HANNOVER. Vorstandswahlen bei der Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld Ende Februar. Turnusmäßig bestimmten die Mitglieder bei der Jahreshauptversammlung im Gemeindesaal der Auferstehungskirche ihren neuen Vorstand. Ergebnis: der alte ist auch der neue Vorstand. Maria Hesse wurde als Vorsitzende der Kulturinitiative wiedergewählt und sowohl Uta Meyer-Herder als auch Dr. Christian Vogel als stellvertretende Vorsitzende in ihrem Amt bestätigt.
Kulturinitiative: Der alte Vorstand ist auch der Neue
Jetzt geht’s los – Umgestaltung des Steintorplatzes beginnt
Symbolischer Spatenstich in der Schmiedestraße
HANNOVER. „Jetzt geht`s los” freute sich Oberbürgermeister Belit Onay am Mittwoch (25.02.) anläßlich des symbolischen Spatenstichs für den Beginn des Umbaus des Steintorplatzes. Wegen der frostigen Temperaturen in den vergangenen Wochen erfolgte nun endlich der Start für die Neugestaltung des Steintorplatzes und des angrenzenden Gebietes. Dazu gehört auch der Einmündungsbereich der Schmiedestraße in die Georgstraße. Hier fand auch der Spatenstich statt (und nicht etwa auf dem Steintorplatz selbst). Oberbürgermeister Belit Onay und Stadtbaurat Thomas Vielhaber hielten kurze Ansprachen und skizzierten die Planungen zur Neugestaltung des Steintorplatzes. Neben dem Oberbürgermeister und Stadtbaurat waren auch Vertreter des ausführenden Planungsbüros Grieger / Harzer / Dvorak aus Berlin und des Tiefbauamtes der Stadt vor Ort. Und auch eine Reihe von Rats- und Bezirksratsmitgliedern waren zu diesem Termin erschienen.
Dokudrama „Benko- Size does matter“
Dreharbeiten am/im ehemaligen Galeria / Kaufhof Gebäude
HANNOVER. René Benko ist ein österreichischer Immobilieninvestor und Unternehmer. Die von ihm gegründete Signa Holding galt als Österreichs größtes Immobilien- und Handelsunternehmen. Sie beteiligte sich international an mehreren Immobilien und Unternehmen, darunter an den Tageszeitungen Kurier und Krone. Benkos Vermögen wurde 2019 auf fünf Milliarden US-Dollar (4,6 Mrd. Euro) geschätzt; er galt damit als einer der reichsten Österreicher – diese Einschätzungen beruhten jedoch auf überhöhten Immobilienbewertungen. Im März 2024 stellte René Benko selbst einen Antrag auf Insolvenz als Unternehmer, das zuständige Landesgericht machte daraus ein Konkursverfahren. Gegen ihn ermitteln derzeit Strafrechtsbehörden in Deutschland und mehreren anderen Ländern – wegen des Verdachts des schweren Betrugs, der Geldwäsche sowie mehrerer Insolvenzdelikte. So wurden Vorwürfe wegen Insolvenzverschleppung erhoben. Benko wurde im Januar 2025 festgenommen und in Untersuchungshaft genommen. „Benko – Size does matter“ erzählt diese Geschichte vom märchenhaften Aufstieg eines Jungen, der aus bürgerlichen Verhältnissen stammt und dem jähen Absturz eines Mannes, der über Nacht zum Liebling der Finanzwelt geworden war. Es ist eine Geschichte von Verführern und Verführten, eine Geschichte über Gier, Glanz und Glamour, eine Geschichte über Macht und Macher. Der 90-minütige Film kombiniert Spielszenen mit Archivmaterial und Interviews. Autoren sind Hannah und Raymond Ley, der auch Regie führt. Gespielt wird René Benko vom österreichischen Kabarettisten und Schauspieler Thomas Stipsits. In weiteren Rollen spielen unter anderem Heino Ferch, Patricia Aulitzky, Lisa Wagner, Alexander Wipprecht und Harald Schrott. Weitere Drehorte sind Berlin, Wien, Potsdam, Dortmund und Hamburg. Das Projekt entsteht im Auftrag von NDR, SWR, RBB, ORF und SRF bei UFA Fiction in Zusammenarbeit mit der HolyScreen Media und Cineteam Hannover. „Benko – Size does matter“ wird voraussichtlich im Herbst 2026 in der ARD Mediathek und im Ersten zu sehen sein. Bei den Dreharbeiten am 24.02. in der Schmiedestraße war auch Hannovers Finanz-, Ordnungs- und Feuerwehrdezernent und Erster Stadtrat Dr. Axel von der Ohe anwesend.
Die Kulturinitiative Döhren-Wülfel ging in den Untergrund
HANNOVER. Ein „Lost Place“ mitten in Hannover war Ziel einer Exkursion der Kulturinitiative Döhren-Wülfel-Mittelfeld. Heute Nachmittag (25. Februar) ging es in Hannovers City in den Untergrund. Genauer: Die rund 20 Personen aus dem Süden Hannovers tauchten unter der U-Bahn-Station Hauptbahnhof ab in die Tiefe und besichtigten den Geisterbahnhof der einst geplanten D-Linie.
Hannover verfügt über zwei ungenutzte U-Bahn-Stationen, an denen noch nie eine Stadtbahn gehalten hat. Für die früher einmal vorgesehene „D-Linie“ wurden sowohl am Steintor als auch am Hauptbahnhof bereits die Haltestationen im Rohbau gefertigt. Doch der Tunnel für diese U-Bahn lässt auf sich warten, entsprechende Pläne für diese Linie verschwanden wieder in der Schublade.
Maria Hesse, die Vorsitzende der Kulturinitiative, konnte für die Führung in die Tiefen von Hannover niemand geringeren als Christian Weske begrüßen. Der Geschäftsführer der hannoverschen Infra – dieser Gesellschaft gehören die Gleise und Stationen der hannoverschen Stadtbahn – führte höchstpersönlich die Schar interessierter Döhrener über kahle Betongänge und hölzerne Behelfstreppen hinab in den Bereich unter dem Raschplatz. Fachkundig berichtete Weske über die Architektur der Stationen und alte und neue Pläne für den Stadtbahnausbau. Wenn die Politik es will, so hieß es, könnten diese U-Bahn-Bahnhöfe relativ schnell hergerichtet werden; es müsste nur der dazugehörige Tunnel noch kommen.
Aus den Gesprächen war herauszuhören: Viele der Gäste aus Döhren-Wülfel, die hier unter Tage gingen, halten eine Tunnelstrecke vom Steintor bis zum Hauptbahnhof und darüber hinaus in die Südstadt auch heute noch für sehr sinnvoll.
Arbeitsreiches Wochenende für die Feuerwehr Hannover
Drei größere Einsätze innerhalb weniger Stunden
HANNOVER. Nachdem die Feuerwehr am Samstagabend (21.02) den Einsatz beim Brand eines Zimmers in einem Pflegezentrum in der Fischerstraße in der Calenberger Neustadt gegen 22:30 Uhr beendet hatte (Stadtreporter berichtete), wurde sie in der Nacht zu Sonntag (22.02.) um kurz nach 4:00 Uhr erneut in die Calenberger Neustadt alarmiert. Bei der Regionsleitstelle waren Hinweise zu einer Rauchentwicklung und Flammenschein aus einer Wohnung im vierten Obergeschoss eines Mehrparteienhauses in der Braunstraße in der Calenberger Neustadt eingegengen. Die Regionsleitstelle alarmierte daraufhin zwei Löschzüge der Berufsfeuerwehr, die Ortsfeuerwehr (Freiwillige Feuerwehr) Linden sowie den Rettungsdienst. Beim Eintreffen der ersten Kräfte der Brandschützer bestätigte sich die gemeldete Lage. Es schlugen bereits Flammen aus dem Fenster der betroffenen Wohnung. Aus selbiger hatte sich eine Person bereits selbstständig ins Freie retten können. Feuerwehrkräfte kümmerten sich um die Person und übergaben sie dem Rettungsdienst zur weiteren Versorgung. Da der Treppenraum zu diesem Zeitpunkt bereits stark verraucht war, mussten mehrere Personen aus benachbarten Wohnungen mittels Fluchthauben, mit Unterstützung von Einsatzkräften unter Atemschutz und mit einer Drehleiter, aus dem Gebäude gerettet werden. Gleichzeitig wurde die Brandbekämpfung mit mehreren Strahlrohren im Innen- und Außenangriff eingeleitet und die Flammen mit Löschwasser bekämpft. Mehrere Trupps unter Atemschutzgeräten gingen hierfür in die Wohnung vor. Parallel dazu wurden Druckbelüftungsgeräte eingesetzt, um den Brandrauch aus dem stark verrauchten Treppenraum und dem Gebäude zu verdrängen. Im Verlauf des Einsatzes mussten insgesamt fünf verletzte Personen medizinisch versorgt werden. Vier von ihnen wurden mit Rettungswagen in hannoversche Krankenhäuser transportiert. Eine weitere Person begab sich selbstständig zur weiteren Abklärung in ein Krankenhaus. Die Brandwohnung und die unmittelbaren Nachbarwohnungen sind weitestgehend unbewohnbar. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens konnte die Feuerwehr zunächst keine Angaben machen. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen. Insgesamt waren rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst mit 18 Fahrzeugen vor Ort.
Bereits um 6:30 Uhr am Sonntagmorgen (22.02.) wurden erneut Feuerwehrkräfte zu einem größeren Brandereignis alamiert. Dieses Mal mussten die Brandschützer zu einem Gartenlaubenbrand in die Hebbelstraße im Stadtteil Sahlkamp ausrücken. Noch auf der Anfahrt wurde die Alarmstufe erhöht, denn ein angrenzendes Einfamilienhaus wurde von den meterhohen Flammen der Laube beaufschlagt und in Mitleidenschaft gezogen. Die Löschmaßnahmen gestalteten sich aufwendig, jedoch konnte durch das schnelle Eingreifen das Einfamilienhaus verteidigt werden. Verletzt wurde niemand. Zur Schadenshöhe und zur Brandursache konnte die Feuerwehr zunächst keine Angaben machen. Auch in diesem Fall hat die Polizei die Ermittlungen zur Klärung der Brandursache aufgenommen. Insgesamt waren bei diesem Einsatz rund 50 Brandschützer (Kräfte der Berufsfeuerwehr – 2 Löschzüge – und eine Freiwillige Feuerwehr) mit einem Großtanklöschfahrzeug sowie zwei Rettungswagen und ein Notarzteinsatzfahrzeug beteiligt.
Feuer in Pflegeeinrichtung in der Calenberger Neustadt
Eine Person tot – zwei Personen verletzt bei Brand in der Fischerstraße
HANNOVER. Am Samstagabend (21.02.) um 21:15 Uhr löste die Brandmeldeanlage des Pflegezentrums in der Fischerstraße im hannoverschen Stadtteil Calenberger Neustadt aus. Gleichzeitig gingen Notrufe von Mitarbeitenden des Pflegezentrums bei der Regionsleitstelle Hannover ein und meldeten einen Zimmerbrand im dritten Obergeschoss des betreuten Wohnens der Altenhilfeanlage. Die Mitarbeitenden des Pflegeheims reagierten sofort und leiteten erste Löschmaßnahmen in der Brandwohnung mit Feuerlöschern ein. Aufgrund des bestätigten Lagebildes löste die Regionsleitstelle umgehend eine Alarmstufenerhöhung aus. Daraufhin rückten zwei Löschzüge und mehrere Sonderfahrzeuge der Berufsfeuerwehr, sowie Kräfte der der Freiwilligen Feuerwehr Hannover-Linden und der Rettungsdienst zum Einsatz in der Fischerstraße aus. Vor Ort stellte sich bei Eintreffen der hannoverschen Brandschützer heraus, dass das Feuer zwar weitgehend eingedämmt worden war, der 75-jährige Bewohner jedoch schwer verletzt in dem betroffenen Bereich verblieben war. Er wurde durch Einsatzkräfte der Feuerwehr unter Atemschutzgeräten aus dem stark verrauchten Wohnbereich gerettet und anschließend an den Rettungsdienst zur notärztlichen Versorgung übergeben werden. Das Feuer war zu diesem Zeitpunkt gelöscht, jedoch war der gesamte Wohnbereich verraucht. Mittels Druckbelüftungsgeräten wurde der betroffene Gebäudeteil daraufhin entraucht, die weiteren Bewohner konnten somit in ihren Wohnungen verbleiben. Die schwerverletzte Person wurde nach der Versorgung vor Ort durch den Rettungsdienst in ein hannoversches Krankenhaus transportiert. Zwei Mitarbeitende des Pflegezentrums erlitten, durch die Brandbekämpfungsmaßnahmen, leichte Rauchgasvergiftungen und wurden ebenfalls zur weiteren Behandlung in hannoversche Kliniken verbracht. Laut einer Meldung des NDR ist der schwerverletzte Bewohner des Brandzimmers zwischenzeitlich im Krankenhaus verstorben. Zur Höhe des entstandenen Sachschadens und zur Ursache des Brandereignisses konnte die Feuerwehr zunächst keine Angaben machen. Zur Klärung dieser Fragen hat die Polizei die Ermittlungsarbeiten aufgenommen. Die Feuerwehr und der Rettungsdienst waren mit 14 Fahrzeugen und rund 40 Einsatzkräften vor Ort.
Faszinierende Fotos von einer „Rand“-Sportart: Petar Beres zeigt Box-Bilder
HANNOVER. Möglichst dicht dran. Petar Beres fotografiert bei Boxwettkämpfen auch schon mal aus der „neutralen Ecke“. „Da wurde es manchmal sogar brenzlig“, erzählt der Fotokünstler, passiert ist ihm zum Glück bislang nichts. Nur ein paar Mal wurde er von den kämpfenden Sportlern dabei auf die Füße getreten. Der aus Ungarn stammende hannoversche Fotograf Petar Beres verfolgt das Boxen beim BSK Hannover-Seelze fotografisch seit etwa zwei Jahren. Eine Auswahl seinen packenden Aufnahmen werden derzeit in der Galerie für Fotografie (GAF) in der Südstädter Eisfabrik gezeigt.
Im Rahmen einer Führung durch die Ausstellung berichtete Beres über seine Arbeit. Dabei standen nicht unbedingt die Wettkämpfe im Ring im Vordergrund. Er begleitete vielmehr das Vereinsleben des Boxsportclubs. So zeigen viele Bilder Momente aus dem Training der jungen Nachwuchssportler.
Schon ein Blick auf die Statistik lässt den Leser staunen: „Die über 300 Mitglieder des BSK Hannover-Seelze kommen aus 25 Ländern“, heißt es in der Pressemitteilung der GAF, und weiter: „. 11 Deutsche Meistertitel errangen seine Athlet:innen bislang. In der Saison 2013/2014 ist die Mannschaft in die Geschichte des Boxsports eingegangen. Nicht einen Mannschaftskampf hat der BSK in dieser Saison verloren. 2017/2018 war der Verein letztmalig deutscher Meister, mehrmals endete man auf dem zweiten Platz der Box-Bundesliga. Und dass, obwohl der Verein erst 1993 gegründet wurde. Der BSK Hannover-Seelze legt neben sportlichen Erfolgen besonderen Wert auf ein familiäres Miteinander von Männern, Frauen, Kindern, Wettkämpfern und Hobbyboxern mit den unterschiedlichsten nationalen, religiösen und kulturellen Hintergründen. Der Verein ist im besten Sinne Multikulti!“
Petar Beres zeigt ausschließlich Aufnahmen in S/W. Seine verwendete Ausrüstung ist dabei relativ minimalistisch. Und doch sind die Ergebnisse faszinierend und begeistern selbst Betrachter, die sonst eher wenig Zugang zu dieser Sportart haben. Zwar betreibt Petar Beres die Fotografie am Ring nur aus Liebhaberei, man merkt jedoch seine professionelle Erfahrung. Nach seiner Übersiedlung nach Deutschland hat er eine Zeitlang als Pressefotograf gearbeitet.
Noch bis 15. März 2026, jeweils donnerstags bis sonntags von 12 bis 18 Uhr sind die Sportfotos vom Feinstern in der Eisfabrik, Seilerstraße 15d zu sehen.
Polizeieinsatz in der Stiftstraße
Einsatz aufgrund eines Hinweises auf eine möglicherweise bewaffnete Person
HANNOVER. Während am Donnerstag (19.02.) starke Polizeikräfte in der Innenstadt, vor allen Dingen im Bereich um das Alte Rathaus und die Marktkirche herum, damit beschäftigt waren das Treffen von hochrangigen NATO-Militärs abzusichern, wurde die Polizei zu einem Einsatz in die Stiftstraße (innenstadt) alarmiert.
Polizeibeamte in der Stiftstraße – © Foto: Lothar Schulz 2026
Polizeibeamte in der Stiftstraße – © Foto: Lothar Schulz 2026
Aufgrund eines Hinweises auf eine möglicherweise bewaffnete Person rückte die Polizei mit einem größeren Aufgebot von Beamten an. Auch mit Maschinenpistolen bewaffnete Beamte waren rund um die in der Stiftstraße gelegene Ditib-Moschee im Einsatz.
Auch mit Maschinenpistolen bewaffnete Beamte waren in der Stiftstraße im Einsatz – © Foto: Lothar Schulz 2026
Letztendlich waren es wohl aber nur Kinder, die mit einer Spielzeugpistole gesichtet worden waren, und so zur Auslösung des Alarms für die Polizei geführt hatten.
Wenigstens ein Kind/Jugendlicher wird von der Polizei im Polizeiwagen mitgenommen – © Foto: Lothar Schulz 2026
NATO-Alarm für Hannovers City
Hochrangige NATO-Militärs bei Empfang im Alten Rathaus
HANNOVER. Im Zeitraum vom 8. Januar bis zum 26. März führt die NATO die umfangreichste gemeinsame Verlegungsübung mit der Bezeichnung „Steadfast Dart 2026“ in Deutschland durch. Im Rahmen dieser Übung fand am am Donnerstag (19.02.) ein Empfang mit etwa 250 hochrangigen NATO-Militärs und politischen Repräsentanten im Alten Rathaus von Hannover statt. Details zum Empfang drangen nur spärlich an die Öffentlichkeit. Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies, Innenministerin Daniela Behrens und Oberbürgermeister Belit Onay sollten wohl bei dem Treffen Reden halten. Nach Informationen der Walsroder Zeitung soll zu dem Treffen der deutsche Vier-Sterne-General Ingo Gerhartz geladen haben. Für diese Veranstaltung galt eine der höchsten Sicherheitsstufen in Hannover. Am 19. Februar von 11 bis 24 Uhr wurden im Innenstadtbereich mehrere Straßen gesperrt und Halteverbotszonen eingerichtet und auch der Opernplatz und der Schützenplatz waren betroffen. Der Bereich um das Alte Rathaus und die Marktkirche herum war weiträumig von starken Kräften der Landespolizei und von Militärpolizei abgesperrt. Durchgänge für FußgängerInnen waren aber freigehalten. Gleichwohl kritisierten insbesondere Geschäftsleute aus der Innenstadt. dass sie keine offiziellen Informationen zu den Straßensperrungen bekommen hatten. „Ich mache den Job jetzt schon seit 18 Jahren, aber so etwas habe ich noch nie erlebt“, erklärte der Sprecher der City Gemeinschaft Hannover, Martin Prenzler und beklagte diese „Nullkommunikation“. Für ihn bleibe die Frage, was hinter dem Treffen stecke. Wenn es am Ende nur um ein „Schnittchenessen“ im Rathaus gehe, bezweifele er, dass es den Aufwand wert sei. Und der Aufwand war schon beträchtlich. Wie seinerzeit beim Besuch von US-Präsident Obama wurden sogar Gully-Deckel versiegelt. Auf den Dächern rund um das Alte Rathaus hatten Scharfschützen der Polizei Stellung bezogen und Menschen die Fotos machten, mussten damit rechnen immer wieder von den zahlreichen Polizeikräften Peronenkontollen unterzogen zu werden. „Die mehrwöchige Planung des polizeilichen Einsatzes stellte unter vielerlei Gesichtspunkten eine besondere Herausforderung dar“, sagte Polizeidirektor Tobias Giesbert im Nachgang zu dem Event. „Neben den üblichen, aufwendigen Sicherheitsanforderungen bei derartigen Veranstaltungen erforderte insbesondere die temporär abstrakt erhöhte Gefahr durch Spionage oder hybride Bedrohungen die Anwendung neuartiger und spezieller polizeilicher Taktiken und Einsatzmittel“ erklärte er.
Der Erlebniszoo Hannover verliert zwei beliebte Tierarten
HANNOVER. Hannover wird ärmer an exotischen Tierarten. Giraffen und Leoparden gibt es zukünftig nicht mehr im Erlebniszoo Hannover zu sehen.
Mitte Februar stürzte die Giraffenkuh Jamila so unglücklich, dass sie starb. Damit ihre Freundin, die nubische Giraffe Niobe, nicht allein ist, wird dieses Tier an einen anderen Zoo vermittelt. Dort kann sich die Giraffenkuh dann einer neuen Herde anschließen. Das ist zumindest das vorläufige Ende der Giraffenhaltung im hannoverschen Zoo. Erst wenn ein in fernerZukunft anvisierten neues Giraffenhaus gebaut wird, könnten die gefleckten Langhälse wieder an die Leine zurückkehren.
Auch im Dschungelpalast stehen die Zeichen auf Veränderung. Erst im November 2024 zog der Leopardenkater Surest aus dem Zoo Hagenbeck in seine neue hannoversche Heimat. Nun muss er den Dschungelpalast wieder verlassen, denn er soll in Dänemark eine Leopardendame beeindrucken. Der nordchinesische Leopard ist im Bestand stark gefährdet. Laut dem Zoo Hannover gibt es nur noch rund 500 Tiere dieser Gattung. Nachwuchs ist also dringend erwünscht.
Neue Leoparden dürfen nicht mehr in den Dschungelpalast einziehen. Die Anlage wird umgebaut und dann Heimat von Binturongs sein. Diese Tiere, die auch „Marderbär“ genannt werden, gehören zu den Schleichkatzen. Binturongs leben in Südostasie, sind nachtaktiv und leben hauptsächlich als Baumbewohner.