterhalts, die Identitätsklärung, Straffreiheit und Grundkenntnisse über die Rechts- und Gesellschaftsordnung der Bundesrepublik Deutschland.

Die Projektpartner*innen wollen durch eine niedrigschwellige Ansprache der Langzeitgeduldeten, die Kooperation mit zivilgesellschaftlichen Trägern und durch regelmäßige Austauschrunden die Nutzung des neuen Rechtsrahmens ausschöpfen. Seitens der Stadt Hannover ist neben der Ausländerbehörde auch der Fachbereich „Gesellschaftliche Teilhabe“ mit der Kommunalen Fachstelle für Migrationsberatung beteiligt.


Stadt Hannover präsentiert die Planungsergebnisse für den 2. Bauabschnitt in der Wasserstadt Limmer 

Nachdem im Zuge eines umfangreichen Gutachterverfahrens der städtebauliche Entwurf für die Wasserstadt Limmer von Monadnock, Rotterdam / Planersocietät, Dortmund / chora blau, Hannover ausgewählt wurde, stellen nun der Stadtbaurat Thomas Vielhaber, der Leiter des Fachbereichs Planen und Stadtentwicklung Thorsten Warnecke sowie Planungsbeteiligte die Ergebnisse für den 2. Bauabschnitt in einer öffentlichen Veranstaltung vor: am Mittwoch, 26. April, um 18:30 Uhr in der Aula des Gymnasiums Limmer, Wunstorfer Straße 14. Der Einlass beginnt ab 18:00 Uhr. 

Zur Geschichte der bisherigen Planungen der Wasserstadt Limmer

Teil des umfangreichen Beteiligungsverfahrens rund um die Wasserstadt Limmer waren die zwei zentralen öffentlichen Veranstaltungen, in denen die ersten städtebaulichen Entwürfe der Öffentlichkeit präsentiert und zur Diskussion gestellt wurden. Die Zwischenpräsentation der Entwürfe fand am 3. Dezember 2021 statt. Bei der Endpräsentation am 3. Februar 2022 wurden die finalen Entwürfe der Öffentlichkeit vorgestellt. Im Zuge beider Veranstaltungen bestand für die Interessierten die Möglichkeit, Anmerkungen und Hinweise zu den Entwürfen an die Teams und die Jury weiterzugeben. Im Anschluss an die Endpräsentation wählte die Fachjury den Siegerentwurf aus – auch auf Grundlage der Anmerkungen der Öffentlichkeit. Seitdem arbeitet die Fachverwaltung an dem Entwurf weiter. Im März 2023 fanden zwei Gespräche statt, bei denen die Planung mit Beteiligten vor Ort diskutiert werden konnte.


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