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Hannover Nachrichten vom 5.Juli 2023

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Hannover punktet bei Wohnungsbau – Lagebericht Stadtentwicklung 2022 veröffentlicht

Die Stadt Hannover hatte im Jahr 2021 im Großstädtevergleich in Relation zur Bevölkerungszahl die meisten erteilten Baugenehmigungen aufzuweisen: 7 je 1.000 Einwohner*innen. Insgesamt wurde ein Zuwachs von 51,1 Prozent verzeichnet. Nicht nur bei Baugenehmigungen als Frühindikator späterer Bautätigkeit punktet Niedersachsens Landeshauptstadt. Auch bei Baufertigstellungen legte Hannover um 11,3 Prozent gegenüber 2020 zu, während viele deutsche Großstädte Rückgänge verzeichnen mussten.

Dies sind zwei von zahlreichen Erkenntnissen des Lageberichts zur Stadtentwicklung 2022, den die Landeshauptstadt Hannover heute (5. Juli) vorgelegt hat. Er umfasst einen Vergleich der 15 größten deutschen Städte in elf verschiedenen Themenbereichen. Dabei werden überwiegend die Daten des Jahres 2021 verglichen, in Teilen liegen auch Zahlen aus 2022 vor. Somit beleuchtet der Bericht auch besonders die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf viele Aspekte der Stadtentwicklung im zweiten Corona-Jahr. „COVID 19“ hatte Einfluss auf praktisch alle Themen, die der Großstädtevergleich behandelt – zum Beispiel Bevölkerungsentwicklung, Wirtschaft und Einzelhandel, Tourismus und Kultur, aber auch die kommunalen Finanzen. Der Lagebericht 2022 ist im Internet unter www.hannover.de abrufbar (Suchwort „Großstädtevergleich“).

Ausgewählte Ergebnisse des Lageberichts in Kürze:

  • Trotz des Fachkräfte- und Baustoffmangels und gestiegener Preise wurden 2021 bundesweit 293.400 Neubauwohnungen fertiggestellt, nach 2020 der zweitbeste Wert seit Jahren (minus 4,4 Prozent gegenüber Vorjahr). In den Großstädten allerdings fällt der Rückgang mit 12,9 Prozent deutlich höher aus.
  • Die Büromieten für Immobilien mit nach Lage und Ausstattung gutem Nutzungswert sind 2022 mit 36,50 Euro pro Quadratmeter in München am höchsten und mit 10,25 Euro in Hannover am günstigsten.
  • 2020 war nach Jahren sinkender Arbeitslosigkeit die Arbeitslosenquote um knapp ein Viertel von 7,1 auf 8,8 Prozent im Großstädtevergleich angestiegen. Bis Mitte 2021 ging die Arbeitslosenquote wieder zurück auf 8,3 Prozent und verbesserte sich weiter auf 7,5 Prozent Mitte 2022.
  • Das Bruttoinlandsprodukt liegt auf Ebene der Großstädte für 2020 vor: Hier gab es erstmals seit vielen Jahren einen Rückgang in allen 15 Vergleichsstädten.
  • In den Innenstädten sind die Passant*innen-Frequenzen 2022 wieder deutlich höher als in den beiden stark durch Corona-Maßnahmen geprägten Vorjahren 2020 und 2021. Verglichen mit 2019 sind sie allerdings tendenziell niedriger: über das ganze Jahr 2022 betrachtet in Hannovers Georgstraße 8,5 Prozent geringer. Bei den meistfrequentierten Messpunkten der Einkaufsstraßen im Großstädtevergleich lag die Georgstraße in 2022 mit 21,22 Millionen Messungen auf Rang vier (hinter der Neuhauser Straße und Kaufinger Straße in München sowie der Frankfurter Zeil).
  • Die Zahl der Studierenden ging im Wintersemester 2021/2022 nach vielen Jahren des Wachstums erstmals – wenn auch minimal – zurück: minus 0,3 Prozent. Nur in Berlin, Hamburg und Leipzig gab es mehr Studierende als im Vorjahr.
  • Die Volkshochschulen hatten nach 2020 auch 2021 stark unter den Auswirkungen der Corona-Maßnahmen zu leiden, was in den Statistiken zu Kursen und Teilnehmenden deutlich zum Ausdruck kommt.
  • Auch im kulturellen Bereich sind die Auswirkungen der Pandemie ablesbar. So erreichte die Zahl der Kinobesuche im Großstädtevergleich 2021 nur rund ein Drittel des Niveaus von 2019. Bezieht man die Zahl der Kinobesuche auf die Stadtgröße, weist Hannover 2021 mit 1,05 Besuchen je Einwohner*innen hinter Nürnberg die meisten Besuche auf.
  • In der Theaterstatistik der Spielzeit 2020/2021 sank insbesondere bedingt durch den zweiten, lange andauernden Lockdown ab November 2020 die Zahl der Veranstaltungen um zwei Drittel gegenüber der Spielzeit 2019/2020.
  • Beim aktuellen ADFC-Fahrradklima-Test 2022 belegt Hannover Rang 3 nach zuletzt Rang 2 im Jahr 2020.

Tiergarten, Waldstation, Stadtpark und Berggarten geschlossen

Wegen der durch den Deutschen Wetterdienst angekündigten Sturmböen bleiben heute (5. Juli) in Hannover der Tiergarten, die Waldstation Eilenriede, der Stadtpark sowie der Berggarten in Herrenhausen vorsorglich geschlossen. Die Schauhäuser des Berggartens sind bei freiem Eintritt geöffnet. In den Herrenhäuser Gärten bleibt der Große Garten vorerst geöffnet. Das Kleine Fest kann am Abend voraussichtlich stattfinden, weil der Sturm bis zum Beginn der Veranstaltung nach bisherigen Prognosen nachgelassen haben wird. Die Organisator*innen behalten die Entwicklung im Blick.

Die Stadtverwaltung warnt grundsätzlich vor dem Betreten der Wälder und Parkanlagen während Stürmen und unmittelbar danach. Für das Betreten von Wäldern und geöffneten Parks gilt immer: auf eigene Gefahr.


Kulturdezernentin Beckedorf und Künstlerin Kerstin Schulz eröffnen Schwarmkunstprojekt „panta rhei:stadt im fluss“ auf dem Weißekreuzplatz

Das Schwarmkunstprojekt „panta rhei:stadt im fluss“ vom 4. Juli bis zum 25. August auf dem Weißekreuzplatz widmet sich mit künstlerischen Mitteln und als Mitmach-Aktion für alle der Frage: Wie wollen wir in unserer Stadt leben? Wie wollen wir mit öffentlichen Ressourcen (wie Plätze, Wasser, Luft, umgehen? Zur Eröffnung am gestrigen Dienstag (4. Juli) gab es folgendes Programm, das von Lars Adolph von Schwarmkunst e.V. moderiert wird.

Musik Das Backyard Hiptett mit dem Kulturrad

Grußworte und kurze thematische Einführungen:

Konstanze Beckedorf, Kulturdezernentin der Landeshauptstadt Hannover

Kirsten Klehn, Plan2, Stadtentwicklung aus Hannover: Der Weißekreuzplatz in der Zukunft

Ulla Neubauer von der Zentralen Beratungsstelle Wohnungslosenhilfe des Diakonischen Werkes Hannover: Eine Bank statt ein Zuhause

Peter Wefer, Autor und Schwarmkunstteilnehmer aus Hannover: Gedanken aus der Innenansicht

Eröffnung des Projektes mit Kerstin Schulz –Schwarmkünstlerin

Musik Das Backyard Hiptett mit dem Kulturrad des City of Musik e.V.

Das Kunstprojekt „panta rhei: stadt im fluss“ symbolisiert die Begegnung der Stadtgesellschaft auf einem öffentlichen Platz. Dabei entsteht ein sich ständig wandelndes Kunstwerk, gestaltet von einer Vielzahl von Menschen, deren Zusammensetzung sich ebenso beständig verändert. Keine Teilnahme ist dadurch wie die vorherige, so, wie man auch „nicht zweimal in denselben Fluss steigen“ kann. (Heraklit)

In der Projektzeit werden jeden Dienstag sowie donnerstags bis sonnabends im Juli und August von 16 bis 20 Uhr auf dem Weißekreuzplatz geschwärmt. Aus ineinander verschlungenen Schläuchen entstehen auf dem Platz tropfenförmige Skulpturen, die zu verschiedenen Aspekten gestaltet und auch von den Teilnehmenden nach eigenen Vorstellungen geformt werden können.

Als niedrigschwellige Aktion ist „panta rhei: stadt im fluss“ dafür prädestiniert, alle Menschen anzusprechen. Das betrifft obdachlose und drogensüchtige Menschen ebenso wie Anwohner*innen, Kinder und/oder Neuankommende in Hannover. Gleichzeitig bietet die professionelle künstlerische Anleitung auch Anknüpfungspunkte für Kunstinteressierte und in seiner spielerischen, voraussetzungslosen Umsetzung, steht das Projekt allen zufälligen Passant*innen zum Mitmachen offen. Im Raum steht die Frage: Wer gehört dazu – wer gehört nicht dazu? Und alle dürfen mitmachen.

Vereine, Gruppen und Firmen können sich zu kostenlosen Workshops anmelden und sich einen Nachmittag als Kunstschaffende an dem Projekt beteiligen. Besondere Kenntnisse sind für die Teilnahme nicht erforderlich. Material, Wasser, Anleitung und nette Gespräche sind frei verfügbar. Anmeldung unter schulz@atelier-dreieck.de.

Begleitet wird die ganze Aktion von einem regelmäßigen Programm. An den Aktionstagen: Dienstag, Donnerstag, Freitag und Samstag wird zum Beispiel immer von 18 bis 18.30 Uhr Wasser durch die Schlauchobjekte geschickt – für ein sommerliches Vergnügen. An den Samstagen wird es im August immer von 20 bis 23 Uhr eine Lichtinstallation geben. Alle Programmpunkte sind an einer Litfasssäule auf dem Weißekreuzplatz nachlesbar. Oder auch über Instagram @kerstin_Schulz.Schwarmkunst.

Mehr zum Schwarmkunstprojekt unter atelier-dreieck.de.

Das Schwarmkunstprojekt „panta rhei: stadt im fluss“ ist ein Baustein in der Strategie zur Weiterentwicklung und Belebung des Weißekreuzplatzes. Es ist Teil des Programms Bahnhofsnahe Plätze. Der Schwarmkunstverein e.V. mit dem Projekt „panta rhei:stadt im fluss“ wird gefördert von: Landeshauptstadt Hannover, Aktion Mensch, Stiftung Niedersachsen, Rehau.


Zwischenbilanz und Ausblick Bahnhofsnahe Plätze: Stadt lädt zu einer Info-Veranstaltung im Pavillon ein

Das städtische Konzept für die bahnhofsnahen Plätze ist Thema einer öffentlichen Informationsveranstaltung der Landeshauptstadt Hannover am Donnerstag (06. Juli) um 17 Uhr im Kulturzentrum Pavillon. Der Erste Stadtrat Dr. Axel von der Ohe und Sozialdezernentin Sylvia Bruns geben einen Rückblick auf das laufende Projekt und skizzieren die nächsten Schritte. Für vertiefende Gespräche stehen auch Fachleute aus der Stadtverwaltung zur Verfügung.

Hintergrund ist, dass die Stadt den Raschplatz, den Weißekreuzplatz und den Andreas-Hermes-Platz aufwerten und beleben will. Die Stadt erweitert soziale Angebote, gestaltet die Plätze in Teilen neu und legt seit Mai ein von Sport-, Kultur- und Freizeitangeboten geprägtes Programm für die Plätze auf. Die Aufwertung der bahnhofsnahen Areale ist ein wesentlicher Bestandteil der Innenstadtentwicklung.


Stadt stellt rund 450 Schulranzen-Sets für Kinder bedürftiger Familien zur Verfügung

Für den bevorstehenden Schulstart 2023/2024 stellt die Stadt rund 450 Schulranzen-Sets für Kinder bedürftiger Familien zur Verfügung, um möglichst vielen Kindern einen guten Start in die Schule zu ermöglichen.

Stellvertretend für die Verteilung der rund 450 Ranzen haben Oberbürgermeister Belit Onay und Rita Maria Rzyski, Dezernentin für Bildung, Jugend und Familie, heute (4. Juli) in der AWO-Kita und Familienzentrum Elmstraße symbolisch Ranzen-Sets an Einrichtungsleiterin Anja Sand übergeben.

„Wir möchten mit dieser Aktion gezielt Familien entlasten, für die die Beschaffung einer Schul-Erstausstattung angesichts ihrer Einkommenssituation eine erhebliche Belastung bedeutet“, erläuterte Onay bei der Übergabe. „Eine gute Schulausstattung ist schließlich eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Start in die Schulzeit.“

„Für eine Familie kommen schnell mehrere hundert Euro zusammen, wenn ein Kind mit den notwendigen Materialien zum Schulstart versorgt werden soll. Angesichts dessen freue ich mich sehr, dass wir aus städtischen Mitteln 450 Kinder aus 25 Kitas mit einem Schulranzen-Set ausstatten können“, ergänzte Rzyski.

Für eine möglichst gerechte Verteilung wird das Sozialindikatoren-Ranking der Kitas berücksichtigt.


Noch freie Plätze für Führungen im Programm „Grünes Hannover“ – Anmeldungen erforderlich

Der Fachbereich Umwelt und Stadtgrün hat für die Führungen im Programm „Grünes Hannover“ am kommenden Donnerstag, Freitag und Sonnabend (6. bis 8. Juli) noch Plätze frei. Die Veranstaltungen führen in die Eilenriede, in den Stadtpark und in den Maschpark. Interessierte sollten sich beeilen und werden um eine verbindliche vorherige Anmeldung bis Donnerstagmittag (13 Uhr) zu den Führungen unter der Telefonnummer (05 11) 1 68 – 4 38 01, oder per Mail unter 67.umweltkommunikation@hannover-stadt.de gebeten. Die Führungen sind kostenfrei.

Donnerstag (6. Juli), 18 Uhr: Lesung in der Eilenriede

Die Eilenriede in der Literatur – das ist das Thema dieser besonderen Lesung. Es wird eine amüsante Melange aus Texten von Carl Jacob Hirsch, Theodor Lessing, Hermann Löns, Georg Friedich und Ernst Jünger, Karl Krolow, Georg Schrader, Louis Stromeyer, Christof Spengemann und anderen geboten. Klappstühle oder andere Sitzgelegenheiten sollten mitgebracht werden.

Treffpunkt: Am „Rad“ in der nördlichen Eilenriede, nahe Bernadotteallee

Führung: Dr. Peter Struck (Kulturwissenschaftler)

Freitag (7. Juli), 15 Uhr: Stadtpark Hannover

Auf der Führung gibt es Einblicke in die Gestaltungsidee und die geschichtliche Entwicklung eines der bedeutendsten Gartendenkmale der Stadt Hannover. 1951 war der Stadtpark Ausrichtungsort der ersten Bundesgartenschau. Er ist bis heute von den Gestaltungszutaten der 50er- und 60er-Jahre geprägt.

Treffpunkt: Haupteingang Stadtpark, Clausewitzstraße

Führung: Rainer Hahn-Köhne

Sonnabend (8. Juli), 11 Uhr: Kontakt mit dem Boden in der Eilenriede

Eine Erkundung von ausgewählten Naturphänomenen im Zusammenhang mit (Wald-)Boden und Bodenentwicklung: Welche Funktionen hat der Boden hinsichtlich Klimaschutz für das Stadtklima? Wetterfeste Kleidung ist erforderlich. Die Führung ist auf zehn Personen begrenzt, deshalb ist eine Anmeldung unbedingt erforderlich.

Treffpunkt: Waldstation Eilenriede, Kleestraße 81

Führung: H. Dick (Wildnislotse und zertifizierter Natur- und Landschaftsführer)                           

Sonnabend (8. Juli), 15 Uhr: Der Maschpark literarisch

Die Teilnehmenden sind eingeladen, bei einer Führung rund um den wunderschönen Maschteich dieses idyllische Kleinod mitten in der Stadt einmal aus ganz anderen Perspektiven zu erleben – in Lyrik und Prosa.

Treffpunkt: Treppe zum Maschteich hinter dem Rathaus

Führung: Marie Dettmer (literarische Komponistin und Rezitatorin)


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