StartBlaulichtDramatische Szenen bei Wohnungsbrand in Vahrenheide

Dramatische Szenen bei Wohnungsbrand in Vahrenheide

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Ausgedehnter Wohnungsbrand in Hochhaus am Vahrenheider Markt

HANNOVER. Gestern Nachmittag (31.01.) um 16:12 Uhr meldeten mehrere Personen eine sichtbare Rauchentwicklung aus einem 15-geschössigen Hochhaus am Vahrenheider Markt im Stadtteil Vahrenheide. Noch während der Anfahrt der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehr gingen zahlreiche weitere Notrufe ein, in denen ein offener Wohnungsbrand im zehnten Obergeschoss des Hochhauses beschrieben wurde und der sich den Meldungen zufolge auf dass darüber liegende Geschoss auszubreiten drohte. Außerdem sollten sich Menschen auf den Balkonen bemerkbar machen. Der Einsatzleiter erhöhte daher die Alarmstufe und forderte einen zweiten Löschzug der Berufsfeuerwehr an. Außerdem wurde vorsorglich das Alarmstichwort „Massenanfall von Verletzten – MANV“ ausgelöst. Beim Eintreffen der ersten Brandbekämpfer bestätigten sich die Mitteilungen zur Lage größtenteils. Der Bewohner der Brandwohnung hatte sich auf seinen Balkon begeben und war durch die Flammen des Feuers erheblich gefährdet. Zwei Polizeibeamte beruhigten ihn von einem benachbarten Laubengang aus. Als Folge der intensiven Brandausbreitung versuchte der 30-jährige Mann plötzlich, sich in ca. 30m Höhe über die Brüstung zu retten. Die Polizisten griffen hier beherzt zu und zogen den Mann in Sicherheit. Der Mann zog sich eine Rauchgasvergiftung zu und wurde nach einer Erstbehandlung durch einen Notarzt ins Krankenhaus gebracht. Auch einer der beteiligten Polizisten (25 Jahre) atmete Rauchgase ein und kam vorsorglich ins Krankenhaus. Währenddessen leitete die Feuerwehr die Brandbekämpfung ein. Mehrere Atemschutztrupps stiegen in das betroffene Geschoss auf und begannen mit den Löschmaßnahmen. Zeitgleich wurde von außen über eine Drehleiter der Brandüberschlag in das elfte Obergeschoss verhindert. Diese Maßnahmen zeigten schnell Wirkung und der Brand konnte so auf die eine Wohnung begrenzt begrenzt werden. Der Treppenraum des Gebäudes blieb über die gesamte Einsatzdauer rauchfrei und stand sowohl als Rettungsweg, als auch als Angriffsweg für die Feuerwehr zur Verfügung. Ein Großteil der HausbewohnerInnen hatte sich zu diesem Zeitpunkt ins Freie begeben und wurde dort durch den Rettungsdienst betreut. Insgesamt untersuchten Notärzte vier weitere Personen, welche aber nicht weiter behandelt werden mussten. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wird auf ca. 100.000.- Euro geschätzt. Zur Aufklärung der Brandursache hat die Polizei die Ermittlungen aufgenommen. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 66 Einsatzkräften und 25 Fahrzeugen vor Ort.

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