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Hannover Nachrichten vom 2.Juni 2023

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Königsworther Straße: Stadt vergrößert Baumstandorte

Die Stadt entsiegelt in der Königsworther Straße Flächen an rund 20 Bäumen zugunsten einer luft- und wasserdurchlässigen Oberfläche. Durch die Vergrößerung der sogenannten Baumscheiben sollen sich die Standortbedingungen verbessern. Die Arbeiten im Kostenumfang von rund 25.000 Euro starten am kommenden Dienstag (6. Juni) und dauern circa acht Wochen. Insgesamt wird eine Fläche von etwa 355 Quadratmetern entsiegelt.

Entsiegelte Böden tragen zur Versickerung von Regenwasser bei und unterstützen über die Vegetation die Verdunstung, die sowohl zugunsten eines kühleren Klimas als auch für die Steigerung der Luftfeuchtigkeit von Bedeutung ist. Die Bäume bekommen gleichzeitig mehr Wurzelraum und dadurch eine verbesserte Wasser- und Nährstoffversorgung. Diese Maßnahme beeinflusst die Lebensgrundlage für die Bäume mitten in der Stadt positiv, zugleich profitiert das Stadtbild. Der zuständige Pflegebetrieb wird sukzessive die vergrößerten Baumscheiben mit einem mageren Sand-Kompostgemisch auffüllen und ein regionales Saatgut einsäen, um mit Blühpflanzen an dieser Stelle einen weiteren Beitrag zur Biodiversität in der Landeshauptstadt zu leisten. Im kommenden Jahr ist in der Königsworther Straße die Entsiegelung des Mittelstreifens geplant.


Perspektiven zur Integration in den Arbeitsmarkt:Stadt Hannover und Volkswagen starten gemeinsames Qualifizierungsprojekt für Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte 

Ein Blick auf den Arbeitsmarkt zeigt, dass die Integration von Zuwander*innen noch immer mit Hindernissen verbunden ist. 2021 hatte etwa jede vierte Person in Niedersachsen eine Migrationsgeschichte*. Mit einem neuen Arbeitsmarktintegrationsprojekt, dem „Job-Pilot 360°“, wollen die zwei größten Arbeitgeber*innen in Hannover, die Landeshauptstadt Hannover und Volkswagen Nutzfahrzeuge, diese Menschen beim Karrierestart unterstützen.

Durch ein speziell konzipiertes einjähriges Fortbildungsprogramm sollen Menschen mit Flucht- und Migrationsgeschichte auf ein Einstiegsqualifizierungsjahr, einen Praktikums-, Ausbildungs-, Arbeits- oder Studienplatz vorbereitet werden. Die Konzern Flüchtlingshilfe fördert das Projekt finanziell, die Landeshauptstadt Hannover investiert mit Kosten für Personal und Projektbegleitung.

Oberbürgermeister Belit Onay sagte aus diesem Anlass: “Wir wollen Menschen mit Migrationsgeschichte unterstützen und sie fit machen für den Arbeitsmarkt. Gleichzeitig suchen wir auch Fachkräfte. Deshalb wollen wir binnen der nächsten fünf Jahre dreißig Prozent aller ausgeschriebenen Stellen mit Menschen mit Migrationsbiographie besetzen, das betrifft etwa jede dritte Stelle. Die Diversität der Stadt soll sich auch in der Verwaltung widerspiegeln. Ich unterstütze daher diesen Schulterschluss von Kommune und Wirtschaft ausdrücklich und freue mich sehr, dass wir gemeinsam Verantwortung übernehmen und gleichzeitig neue Wege bei der Fachkräftegewinnung gehen.“

Dr. Susanne Leifheit, Leiterin Außenbeziehungen und Nachhaltigkeit bei Volkswagen Nutzfahrzeuge: „Volkswagen Nutzfahrzeuge setzt sich mit seiner Nachhaltigkeitsstrategie ambitionierte Ziele für das Engagement für Umwelt und Gesellschaft. Seit jeher ist es unser Anspruch, auch lokal an unseren Standorten soziale Verantwortung zu übernehmen. Mit Job-Pilot 360° initiieren Volkswagen Nutzfahrzeuge, der Volkswagen Konzern und die Stadt Hannover gemeinsam ein ganzheitliches, maßgeschneidertes Karrierestart-Programm für Geflüchtete, das Chancen auf eine nachhaltige Partizipation am Arbeitsmarkt und in der Gesellschaft ermöglicht.“

Das Projekt besteht aus drei Phasen und startet am 2. Juni mit zunächst 15 bis 20 Teilnehmenden. Voraussetzungen sind Sprachkenntnisse (A2/B1), ein Schulabschluss und eine Aufenthaltsgenehmigung. Es wird von den beiden Arbeitgeber*innen über Fachstellen wie die kommunale Fachstelle für Migrationsberatung, Jugendintegrationskurse, Berufssprachkurse, Migrationsberatungsstellen, Jugendwerkstatt und Berufsschulen beworben und bekannt gemacht.

Sowohl bei der Stadt als auch bei Volkswagen Nutzfahrzeuge sind bestimmte Berufsfelder als Entwicklungsziele für Ausbildungs- oder Arbeitsplätze identifiziert worden, beispielsweise Verwaltungsfachwirt*in, Stadtsekretäranwärter*in, Pflegefachfrau*mann oder Mechatroniker*in, Industriemechaniker*in, Elektroniker*in für Automatisierungstechnik.

In der ersten Phase des Projekts werden diese Ausbildungsplätze bei Volkswagen Nutzfahrzeuge und bei der Stadt Hannover in den Blick genommen und Interesse und Motivation der Bewerber*innen gezielt abgefragt. Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt durch ein Team beider Arbeitgeber mit Unterstützung einer Personal- und Arbeitspsychologin, einer Sprachwissenschaftlerin und einer*s Sozialarbeiter*in.

Nach einer Einschätzung der bestehenden Fähigkeiten und Entwicklungsbedarfe u.a. der Sprachkenntnisse und der fachspezifischen Qualifikationen wird ein konkretes maßgeschneidertes Angebot aus Fort- und Weiterbildungen entwickelt. Dies enthält beispielsweise ein Bewerber*innen-Training und Kommunikationsschulungen sowie Einblicke in den späteren Berufsalltag. Es wird fachlich begleitet durch regelmäßige Treffen, Hospitationen und Praktika sowie sozialer Beratung, beispielsweise zum Thema Kinderbetreuung.

Ziel ist es, dass die Teilnehmenden nach diesem Jahr und dem Absolvieren ihres auf sie zugeschnittenen Entwicklungsplans fähig sind, einen Praktikums-, Ausbildungs-, Arbeits- oder Studienplatz bei den jeweiligen Arbeitgebern zu beginnen.

Die Landeshauptstadt Hannover engagiert sich bereits seit 2017 gemeinsam mit dem Volkswagen Konzern und Volkswagen Nutzfahrzeuge in der Unterstützung Geflüchteter im Rahmen des abgeschlossenen Projektes „Deutsch 360 Grad“. Es sollte Menschen motivieren, ihre Deutschkenntnisse und ihre Bewerbungschancen auf dem Arbeitsmarkt zu verbessern. Die Kursteilnehmenden erhielten gezielt berufsbezogenen Sprachunterricht, der den Einstieg in technisch-gewerbliche und kaufmännische, sowie Pflegeberufe erleichtern sollte. Umgesetzt wurden drei Projektphasen von „Deutsch 360 Grad“ mit insgesamt mehr als 100 Teilnehmenden.


Das Experimentierfeld ist eröffnet: Viel los im Kulturdreieck — und der Juni ist erst der Anfang

In den vergangenen Monaten haben unterschiedlichste Akteur*innen Visionen für das Kulturdreieck entwickelt. Ziel des Kulturdreiecks ist es, seine Häuser, Straßen, Plätze und Höfe zu einem attraktiven Begegnungsraum für alle zu entwickeln und im Rahmen der Innenstadtentwicklung den Kulturstandort zu stärken. Zukünftig sollen Menschen im Innenstadtbereich zwischen Schauspiel, Künstlerhaus und Staatsoper rund um die Uhr auf inspirierende, interaktive und entspannende Weise zusammenfinden. Neben der Stadt, der Staatsoper, dem Schauspiel Hannover und dem Künstlerhaus mit dem Kunstverein Hannover, dem Literaturhaus, dem Friedrich-Bödecker-Kreis, dem Kommunalen Kino, dem Hannoverschen Künstlerverein haben sich auch das GOP Varieté Theater und andere umliegende Einrichtungen, Vereine sowie Vertreter*innen der freien Kulturszene mit großem Engagement eingebracht.

Dabei sind viele großartige Ideen entstanden, und so geht es nun direkt in die Weiterentwicklung. Mit jedem Projekt wird an der Sichtbarkeit des Kulturdreiecks gearbeitet und erprobt, was möglich ist. Das Experimentierfeld für die Zukunft des Kulturdreiecks ist in vollem Gange.

Mit einigen Aktionen hat das Kulturdreieck bereits für Aufmerksamkeit gesorgt.

Was bisher geschah

Städtoskoop: Vom 31. März bis zum 2. April war der mobile Kulturort auf der Sophienstraße im Kulturdreieck zu Gast und hat künstlerisches und kulturelles Wirken in Hannover „auf die Straße“ geholt.

„Open Haus“: Das Schauspiel Hannover hat bereits vor einigen Jahren seine Kantine für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und lädt seit Mai nun auch ins geöffnete Foyer ein: immer mittwochs bis freitags von 14 bis 18 Uhr – inklusive Lese-Etage, Kaltgetränke für wenig Geld und kostenlosem WLAN. Die in der Cumberlandschen Bühne angesiedelte partizipative Veranstaltungsreihe UNIVERSEN feierte am 20. Mai ihren Saisonabschluss.  

Im Juni geht es nun geballt mit Aktionen weiter

Im Juni wird das Kulturdreieck mit weiteren Kulturaktionen lebendig. Hier ein Auszug aus den kommenden Veranstaltungen:

  • Staatsoper Hannover

Am 3. und 23. Juni kommt das Team von Xchange (die Opern-, Tanz- und Musikvermittlung der Staatsoper) in das Freizeitheim Döhren und lädt dort zu den Workshops „Klang und Raum“ (3. Juni) und Opernwerkstatt (23. Juni), um gemeinsam mit Menschen aus Hannover nach der Musikalität des spontanen Moments zu suchen – mit viel Spaß und spielerischen Übungen.

  • Stadt Hannover Bergfest

Am 11. Juni lädt die Stadt Hannover zum Bergfest der Workshopreihe „Schritt für Schritt“ in den Hof von Künstlerhaus und Schauspielhaus. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen, in der Zeit von 15 bis 18 Uhr die Zukunft des Kulturdreiecks praktisch zu erproben. Um 18 Uhr lädt eine Diskussion zum Austausch über die Entwicklung des Kulturareals in der Innenstadt Hannovers ein. Weitere Ideen vom Publikum sind ausdrücklich erwünscht.

Im Rahmen der Reihe „Schritt für Schritt“ haben unterschiedliche Menschen aus Kultur, Verwaltung und Zivilgesellschaft auf ko-kreative Weise an der Frage gearbeitet: „Welche kulturellen Angebote möchten wir im Kulturdreieck umsetzen, damit Menschen dort miteinander in Austausch treten?“ Das Spektrum der Ideen, die dabei entstanden sind, reicht von Licht-Klang-Brücken über Mitmach-Zirkus, Kunst-Highlight-Touren bis zu Netzwerk-Apps und verschiedensten Erlebnispavillons. Dabei werden gemeinsam alle Ideen getestet, zusammen gegessen und Wissen ausgetauscht, kurzum: Der öffentliche Raum als Begegnungsraum wird ausgelotet und gemeinsam gestaltet.

Mit dabei sind unter anderem CircO Hannover e.V., kreHtiv-Netzwerk, Quartier Theater, Can Arkadas e.V., Afrikanischer Dachverband Norddeutschland e.V., Kunstverein Hannover, Schauspiel Hannover, Staatsoper Hannover und GOP Varieté Theater sowie freie Künstler*innen, Raumplaner*innen etc., Studierende des Instituts für Landschaftsarchitektur der Leibniz Universität Hannover und last but not least Mitarbeiter*innen der Landeshauptstadt Hannover aus den Fachbereichen Stadtgestaltung, Kulturbüro, Mobilität, Stadtteilkultur und viele mehr. Das Bergfest wird räumlich gestaltet vom hannoverschen Designstudio „Wert der Dinge“.

  • Stadt Hannover Kultur-Hackathon

Am 16. und 17. Juni veranstaltet die Landeshauptstadt Hannover – im Rahmen ihrer Smart City Initiative Restart: #HANnovativ – einen Kultur-Hackathon im #aufhof (ehemals Galeria Kaufhof). Innerhalb von zwei Tagen werden Ideen für neue digitale (Spiel-)Räume in Hannovers Innenstadt entwickelt.

  • Frl. Wunder AG

Das hannoversche Performance-Kollektiv Frl. Wunder AG ist vom 19. Juni bis 1. Juli in Räumlichkeiten der Börse zu Hannover, des Künstlerhaus und der Staatsoper zu Gast. Zum Start eines auf zwei Jahre angelegten Projekts zum Thema Zeitökonomie und Entschleunigung testen die Künstler*innen Ideen für künstlerische Interventionen im Stadtraum.

  • Festival Theaterformen

Das internationale Theater- und Tanzfestival „Theaterformen“ lädt vom 22. Juni bis 2. Juli auf die vor dem Schauspiel Hannover für den Autoverkehr gesperrte Prinzenstraße – mit dem Festivalzentrum des britischen Architekturkollektivs „The DisOrdinary Architecture Project“.

Ausblick

Damit aber nicht genug. Die Aktionen im Juni sind nicht der Abschluss, sondern eine weitere Etappe auf dem Weg zum zukünftigen Kulturdreieck.

Bis zum Herbst folgen weitere Aktionen auf der Sophienstraße, etwa im Rahmen der Herbstausstellung des Kunstverein Hannover vom 22. August bis 20. Oktober – bereits die 90. Ausgabe der größten Gruppenausstellung niedersächsischer Künstler*innen, sowie das gemeinsame Hoffest von Schauspiel und Künstlerhaus am 9. September im Hof als „Herz“ des Kulturdreiecks.  

Im Oktober transformiert die Agentur für kreative Zwischenraunutzung die Litfasssäulen auf dem Georgsplatz in künstlerische Installationen mit abschließendem Konzert vom Orchester im Treppenhaus. Ein neuer, temporärer, künstlerischer Gemeinschaftsort entsteht.

Außerdem plant das Cameo Kollektiv e.V. im Herbst mit einer Ausstellung zum Thema „Platz nehmen“ als Fortführung der Reihe „Platz des Zusammensitzens“ ins Kulturdreieck zu kommen.

Am 27. und 28. November präsentiert Heise Medien mit Horizons #23 ein neues innovatives Format in der Cumberlandsche. Horizons eröffnet Entscheider*innen und Manager*innen neue Einblicke in unternehmerische Zukunftsperspektiven zu den Themen Transformation, Digitalisierung und die Zukunft der Arbeit. 

Zum Kulturdreieck

Aufbauend auf den Ergebnissen des Innenstadtdialogs und fest verankert im Kulturentwicklungsplan 2030, wird das Kulturdreieck zwischen Künstlerhaus, Oper und Schauspiel zu einem Kultur- und Kreativ-Areal mit hoher Aufenthaltsqualität entwickelt. Das Kulturdreieck ist Teil des Innenstadtkonzepts der Landeshauptstadt Hannover und der Smart City Initiative Restart: #HANnovativ und wird u.a. gefördert durch die Stiftung Niedersachsen.


Stadtentwicklungs- und Bauausschuss tagt öffentlich

Der Stadtentwicklungs- und Bauausschuss tagt am kommenden Mittwoch (7. Juni) um 15 Uhr im Ratssaal des Neuen Rathauses, Trammplatz 2, in öffentlicher Sitzung.

Die vollständige Tagesordnung ist im Internet unter www.ratsinfo-hannover.de zu finden.

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