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Neustart für die digitale Energiewende

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Die Bundesregierung will den Einbau intelligenter Strommessgeräte schneller voranbringen

BERLIN.

Die Bundesregierung hat am 20. April 2023 das Gesetz zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende beschlossen. Ziel des Gesetzes ist es, den Einbau intelligenter Strommesssysteme – sogenannter Smart-Meter – schneller und unbürokratischer voranzubringen. Smart-Meter helfen dabei, Energie effizient und kostengünstig zu nutzen sowie das Stromnetz zu entlasten. Sie sind ein wichtiger Baustein der Energiewende, die eine intelligente Verknüpfung von Stromerzeugung und -verbrauch erfordert.

Digitales Strommessgerät © Ulrich Stamm
Digitales Strommessgerät © Ulrich Stamm

Smart-Meter ermöglichen es Verbraucherinnen und Verbrauchern, ihren Stromverbrauch beziehungsweise ihre Einspeisung effizient zu steuern und klare Informationen über ihren eigenen Verbrauch zu erhalten. Netzbetreiber können die Netzauslastung besser überwachen.

Allerdings geht die Einführung dieser intelligenten Systeme nicht so schnell voran, wie es für die Energiewende benötigt wird. Die Bundesregierung sorgt daher für Beschleunigung, indem sie das Messstellenbetriebsgesetz anpasst. Der Rollout von Smart-Metern bedarf künftig keiner Freigabe mehr durch das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI). Die Hersteller am Markt erfüllen mittlerweile die notwendigen hohen Anforderungen an den Datenschutz und die Datensicherheit. Die bestehenden Auflagen werden mit dem Gesetz ausgebaut mit präzisen Vorgaben zu Speicherungen, Löschungen und Anonymisierung.

Ein wesentliches Element des Gesetzes ist ein verbindlicher Rolloutfahrplan mit Zielen bis zum Jahr 2030. Ab 2025 ist der Einbau von Smart-Metern verpflichtend für Haushalte mit einem Jahresstromverbrauch von über 6.000 Kilowattstunden oder einer Photovoltaik-Anlage mit mehr als sieben Kilowatt installierter Leistung. Bis 2030 sollen alle diese Abnehmer entsprechend mit Smart-Metern ausgestattet sein. Auch Haushalte, die weniger Strom verbrauchen, haben das Recht auf Einbau eines intelligenten Stromzählers.

Ab 2025 sollen alle Verbraucherinnen und Verbraucher, die Smart-Meter nutzen, von dynamischen Tarifen profitieren. Sie können dann Strom beziehen, wenn er in kostengünstigeren Zeiten mit hoher Erneuerbare-Energien-Erzeugung zur Verfügung steht. Das nutzt nicht nur Verbraucherinnen und Verbrauchern, sondern auch dem Markt und der Netzstabilität.

Die Kosten für ein intelligentes Messsystem für Privathaushalte und Kleinanlagenbetreiber werden auf 20 Euro pro Jahr gedeckelt. Dafür werden die Netzbetreiber stärker an den Kosten beteiligt. Die Einführung von Smart-Metern ist ein wichtiger Schritt zur erfolgreichen Umsetzung der Energiewende und zur Erreichung der Klimaziele.

Laut Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, erfordern der Ausbau erneuerbarer Energien, der stärkere Einsatz von Elektroautos und Wärmepumpen eine intelligente Verknüpfung von Stromerzeugung und -verbrauch.

Smart-Meter ermöglichen eine effiziente Steuerung des Stromverbrauchs und -einspeisung und bieten Verbrauchern klare Informationen über ihren eigenen Verbrauch. Netzbetreiber können die Netzauslastung besser überwachen.


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