Region und Stadt Hannover weisen auf die Bedeutung der Notrufnummer 112 hin
HANNOVER. Heute ist der 11. Februar und damit auch der Tag des Notrufs. Er soll auf die Bedeutung eines schnellen, zuverlässigen und richtig genutzten Notrufes für die Sicherheit aufmerksam machen. Die Notrufnummer 112 gilt europaweit für die Feuerwehr und den Rettungsdienst und ist rund um die Uhr erreichbar. Wie die Feuerwehr Hannover in einer Presseinformation mitteilte, gehen in den Leitstellen täglich ca. 830 Notrufe ein – von medizinischen Notfällen über Brände bis hin zu Verkehrsunfällen. Geschulte Mitarbeiter*innen nehmen die Anrufe entgegen, koordinieren die Einsätze und geben den Anrufenden bei Bedarf bereits am Telefon lebensrettende Hinweise. Christine Karasch, Dezernentin für Öffentliche Sicherheit und Gesundheit der Region Hannover, betont die Bedeutung der Notrufnummer: „Der Notruf 112 ist eine der wichtigsten Lebensadern unserer Gesellschaft. Er sorgt dafür, dass Menschen in Not schnell und professionell Hilfe bekommen. Dafür arbeiten in der Region Hannover jeden Tag engagierte Einsatzkräfte und Mitarbeitende in der Regionsleitstelle – rund um die Uhr und hochprofessionell.“ Dr. Axel von der Ohe, erster Stadtrat und Feuerwehrdezernent der Landeshauptstadt Hannover, erkärte dazu: „Alle, die einen medizinischen Notfall, einen schweren Unfall oder einen Brand erkennen, haben mit der Notrufnummer 112 rund um die Uhr einen direkten Draht zum Rettungsdienst und zur Feuerwehr. Deshalb ist es wichtig, dass bereits Kinder die 112 kennen und wissen, wann sie den Notruf wählen müssen.“ Gerade in Notsituationen, die immer Ausnahmesituatioen sind und mit entsprechendem Stress verbunden sind, ist es von entscheidender Bedeutung, dass der Notruf richtig abgesetzt wird. Wichtig sind dabei klare Angaben zum Ort des Geschehens, zur Art des Notfalls und dazu, wie viele Personen betroffen sind. Um im Ernstfall schnell Hilfe leisten zu können, arbeiten die Feuerwehr, der Rettungsdienst und die Regionsleitstelle Hannover eng zusammen und sind technisch wie organisatorisch gut aufgestellt. Der Tag des Notrufs soll das Bewusstsein für diese unverzichtbare Infrastruktur stärken.
Der Vorverkauf beginnt: Das Südstädter Komöd'chen fragt: Wie entsorge ich meinen Alten?
HANNOVER. Wenn das keine Glückszahl ist: Am kommenden Freitag, den 13., startet der Vorverkauf für die neue Produktion des Südstädter Komöd’chens. Und das Datum passt ja auch irgendwie zum Stück. Auf der Bühne im Freizeitheim stellt sich dann die Frage „Wie entsorge ich meinen Alten?“ Es handelt sich um eine rabenschwarze Verwechslungskomödie von Sabine Misiorny und Tom Müller und wird vom im Freizeitheim Döhren beheimateten Amateurtheater in einer freien Bearbeitung mit etwas Lokalkolorit unter der Regie von Gabriele Dragon auf die Bühne im großen Saal des Freizeitheimes gebracht.
Zum Preis von jeweils 15,00 € (inklusive VVK-Gebühr) sind die begehrten Karten im Vorverkauf bei
Suat Kaya Schreibwaren (direkt gegenüber U-Bahn Haltestelle „Peiner Straße“) Hildesheimer Straße 268 30519 Hannover, Tel.: 83 58 55, erhältlich.
Alternativ können Karten auch bei YesTicket über https://www.yesticket.org/events/de/theater-suedstaedter-komoedchen-e-v erworben werden. Preis hier wie auch an der Abendkasse: 17 Euro. Ermäß9gte Karten im Rahmen des HannoverAktivPasses zu je 8,50 € gibt es ausschließlich an der Abendkasse bzw. nach Vorbestellung.
Insgesamt sechs Mal wird sich der Vorhang im Freizeitheim Döhren (An der Wollebahn 1, 30519 Hannover) heben:
Fr 13. 03. 2026 – 19:30 h (Premiere)
Sa 14. 03. 2026 – 16:00 h
So 15. 03. 2026 – 16:00 h
Fr 20. 03. 2026 – 19:30 h
Sa 21. 03. 2026 – 16:00 h
So 22. 03. 2026 – 16:00 h
Theaterleiter Peter Gärtner: „In dem neu erworbenen Liebesnest des Zahnarztes Dr. Ansgar Fleischmann in der noblen Wohngegend Waldhausen in Hannover ist die Aufregung groß.
Seine Ehefrau Saskia, seine Geliebte Jacqueline Dahmert, ein Typ namens Karl „Rocky“ Baldower, der ständig auf geheimer Entsorgungsmission ist, und die neugierige Hausmeisterin Hedwig Löddgen geben sich die Klinke in die Hand. Es kommt zu einigen absurden Missverständnissen, durch die der eigentlich hilfsbereite, aber nicht besonders clevere „Rocky”“in große Schwierigkeiten gerät. Eine richtige Achterbahnfahrt der Ereignisse! Was für eine aufregende Story! Die Pointen, Verstrickungen und die Situationskomik sind einfach zum Brüllen komisch!“
Döhren-Wülfels Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner tritt aus gesundheitlichen Gründen zurück
HANNOVER. Die Gesundheit machte nicht mehr mit: Antje Kellner, Bezirksbürgermeisterin von Döhren-Wülfel, hat jetzt ihren Rücktritt erklärt und verzichtete gleichzeitig auch auf ihr Mandat im Stadtbezirksrat.
In einer persönlichen Erklärung legte die SPD-Politikerin die Gründe ihrer Entscheidung dar. Das Schreiben im Wortlaut:
„Seit langem engagiere ich mich ehrenamtlich im Stadtbezirksrat Döhren-Wülfel für unseren schönen und vielfältigen Stadtbezirk, seit über 10 Jahren auch als Ihre Bezirksbürgermeisterin.
In dieser Zeit durfte ich viele engagierte Bürgerinnen und Bürger aus Vereinen, Verbänden und Kirchengemeinden aber auch Privatpersonen treffen, denen ihr Stadtbezirk sehr am Herzen liegt. Ich habe diese Begegnungen stets als Bereicherung und Ansporn empfunden, auch wenn ich naturgemäß nicht mit jedem meiner Gesprächspartner einer Meinung war. Gerade auf der niedrigschwelligen Bezirksratsebene trifft Lokalpolitik ja aber tatsächlich immer noch auf reale Bürgerinnen und Bürger und lernt ihre wirklichen Bedürfnisse und Prioritäten kennen.
Diesen spannenden Dialog hätte ich gern noch weitergeführt und das mir Mögliche von Ihren Anregungen gemeinsam mit den Bezirksratsmitgliedern umgesetzt. Leider aber erlaubt mir meine sich rapide verschlechternde Gesundheit nicht, das Amt der Bezirksbürgermeisterin so fortzuführen wie ich das gern möchte.
Ich habe mich daher nach reiflicher Überlegung schweren Herzens entschieden, mit sofortiger Wirkung auf mein Bezirksratsmandat zu verzichten und damit auch vom Amt der Bezirksbürgermeisterin zurückzutreten.
Bei Ihnen allen bedanke ich mich für Ihre Anregungen, für Lob, aber auch für Tadel.
Meinen Ansprechpartnern in der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Hannover danke ich für die stets engagierte Zusammenarbeit und die konstruktive gemeinsame Suche nach zeitnaher Umsetzung von Anregungen.
Meinen Mit-Bezirksratsmitgliedern bin ich für die jahrelange parteienübergreifende und sachorientierte Arbeit im Bezirksrat Döhren-Wülfel dankbar, die immer wieder Kompromisse und einstimmige Beschlüsse möglich machte. Das ist leider keine Selbstverständlichkeit mehr in der heutigen Zeit.
Meinem Nachfolger oder meiner Nachfolgerin wünsche ich stets eine glückliche Hand und tatkräftige Unterstützung von Ihrer Seite.
Behalten Sie bitte unbedingt Ihr Interesse an der Lokalpolitik in Ihrem Stadtbezirk und bleiben Sie miteinander im Gespräch!
Es grüßt Sie ganz herzlich
Ihre Antje Kellner“
„Der Rücktritt kam nicht überraschend, dennoch macht er mich traurig“, so der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Schade. „Im Stadtbezirk Döhren-Wülfel und in der SPD Döhren-Wülfel geht damit eine Ära zu Ende. Antje Kellner wird uns bei der zukünftigen Arbeit fehlen. Das Amt einer Bezirksbürgermeisterin besteht ja aus mehr als nur die Sitzungen zu leiten und ab und an ein paar Grußworte auf diversen Veranstaltungen zu sprechen. Es ist viel Arbeit im Hintergrund damit verbunden, was indes kaum öffentlich in Erscheinung tritt und deshalb auch nicht immer gebührend gewürdigt wird. Es war jedenfalls der sehr engagierte Einsatz von Antje Kellnerr, der unter anderem dazu geführt hat, dass bei den letzten Kommunalwahlen vor viereinhalb Jahren die SPD im Bezirksrat nicht nur nicht – entgegen den allgemeinen Trend – verloren hat, sondern dass wir vielmehr in Döhren-Wülfel unsere Mandatszahl halten konnten und sogar stärkste Fraktion im Bezirksrat wurden.“
Für die nun anstehende Neuwahl eines Bezirksbürgermeisters wird die SPD Willi Lindenberg nominieren. Lindenberg (geb. 1952) war lange Jahre als Arbeitsdirektor im ÜSTRA-Vorstand tätig. Im Juli 2020 wurde er von Antje Kellner als neuer Bezirksratsherr verpflichtet. Er wohnt schon über 40 Jahre im Stadtbezirk Döhren-Wülfel. Der aus Wiedensahl (Geburtsort von Wilhelm Busch) stammende Sozialdemokrat ist auch außerhalb der Politik vielfältig ehrenamtlich engagiert. Er macht beim Verein „Freunde des Döhrener Turms e.V.“ mit und ist Ehrensenator bei der Funkenartillerie Blau-Weiss Döhren. Auch sonst kann er eine Reihe von Funktionen aufzählen: Mitglied des geschäftsführenden Vorstands der Landesverkehrswacht Niedersachsen, Mitglied des Vorstands des Vereins „Gegen das Vergessen ./. NS-Zwangsarbeit e.V. und Sprecher des Managerkreises der Friedrich-Ebert-Stiftung Niedersachsen/Bremen und Mitglied der Verkehrs AG auf Bundesebene.
Willi Lindenberg – hier eine Archivaufnahme – in historischer Üstra-Uniform
HEIDE. Die Stadt Heide liegt in Schleswig-Holstein, nicht weit entfernt von der Nordsee, nach Büsum etwa sind es gut 20 Kilometer. Bekannt ist die Kreisstadt von Dithmarschen insbesondere für ihren riesigen Marktplatz. Es handelt sich um den größten (unbebauten) Marktplatz Deutschlands (als größter bebauter Marktplatz Deutschlands gilt der Marktplatz in Freudenstadt im Nordschwarzwald). Die unbebaute Fläche des Marktplatzes von Heide beträgt 47.000 Quadratmeter. Während der Zeit der unabhängigen Bauernrepublik Dithmarschen war der Platz ab 1447 Tagungsort der Landesversammlung. Bereits im 16. Jahrhundert kamen dort die Händler jeden Sonnabend zu einem Wochenmarkt zusammen. Das ist bis heute so geblieben. Außerdem findet auf dem Platz jedes Jahr ein großer Weihnachtsmarkt sowie alle zwei Jahre der „Heider Marktfrieden“ statt – das größte mittelalterliche Volksfest Dithmarschens. Wenn gerade keine Märkte oder Feste auf dem Marktplatz stattfinden wird er zu einem riesigen Parkplatz mit fast unendlich Weiten. Zu den Sehenswürdigkeiten Heides zählt die Kirche St. Jürgen, die den Marktplatz an der Südwestseite säumt. Sie wurde um 1435 als Kapelle erbaut, 1559 bei der Eroberung Heides durch die dänischen Truppen zerstört und danach aus Feldsteinen wieder aufgebaut. Später kamen ein Turm und ein Anbau dazu. Besonderheiten sind der schöne Barockaltar, einige alte Malereien, das Taufbecken und eine Sonnenuhr an einer der Kirchenwände. Die heutige Bebauung um den Marktplatz herum stammt aus dem 19. bis 21. Jahrhundert. Älter sind das alte Pastorrat (1739) und das „Dreestornhus“ (1733) in der Süderstraße.
Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay hatte zu einer Einwohnerversammlung ins Freizeitheim Döhren eingeladen.
HANNOVER. An der Radrennbahn in Wülfel wird es keine Erstaufnahmeeinrichtung des Landes für Flüchtlinge geben. Das gab Oberbürgermeister Belit Onay auf der Einwohnerversammlung für den Stadtbezirk Döhren-Wülfel gestern Abend (9. Februar) im Freizeitheim bekannt. „Aus meiner Sicht ist das kein Standort, der in Betracht kommt“, sagte er, und. „Wir werden die Diskussion nicht weiterführen.“
Die Pläne für eine Flüchtlingsunterkunft mit bis zu 750 Personen hatten im Stadtteil für Unruhe gesorgt. Onay gab nun dem Land die Schuld am Scheitern des Vorhabens. Wie aus einem hier vorliegenden Schreiben des Niedersächsischen Innenministeriums an die Stadt Hannover hervorgeht, hat das Land deshalb einen Rückzieher gemacht, weil die Stadt die Geeignetheit des Grundstücks nicht hinreichend geklärt und auch keine Alternativstandorte benannt hat. Bei wem auch immer letztlich die Schuld für das Scheitern des Projektes liegt, die Wülfeler haben diese Nachricht mit Freude aufgenommen. Eine politische Mehrheit zeichnete sich eh nicht ab; der Bezirksrat Döhren-Wülfel hätte wahrscheinlich geschlossen dagegen gestimmt und im Rat haben SPD, CDU und FDP bereits ihr „Nein“ in einer gemeinsamen Pressemitteilung bekräftigt.
Nach einer Begrüßung durch einen Vertreter des Stadtbezirksrates Döhren-Wülfel, einen kleinen Imagefilm über den Stadtbezirk und einer Rede des Oberbürgermeisters Onay bekamen die anwesenden Anwohner das Wort. Debattiert wurden unter anderem die Parkplatzsorgen im Amerikaviertel (Stadtteil Mittelfeld); aber eine alle zufriedenstellende Lösung ist nicht in Sicht.
Christine Ranke-Heck aus Wülfel brachte die gefährliche Situation durch die Fahrbahnverengung auf der Hildesheimer Straße dank der Velo-Route zur Sprache. Eine Abhilfe wurde allerdings auch hier nicht versprochen. Weniger Beifall aus dem Publikum erhielt hingegen der Vorschlag einer Rednerin, Schnee auf den Radwegen doch lieber auf Autoparkplätze oder die Gehwege zu schieben. Da grummelte es merklich in den Sitzreihen.
Ein anderer Bürger wies auf den doch in die Jahre gekommenen Stützpunkt der Freiwilligen Feuerwehr in Wülfel hin. Lena Bode vom Fachbereich Gebäudemanagement versprach, dass noch in diesem Jahr mit der Planung eines neuen Feuerwehrgerätehauses an der Erytropelstraße begonnen werden.
Erfreuliches konnten die Einwohner im Foyer an einer Schautafel zum Neubau des Freizeitheims Döhren lesen: Ebenfalls noch 2026 soll ein Architektenbüro die Pläne für einen Neubau des Freizeitheimes an der Peiner Straße 5 bis 9 prüfen. Stadtbibliothek, Bürgeramt und Jugendzentrum sollen einbezogen werden.
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In einem Film wurde der Stadtbezirk vorgestellt
Gastgebr: Jörg Kölling vom Freizeitheim Döhren
Viele Menschen kamen zur Einwohnerversammlung
Frohe Botschaft: Mit den Planungen für den Neubau eines Freizeitheimes geht es weiter
HANNOVER. Das Wetter trübe, alles grau in grau, eigentlich kein Wetter für einen Spaziergang – doch gleichwohl hat ein Spaziergang im Nebel entlang des mit Eisschollen bedeckten und derzeit zumindest im hannoverschen Bereich für die Schifffahrt gesperrten Mittellandkanal seinen eigenen Reiz. Das Titelfoto für diesen Bericht und die Fotos in der unterstehenden Galerie entstanden entlang des Mittellandkanals vom Nordhafen (Hannover Vinnhorst) bis zum Yachthafen (Hannover List).
Spaziergang am Mittellandkanal - Vom Nordhafen bis zum Yachthafen
Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer führte Celine Beigel in ihr neues Amt als Pastorin der Matthäi-Kirche ein.
HANNOVER. Die ev.-luth. Matthäi-Kirche in Wülfel hat endlich wieder eine neue eigene Pastorin. Heute Nachmittag (8. Februar) wurde Pastorin Celine Beigel von der Regionalbischöfin Sabine Schiermeyer ordiniert und zusammen mit Superintendentin Meike Riedel in ihr Amt eingeführt. Es ist die erste Pastorenstelle der jungen Geistlichen.
Der Glaube lag ihr schon ganz früh am Herzen. „Schon in ganz jungen Jahren hat sie in ein Freundschaftsbuch als Berufswunsch Pastorin geschrieben“, erzählte Regionalbischöfin Schiermeyer.
Den festlichen Gottesdienst umrahmten Torsten Pinkepan an der Orgel, Kordelia Spieß an der Flöte und Katrin Reisch mit Gesang. Im Anschluss lud Jutta Heine-Seela im Namen des Kirchenvorstandes alle Besucher zu einem kleinen Empfang mit Sekt und Schnittchen in den Vorraum der Matthäi-Kirche ein.
12500 Fans feiern ein sensationelles Drei-Stunden-Konzert
HANNOVER.
Es gibt Konzertabende, die von der ersten Minute an klarmachen: Hier passiert nicht einfach „noch ein Tourtermin“, sondern ein Auftakt mit Signalwirkung. Der 7. Februar 2026 in ZAG Arena ist genau so ein Abend. Herbert Grönemeyer startet in Hannover die Fortsetzung seiner erfolgreichen Konzertreihe „mittendrin – akustisch“ und setzt damit fort, was die ausverkauften September-Shows zuvor ausgelöst hatten: enorme Ticketnachfrage, hohe Erwartungen – und ein Format, das Akustik nicht als leisen Rückzug, sondern als neue Perspektive auf ein riesiges Werk versteht.
Schon die Grundidee der Reihe ist stärker als ein Schlagwort. „Mittendrin“ ist nicht nur Motto, sondern Bauplan: gespielt wird auf einer speziell gestalteten Mittelbühne, die das klassische „Frontbühne plus Fernblick“ aufbricht. Das Publikum sitzt und steht rundum, näher dran, mit wechselnden Blickwinkeln, und bekommt dadurch eine andere Form von Arena-Nähe – nicht intim, weil der Raum klein wäre, sondern weil die Inszenierung Distanz bewusst abbaut. Genau das ist in den offiziellen Infos zur Reihe zentral beschrieben: Mittelbühne, besondere Atmosphäre, eigens konzipierte Show.
Wer bei „unplugged“ automatisch an sanfte Wohnzimmerstimmung denkt, wird bei „mittendrin – akustisch“ schnell korrigiert. Das Konzept ist zwar akustisch gedacht, aber ausdrücklich nicht auf „ausschließlich leise Töne“ reduziert. Im Gegenteil: Schon im Vorfeld wurde klar kommuniziert, dass auch Rockklassiker fest im Programm stehen – Stücke, die normalerweise nach vorne drücken und im Hallenmaßstab funktionieren.
Der entscheidende Unterschied ist nicht Lautstärke, sondern Klangarchitektur. Grönemeyer steht hier nicht „abgespeckt“ da, sondern erweitert: Band plus Chor plus Orchester. Der Chor wird nicht als Hintergrundfarbe eingesetzt, sondern als musikalischer Motor: für Spannungsaufbau, für weite Refrains, für diese besondere Mischung aus Wärme und Wucht, die Grönemeyer-Songs in großen Räumen brauchen. Dass der Chordieses Projekts ist und wie das Format gedacht ist (neu arrangierte Unplugged-Versionen, Konzertreihe), ist auch in der Chor-Kommunikation zur Tour so dargestellt.
Für Hannover war der Ablauf klar: regulärer Einlass am frühen Abend, Konzertbeginn am 20:00-Uhr-Fenster. Solche Zeiten wirken wie Nebensache, sind beim Tourauftakt aber Teil der Dramaturgie – weil die Arena sich spürbar „vollzieht“: erst das Ankommen, dann die Spannung, dann das Licht. Der in Medieninfos genannte Zeitplan (Einlass 18:30 Uhr, Beginn 20:00 Uhr) passte zu diesem Auftaktcharakter.
Dazu kommt: Der Hannover-Termin ist nicht einfach einer von vielen, sondern ausdrücklich die Auftaktshow der Fortsetzung 2026. In der Kommunikation der Reihe wird er als Startpunkt genannt – nach den September-Abenden in Dortmund und Berlin, die eine enorme Nachfrage ausgelöst hatten. Die Tour umfasst insgesamt acht Städte in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Der erste Eindruck entscheidet oft darüber, wie ein Konzert „im Kopf“ abgespeichert wird. Hannover bekommt keinen langsamen Einstieg, kein Warmspielen, keine halbe Sache. Der Auftakt ist a cappella und damit maximal konzentriert: „Unfassbarer Grund“ – gemeinsam mit dem Chor. Genau in dieser Wahl steckt bereits das Programm des Abends: Stimme, Text, Raum. Wenn ein Chor a cappella in einer Arena einsetzt, entsteht eine andere Form von Stille – eine gespannte, nicht leere Stille. Und Grönemeyer nutzt diesen Effekt als Türöffner für die gesamte Showlogik.
Vom ersten Moment ist Grönemeyer voller Energie und dreht Runde um Rundeauf seiner Bühne – singend, hüpfend, zuckend mit Gesten à la Becker-Faust und gestrecktem Arm wie Elton John. Er versprüht Leidenschaft und Freude an Gesang und Musik, die bei seinen Fans ankommt und ihn durch diesen Abend trägt.
Die Setlist macht danach sofort klar: Das wird kein thematisch enger Nostalgie-Abend, sondern eine Reise durch Jahrzehnte, Stimmungen und Tempi. Auf die chorgetragene Konzentration folgt Bewegung, Rhythmus, später auch die großen, bekannten Ausbrüche. Das ist die Stärke von „mittendrin – akustisch“: Die Songs werden nicht „klein gemacht“, sondern anders gebaut – und die Mittelbühne sorgt dafür, dass diese Wechsel nicht wie Programmwechsel wirken, sondern wie Szenen in einer durchkomponierten Live-Erzählung.
Ein starker Tourstart braucht Momente, über die am nächsten Tag gesprochen wird. Hannover liefert davon mehrere: traditionelle Einsprengsel wie „Steigerlied“ und später „Oh wie ist das schön“ sorgen für kollektive, fast stadionhafte Mitnahme – und stehen gleichzeitig in spannendem Kontrast zur akustischen Grundidee. Dass Grönemeyer diese Traditionstitel in eine Akustik-Show einbettet, wirkt nicht zufällig: Es sind Stücke, die Gemeinschaft sofort hörbar machen.
Noch prägnanter sind die ausdrücklich markierten Tourpremieren. „Was soll das“ als erstes Encore mit dem Zusatz Tourpremiere ist so ein Moment, der signalisiert: Die Setlist ist nicht nur „abgespult“, sondern lebt, verändert sich, öffnet sich. Und später kommt mit „Der Mond ist aufgegangen“ ein Schlussakkord aus dem kulturellen Gedächtnis – ein Lied, das fast jeder kennt, das aber in einem Grönemeyer-Abend eine sehr eigene Schwerkraft bekommt: als Ruhepunkt, als Umarmung, als leiser, aber klarer Kontrapunkt zur großen Show.
Zwischen all den Arrangements und Chorflächen sind es oft Textdetails, die besonders hängen bleiben. In Hannover fällt „Mensch“ mit dem Hinweis auf einen neuen dritten Vers auf. Das ist mehr als eine Randnotiz: „Mensch“ ist ein zentraler Titel im Grönemeyer-Kosmos, emotional aufgeladen, generationenübergreifend bekannt. Eine Veränderung im Text ist deshalb automatisch ein Statement – nicht zwingend politisch, aber künstlerisch: Der Song ist nicht eingefroren, er bewegt sich weiter.
Dass der Abend nicht bei „einer“ Zugabe bleibt, sondern gleich drei Encore-Blöcke hat, spricht ebenfalls für Auftaktenergie. Zugaben sind bei Grönemeyer traditionell mehr als Pflicht – sie sind ein eigener Raum, in dem Klassiker, Publikumsnähe und letzte Überraschungen zusammenkommen. In Hannover entstehen daraus drei unterschiedliche Stimmungen:
Encore 1: Direktheit und Klassikerzug Mit „Was soll das“ (Tourpremiere), „Fang mich an“, „Unterwegs“ und „Männer“ wird das Publikum in den „Groove“ geholt – bekannte Titel, klare Reaktionen, ein Block, der trägt.
Encore 2: Gemeinschaft und Tanz „Oh wie ist das schön“ (Traditionstitel), „Kopf hoch, tanzen“, „Mambo“ – das wirkt wie ein kollektiver Schalter: jetzt wird nicht mehr nur zugehört, jetzt wird getragen. Dazu die „Flugzeuge im Bauch“-Reprise als Chor-only-Moment: ein dramaturgischer Kniff, der die Arena noch einmal in etwas anderes verwandelt – weniger Bandshow, mehr Raumklang. Danach „Warum“ und „Morgen“ als Finale dieses Blocks, inklusive Team- und Chorvorstellungen: ein sichtbares „Wir“, das zur „mittendrin“-Idee passt.
Encore 3: Abschluss mit Umarmung „Neuer Tag“, „Halt mich“, „Immerfort“, dann „Der Mond ist aufgegangen“ als Tourpremiere – ein Ende, das nicht auf maximalen Knall setzt, sondern auf Nachhall.
12500 Fans erleben ein maximales Herbert Grönemeyer-Konzertfest in Hannover und danken es dem Künstler und seiner musikalischen Begleitung mit großem Applaus und beeindruckender gesanglichen Unterstützung an diesem Abend.
Die Auferstehungskirche in Hannover-Döhren (hier ein Archivbild)
HANNOVER. Die Pressemitteilung des Kirchenkreises spricht von einem „Leuchtturmprojekt“. Jedenfalls stellt die ev.-luth. Kirchengemeinde der Döhrener Auferstehungskirche an der Helmstedter Straße nun die Weichen für eine nachhaltig Energiewirtschaft. Unter dem Titel „„Zukunftsinitiative Auferstehungskirche“ startet die Gemeinde ein umfassendes Sanierungsprojekt. Zuerst soll das über 60 Jahre alte Gemeindehaus energetisch fit für die Zukunft gemacht werden.
Im Sommer 2026 soll es beginnen. Die veraltete Ölheizung wird durch eine moderne Wärmepumpe ersetzt; parallel dazu erhält das Dach des Gebäudes eine sehr gute Dämmung und ein innovatives Photovoltaik-Gründach. „Mit Gesamtkosten von rund 465.000 € ist dies eine der bedeutendsten Investitionen der Gemeinde in den letzten Jahrzehnten“, heißt es in der Presseveröffentlichung des Kirchenkreises.
Das Bauvorhaben wird mit über 98.000 € aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) und durch das Land Niedersachsen gefördert. Bei den hohen Gesamtkosten reicht das natürlich nicht aus. Pastor Dr. Michael Wohlers zeigt sich dankbar für das bürgerschaftliche Engagement aus der Gemeinde.: „Bis Mitte Januar sind bereits rund 12.000 € an Spenden eingegangen. Das sichert uns die notwendigen Eigenmittel, um die Fördergelder überhaupt abrufen zu können.“ Auch langfristig hofft die Gemeinde auf eine weiter bestehende Spendenbereitschaft. Dr. Wohlers: „Jeder Beitrag hilft uns, dieses ‚dicke Brett‘ der Sanierung zu bohren. Jede Unterstützung wirkt – zu 100% hier direkt vor Ort!“
„Unsere Gebäude sind Orte der Begegnung, belasten aber aktuell das Klima und den Haushalt“, so Dr. Wohlers weiter. „Wir wollen zeigen, dass der ökologische Umbau auch im Bestand gelingt und wir ganz konkret unseren Beitrag zur Bewahrung der Schöpfung leisten.“
Technisch setzt das Projekt auf Synergieeffekte, wie die Baubeauftragte und Architektin Marion Knauer erklärt: „Ein Gründach kombiniert mit Photovoltaik ist eine Win-win-Situation. Die Pflanzen kühlen die Umgebung, was den Wirkungsgrad der PV-Module an heißen Tagen steigert. Gleichzeitig fördern wir die Biodiversität im städtischen Raum.“
HANNOVER. In Döhren befindet sich eine alte Zisterne unterhalb des Fiedelerplatzes. Am gestrigen Donnerstag (5. Februar) wollte die SPD in der Bezirksratssitzung im Freizeitheim Döhren mehr dazu wissen. Laut Stadtverwaltung liegen die Anlagen in einer Tiefe von rund 0,5 bis drei Metern und bestehen aus etwa 25 zylindrische Einzelschachtbauwerke, die vermutlich in den 1940er-Jahren als Löschwasserzisternen angelegt wurden. Genaueres kann aber die Stadt nicht sagen, erfuhr der Bezirkstag auf eine weitere Anfrage der Sozialdemokraten. Stadtbezirkskoordinator Sven Berger: „Trotz umfangreicher Archiv-Recherchen konnten seinerzeit keine Bauzeichnungen oder sonstigen Unterlagen bezüglich Bauweise und Funktion gefunden werden. Genauere Kenntnisse über den technischen Zustand aller Einzelschächte und eine Eignung zur Wasserspeicherung nach den aktuellen technischen Regeln liegen ebenfalls nicht vor.“ Und weiter: „Vor dem Hintergrund einer nachhaltigen Wassernutzung insbesondere für die Baumbewässerung wäre eine Sanierung der Zisternenanlage sicherlich sinnvoll. Die Bauweisen und die technischen Regeln für die Entwässerung des Straßenraumes sowie der Platzfläche haben sich in den letzten 60 Jahren jedoch grundlegend geändert, sodass eine Reaktivierung der Zisterne sowohl technisch als auch wirtschaftlich nicht abbildbar ist.“ Auf keinem Fall jedoch habe die Zisterne etwas mit dem mangelhaften Wasserablauf von der Oberfläche zu tun. Das liege vielmehr an der 23 Jahre alte Versickerungsanlage, die im kommenden Frühjahr saniert werden soll.
Vorstellung im Bezirksrat: Der Stadtbezirk hat jetzt auch einen Ordnungsbotschafter Björn Misselhorn wird sich nun zukünftig auf Streifengängen um die Sicherheit und Ordnung in Döhren-Wülfel kümmern und als Ansprechpartner für die Bürger bereitstehen. Erreichbar ist er über die Sammeltelefonnummer des Ordnungsdienstes 0511/168 55555.
Einstimmig forderten die Ortspolitiker die Stadt auf Antrag der CDU auf¸ an der Emmy-Noether-Allee das Hinweisschild zur Sicherung der alten Mülldeponie Bemerode 1 zu erneuern. Die derzeitige Hinweistafel sei aufgrund von Verwitterung und Alterung nicht mehr leserlich. Bei Stimmengleichheit wurde hingegen ein Antrag der Grünen abgelehnt, an zwei Sitzbänken im Stadtbezirk versuchsweise extra Aschenbecher für Raucher anzubringen.